Camping-Bratherd Die Erfindung betrifft einen Camping-Bratherd, welcher eine Rückwand, deren unterer, rechtwinklig nach vorn abgebogener Teil einen Boden bildet und an dessen oberem Rand ein Deckel angelenkt ist, zwei Seitenwände, an deren zur Rückwand parallelen, vor deren Rändern je ein einen Schlitz mit Rasten zum Einsetzen eines Bratspiesses aufweisender Flügel mit tels eines Scharnieres angelenkt ist, und einen an der Rückwand angehängten und im Abstand von dieser gehaltenen, flachen, prismatischen, oben offenen Koh lenbehälter,
dessen Vorderwand aus Streckmetall oder Drahtsieb besteht, besitzt, welcher dadurch gekenn zeichnet ist, dass an den bei in senkrechter Stellung befindlicher Rückwand (1) unteren Enden der Seiten wände (2) je ein Lagerstück (14) lösbar und mittels einer Klemmschraube (15, 15a) mit Klemmutter (15b) festklemmbar angeordnet ist, in welchen Lagerstücken (14) je zwei auseinanderspreizbare Füsse (12) gelagert sind, und dass er ferner eine Auffangschale (17) recht eckiger Form besitzt, welche unten zwischen die bei den in zueinander parallele Stellung gedrehten Flügel (4) einsetzbar ist.
Dieser Camping-Bratherd kann auf seinen Füssen in zweckdienlicher Höhe aufgestellt werden, so dass er bequem zu bedienen ist, und lässt sich in einfacher Weise sowohl zum Braten am Spiess, als auch zur Her stellung von Grilladen einstellen. Bei Nichtgebrauch können alle lösbaren Teile dieses Camping-Bratherdes im Raume zwischen dem Kohlenbehälter und den zu sammengeklappten und in dieser Stellung durch den sie übergreifenden Rand des Deckels gehaltenen Flü gels untergebracht werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dar gestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines zum Bra ten am Spiess aufgestellten Camping-Bratherdes, Fig.2 eine perspektivische Ansicht des gleichen, aber zum Braten auf einem Rost aufgestellten Cam- ping-Bratherdes, von der anderen Seite her gesehen, Fig.3 eine Ansicht des Camping-Bratherdes nach der Fig. 1 von vorn, in grösserem Massstab,
Fig. 4 eine Seitenansicht hiezu, Fig. 5 eine Ansicht eines Lagerstückes für ein Fuss- paar des Camping-Bratherdes, in noch grösserem Mass- stab, und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in der Fig. 5.
Der dargestellte Camping-Bratherd besitzt eine Rückwand 1 und zwei Seitenwände 2, welche aus ei nem einzigen Blechteil gebildet sind. Ein unten über die Seitenwände 2 vorstehender Teil der Rückwand 1 ist rechtwinklig nach vorn zwischen die unteren Kan ten der Seitenwände 2 gebogen und bildet so einen Boden. Am vorderen Rand jedes Seitenteiles 2 ist mit tels eines Scharniers 3 ein Flügel 4 angelenkt. Diese Flügel 4 können in die Ebenen der Seitenwände 2 ge dreht oder neben- oder übereinander eingeklappt wer den. Im oberen Teil jedes Flügels 4 ist ein zu dessen Scharnierachse senkrechter Schlitz 5 vorgesehen, wel cher sich vom freien Rand des Flügels 4 bis in dessen gegen das Scharnier 3 zu liegenden Teil erstreckt.
In der den Schlitz 5 nach unten begrenzenden Kante des Flügels 4 sind Rasten 5a, im dargestellten Falle deren drei, vorgesehen. Mittels hakenartiger Bügel 6 ist ein flacher, prismatischer, oben offener Kohlenbehälter 7 zwischen den Seitenwänden 2 am oberen Rand der Rück wand 1 angehängt, welcher nicht ganz bis auf den ab gebogenen, den Boden bildenden Teil der Rückwand 1 hinabreicht. Die Rückwand und die Seitenwände dieses Kohlenbehälters 7 sind aus einer Blechtafel hergestellt, während seine Vorderwand 8 und sein Boden aus Streckmetall oder aus Drahtnetz bestehen. Die Bügel 6 sind etwas breiter als der Kohlenbehälter 7 und ste hen gegen die Rückwand 1 zu über diesen vor, so dass der Kohlenbehälter 7 im Abstand von der Rückwand 1 hängt.
Ein am unteren Teil der Rückwand des Koh lenbehälters 7 vorgesehener Distanzhalter 9 bewirkt, dass der Kohlenbehälter 7 in zur Rückwand 1 paral leler Lage gehalten wird. Am oberen Rand der Rück wand 1 ist mittels Scharnieren 10 ein Deckel 11 ange- lenkt, dessen Randteil 11a rechtwinklig abgebogen ist, so dass er den oberen Rand des Kohlenbehälters 7 und die in eingeklappter Stellung beweglichen Flügel 4 über greifen kann. Dieser Deckel 11 ist mit Luftschlitzen 11 b versehen.
Der Camping-Bratherd ist mit zwei Fusspaaren ver sehen. Die oberen Enden der aus Rohren bestehenden Füsse 12 jedes Fusspaares sind auf je einer Achse 13 gelagert, welche Achsen 13 zueinander parallel und in gleicher Höhe in ein oben und unten offenes Lager stück 14 eingesetzt sind. Die Füsse 12 der beiden Fusspaare lassen sich zusammenklappen oder so weit auseinanderspreizen, dass sie sich an den unteren Kan ten der Seitenwände des Lagerstückes 14 abstützen.
Die Lagerstücke 14 sind mittels je einer einen Linsen kopf 15a aufweisenden Klemmschraube 15 und einer auf deren Gewinde verschraubbaren, handgriffartigen Klemmutter 15b unten den der Seitenwand 2 des Cam- ping-Bratherdes lösbar festgeklemmt. Zu diesem Zwek- ke ist im unteren Teil jeder Seitenwand 2 ein in einem Winkel von etwa 45 geneigter Schlitz 2a vorgesehen, welcher an seinem unteren Ende eine Erweiterung 2b aufweist, durch welche der Linsenkopf 15a der Klemm schraube 15 eingeführt werden kann.
Nach dem Ein bringen ihres Linsenkopfes 15a in die Erweiterung 2b, wird die Klemmschraube 15 in den Schlitz 2a hinein geschoben, bis eine an der an der Seitenwand 2 anlie genden Wand des Lagerstückes 14 vorgesehene An schlagleiste 14a unten am Boden des Camping-Brat- herdes und der obere Rand dieser Wand des Lager stückes an einem in die Seitenwand 2 eingesetzten An schlagstift 16 anliegt. Nach Anziehen der Klemmmut- ter 15b ist das Lagerstück 14 mit den in ihm gelager ten Füssen 12 unverrückbar an der Seitenwand 2 ge halten.
Unten ist zwischen die an den Seitenwänden 2 angelenkten Flügel 4 eine Auffangschale 17 rechtecki ger Form eingesetzt, deren hinterer Rand lose auf dem den Boden des Camping-Bratherdes bildenden, nach vorne abgebogenen Teil der Rückwand 1 aufliegt und welche an ihrem vorderen Teil auf beiden Seiten einen seitlich abstehenden Lappen 17a aufweist, welche Lap pen 17a in Öffnungen 4a der Flügel 4 lose gehalten sind.
Zum Braten am Spiess wird der Camping-Bratherd in senkrechter Stellung auf den beiden Fusspaaren, de ren Füsse 12 weitestmöglich auseinandergespreizt sind, aufgestellt, wie es in der Fig. 1 dargestellt und in der Fig.5 ausgezogen gezeichnet ist, und mittels der Klemmuttern 15b in dieser Stellung an den Lagerstük- ken 14 festgeklemmt. Die Flügel 4 werden in zueinan der senkrechte Stellung aufgeklappt und die Auffang schale 17 in der beschriebenen Weise zwischen sie ein gesetzt.
Der Bratspiess 18, dessen eines Ende mit ei ner Handkurbel 18a versehen ist und der durch einen auf sein anderes Ende wirkenden Motor 18b gedreht werden kann, wird in die Schlitze 5 der Flügel 4 ein geschoben und in zwei einander gegenüberliegenden Rasten 5a derselben gelagert. Sollen dagegen Grilladen hergestellt werden, wird der Camping-Bratherd nach Lockern der Klemmuttern 15b zwischen den Lager- stücken 14 in waagrechte Stellung umgekippt, so dass seine Rückwand 1 in waagrechter Stellung nach un ten zu liegen kommt und seine Flügel 4 nach oben stehen, wie es in der Fig. 2, von der anderen Seite her gesehen, dargestellt und in der Fig.5 strichpunktiert gezeichnet ist,
und in dieser Stellung durch Wieder anziehen der Klemmuttern 15b festgeklemmt. Ein Rost 19 wird zwischen die die Scharniere 3 aufweisenden Ränder der Flügel 4 eingesetzt oder direkt auf den nun flach liegenden Kohlenbehälter 7 aufgelegt. Die Auf fangschale 17 bildet nun eine Rückwand und dient als Windschutz.
Zum Transport des Camping-Bratherdes werden nach Entleeren des Kohlenbehälters 7 und Entfernen der Auffangschale 17 dessen Flügel 4 eingeklappt. Die Lagerstücke 14 mit ihren Fusspaaren werden von den Seitenwänden 2 gelöst und zusammen mit der Auf fangschalte 17, dem Bratspiess 18, 18a, 18b, und dem Rost 19 im Raume zwischen dem Kohlenbehälter 7 und den eingeklappten Flügeln 4 oder im Kohlenbehäl ter 7 untergebracht. Der Deckel 11 wird über die ein geklappten Flügel 4 geklappt und hält so das Ganze geschlossen. Der in dieser Weise demontierte Camping- Bratherd kann dann in einer in der Zeichnung nicht dargestellten Traghülle verpackt werden.