DE910070C - Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer LeiterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
- H01B7/02—Disposition of insulation
Landscapes
- Insulated Conductors (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter Es ist -bekannt, dünne Folien aus Isolierstoffen zur Isolierung elektrischer Leiter zu benutzen. Dabei werden die Folien in Form schmaler Bänder wendelförmig auf den Leiter aufgesponnen. Es ist auch bereits bekanntgeworden, Streifen dünner Isolierstoffolien so um einen Draht herumzulegen, daB die Längskanten des Folienstreifens mit der Leiterachse parallel verlaufen. Es sollen dabei die Folien auf den Draht und die einzelnen Lagen der Folien aufeinander festgeklebt werden. Falls noch eine zweite Isolierschicht darüber aufgebracht wird, kann bei dem bekannten Verfahren auf die Verklebung verzichtet werden, wenn die zweite Schicht sogleich auf die Folienlagen gebracht wird. Es ist aber aus maschinellen Gründen oft nicht möglich, beide Arbeitsvorgänge auf einer Maschine vorzunehmen; wird dann die Folien@isolierung nicht sogleich nach dem Verlassen der Vorrichtung, welche die Folie um den Leiter legt, mit der zweiten Isolierschicht bedeckt, so rollt sich die Folie vermöge ihrer Elastizität wieder vom Leiter ab; es konnte also bisher auf die Verklebung nur dann verzichtet werden, wenn die zweite Isolierschicht in der gleichen Maschine aufgebracht wird wie die Folienlage.
- Es wurde nun gefunden, daB es vorteilhafter ist, durch passende Wärmebehandlung die elastische Verformung der Folie in eine plastische überzuführen und so die Folienlage vollkommen spannungsfrei zu machen, so daß sie sich nicht wieder abrollt. Zu diesem Zweck wird die aufgelegte Folienlage auf eine Temperatur erhitzt, die in der Nähe des Erweichungspunktes des Folienwerkstoffes liegt. Man, kann dazu so verfahren, daß man den Leiter, gleich nachdem die Folie herumgelegt wurde, .durch einen stark erhitzten Nippel führt. Für die gebräuchlichen Isolierfolien aus Celluloseestern, Polystyrol, Polyvinylchlorid, welche mit oder ohne Weichmacher oder Füllstoffen angewendet werden können, kommen Nippeltemperaturen von 6o bis 300° in Betracht. Die zweckmäßige Nippeltemperatur ist nicht nur von der Art des Folienwerkstoffes abhängig, sondern auch von der Abzugsgeschwindigkeit. Bei geringer Abzugsgeschwindigkeit wird ein Nippel, welcher auf verhältnismäßig niedrige Temperatur gehalten: ist, die Folienlagen genügend durchwärmen, bei erhöhter Abzugsgeschwindigkeit ist es jedoch nötig, die Nippeltemperatur entsprechend hoch zu wählen, um in der kurzen Zeit, welche die Folienlagen im heißen Nippel verweilen, eine genügende Durchwärmung derselben zu erreichen. Für die Verarbeitung von Folien aus Polyvinylchloridmassen kommen Temperaturen: von 6o°' an in Betracht, für Folien aus Polystyrol solche von 8o@ an, für Celluloseesterfolien sind wesentlich höhere Temperaturen erforderlich.
- Gemäß der Erfindung ist es nicht nur möglich, uriverklebte Folienlagen mit einer zweiten Isolierschicht, welche aufgespritzt oder aufgeschert ist, zu kombinieren, sondern es ist auch möglich, auf die uriverklebte Folienisolierung beliebige andere Isolierungen,Abschirmungen oder Ummantelungen aufzubringen.
- Die in der Zeichnung dargestellten Beispiele veranschaulichen diese obengenannten Möglichkeiten, welche der Erfindungsgedanke erschließt. Der Leiter i trägt die aus einem dünnen Folienband gebildete uriverklebte Isolierschicht 2. Darüber ist bei dem Beispiel nach Fig: z eine aus thermoplastisch verformbarem Kunststoff oder Kautschuk nahtlos gespritzte Schicht 3 angebracht.
- In Fig.2 ist mit 4. eine nach dem Längsbedeckungsverfahren aufgebrachte Gummischicht bezeichnet. An Stelle der nahtlos gespritzten oder aufgescherten Schicht dieser beiden Beispiele können Umspinnungen aus natürlichen oder künstlichen Faserstoffen, wie Baumwolle, Seide, Kunstseide, Glasseide od. dgl., treten, die ihrerseits eine Tränkung aus beispielsweise Ölharzmischungen, Lack od. dgl. erhalten können.
- Fig. 3 zeigt die Anwendung des Grundsatzes der Erfindung beim Aufbau des Leitersystems eines konzentrischen Hochfrequenzkabels. Der Leiter i trägt die Folien.isolierung 2. Darüber sind die aus starrem Isolierstoff bestehenden Abstandhalter 3 angeordnet, welche den Leiter in der Achse des zylindrischen Außenleiters 4 festhalten.
- Fig. q. zeigt eine sogenannte Luftraumader gemäß der Erfindung, deren Leiter i die Folienisolierung 2 trägt, über welcher die Distanzwendel 3 aus Papier oder thermoplastisch verformbarem Kunststoff gelegt ist. Den Abschluß nach außen bildet eine Papier-oderFolienbandbespinnung oder ein nahtlos aus thermoplastisch verformbarem Kunststoff gespritzter Mantel q..
- In Fig. 5 ist ein abgeschirmter isolierter elektrischer Leiter dargestellt, der gemäß der Erfindung aufgebaut ist. Die aus einem dünnen Metallfolienband bestehende und zur Abschirmung dienende Bespinnung 3 hält die Folienhülle des Leiters zusammen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter mit einer Folienbandisolierung und einer darüber angeordneten weiteren Isolier-, Abschirm- oder Mantelschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienhülle aus einem oder mehreren uriverklebten Folienbändern hergestellt wird, die so uni den Leiter herumgelegt werden, däß ihre Längskanten mit der Leiterachse parallel oder nahezu parallel verlaufen, und daß die elastische Verformung dieser Folienlagen durch Wärmebehandlung in eine plastische übergeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß als Folienwerkstoff Cellulosetriacetat zur Anwendung gelangt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß als Folienwerkstoff Polyvinylchlorid mit oder ohne Weichmacher zur Anwendung gelangt. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Folienwerkstoff Polystyrol zur Anwendung gelangt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA11357D DE910070C (de) | 1940-06-30 | 1940-06-30 | Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA11357D DE910070C (de) | 1940-06-30 | 1940-06-30 | Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE910070C true DE910070C (de) | 1954-04-29 |
Family
ID=6922239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA11357D Expired DE910070C (de) | 1940-06-30 | 1940-06-30 | Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE910070C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1167409B (de) * | 1959-08-14 | 1964-04-09 | Siemens Ag | Verfahren zum Isolieren von elektrischen Leitern, insbesondere Draehten mit einem thermoplastischen Kunststoff-Folienband |
-
1940
- 1940-06-30 DE DEA11357D patent/DE910070C/de not_active Expired
Cited By (1)
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