DE90882C - - Google Patents

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DE90882C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/02Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/30Details of blowing glass; Use of materials for the moulds
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren und eine Maschine zur Herstellung von Glasflaschen etc. zum Gegenstande.
Das Verfahren besteht darin, dafs das Aufblasen der flüssigen Glasmasse durch mechanische Hülfsmittel zwischen mehreren Schablonen erfolgt, welche sich um eine mit der Axe des zu formenden Gegenstandes zusammenfallende gemeinschaftliche Axe drehen. Die Schablonen geben zunächst dem herzustellenden Gegenstande die rohe äufsere Form; sie können während des Blasverfahrens um ihre eigene Axe gedreht werden, um durch ihre sich dabei verstellenden Contouren dem herzustellenden Gegenstande die endgültige Form zu ertheilen. Es kommen also hierbei die bisher zur Herstellung solcher geblasener Hohlglasgegenstände erforderlichen zwei- oder mehftheiligen geschlossenen Formen in Wegfall.
Das Verfahren kommt in der Weise zur Ausführung, dafs die flüssige Glasmasse in einen mit anhebbarem Boden versehenen Behälter eingebracht wird, der, wenn er unter die senkrechten Schablonen eingestellt ist, angehoben und mit den Schablonen verkuppelt wird, worauf letztere um eine gemeinsame Axe in Umlauf gesetzt werden. Der Boden mit der Glasmasse wird sodann zwischen die umlaufenden Schablonen angehoben, bis die Masse in das Ende der den Windstrom einführenden ' Pfeife eintritt, worauf die Gestaltung des Hohlglasgegenstandes erfolgt, dessen äufsere Form durch die Gestaltung der umlaufenden Schablonen bedingt wird; während des Aufblasens und beim Senken des beweglichen Bodens kann nun eine gemeinschaftliche einmalige oder mehrmalige Verstellung der Schablonen um ihre eigene Axe erfolgen, um durch ihre hierbei der gemeinschaftlichen Axe gegenüber gebrachte veränderte Gestaltung dem aufgeblasenen Hohlglasgegenstand die endgültige Form zu ertheilen.
Wenn es sich um Herstellung von massiven Glasgegenständen zwischen den umlaufenden Schablonen handelt, so kommt die Pfeife in Wegfall und wird die Glasmasse durch den beweglichen Boden des Behälters zwischen die umlaufenden Schablonen gedrückt.
Fig. ι zeigt die Maschine im Aufrils, in wesentlichen Theilen im Schnitt angegeben. An der Säule A ist der Tisch B (Grundrifs . Fig. 2) drehbar angeordnet, in welchen eine Anzahl Behälter C eingesetzt sind, die einen durch Hebel b1 beweglichen Boden c1 haben, in dem noch eine durch Hebel b2 selbstständig bewegliche Stange c2 angeordnet ist. Die Schablonen EE sind über dem Tische B so angeordnet, dafs je ein Behälter C direct unter sie eingestellt werden kann, der bei Einnahme dieser Stellung durch die unter Federzug stehende Stange c4 so im Tisch angehoben und gehalten wird, dafs die konischen Zapfen c der Schablone in ebenso geformte Vertiefungen auf seiner Fläche eintreten.. Die Schablonen gehen mit ihren oberen Zapfen durch eine Muffe F, die in dem seitlich von der Säule A abstehenden Rahmen A* gelagert ist.
Diese Muffe erhält durch die Kegelräder aw α12 von der mit Handrad a2 (oder Riemscheibe) versehenen Welle α durch die Uebersetzungsräder a3 bis α8 Umlaufsbewegung und ist die Uebersetzung eine solche, dafs die Schablonen
mit entsprechend hoher Tourenzahl um eine gemeinschaftliche Axe umlaufen.
Die Muffe F ist in der Mitte von der Pfeife G durchbrochen, welche durch die Kegelräder a10 a11 Umlaufsbewegung erhält. Auf der Pfeife G sitzt die Muffe H, welche durch einen Ring h und den Hebel i gehalten wird; von dieser Muffe steht eine kleine Traverse ab, deren Zapfen h1 in die schraubenförmig gestalteten Nuthen h2 der Schablonenzapfen hineinragen. Durch Verstellung der Muffe H in ihrer Höhenlage werden die Schablonen um ihre eigene Axe etwas verstellt , so dafs dadurch anders gestaltete Contouren der Schablone der gemeinsamen Mittelaxe gegenüber eingestellt werden.
Die verschiedenen Contouren der Schablonen, zur Flaschenbildung beispielsweise, sind in der Ansicht derselben. Fig. ι und in den Querschnitten Fig. 3 bis 6 nach den Linien 3-3, 4-4, 5-5, 6-6 der Fig. 1 dargestellt.
Diese Contouren e e1 e2 der Schablonen werden selbstverständlich je nach der Form des herzustellenden Gegenstandes gestaltet.
Für Erzeugung des durch die Pfeife in die Glasmasse einzuleitenden Winddruckes ist auf Welle a1 der Ventilator a9 angeordnet, der den Windstrom durch den im Theil A2 "des Rahmens vorgesehenen Kanal zur Pfeife leitet.
Der Windstrom kann selbstverständlich auch aufserhalb der Maschine erzeugt und in dieselbe eingeleitet werden.
Fig. 2 zeigt den Gruridrifs des Tisches B mit den vier Behältern C. Der von der Säule A abstehende Arm D erstreckt sich über den jeweilig zu füllenden Behälter C. Die Fig. 8 und 9 zeigen Längsschnitte und Fig. 10 und 11 Querschnitte der Pfeife G.
Der Erzeugungshergang mit der Maschine ergiebt sich durch die Beschreibung derselben und unter Bezugnahme auf das eingangs der Beschreibung angegebene Verfahren von selbst.
Erwähnt sei nur noch, dafs der Arbeiter nach dem Einrücken des gefüllten Behälters unter die Schablonen zunächst durch Hebel b1 und b2 (siehe auch Fig. 7) den beweglichen Boden anhebt, um die Glasmasse zwischen den umlaufenden Schablonen, die das INachaufsentreten der Masse verhindern, in das Pfeifenende einzuführen. Mit zunehmender Gestaltung der Flasche wird der Boden gesenkt, was durch Gewichtsbelastung erleichtert und durch den Anhalter b3 am Lappen b begrenzt wird, worauf die Veränderung der Schablonenstellung durch Hebel i erfolgt, und wird zum Schlufs durch Anheben der Stange c2 mittelst Hebels b- die Einstülpung im Flaschenboden hergestellt. Sollen hohle Glasgegenstände ohne Anwendung des Blasverfahrens hergestellt werden, so wird die Pfeife G durch einen entsprechend gestalteten Dorn ersetzt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Verfahren zur Herstellung von hohlen oder massiven Glasgegenständen, gekennzeichnet durch Einführen der flüssigen Glasmasse zwischen im Kreise herumgeführte Schablonen, welche zur Formung des herzustellenden Gegenstandes um ihre eigene Axe verstellt werden können, wobei das Aufblasen des Glases bei Herstellung von Hohlglasgegenständen durch eine den Wind zuführende Pfeife erfolgen kann.
2. Eine Vorrichtung zur Ausführung des in Anspruch 1 genannten Verfahrens, gekennzeichnet durch einen drehbaren Tisch (B) mit Einsätzen oder Behältern (C), die nach einander unter im Kreise drehbar angeordneten Schablonen (E) eingestellt, angehoben und mit diesen Schablonen verbunden werden können, wobei die im betreffenden Behälter befindliche flüssige Glasmasse durch den beweglichen Boden (c1) des Behälters zwischen die Schablonen eingeführt wird.
3. Bei der im Anspruch 2 gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung der Schablonen (E) in der Weise, dafs sie aufser der Drehung im Kreise um ihre eigene Axe verstellt werden können, zwecks Veränderung der durch die Schablonen gebildeten Contouren zur Formgebung des' herzustellenden Glasgegenstandes. . :
4. Bei der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung einer Glasmacherpfeife (G) zum Aufblasen des Glases zwischen den im Kreise sich drehenden Schablonen oder der Ersatz der Pfeife durch einen Dorn zur Bildung eines Hohlraumes in dem Glaskörper.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028750B (de) * 1956-02-16 1958-04-24 Suedbayerische Sudetenglashuet Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von runden Hohlkoerpern aus thermoplastischen Massen, insbesondere aus Glas
DE971509C (de) * 1943-11-17 1959-02-05 Jakob Dr-Ing E H Dichter Verfahren und Vorrichtung zum Einwaertswoelben des Bodens eines Gefaesses, insbesondere einer Ampulle
FR2531699A1 (fr) * 1982-08-12 1984-02-17 Saint Gobain Vitrages Sa Perfectionnements au soufflage de grands objets en verre

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE971509C (de) * 1943-11-17 1959-02-05 Jakob Dr-Ing E H Dichter Verfahren und Vorrichtung zum Einwaertswoelben des Bodens eines Gefaesses, insbesondere einer Ampulle
DE1028750B (de) * 1956-02-16 1958-04-24 Suedbayerische Sudetenglashuet Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von runden Hohlkoerpern aus thermoplastischen Massen, insbesondere aus Glas
FR2531699A1 (fr) * 1982-08-12 1984-02-17 Saint Gobain Vitrages Sa Perfectionnements au soufflage de grands objets en verre

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