DE9114875U1 - Mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen - Google Patents

Mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K13/00Devices for grooming or caring of animals, e.g. curry-combs; Fetlock rings; Tail-holders; Devices for preventing crib-biting; Washing devices; Protection against weather conditions or insects
    • A01K13/006Protective coverings
    • A01K13/007Leg, hoof or foot protectors

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
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  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Description

28. November 1991
L-So/Kb
Karl-Heinz Ohliger 5650 Solingen 1
Mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen
Die Erfindung betrifft eine mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen beim Pferdesport, die mit Befestigungselementen lösbar am Pferdebein befestigbar ist, mit einer Innenlage aus weichem, anschmiegbarem Kunststoff und/oder Fasergewebe.
Beim Pferdesport, insbesondere beim Spring-, Vielseitigkeitsund Dressurreiten, werden Gamaschen verwendet, um die empfindlichen Pferdebeine im unteren Bereich vor Stoß, Tritt oder Schlagverletzungen zu schützen. Besonders die Sehnen und Gelenke des Pferdebeines unterliegen einer erhöhten Verletzungsgefahr.
Um diese Aufgabe erfüllen zu können, sind die bekannten Gamaschen aus einer relativ weichen und anschmiegbaren Innenlage und einer relativ festen Außenlage, die z.B. aus einem kunststoffbeschichteten, steifen Gewebe besteht, aufgebaut. Die Außenseite kann auch aus hochfesten Kunststoffschalen aufgebaut sein, die so gut wie nicht verformbar sind.
Durch die relativ feste und harte Außenlage sind die bekannten 0 Gamaschen verhältnismäßig schlecht verformbar und passen sich dem Pferdebein nur unvollkommen an, so daß sie den Bewegungsablauf stören und zu schmerzhaften Druckstellen führen können. Empfindliche Pferde sträuben sich daher häufig gegen das Anlegen derartiger Schutzgamaschen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen zu schaffen, die eine hohe
Schlag- und Stoßfestigkeit aufweist und dennoch optimal an ein Pferdebein angepaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die sich an die Innenlage anschließende Lage aus mit Polyvinylchlorid (PVC) beschichtetem Polyesterfaserflies (PES) besteht, wobei die PVC-Schicht außen liegt.
Die erfindungsgemäße Gamasche zeichnet sich aufgrund des leicht verformbaren Polyesterfaserflieses durch eine hohe Verformbarkeit aus. Sie paßt sich daher eng an das Pferdebein an, gibt jedoch bei Muskel- oder Gelenkbewegungen leicht nach, ohne das Tier in seinem Bewegungsablauf zu stören. Dennoch besitzt das PVC-beschichtete Polyesterfaserflies eine hohe schlag- und stoßabsorbierende Wirkung aufgrund seiner chemischen Struktur. Es ist unempfindlich gegen Schmutz und aggressive Medien und kann leicht gereinigt werden.
Um die stoß- und schlagabsorbierende Wirkung der erfindungsgemäßen Gamasche weiter zu erhöhen, kann es vorteilhaft sein, über den ersten beschichteten PES-Flies eine weitere gleichartige Lage aufzubringen, zumindest in dem Teil der Gamasche, die einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt ist, z.B. im Bereich des Fesselgelenkes des Pferdebeines.
Als geeignete Beschichtung für das PES-Flies eignet sich in besonderer Weise Weich-PVC, da dieses Material beliebig verformbar ist. Die erste beschichtete PES-Lage ist vorzugsweise über einen Teilbereich bauchig ausgebildet. Dadurch befindet sich zwischen der Innenlage und der ersten PES-Lage ein luftgefüllter Hohlraum, in den die anschmiegsame Innenlage beim Anlegen der Gamasche durch die vorstehende Gelenkkapsel gedrückt wird. Über diesem Hohlraum, der vorzugsweise etwa löffeiförmig ausgebildet ist, kann zur Verbesserung der Schlagabsorption eine zweite beschichtete PES-Lage aufgebracht sein.
Es ist auch möglich, in den bauchigen Teilbereich eine verformte Schale aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere einzulegen, die in ihrer Form dem Löffel angeglichen ist. Dieser, auch ABS-Kunststoff genannte Werkstoff, ist ein Thermoplast, der sich durch eine außerordentlich hohe Schlagzähigkeit und Zähfestigkeit auszeichnet. Es besteht daher keine Gefahr, daß die Schale bei einem Stoß zerbricht oder splittert. Die eingelegte Schale bewirkt auf diese Weise in dem besonders gefährdeten Bereich des Pferdebeines eine weitere Erhöhung der Schlagabsorption.
Die einzelnen Lagen der Gamasche sind vorzugsweise durch Nähen oder Steppen miteinander verbunden. Andererseits ist es bei den verwendeten Kunststoffen auch möglich, sie miteinander zu verkleben oder zu verschweißen.
Die Befestigungselemente der Gamasche sind vorzugsweise elastische Bänder mit Hakenverschlüssen, die um das Pferdebein gelegt werden und in Verschlußösen auf der gegenüberliegenden Gamaschenseite eingreifen. Durch diese Ausbildung der Befestigungselemente ist ein sehr schnelles und einfaches Anlegen der Gamaschen an ein Pferdebein gewährleistet. Für die Hakenverschlüsse sind vorzugsweise zwei oder mehrere hintereinander angeordnete Verschlußösen vorzusehen, so daß die Gamasche an die Dicke des jeweiligen Pferdebeines angepaßt werden kann und keine Gefahr besteht, daß die Gamasche zu eng am Pferdebein sitzt.
Es ist auch möglich, die elastischen Bänder mit Klettverschlüssen zu versehen, die ebenfalls ein paßgenaues und schnelles Befestigen der Gamaschen ermöglichen.
Die elastischen Bänder der Gamasche, in der Regel drei, sind vorzugsweise zwischen der ersten und zweiten Lage aus PVC-beschichtetem Flies befestigt, so daß die Befestigungsstelle durch die zweite Lage geschützt wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und wird im nachfolgenden anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Gamasche mit einer Innenlage und zwei Außenlagen aus PVC-beschichtetem PES-Flies und
Fig. 2 einen Schnitt aus der Richtung A-A durch die Gamasche aus Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Gamasche, die auch als Sehnenschoner bezeichnet wird, wird derart um ein Pferdebein gelegt, daß die bauchige Verdickung 1 auf der Innenseite eines Pferdebeines liegt. Durch die bauchige Verdickung 1 wird das besonders empfindliche untere Gelenk des Pferdebeines gegen Stöße und Tritte geschützt.
Die Gamasche besteht aus einer Innenlage 2 aus aufgeschäumtem, weichem Kunststoff mit einem Wabenprofil. Die Innenlage kann sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit dicht an das Pferdebein anlegen, ohne zu Druck- oder Scheuerstellen zu führen.
Auf die Innenlage 2 ist eine erste Lage 3 aus PVC-beschichtetem PES-Flies aufgenäht. Die erste Lage 3 weist einen eingeformten, löffelförmigen Hohlraum auf, der ein stoßabsorbierendes Luftpolster 6 enthält. Die Naht 4 ist umlaufend ausgebildet und durchgreift sowohl die erste Lage 3 wie auch die Innenlage 2. Auf die erste Lage 3 ist im mittleren Bereich der Gamasche eine zweite Lage 12 aufgenäht, die wiederum aus einem PVC-beschichtetem PES-Flies besteht.
Die Befestigung der Gamasche am Pferdebein erfolgt durch drei elastische Bänder 7, die um die Gamasche bzw. das Pferdebein gezogen werden und die mit Hakenverschlüssen 8 in Verschlußösen 9 auf der gegenüberliegenden Seite der Gamasche eingreifen. Um die Gamasche unterschiedlichen Pferdebeinen anpassen zu können,
sind jeweils zwei hintereinander angeordnete Verschlußosen 9 vorgesehen.
Die elastischen Bänder 7 sind zwischen der bauchigen Verdickung 1 der ersten Lage und der zweiten Lage 12 befestigt.
Bei der Darstellung in Fig. 2 handelt es sich um einen Schnitt in Richtung A-A aus Fig. 1.
Die untere Innenlage 2 besteht aus einem weichen Kunststoff, der sich an die jeweilige Form des Pferdebeines optimal anschmiegt. Auf die Innenlage 2 ist eine erste Lage 3 aufgenäht, die aus einem PES-Flies 10 mit einer PVC-Beschichtung 11 besteht. Die erste Lage 3 weist einen eingeformten loffelförmigen Hohlraum 5 auf, der ein Luftpolster 6 umschließt. Eine zweite Lage 12 aus einem gleichartigen beschichteten PES-Flies ist im Bereich der bauchigen Verdickung 1 über die erste Lage 3 genäht, wobei zwischen der ersten Lage 3 und der zweiten Lage 12 im Bereich der bauchigen Verdickung 1 eine ABS-Formschale 13 eingelegt ist.
28. November 1991
L-So/Kb
Karl-Heinz Ohliger Solingen l
Bezugszeichenliste
1 bauchige Verdickung
2 Innenlage
3 erste Lage
4 Naht
5 löffelförmiger Hohlraum
6 Luftpolster
7 elastisches Band
8 Hakenverschlüsse
9 Verschlußösen 10 PES-Flies
PVC-Beschichtung zweite Lage harte Formschale

Claims (11)

28. November 1991 L-So/Kb Karl-Heinz Ohliger Solingen 1 Ansprüche
1. Mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen beim Pferdesport, die mit Befestigungselementen lösbar am Pferdebein befestigbar ist, mit einer Innenlage aus weichem, anschmiegbarem Kunststoff und/oder Fasergewebe, dadurch gekennzeichnet, daß die sich an die Innenlage (2) anschließende Lage (3) aus mit Polyvinylchlorid (PVC) (11) beschichtetem Polyesterfaserflies (PES) (10) besteht, wobei die PVC-Schicht (11) außen liegt.
2. Gamasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste mit PVC beschichtete Polyesterfaserflieslage (3) einen eingeformten, löffelartigen Hohlraum (5) aufweist, der zwischen der Innenlage (2) und der ersten Lage (3) ein Luftpolster (6) umschließt.
3. Gamasche nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die PVC-Beschichtung (11) aus Weich-PVC besteht.
4. Gamasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennz eichnet, daß über dem löffelartigen Hohlraum (5) eine zweite Lage (12) aus PVC-beschichtetem PES-Vlies angeordnet ist.
5. Gamasche nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich des löffelartigen Hohlraumes (5) zwischen der ersten Lage (3) und der
zweiten Lage (12) eine Formschale (13) aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere eingelegt ist.
6. Gamasche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen (2, 3, 12) durch Nähen oder Steppen miteinander verbunden sind.
7. Gamasche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennz e ichnet, daß die Lagen (2, 3, 12) miteinander verklebt oder verschweißt sind.
8. Gamasche nach einem der Ansprüche 1 bis I1 dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente als elastische Bänder (7) mit Hakenverschlüssen (8) ausgebildet sind, die in eine Verschlußöse (9) eingreifen.
9. Gamasche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die Hakenverschlüsse (8) jeweils mehrere, hintereinander angeordnete Verschlußösen (9) vorgesehen sind.
10. Gamasche nach einem der Ansprüche 2 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Bänder (7) zwischen der ersten (3) und zweiten Lage (12) aus PVC-beschichtetem PES an der Gamasche befestigt sind.
11. Gamasche nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Bänder Klettverschlüsse zum Befestigen der Gamasche aufweisen.
DE9114875U 1991-11-29 1991-11-29 Mehrlagige Gamasche zum Schutz von Pferdebeinen Expired - Lifetime DE9114875U1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0727140A1 (de) * 1995-02-16 1996-08-21 GEORG KIEFFER Sattlerwarenfabrik GmbH Sehnenschoner für Pferde
IT201800008057A1 (it) * 2018-08-10 2020-02-10 Daniele Zandona' Parastinchi per cavalli e metodo di realizzazione di detto parastinchi
FR3167528A1 (fr) * 2024-10-22 2026-04-24 Influx Guêtre de protection, pour le membre d’un cheval

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IT201800008057A1 (it) * 2018-08-10 2020-02-10 Daniele Zandona' Parastinchi per cavalli e metodo di realizzazione di detto parastinchi
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