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Einrichtung zur Stabilisierung von Kohlendestillationsgasen u: dgl.
durch elektrische Entladungen Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur Stabilisierung
von Kohlendestillationsgas, Wassergas oder anderen Industriegasen gegen die Bildung
harzartiger Verbindungen, verursacht durch im Gas enthaltene Stickstoffoxyde, durch
elektrische Entladungen wenig unterhalb der Lichtbogenspannung.
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Es sind Einrichtungen zur Erzeugung dunkler elektrischer Entladungen
bekannt, bei welchen der Abfluß des elektrischen Stromes durch eine Anzahl von Messern
erfolgt, die einer Platte gegenüberliegen. Ferner sind elektrische Gasbehandlungsapparate
bekannt, bei denen die eine Elektrode (Entlader) die Form einer Stange besitzt,
auf der eine Reihe dicht nebeneinanderliegender Nadeln oder Stifte angeordnet ist.
Derartige Stäbe zu einer Platte zu vereinigen, ist an sich nicht als erfinderische
Weiterbildung der Technik anzusehen.
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Die Erfindung benutzt die beschleunigende Wirkung der sogenannten
Spitzen- oder Bürstenentladungen, um eine Stabilisierung von Brenngasen herbeizuführen,
die Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, insbesondere Stickstoffoxydul enthalten,
wie z. B. Kohlendestillationsgas, und dazu neigen, harzartige Ablagerungen zu bilden,
mit anderen Worten eine Reaktion in kurzer Zeit durchzuführen;
die
normalerweise mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit erst vor sich geht,
wenn das Gas in einem Rohrverteilungsnetz weitergeleitet wird.
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Die hier in Betracht kommende elektrische Bürsten- oder Spitzenentladung
wird hervorgerufen bei Anwendung eines spitzen Entladungskörpers, der auf einem
mäßig hohen Potential gehalten wird. Die negative Bürstenentladung ist kurz, sie
ist sichtbar auf eine Strecke von 6 bis 7 mm von der aussendenden Spitze und ist
blauweiß, während die positive Bürstenenladung sich quer durch den ganzen Entladungsraum
erstreckt und eine purpurblaue Farbe besitzt in einer fächer-, Bürsten-oder baumartigen
Form. Die Bürstenentladung ist begleitet von einem merkbaren Energiestrom durch
den Entladungsraum. Sie unterscheidet sich von den nicht leuchtenden und stillen
elektrischen Entladungen dadurch, daß es bei den letzteren verhältnismäßig wenig
elektrische Verluste zwischen den Elektroden gibt, und unterscheidet sich ferner
von dem elektrischen Lichtbogen dadurch, daß dieser Licht und Wärme entwickelt und
das elektrische Potential zwischen den Elektroden niedriger ist.
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Die Erfindung löst die Aufgabe, für die Stabilisierung von Kohlendestillationsgasen
od. dgl, eine Einrichtung zu schaffen, in der eine gute Bürsten-oder Punktentladung
hervorgerufen werden kann, und zwar unter Benutzung solcher Energiequellen für elektrischen
Strom, die in Gaswerken und Kokereien normalerweise vorhanden und die in Betriebs-
und Anlagekosten genügend günstig sind, um in technischen Einrichtungen große Mengen
von Gas dem stabilisierenden Einfluß solcher Bürstenentladungen zu unterwerfen.
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Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zur Behandlung
von Kohlendestillationsgasen zwecks Beseitigung der harzbildenden Verunreinigungen
durch elektrische Entladungen und ein wesentliches Kennzeichen dieser Einrichtung
besteht darin, daß eine gerade Anzahl von Entladungsbahnen vorgesehen ist, die aus
einer mit Spitzen besetzten Wand und einer ebenen Wand bestehen, und die in Serie
geschaltet in einem Stromkreis angeordnet sind, wobei beide Entladungsbahnen symmetrisch
derart ausgebildet sind, daß in der einen Entladungsbahn dann, wenn in der anderen
der Strom von den Spitzen abströmt, der Strom von der ebenen Wand zu der mit Spitzen
besetzten Wand fließt.
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Es wurde gefunden, däß eine Stabilisierung von Kohlendestillationsgas,
welches beispielsweise in einem Koksofen erzeugt wurde, gegen die Neigung zur Bildung
von harzartigen Ablagerungen während der Verteilung in den Stadtgasrohrnetzen, ungeachtet
der vorgehenden Reinigung des Gases von Teer, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Zyanverbindungen
und Naphthalin, am besten durch eine positive Entladung bewirkt wird. Die Bürstenentladung
ist stärker, und zwar etwa zweimal stärker hinsichtlich der Stabilisierung des Gases,
wenn die mit Spitzen besetzten Elektroden positiv geladen sind, als bei negativer
Entladung. Dies scheint eine besondere Eigenschaft von Koksofengas zu sein, welches
von allen Verunreinigungen außer Naphthalin und Leichtöl befreit worden ist.
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Bei Anordnung einer einfachen Entladungsbahn, die nur aus einer mit
Spitzen besetzten Elektrode und einer gegenüberliegenden ebenen Elektrode besteht,
wird eine gewisse Gleichrichtung des Stromes zugunsten der negativen Entladung durch
das Koksofengas hervorgerufen, was sich in einer Verminderung der Wirksamkeit des
Behandlungsapparates und in der Sättigung des Transformatorenkerns auswirkt. Schwankungen
in der Zusammensetzung des Gases, das durch die Behandlungsbahn strömt, geben ebenfalls
Anlaß zu Schwankungen in dem Grade der Gleichrichtung des - Stromes, die sich ebenfalls
in niedrigerer Energie und Wirksamkeit des Apparates auswirkt. Der Versuch, den
Stromfluß und damit die Wirksamkeit der Entladung während der Zeit, in der die Entladungsspitzen
positiv geladen sind, durch Steigerung der Spannung des Stromkreises über einen
Höchstwert, der die negative Entladung vertragen kann, zu vergrößern, führt zur
Bildung eines Lichtbogens während des negativen Teiles der Stromperiode. Die Anordnung
von Induktanzen oder Widerständen in Serie mit dem Primärkreisstrom des Transformators
oder in Serie mit den Elektroden auf der Hochspannungsseite zum Zweck der Unterdrückung
des elektrischen Stromflusses während der negativen Hälfte der Stromperiode bewirkt
ebenfalls wesentliche Energieverluste.
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Da der in der Industrie üblicherweise zur Verfügung stehende Strom
in der Regel Wechselstrom ist, ist es vorteilhaft, den Gasreinigungsapparat gemäß
der Erfindung in wirtschaftlicher Weise den Eigenschaften des Wechselstromes durch
Verminderung oder Ausscheidung der erwähnten Nachteile anzupassen, welche von der
Verwendung eines nur eine einzelne Entladungsbahn aufweisenden Stromkreises herrührt.
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Die Anordnung von zwei elektrischen Entladungsbahnen oder Gasbehandlungsräumen
oder einer Anzahl solcher, die ein Vielfaches von zwei ist, in Serien geschaltet
innerhalb eines elektrischen Stromkreises gemäß der Erfindung ist beispielsweise
möglich, indem mit Entladungsspitzen besetzte Elektrodenplatten mit je einem Ende
der Sekundärwicklung des Transformators verbunden werden und eine ebene Elektrodenplatte
mit gleichem Abstand von jeder der mit Spitzen besetzten Elektrodenplatte zwischen
diesen angeordnet wird. Innerhalb der in Serie geschalteten Elektroden fließt somit
der Strom stets von einer mit Spitzen besetzten Platte zu einer ebenen Elektrodenplatte
und von dort wieder zu einer mit Spitzen besetzten Elekrodenplatte. Wenn die mit
Spitzen besetzte Elektrode positiv geladen ist, ist die ebene Elektrode negativ
geladen, und umgekehrt und von den beiden Entladungsbahnen weisen dann die eine
positive und die andere eine negative Entladung auf und umgekehrt. Da in dieser
Schaltung
dauernd eine positive und eine negative Entladungsbahn von gleicher Größe in Serie
angeordnet ist unabhängig davon, welche Elektrode nun positiv oder negativ geladen
ist, ist der durch die Serie von den Entladungsbahnen fließende Strom dauernd der
gleiche. Wenn daher ein Wechselstrom mit symmetrischem Spannungsverlauf in jeder
Periode an die Serie von Entladungsbahnen angelegt wird, ergibt sich eine symmetrische
Stromkurve und die positive Entladung wird in jedem Zeitpunkt gleich der der negativen
Entladung.
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Obwohl der durch die Serie von Entladungsbahnen fließende Strom dauernd
eine gleiche positive und negative Entladung ergibt, ist der Potentialabfall in
der Entladungsbahn der Serie nicht der gleiche und er wird proportional dem Widerstand
der einzelnen Bahnen. Die Erfindung sieht daher weiter eine einfache und wirksame
Anordnung vor, um eine gleichmäßige Entladung durch sämtliche Entladungsbahnen zu
erreichen, gleichgültig ob diese positiver oder negativer Art sind und ungeachtet
der Unterschiede im Widerstand, den der elektrische Stromfluß findet, wenn die Entladungsbahnen
mit Koksofengas angefüllt sind.
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Innerhalb der Serie von Entladungsbahnen wird gemäß der Erfindung
eine Induktanz oder ein Widerstand von geringem Wert angeordnet, welcher als Sicherheitseinrichtung
zum Löschen eines Lichtbogens in den seltenen Fällen dient, in welchen ein Lichtbogen
gleichzeitig in beiden Entladungsbahnen sich bildet. Aber im Gegensatz zu den Werten
für die Induktanz oder den Widerstand, der zur Begrenzung des Höchststromes an der
negativ geladenen Spitzenelektrode bei Anwendung einer einzigen Entladungsbahn notwendig
ist, falls Koksofengas in die Entladungsbahn eingeführt wird, wobei ein Kraftverlust
von etwa q.o bis 5o % entsteht, wurde gefunden, daß nur etwa 5 bis roo/o Energieverlust
bei der Anordnung der Entladungsbahnen in Serie entsteht gemäß der Erfindung, da
nur eine vergleichsweise kleine Induktanz oder Widerstand notwendig ist. Die Induktanz
oder der Widerstand kann entweder in dem Primär- oder Sekundärkreisstrom des Transformators
angeordnet werden.
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Die Leistung der in Serie verbundenen Entladungselektroden hinsichtlich
der Einwirkung auf das zu behandelnde Gas hängt unter anderem ab von der Größe der
Elektrodenoberfläche, die von dem Gas berührt wird. Gemäß der vorliegenden Erfindung
können die abwechselnd positiv oder negativ geladenen, mit Spitzen besetzten Elektroden
und die ebenen dazwischenliegenden Elektrodenplatten aus einer einzelnen Platte
bestehen oder in solchen Fällen, in denen höhere Leistungen verlangt werden und
die Größe der einzelnen Elektroden daher baulich unbequem ist wegen des hohen Gewichtes
und der Neigung zu Verwerfungen, kann jede Elektrodenplatte in die gleiche Anzahl
von Abschnitten unterteilt sein, wobei die einzelnen Abschnitte parallel in den
elektrischen Stromkreis eingeschaltet werden und daher funktionell wie eine einheitliche
Elektrodenplatte wirken. Es ist ferner gemäß der Erfindung möglich, daß jede gerade
Anzahl von Elektrodenpaaren in Serie angeordnet werden kann, ohne die elektrische
Symmetrie der Einrichtung aufzuheben, vorausgesetzt, daß alle diese Elektrodenpaare
gleich ausgebildet sind und daß die Hälfte von ihnen in umgekehrter Reihenfolge
hinsichtlich der anderen Hälfte verbunden ist, so daß die Erfindung durchaus nicht
auf die Anordnung von zwei Entladungsbahnen in Serie beschränkt ist. Wenn die Zahl
der Entladungsbahnen erhöht wird, muß allerdings auch die Gesamtspännung proportional
erhöht werden. Die höhere Spannung macht die Konstruktion des Transformators, der
Isolatoren und anderer Einrichtungen schwieriger und teuerer und die Anwendung von
mehr als zwei Entladungsbahnen hintereinander ist daher, insbesondere auch im Hinblick
auf die Isolation der Elektroden nicht so vorteilhaft.
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Unwichtig ist bei Anwendung von Wechselstrom, ob die mit Spitzen besetzten
Elektroden oder die ebenen Elektroden mit der Energiequ°lle verbunden sind, vorausgesetzt,
daß die elektrische Symmetrie gewahrt bleibt und die mit der Stromquelle verbundenen
Elektroden gegen die Erde isoliert sind.
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Wie im vorstehenden ausgeführt, ist der von einer ebenen Elektrode
ausgeströmte Entladungsstrom, ungeachtet der angelegten Spannung, größer für die
negative als für die positive Entladung. Es ist daher klar, daß die Strommenge,
welche durch die Elektroden bei in Serie geschalteten Entladungsbahnen fließt, unabhängig
ist von dem Wert der positiven Entladung, die eine geringere Neigung zur Bildung
von Lichtbögen hat, als die negative Entladung. Die positive Entladungsbahn mit
ihrem größeren Widerstand in der Serie wird daher den Stromfluß unter dem Höchstwert
halten, der von den negativen Entladungsbahnen noch getragen werden kann. Weiter
ist es bei der Anordnung der Entladungsbahnen in Serie unwahrscheinlich, daß gleichzeitig
in beiden Entladungsbahnen ein niedriger Widerstand herrscht, da im Fall eines plötzlichen
Widerstandsabfalles in einer der Entladungsbahnen, beispielsweise infolge Überionisation,
der daraus entstehende erhöhte Strom, der die Neigung zur Bildung eines Lichtbogens
hat, durch die in der Serie nachfolgende Entladungsbahn in Form einer Bürstenentladung
fließen muß. Das Gas in dieser benachbarten Entladungsbahn besitzt indessen einen
hohen Ohmschen Widerstand und die höhere Stromstärke wird so die Spannung an der
Entladungsspitze vermindern, an welcher sich ein Lichtbogen zu bilden anschickt,
derart, daß dieser beginnende Lichtbogen gelöscht wird. In einer Serie von Entladungsbahnen
ist also ein zusätzlicher Widerstand, der die Bildung von Lichtbögen in dem Stromkreis
unterdrückt, und der nicht bei Anordnung einer einzelnen Entladungsbahn vorhanden
ist.
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In der vorstehenden Beschreibung der Verbindung der Entladungselektroden
in Serie ist lediglich Bezug genommen auf die Anwendung einer Einrichtung zur Behandlung
von Koksofengas,
dessen besondere Eigenschaften der Erfindung angepaßt
-wurden. Es wird hierbei eine höhere Spannung benötigt, um eine positive Bürstenentladung
in dem Koksofen hervorzurufen, als eine negative, was bei Anwendung eines einzigen
Elektrodenpaares in einem elektrischen Stromkreis, in welchem ein Wechselstrom zur
Aufrechterhaltung der für die Erzeugung einer Bürstenentladung geeigneten Spannung
an den Entladungselektroden diente, nur eine geringe Leistung ergibt. Die besonderen
Eigenschaften des Koksofengases führen bei gewissen Änderungen in der Zusammensetzung
des Gases dazu, das Lichtbögen entstehen, die das für die Herstellung der Elektroden
verwendete Material in solchem Ausmaß zerstören, daß die Wirtschaftlichkeit des
erfindungsgemäßen Verfahrens erheblich beeinträchtigt wird.
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Ferner besteht die Erfindung noch darin, daß in der Gasbehandlungseinrichtung
die beiden Entladungsbahnen in zwei voneinander getrennten Kammern eines Gehäuses
angeordnet sind, die von dem zu behandelnden Gas nacheinander in senkrechter Richtung
durchströmt werden.
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Schließlich ist ein wesentliches Kennzeichen der Erfindung noch die
besondere Anordnung der Entladungsspitzen in der Ecke . von regelmäßigen Sechsecken,
wobei das Ende jeder Spitze den gleichen Abstand von der tragenden Wand und der
gegenüberliegenden Wand hat.
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In der Zeichnung zeigen die Abb. z, 2 und 3 Elektroden, die mit Entladungsspitzen
ausgestattet sind, die in gleichem Abstand von einer mit ebener Oberfläche ausgestatteten
Elektrode angeordnet sind. Sie zeigen ferner zwei von den verschiedenen Verfahren,
nach welchen Elektroden gemäß der Erfindung hergestellt werden können. Abb.3 zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform.
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Abb. 4. gibt in größerem Maßstab Einzelheiten der Elektrodenstifte
wieder, die in der gelochten Platte gemäß Abb.3 angeordnet sind und welche die Entladungsspitzen
der Elektrode bilden; Abb. 4. zeigt ferner die Mittel, um eine haltbare Verbindung
zwischen den Stiften und der Tragplatte zu erzielen.
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Abb. 5 gibt einen senkrechten Schnitt durch eine Ausführungsform der
Erfindung wieder, entsprechend den Linien V-V der Abb. 7.
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Abb. 6 zeigt einen in der Längsrichtung der Elektroden verlaufenden
Schnitt durch die Einrichtung gemäß Abb. 5, entsprechend Linie VI-VI der Abb. 5.
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Abb. 7 ist eine Oberansicht und teilweise ein waagerechter Schnitt
gemäß Linie VII-VII der Abb. 5.
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Abb. 8 zeigt in annähernd natürlicher Größe einen waagerechten Querschnitt
gemäß den Linien VIII-VIII der Abb. 5, welche die senkrechten Kanten der Elektroden
zeigt und ihre Anordnung zwischen den geerdeten Platten, die an den Apparatewänden
befestigt sind.
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Abb. 9 gibt in annähernd normaler Größe eine senkrechte Ansicht
einer der mit Spitzen besetzten Oberfläche eines Teiles der Elektrode wieder, die
in Abb.3 perspektivisch dargestellt ist. Abb. zo und zz zeigen eine andere Ausführungsform
der Erfindung, bei welcher die mit Entladungsstiften versehenen Elektroden geerdet
sind, während die mit ebener Oberfläche ausgebildeten Gegenelektroden isolierte
Teile der Entladungseinrichtung sind.
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Abb. 12 ist ein senkrechter Schnitt längs der Linie XVII-XVII der
Abb. r r.
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Die in Abb. r dargestellte Spitzenelektrode besteht aus einer festen
Metallplatte z mit im wesentlichen ebener Oberfläche und einem an der Platte befestigten
Metallblech, welches gleichmäßig verteilt, im wesentlichen dreieckige Löcher aufweist.
Von der einen Seite der dreieckigen Öffnungen ragen senkrecht aus dem Blech spitze
Lappen vor.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 ragen die vorspringenden Lappen
nicht senkrecht, sondern schräg aus der Ebene des Grundbleches vor, .die Lappen
verlaufen aber auch hier parallel zueinander. Die Neigung ist vorteilhaft dann,
wenn die Elektrode von einem Gas umspült ist, aus dem sich Kondensate oder andere
Stoffe niederschlagen.
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Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist in Abb. 3, q., 8 und g
dargestellt. Die Elektrode besteht hier aus einer festen Metallplatte 2, in welcher
eine Reihe von gleichmäßig verteilten Löchern angeordnet ist. In diese sind Bolzen
3 eingesetzt, die an beiden Enden in eine scharfe Spitze auslaufen. Die Bolzen haben
in ihrem mittleren Teil einen Ringvorsprung q., der mit der Oberfläche der Elektrodenplatte
bündig liegt, so daß die spitzen Enden der Bolzen gleichen Abstand von der zugehörigen
Oberfläche der Platte haben.
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Die Bolzen erhalten vorzugsweise Vorsprünge oder Nasen 5 unterhalb
des Ringvorsprungs q., wie in Abb. d. dargestellt. Wie aus Abb. 3 ersichtlich, sind
die Ringvorsprünge q. der einen Bolzenreihe auf der einen Seite und die Vorsprünge
.I der anderen Bolzenreihe auf der anderen Seite der Elektrodenplatte angeordnet;
dadurch werden die Verbiegungen der Elektrodengrundplatte ausgeglichen, die dadurch
entstehen, daß die Nasen 5 der Entladungsbolzen 3 keilartig in die Plattenlöcher
eingetrieben werden.
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Für Elektrodenplatten mit zahlreichen Entladungsspitzen ist der Abstand
zwischen den Entladungsspitzen der Bolzen 3 und der Platte 7, also die Höhe der
Bolzen 3, von Bedeutung. Wenn die Spitzen zu nahe an der Platte liegen, entsteht
ein elektrostatischer Gegendruck auf die Bürstenentladung, und wenn die Spitzen
weiter von den Platten entfernt sind, als zur Erzielung der besten Wirkung notwendig,
entsteht ein Verlust an Reaktionsraum, Es wurde gefunden, daß die günstigste Entfernung
der Entladungspunkte von der Platte etwa 16 bis 32 mm, vorzugsweise r9 mm ist.
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Auch das Verhältnis zwischen dem Abstand der Entladungspunkte voneinander
und ihrer Höhe von der Elektrodenplatte ist von Bedeutung. Abb.8 zeigt z. B., daß,
wenn Entladungsspitzen 3 von etwa z 9 mm Höhe benutzt werden, der Abstand der Elektrodenspitzen
3 voneinander zu etwa 22,5 mm und der Abstand der Spitzen von der flachen
Elektrode
12 mit 25 mm gewählt wird. Es ist ferner vorteilhaft, die Entladungsspitzen so auf
der Elektrodenplatte anzuordnen, daß sie in den Ecken eines Sechsecks liegen, so
daß alle Spitzen voneinander gleichen Abstand haben und je drei benachbarte Spitzen
in den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks liegen, wie aus Abb. 9 ersichtlich. Mit
Spitzen versehene Elektrodenplatten 2 sind ungefähr 9 mm stark, 155 cm lang und
165 cm hoch auszuführen. Die für Bürstenentladung aktive Oberfläche ist dann annähernd
1,25 X 1,55 m und mit annähernd 4300 Spitzen an einer bzw. beiden Seiten besetzt.
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In Abb. 5 und 6 ist eine Kammer oder Gehäuse 13 dargestellt, in welchem
beispielsweise Kohlendestillationsgas elektrischen Entladungen unterworfen wird.
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Innerhalb des Gehäuses 13 ist eine größere Anzahl von mit Spitzen
besetzten Elektrodenplatten 7 und von ebenen Elektrodenplatten 12 in Gruppen isoliert
voneinander geordnet. Die mit Spitzen besetzten Elektroden sind oben durch Tragstangen
io aufgehängt und unten durch isolierte Rahmen 8 gehalten, die gegen die Erde isoliert
auf Stützisolatoren 9 angeordnet sind. Die Elektrodenplatten 7 werden von den durchgehenden
Tragstangen io durch Abstandhalter i i gehalten. Die ebenen Elektrodenplatten 12
sind an dem Gehäuse 13 befestigt, wie aus Abb. 6 und 7 ersichtlich. An dem Gehäuse
13 sind Einlaßöffnungen 14 und Auslaßöffnungen 15 für das zu behandelnde Gas vorgesehen.
Verschließbare Öffnungen 16 gestatten eine Überwachung der Isolatorgehäuseabteile.
Die Elektroden sind in zwei Gruppen unterteilt durch eine Trennwand 17, die die
Behandlungskammer in zwei Abteile trennt, welche durch die Öffnung i9 der Trennwand
miteinander in Verbindung stehen. Die in die Kammer 13 durch den Einlaß 14 eintretenden
Gase strömen, wie durch Pfeile angedeutet, in Parallelströmen durch die Zwischenräume
18 zwischen den Elektrodeze der einen Gruppe abwärts. Die Gase werden dabei den
Bürstenentladungen ausgesetzt, die die Zwischenräume 18 erfüllen. Vom unteren Ende
des ersten Reinigerabteils strömen die Gase dann durch die Öffnungen i9 der Trennwand
17 in die benachbarte Gehäusekammer und dort aufwärts in Parallelströmen durch die
Zwischenräume zwischen den hier vorgesehenen Elektroden.
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Die Isolatoren 9 sind in Gehäuseabteilen 2o angeordnet, die auf einer
höheren Temperatur als das Gas gehalten werden, welches durch das Gehäuse 13 strömt.
Diese erhöhte Temperatur wird erreicht durch Dampfschlangen 21 oder in sonst geeigneter
Weise. Durch die Erhöhung der Temperatur in den Isolatorräumen wird eine Ablagerung
von wäßrigen Kondensaten verhindert, die die Oberfläche der Isolatoren leitend machen
würde. Die Isolatorenabteile 2o'stehen mit den Elektrodenräumen des Gehäuses 13
in Verbindung. Das Eindringen von Kondensationen von den Elektroden 7, 12 in die
Isolatorabteile 20 wird durch Schutzhauben 22 verhindert. In dem Gehäuse 13 sind
mit Glas verschlossene Schaulöcher 6o vorgesehen, um eine Beobachtung der Vorgänge
im Innern des Gehäuses zu ermöglichen. Die Abflüsse 61 dienen dazu, um die in den
Abteilen 2o sich ansammelnden Kondensate nach Bedarf abzuziehen oder das Öl abzulassen,
das benutzt wird, um Ablagerungen von den Elektroden mittels der Spritzdüse 65 abzuspülen.
Mannlöcher 62 gestatten eine Befahrung der Einrichtung. An dem Gehäuse der Abteile
2o sind isolierte Durchführungen 24 vorgesehen, durch die der Strom mittels der
Leitung 26 den Entladungselektroden zugeführt wird. Der Leiter 26 ist mit je einer
der Stützsäulen 23 verbunden, wie aus Abb. 6 ersichtlich.
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Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die Entladungselektroden
in zwei Gruppen unterteilt, von denen jede wie eine funktionelle Einheit wirkt.
Wenn ein Wechselstrom durch den elektrischen Stromkreis fließt, ist deshalb die
Elektrodengruppe in dem einen Behandlungsabteil positiv und die in dem anderen negativ
geladen. Eine derartige Anordnung besitzt wesentliche bauliche und betriebliche
Vorteile. Eine Mehrzahl von kleineren Elektroden in einer Gruppe, die von Gas in
zahlreichen Parallelströmen durchflossen werden, ist leichter praktisch gleichmäßig
eben zu halten als eine einzelne große Elektrode, und durch Anordnung einer derart
unterteilten Vielfachelektrode in einem besonderen Abteil wird eine bessere Durchmischung
der zu behandelnden Gase erreicht, wobei diejenigen Anteile des Gases, welche in
dem einen Abteil der Einwirkung der Bürstenentladung sich entzogen haben, wieder
mit den übrigen Gasanteilen gemischt werden und auf diese Weise in dem folgenden
Behandlerabteil mit den Bürstenentladungen in Berührung kommen.
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Die Abb. i o, i i und 12 zeigen das Gehäuse, den Zusammenbau der Elektroden
und bauliche Einzelheiten einer anderen Verwirklichungsform der Erfindung, wobei
die ebenen Elektroden 40 gegen die Erde isoliert sind durch einen Stützrahmen 41,
der auf Isolatoren ruht, die in kleineren Abteilen am Boden des Gehäuses außerhalb
des von den Behandlungsgasen durchstrichenen Raumes angeordnet sind. Die mit Spitzen
besetzten Elektroden 39 sind bei dieser Ausführungsform geerdet und mit dem Gehäuse
verbunden.
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Die Richtung der Entladungselektroden und ihr Abstand voneinander
ist dadurch gesichert, daß ihre senkrechten Ränder an Stützschienen 42 des Behandlungsgehäuses
befestigt sind. Die ebenen Elektroden sind unten auf dem Stützrahmen 41 gelagert.
Als weitere Maßnahme zur Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Abstandes zwischen
den einzelnen Elektrodenplatten sind durchgehende Stangen 43 mit den darauf angeordneten
zweckmäßig nicht leitenden Abstandhaltern 44 vorgesehen. In den mit Spitzen besetzten
und in den ebenen Elektrodenplatten sind Durchbrechungen 45 vorgesehen, um ausreichenden
Spielraum zwischen den Abstandhaltern 44 zu sichern und so die Bildung von Funken,
Entladungen oder Lichtbögen
über dieselben zu verhindern. Dabei
sind miteinander abwechselnde waagerechte Reihen von Durchbrechungen 45 in den ebenen
Elektrodenplatten vorgesehen. Jede der waagerechten Stangen 43 durchsetzen abwechselnd
Durchbrechungen 45 an den flachen und ebenen Elektroden 39, 40, so daß durch die
Abstandhalter 44 in der einen Reihe die Elektrodenplatten 40 und in der anderen
Reihe die Elektrodenplatten 39 gefaßt werden, wie aus Abb. i x und 12 ersichtlich.