DE9112110U1 - Grillvorrichtung - Google Patents

Grillvorrichtung

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    • AHUMAN NECESSITIES
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  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

Grillvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Grillvorrichtung mit einem aufgeständerten Grillrumpf zur Aufnahme eines Kohlekastens in den Brenngut wie Grill- oder Holzkohle, einbringbar ist. Auch ist hier ein Grillrost zur Halterung von im wesentlichen flachem Grillgut oder ein drehbarer Grillspieß zum Tragen und Fixieren von räumlichem Grillgut, wie Brathähnchen, vorgesehen.
Grillvorrichtungen sind als Grillgeräte oder Freiluftgrills (Barbeque) in vielfacher Ausgestaltung Stand der Technik. So zeigt die Gebrauchsmusterschrift DE 91 08 972 Ul beispielhaft ein kesseiförmiges Grillgerät mit einer topfförmigen Feuerpfanne, in welcher das Heizmaterial plaziert wird. Noch innerhalb der Feuerpfanne ist ein abnehmbarer Grillrost angeordnet, der allerdings nicht in seiner Höhe veränderbar ist. Dies führt dazu, daß auf den Grill aufgelegtes Grillgut immer im gleichen Abstand zu der im Feuertopf befindliehen Glut liegt und eine veränderbare Wärmezufuhr zur Vermeidung des Verbrennens oder ungebührlichen Schwärzens des Grillgutes mit der erwähnten Grillausführung nicht durchführbar ist.
Ein anderes Grillgerät ist Gegenstand des vorangemeldeten aber nicht vorveröffentlichten Gebrauchsmusters G 91 10 630.3. Die genannte Fundstelle bezieht sich auf ein Grillgerät, das einen Ständer, einen Grillrost und eine höhen verstellbare Feuerpfanne umfaßt, wobei der Ständer Tragstangen aufweist, an denen die höhenverstellbare Feuerpfanne mittels Haltebügeln abgehängt ist
Die Veränderung des Abstandes zwischen dem auf dem Grill aufgelegtem Grillgut und der in der Feuerpfanne befindlichen Glut wird dort durch die Höhenverstellung möglich. Dies ist zwar ohne Demontage des Grillrostes durchführbar. Allerdings ist die Feuerpfanne durch die hängende Anordnung für stärkere Beanspruchung nicht genügend stabilisiert.
Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Grillvorrichtung so auszugestalten, daß eine veränderbare Wärmezufuhr zu dem Grillgut ohne Demontage des Grills möglich ist und in besonderem Maße schädliche Dämpfe durch in die Glut abtropfendes Fett vermieden werden.
Unter anderem wird diese Aufgabe durch eine Grillvorrichtung mit einem aufgeständerten Grillrumpf zur Aufnahme eines Kohlekastens mit darin einbringbaren Brenngut, wie Grillkohle oder Holzkohle, und einem Grillrost zur Halterung von vorwiegend flachem Grillgut oder mit einem drehbaren Grillspieß zum Tragen und Fixieren von räumlichem Grillgut, wie Brathähnchen, gelöst, bei welcher der von dem Grillrumpf aufgenommene Kohlekasten innerhalb des Grillrumpfes horizontal frei verschiebbar ist und/oder bei welcher der Kohlekasten dem Grillrumpf einerseits vertikal zuführbar und andererseits auch aus diesem gleichgerichtet entnehmbar ist.
Als Leistungsergebnis der in Anspruch 1 erfaßten Lehre ergibt sich eine erwünschte Einstellung und Regelung der vom Kohlekasten zu dem Grillrost oder zu dem Grillspieß (mit darauf befindlichem Grillgut) zugeführten Wärme. Auch wird eine Austauschbarkeit des Kohlekastens (Feuerkasten) einfach möglich. Ein beschädigter oder alter Kohlekasten kann gegen einen neuen intakten ausgewechselt werden. Es besteht ferner die Möglichkeit, anstelle des Kohlekastens ein im Prinzip hinsichtlich
seiner Größenerstreckung gleichdimensioniertes anderes Heizaggregat, z.B. ein gas- oder elektrisch betriebenes Aggregat, vorzusehen und zu positionieren. Auch diese Alternativaggregate wären - wie der Kohlekasten in dem Grillrumpf frei verschiebbar.
Der Grillrumpf und die anderen Accessoires bedürfen hierbei keiner Neuanschaffung. Dies begünstigt die Wartung und senkt die Kosten eines Grillbetreibers. 10
Die freie Entnehmbarkeit des Kohlekastens aus dem Grillrumpf gewährleistet neben der Ersetzbarkeit des Kohlekastens auch dessen leichtere Beschickung mit Brenngut. Der Kasten kann entnommen werden und außerhalb des Grillrumpfes mit Grill- oder Holzkohle angefüllt werden, um anschließend angefüllt und ggf. auch angezündet wiederum in den Grillrumpf eingesetzt zu werden.
Neben den erwähnten vorteilhaften Wirkungen bietet die Erfindung auch die Möglichkeit zu grillendes Fleisch und andere Nahrungsmittel oder Geschirr auf dem Kohlekasten bzw. auf seiner oberen Deckplatte vorzuwärmen oder warmzuhalten (Anspruch 5).
Die Vielseitigkeit bei der Handhabung des Kohlekastens wird verstärkt durch die Vielseitigkeit der Nutzungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Grillvorrichtung bezüglich des Grillgutes. So kann die Grillvorrichtung in besonderen Ausgestaltungen einen klappbaren Grillrost oder einen drehbaren Grillspieß aufnehmen (Ansprüche 6,7). Aus Blickrichtung des Verwenders der Grillvorrichtung wird der Kohlekasten hinter dem Rost oder dem Grillspieß in den Grillrumpf von oben eingesetzt und angeordnet. Die Frontseite des Kohlekastens strahlt dabei die an das Grillgut abzugebende Wärme im wesentlichen in horizontaler Richtung ab. Für einen vor dieser Frontwand in die Seitenwände einzusetzenden Grillspieß
ist dies ebenfalls die optimale Wärmezufuhr, wobei hier insbesondere abtropfendes Fett nicht in das Feuer oder die Glut gerät, sondern von einem Abtropfblech aufgefangen wird (Anspruch 9).
Für einen Grillrost sind zwei Einsatzmöglichkeiten hervorzuheben, zum einen die vertikale und zum anderen die klappbare Einsatzmöglichkeit. Die vertikale Einsetzarkeit beruht auf der Erkenntnis, daß ein im wesentlichen rechteckiger Grillrost zwei parallele Einzelroste aufweist, zwischen denen das Grillgut gehalten wird.
An der oberen Grillrostkante wird eine über die Seitenwände des Grillrumpfes hinausragende Stange angeordnet oder einzelne an den oberen Ecken angebrachte Verlängerungen. Sie ragen über die Seitenwände des Grillrumpfes hinaus und ermöglichen das vertikale Einhängen des Grillgutes in den Grillrumpf von oben - wiederum vor dem dahinterliegenden Kohlekasten. Beide, der Grillrost und der Kohlekasten, sind gleichermaßen auf den seitlichen Führungen, dies können Führungsstangen oder die Oberkanten der Seitenwände sein (Anspruch 2), gegeneinander und miteinander verschiebbar. Die Gegeneinanderverschiebbarkeit ermöglicht die Einstellung der Wärmezufuhr (Anspruch 6). Die Vertikalstellung des Grillrostes erlaubt das Abtropfen des Fettes ohne Feuerberührung auf ein Abtropfblech (Anspruch 9).
Neben der hängenden Einsetzvariante ist auch die klappbare Variante von großem Vorteil. In diesem Fall wird der Grillrost mit über die Seitenwände hinausragenden Verlängerungen seiner Unterkante in Schlitze eingelegt, die in den Seitenwänden jeweils gegenüberliegend vorgesehen sind. Der somit horizontal eingeschobene Grillrost wird dabei um seine Unterkante aufwärts schwenkbar und kann so hochgeklappt werden, daß die Grillfläche parallel zur Frontwand des Kohlekastens zu liegen/stehen kommt. Hierfür kann eine Arretiervorrichtung vorgesehen werden. Eine Verschiebbarkeit des Kohlekastens ermöglicht
nun die Veränderung der Wärmezufuhr.
Besonders wirkungsvoll ist eine Schrägstellung des Grillrostes mit dem darin befindlichen Grillgut, wenn diese mit der schrägen Frontwand des Kohlekastens korrespondiert und so eine gleichmäßige Wärmeabstrahlung aus der im Kohlekasten befindlichen Glut erlaubt (Anspruch 4). Der Kohlekasten erhält damit im wesentlichen dreieckförmige Seitenwände und eine nach unten, hinten zurückweichende Frontfläche (Anspruch 7). Maßgeblich ist hierbei die Parallelität des schräggestellten Grillrostes und schräg nach unten laufender Frontwand des Kohlekastens. Diese Parallelität erlaubt eine gleichmäßige und kontinuierliche Wärmeabgabe an das Grillgut (Anspruch 4).
Von überraschender Wirkung sind auch die in beiden Seitenwänden des Grillrumpfes vorgesehenen gleichhohen Schlitze. Diese können in äquidistantem Abstand angeordnet sein, um zusätzlich eine Verstellmöglichkeit von einsetzbarem und aufwärtsklappbareiD Grillrost oder von einsetzbarem und drehbarem Grillspieß zu erhalten (Anspruch 8). Das zweckmäßige Abtropfblech, welches unter dem Grillrost oder dem Grillspieß im Grillrumpf zu liegen kommt, ist Gegenstand des Anspruchs 9 .
Zweckmäßig lagert auch der einhängbare Kohlekasten auf den jeweils seitwärts auswärts abgewinkelten Verlängerungen seiner den Seitenwänden des Grillrumpfes zugewandten Seiten. Diese können über die verschiebbare Lagerung auch schlecht wärmeleitende Handhaben an ihren äußeren Enden aufweisen, so daß eine Handhabbarkeit des Kohlekastens im und vor dem Betrieb gefahrlos möglich ist (Anspruch 3).
Die Öffnungen in der Frontwand des Kohlekastens sind schlitzförmig ausgestaltet. Auch können unregelmäßige oder regelmäßige intermittierende Längsschlitze vorgesehen werden. Der Einsatz einer Netzstruktur oder von Vertikalschlitzen ist ebenso denkbar (Anspruch 4)
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht eines Ausfüh-
rungsbeispieles der Erfindung mit einem Grillrumpf und einem von oben einsetzbaren verschiebbaren Kohlekasten,
Fig. 2 eine Seitenansicht des vorgenannten Kohlekastens mit Haltegriffen zum Einsatz in den Grillrumpf,
Fig. 3 eine perspektivische Frontansicht des Kohlekastens mit den vorgenannten seitlichen Haltegrif fen und Führungslaschen ,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines klappbaren Grillrostes mit demgegenüber seitlich verschieb
barem Kohlekasten.
Figur 1 zeigt eine Schrägansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung. Mit der Bezugsziffer 10 ist der Grillrumpf bezeichnet, der zwei Seitenwände 13 und 14 aufweist und von vorne offen ist. Im Ausführungsbeispiel ist jede der beiden Seitenwände 13,14 von der offenen Seite des Grillrumpfes her mit dreieckförmigen Aussparungen versehen. Gleichermaßen ist die rückwärtige Kante der Seitenteile 13,14 mit einer dreieckförmigen Verlängerung versehen. Die Seitenteile erhalten so eine pfeilhafte Ausgestaltung. Die genannten vorderen Ausnehmungen dienen der besseren Handhabung und ermöglichen eine leichtere Beschickung des Grills mit Grillgut. Besagte Ausgestaltung ist im Rahmen der Erfindung zwar vorteilhaft aber nicht notwendig erforderlich.
Der Grillrumpf 10 ist im Ausführungsbeispiel aufgeständert, jedoch können auch andere Alternativen der Halterung gewählt werden, wie z.B. eine unmittelbare Plazierung auf einer Tisch- oder Bodenfläche.
Der Grillrumpf 10 ist von oben offen. Er weist lediglich an seiner oberen vorderen Kante über der vorderen Öffnung eine Querstrebe auf, die zur Stabilisierung dient. Die Seitenwände 13,14 dienen mit ihren oberen, die Öffnung begrenzenden Kanten 11,12 als Führung für einen Kohlekasten 20. Der Kohlekasten 20 kann - wie Fig. 1 schematisch zeigt - von oben in die Öffnung des Grillrumpfes eingesetzt werden und ist nach Einbringung auf den Oberkanten 11 und 12 der Seitenwände 13 und 14 beweglich. Er kann in den eingezeichneten Pfeilrichtungen vorwärts und rückwärts verschoben werden.
Figur 2 zeigt den erwähnten Kohlekasten 20 in einer Seitenansicht. Er hat im wesentlichen dreieckförmige Gestalt, jedoch muß sein unteres Ende nicht spitz zulaufen. Er kann, wie Fig. 2 zeigt, ein stumpfes unteres Ende aufweisen. Neben der dreieckförmigen Gestalt des Kohlekastens wie sie Fig. 2 zeigt, ist aber auch eine rechteckförmige Gestaltung des Kohlekastens gemäß Fig. 3 möglich. In beiden Fällen ist allerdings die Frontwand 25 wesentlich. Sie kann als im wesentlichen vertikale Wand (bei der quadratischen Ausführung des Kohlekastens gemäß Fig. 3) oder als Frontschräge ausgeführt werden (bei der dreieckförmigen Gestalt des Kohlekastens gemäß Fig. 2).
Die dreieckförmige Gestaltung mit der abwärts rückwärts zurückweichenden Frontschräge 25 stellt eine besonders funktionstüchtige Ausgestaltung dar, da mit ihr ebenfalls ein Schrägstellen des - später zu erläuternden aufwärtsklappbaren Grillrostes möglich wird. Die Frontschräge hat in beiden genannten Ausführungsarten Ausnehmungen 29 (Fig. 3), die ein Austreten der Wärme erlauben, die das Brenngut im Kohlekasten erzeugt.
-*· Sie können vielfältig ausgestaltet sein, so beispielsweise gemäß Fig. 3, schlitzförmig und zur besseren Stabilisierung des Kohlekastens intermittierend sein. Auch ist eine netzförmige Ausgestaltung der Frontwand 25 denkbar; ebenso eine vertikale Anordnung der schlitzförmigen Ausnehmungen 29. In jedem Falle sollten jedoch die Ausnehmungen so gestaltet sein, daß keine Glut herausfallen kann.
Der in Fig. 2 gezeigte Kohlekasten 20 weist zwei Seitenwände 26 und 27 auf, die in dem Zustand, in dem der Kohlekasten 20 in den Grillrumpf 10 eingesetzt ist, parallel zu den Seitenwänden 13 und 14 des Grillrumpfes 10 liegen. Diese Seitenwände 26 und 27 können bei der Fertigung des Kohlekastens länger vorgesehen werden, als seine Frontwand 25 und seine Rückwand. Hierdurch ergeben sich über die Oberkante des Kohlekastens hinausragende Wandabschnitte, die seitlich abgewinkelt sind, um Gleitstücke 23 an den Seiten des Kohlekastens 20 zu bilden. Diese Gleitstücke fungieren als Auflager, so daß der Kohlekasten 20 mit diesen abgewinkelten Gleitstücken 23 auf den Führungskanten 11,12 des Grillrumpfes 10 zu liegen kommt. Neben einer solchen Fertigungsvariante kann auch ein nachträgliches Anbringen von winkligen Flanschen an den Seitenflächen 26 und 27 als Lagerfläche des Kohlekastens auf den Kanten 11,12 dienen.
Am Ende dieser Gleitstücke 23 sind schlecht wärmeleitende Griffe oder Handhaben 28 vorgesehen, die ein Herausnehmen und Einsetzen des Kohlekastens 20 in den Grillrumpf 10 auch im Betrieb, d.h. dann, wenn der Kohlekasten heiß ist, ermöglichen. Neben dem Herausnehmen und Einsetzen kann auch die Verschiebung des Kohlekastens auf den Führungskanten 11,12 durch Anfassen an den Handhaben 28 geschehen.
Der in Fig. 3 gezeigte Kohlenkasten ist nach oben offen. Dies, um Brenngut in ihn einbringen zu können. Gemäß Figur 2 ist für diese Öffnung ein Deckel oder eine Deckelplatte 24 vorgesehen, die ihrerseits Handhaben 22 an beiden Seiten aufweist. Die Deckelplatte 24 kann nach Einbringen des Kohlekastens 20 in den Grillrumpf 10 und nach Entflammen des Brenngutes auf den Kohlekasten 20 aufgesetzt werden. Dies fördert die Sicherheit und zum anderen ergibt sich eine zusätzliehe Ablagefläche auf dem Grill, die - da sie miterwärmt wird - als Warmhalteplatte oder Vorwärmfläche für zu grillendes Gut Verwendung finden kann.
Die Einfügung des Grillrostes, wie Figur 4 es schematisch für die klappbare Version zeigt, erfolgt in seitliche horizontale Führungsschlitze 15,16, wie sie die Figur 1 in den Seitenwänden 13,14 des Grillrumpfes 10 zeigt. Der Grillrost 30 gemäß Figur 4 weist an seinem unteren Ende entweder Scharniere auf oder eine seitliche Verlängerung seiner Unterkante durch stabförmige Elemente. Diese seitlichen Verlängerungen ragen über die Seitenwände 13,14 des Grillrumpfes 10 von Figur 1 hinaus und werden in die Führungsschlitze 15,16 eingesetzt. Am Ende der Führungsschlitze 15,16 kann eine abwärtslaufende Vertiefung zum rastenden und drehbaren Haltern des Grillrostes 30 vorgesehen sein. Es können auch mehrere - in Figur 1 beispielhaft drei - übereinanderliegende und äquidistante Führungsschlitze 15,16 in den Seitenwänden 13,14 vorgesehen werden.
Eine andere Verwendung der so vorgesehenen Führungsschlitze 15,16 ist der Einsatz eines Grillspießes 40, der beispielsweise Brathähnchen oder ähnliches raumförmiges Grillgut tragen kann. Dieser Spieß kann ebenfalls in die Führungsschlitze 15,16 eingesetzt werden. Bei
Bedarf kann ein elektrisch betriebener Motor für den Antrieb des Spießes mit entsprechenden Halterungselementen seitlich außerhalb am Grillrumpf vorgesehen sein .
5
Die in Fig. 4 schematisch dargestellte Klappweise des Grillrostes 30 ermöglicht das Aufstellen des Grillgutes und so das Abtropfen des Fettes auf eine Abtropfplatte 17, wie sie am Boden des Grillrostes 10 einlegbar ist. Die klappbare Grillrost-Version gemäß Fig. 4 ist nun so ausgestaltet, daß der aufwärts geklappte Grill in einer Winkelstellung arretierbar ist, in der die Ebene des Grillrostes 30 parallel zu der Frontschräge oder Frontwand 25 des Kohlekastens 20 steht.
Dies führt zu einer vertikalen Stellung des Grillrostes 30, wenn der Kohlekasten 20 eine, im wesentlichen vertikale, Frontwand 25 mit Ausnehmungen 29 zur Wärmabgabe aufweist. Ist die Frontwand 25 des Kohlekastens 20 als Frontschräge (Fig. 2) ausgeführt, weicht demnach die Frontwand nach abwärts rückwärts zurück, so reduziert sich der Aufstellwinkel des Grillrostes 30 auf Werte unterhalb von 90°. In jedem Fall ist aber eine Parallelität von Rost und Frontwand gegeben, so daß eine gleichförmige und gleichmäßig verteilte Wärmeabgabe aus dem Kohlekasten 20 an das auf dem Grillrost 30 liegende oder in ihm durch zwei Grillrosthälften eingeklemmte Grillgut abgibt, und zwar vorzugsweise über die gesamte Fläche des Rostes.
Alternativ zu der aufklappbaren Grillrostversion kann der Grillrost auch so ausgestaltet werden, daß nicht an seinem unteren Ende seitliche stabförmige Verlängerungen vorgesehen werden, sondern an seinem oberen Ende. Mit diesen obenliegenden seitlichen Verlängerungen 32,33 kann der Grillrost 30, der zwischen zwei Grillrosthälften das Grillgut 31 klemmend haltert, von oben - ebenso wie der Kohlekasten 20 - in den
Grillrumpf 10 eingesetzt werden. Er hängt dann im wesentlichen vertikal vor dem Kohlekasten 20, der hierbei eine vertikale Frontwand 25 aufweist. Sowohl Kohlekasten 20, als auch der eingehängte Grillrost 30 können nun auf den obenliegenden Kanten 11,12 der Seitenwände 13,14 des Grillrumpfes 10 parallel miteinander und gegeneinander verschoben werden. An den Enden der seitlichen Verlängerungen 32,33 können ebenso wie an den seitlichen Gleitstücken 23 Handhaben 28 aus schlechtwärmeleitendem Werkstoff zur Handhabung des Grillrostes 30 angebracht sein.
Die oben erwähnte Alternative der entweder untenliegenden oder obenliegenden seitlichen Verlängerungen an einer Grillrostkante kann vorteilhaft so ausgeführt werden, daß an zwei gegenüberliegenden Kanten des Grillrostes 30 dieselben Verlängerungen vorgesehen werden. Die an einer Kante vorgesehenen Verlängerungen können hierbei als Lager zum Einsetzen in die Führungsschlitze 15,16 dienen, während die anderen seitlichen Verlängerungen zur Halterung des Grillrostes im Grillrumpf 10 benutzt werden. Auch ist eine Lösung ohne seitliche Verlängerung dann möglich, wenn der Grillrost fest an den Seitenwänden des Grillrumpfes mit einem Lager oder einem Scharnier angeordnet ist.
Schließlich ist auch die Möglichkeit ausführbar, daß der Grillrost nur an einer Kante seitliche Verlängerungen 32,33 aufweist, die Handhaben an ihren Enden besitzen. Diese, nur an einer Kante des Rostes 30 vorgesehenen seitlichen Verlängerungen 32,33 können dann als unteres Drehlager für den hochzuklappenden Grillrost dienen; sie können bei um 180° gedrehten Grillrost 30 aber auch als Auflager auf den oberen Kanten 11,12 der Seitenteile 13,14 des Grillrumpfes dann dienen, wenn der Grillrost von oben in den Grillrumpf 10 vor den Kohlekasten 20 eingehängt wird. Diese vereinfacht die Fertigung des Grillrostes 30.

Claims (9)

1 Ansprüche
1. Grillvorrichtung mit einem aufgeständerten Grillrumpf (10) zur Aufnahme eines Heizaggregates (20), vorzugsweise eines Kohlekastens, in den Brenngut (21), wie Grill- oder Holzkohle, einbringbar ist, mit einem Grillrost (30) zur Halterung von im wesentlichen flachem Grillgut (31) oder mit einem drehbaren Grillspieß (40) zum Tragen und Fixieren von räumlichem Grillgut (41), wie Brathähnchen, dadurch gekennzeichnet,
daß das von dem Grillrumpf (10) aufgenommene Heizaggregat (20) innerhalb des Grillrumpfes (10) horizontal frei verschiebbar und/oder diesem vertikal zuführbar bzw. aus diesem gleichgerichtet entnehmbar ist.
2. Grillvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das horizontal verschiebbare Heizaggregat (20) auf mindestens zwei parallelen obenliegenden und horizontalen Führungskanten (11,12) gelagert ist, insbesondere auf den zwei Oberkanten von zwei parallelen Seitenwänden (13,14) des Grillrumpfes (10).
3. Grillvorrichtung nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das horizontal verschiebbare Heizaggregat (20) seitliche paarweise Gleitstücke (23) aufweist, die als abgewinkelte Verlängerungen der den Seitenwänden des Grillrumpfes (10) gegenüberliegenden Seitenwände (26,27) des Heizaggregats (20) ausgebildet sind und es auf den horizontalen Führungskanten (11,12) der Seitenwände (13,14) des Grillrumpfes
(10) führen und seine horizontale Verschiebbarkeit gewährleisten, wobei die seitlichen Gleitstücke (23)
endseitig vorzugsweise mit schlecht wärmeleitenden ersten Handhaben (28) besetzt sind, wie solchen aus Holz oder Kunststoff
4. Grillvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Heizaggregat (20) eine Frontwand (25) aufweist, die mit Öffnungen, Schlitzen oder intermittierenden Aussparungen versehen ist oder die netzförmig ausgebildet ist und/oder
daß die Frontwand des Heizaggregats (20) als Frontschräge (25) ausgebildet ist, die so geneigt ist, daß das Heizaggregat (20) zu seinem Boden hin schmaler wird, vorzugsweise spitz zuläuft, womit seine Seitenwände dreieckförmige Gestalt aufweisen.
5. Grillvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Heizaggregat (20) eine obenliegende geschlossene und als Wärmfläche einsetzbare Deckelplatte (24) aufweist, die zweite Handhaben (22) aufweisen kann .
6. Grillvorrichtung nach einem vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grillrost (30) vornehmlich dem Umriß der Frontwand (25) des Heizaggregats (20) entspricht, vorzugsweise rechteckig gestaltet ist und vor dem Heizaggregat (20) vertikal in den Grillrumpf (10) einbringbar und aus diesem entnehmbar und wie das Heizaggregat (20) horizontal verschiebbar von dem Grillrumpf (10) gehaltert ist, wobei der Grillrost (30) insbesondere auf den Oberkanten der Grillrumpf-Seitenwände (13,14) mit Haltegriffen lagerbar ist, die seine Oberkante seitlich über die Seitenwände (13,14) des Grillrumpfes (10) hinaus verlängern.
7. Grillvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grillrost (30) mit seiner Unterkante oder mit seitlichen Verlängerungen (32,33) dieser in seitliche Führungen oder Führungsschlitze (15,16) des Grillrumpfes (10) einsetzbar und daraus entnehmbar ist und
daß nach einem Einsetzen in die seitlichen Führungen (15,16) der Grillrost (30) aufwärts klappbar und in einer solchen Stellung arretierbar ist, die parallel zur Frontwand (25) des Heizaggregats (20) ist, vorzugsweise in einer zur Frontschräge (25) parallelen Schrägstellung.
8. Grillvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grillrumpf (10) in seinen beiden parallelen Seitenwänden (13,14) parallele jeweils paarweise gleichhochliegende Führungsschlitze (15,16) aufweist, welche den drehbaren Grillspieß (40) aufnehmen und gegenüber der Frontwand oder Frontschräge (25) des Heizaggregats (20) drehbar lagern.
9. Grillvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüehe,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Grillrumpf (10) bodenseitig ein Abtropfblech (17) einlegbar und entnehmbar ist.
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Cited By (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012076968A1 (fr) 2010-12-09 2012-06-14 Agapea Sarl Appareil de cuisson de type gril ou barbecue
EP3010382B1 (de) 2014-07-15 2020-11-04 LotusGrill GmbH Grill und holzkohlekammer

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