DE91160C - - Google Patents

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DE91160C
DE91160C DENDAT91160D DE91160DA DE91160C DE 91160 C DE91160 C DE 91160C DE NDAT91160 D DENDAT91160 D DE NDAT91160D DE 91160D A DE91160D A DE 91160DA DE 91160 C DE91160 C DE 91160C
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towing rod
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/30Power rails
    • B60M1/34Power rails in slotted conduits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1895 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf durch Schleppkabel bewirkte Stromzuleitungen.
In Fig. ι bedeutet α α ein Kabel, welches als Speiseleitung dient und an welches in bestimmten , von den jeweiligen örtlichen Verhältnissen abhängigen Entfernungen Stromabgabevorrichtungen b b angeschlossen sind. Letztere sind in einem Kanal so angeordnet, dafs über dieselben die am Wagen angebrachte, als Schleppgestänge ausgebildete Stromabnahmeleitung cc (bewegliche Arbeitsleitung) hinschleift und dadurch ^dem Strom die Möglichkeit giebt, in den Elektromotor des Wagens, von welchem in der Fig. 1 nur die Räder und der Mitnehmer des Schleppgesfänges gezeichnet sind, zu gelangen. Die Stromabnahmeleitung ist etwas länger als der Abstand zwischen zwei Stromabgabevorrichtungen, so dafs mindestens eine derselben mit der beweglichen Arbeitsleitung in Berührung ist. Um den Widerstand des Schleppgestänges gegen die Fortbewegung gering zu machen und um zu verhindern, dafs dasselbe mit den Kanalwandungen in Berührung kommt, wodurch Strom Verluste entstehen würden, erhält es eine Rollenführung, welche den Strom nicht leitet. Diese Führung kann entweder dadurch geschaffen werden, dafs die Rollen d an den Kanalwandungen drehbar befestigt werden (Fig. 1 und 2), oder aber es können die Rollen an dem Schleppgestänge so befestigt werden, dafs sie mit demselben gewissermafsen einen Wagen bilden (Fig. 3 und 4), wobei zur Verhütung von Berührungen mit den Kanalwänden auch waagrechte Rollen angeordnet werden. * Die erforderliche Isolirung des Schleppgestänges kann entweder durch Leitrollen aus Isolirmaterial, wie in Fig. 2 und 4, oder aber dadurch erzielt werden, dafs diese Rollen durch geeignetes Isolirmaterial gegen die Kanalwandungen bezw. bei der Anordnung nach Fig. 3 gegen das Schleppgestänge isolirt werden. Damit die durch die Leitrollen d entstehende Reibung, sowie die unvermeidlichen Stromverluste auf ein thunlichst kleines Mafs herabgedrückt werden, erhalten diese Leitrollen einen möglichst grofsen Abstand, was sich dadurch ermöglichen läfst, dafs die Stromabnahmeleitung mit einem Querschnitt ausgestattet wird, der eine thunlichst grofse Steifheit gewährleistet, Im vorliegenden Fall ist z. B. dem Schleppgestänge ein Querschnitt von I-Form gegeben. Um. aus einer Fahrrichtung in die entgegengesetzte übergehen zu können, ist der Mitnehmer e des Wagens nicht fest mit dem Schleppgestänge verbunden,, sondern er greift letzteres nur so an, dafs er sich nöthigenfalls entlang des Gestänges verschieben kann, ohne dafs der Stromschlufs zwischen beiden aufhört, ' wobei an den Enden des Schleppgestänges Anschläge sich befinden, gegen welche der Mitnehmer sich anlegt. Soll de'r Wagen seine Fahrrichtung ändern, so bleibt das Schleppgestänge so lange stehen, bis der Mitnehmer des Wagens sich von einem Ende des Gestänges zum anderen Ende verschoben hat; erst, dann wird dieses in der neuen Fahrrichtung mitgenommen. Es kann dies dadurch erreicht werden, dafs die Reibung zwischen Mitnehmer und Schleppgestänge c c kleiner ist als diejenige zwischen letzteren und den Stromabgabevorrichtungen b, sowie den Leitrollen d.
Die Speiseleitung α α kann entweder in den Boden neben dem Kanal oder aber in letzteren selbst verlegt werden; ersteres ist in Fig. i, letzteres dagegen in Fig. 2 bis 8 angenommen.
Die Stromabgabevorrichtungen sind in den Fig. 5 und 6, sowie 7 und 8 dargestellt. Bei der in Fig. 5 dargestellten Stromabgabevorrichtung findet die Abzweigung von dem Speisekabel α α in einer sogen. Kabelmuffe f statt, an welche sich ein rechtwinklig gebogenes Rohr g anschliefst. Auf das oben offene Ende des Rohres g ist ein Isolator h aufgesetzt, der mit einer Bohrung für den Durchgang der Abzweigleitung versehen ist. Nach Aufsetzung des Isolators h wird das Rohr und die Bohrung des Isolators mit geeigneter Isolirmasse ausgegossen und sodann auf letzteren die Kappe i aus leitendem Material wasserdicht aufgesetzt, an deren beiden Armen die Stromschlufsstücke k' k" befestigt sind, zwischen welchen das Schleppgestänge c c hindurchgezogen wird. ■
In Fig. 6 ist die vorbeschriebene Stromabgabevorrichtung für den Fall dargestellt, dafs die Leitrollen d mit der Stromabnahmeleitung in der in Fig. 3 dargestellten Weise verbunden sind. Sie unterscheidet sich von der in Fig. 5 dargestellten dadurch, dafs die Stromabgabevorrichtungen nur mit einem Stromschlufsstückk' ausgerüstet und die Zuleitungen von dem Speisekabel zu den Stromabgabevorrichtungen unter den Kanalboden verlegt sind. Die Isolation des Schleppgestänges c c gegen Erde geschieht wie in Fig. 3 durch Isolatoren t, durch welche das Schleppgestänge mit den Rollen d fest verbunden ist.
In den Fig. 7 und 8, von denen Fig. 7 eine Schnittansicht nach der Linie A-B von Fig. 8 darstellt, ist die Einrichtung für die Stromabnahme bei Dreileitersystem und Verwendung eines Geleises für beide Fahrrichtungen dargestellt; letzteres bildet den Mittelleiter. Die Wagen jeder Richtung erhalten jeweils nur von ein und demselben Aufsenleiter Strom, so dafs der Strom zwischen zwei sich begegnenden Wagen durch das den Mittelleiter bildende Geleis sich ausgleicht. Es ist f die Abzweigemuffe eines Kabels α α mit zwei Leitungen, welche die beiden Aufsenleiter des Dreileitersystems bilden und von welchen sich in zwei Röhren g' g" Stromabgabeleitungen abzweigen, welche durch die Isolatoren h' und h" in der in Fig. 5 gezeichneten Weise geführt und mit den Stromschlufsstücken k' bezw. k" durch federnde Arme leitend verbunden sind, welch letztere durch Kappen i' und i" auf den Isolatoren befestigt werden. Die Stirnflächen der Stromschlufsstücke k' k" sind so abgeschrägt, dafs bei jeder Fahrrichtung das zuerst von der Stromabnahmeleitung c c (Schleppgestänge) getroffene nach oben, das andere nach unten gedrückt wird. Ferner sind die Stromschlufsstücke k auf der Unterseite und der nach unten gekehrten Schrä'gfläche mit nicht leitendem Stoff s' s" belegt, was, wie später noch ausführlicher an Fig. 9 erörtert wird, zur Folge hat, dafs für jede Fahrrichtung immer nur -das zweite Stromschlufsstück mit dem Schleppgestänge cc in leitende Verbindung kommt und der Motor des Wagens jeweils nur mit dem der betreffenden Fahrrichtung entsprechenden Leiter des Kabels α α verbunden wird. Zu den Fig. 7 und 8 mag erläuternd noch bemerkt werden, dafs in ersterer (Fig. 7) die Stromabnahmeleitung cc mit den Stromabgabevorrichtungen nicht in Berührung ist, wogegen die Fig. 8 für den Fall gezeichnet ist, dafs sich das Schleppgestänge mit den Stromabgabevorrichtungen in Verbindung befindet.
Bei dem Uebergang von einer Fahrrichtung in die andere tritt bei dem Dreileitersystem der Fall ein, dafs die Stromabnahmeleitung c c mit ihrem einen Ende mit der positiven, mit ihrem andern Ende dagegen mit der negativen Aufsenleitung in Verbindung steht, so dafs durch die Leitung c c Kurzschlufs zwischen den beiden Aufsenleitungen entstehen würde. Um letzteres zu verhindern, müssen auch die Enden des Stromabnehmers c c mit nicht leitendem Material in einer Weise überzogen sein, wie solches in Fig. 9 dargestellt ist. In letzterer stellen die stark gezeichneten Theile an den Enden der Leitung c c nicht leitendes Material vor; bei der Fahrt von links nach rechts legen sich die Stromschlufsvorrichtungen k' k'" der Stromabnahmevorrichtungen auf die obere Seite der Leitung cc, wogegen die Stromschlufsvorrichtungen k" k"" sich auf die untere Seite von c c legen, wodurch letztere in ununterbrochener leitender Verbindung mit der negativen Speiseleitung erhalten wird. Wird nun die Fahrrichtung geändert, wenn z. B. das Ende der Stromabnahmeleitung c c sich an dem Punkt ρ beöndet, so wird die Stromschlufsvorrichtung k' sich auf die untere Seite der Leitung cc legen, während k"" auch an der unteren Seite von c c anliegt, was den vorerwähnten Kurzschlufs zur Folge hätte, wenn die in Fig. 9 dargestellten Isolirungen nicht an den Enden der Stromabnahmeleitung c c angebracht wären.
Die Entwässerung des Kanals geschieht dadurch, dafs an geeigneten Stellen Senkkasten eingesetzt und diese mit den Strafsertkanälen in Verbindung gebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Stromzuleitung für elektrische Bahnen mit Schleppkabel, dadurch gekennzeichnet, dafs letzteres (c) nur an dem einen oder anderen Ende gefafst, durch Rollen geführt und von Erde isolirt wirdy um dem Elektromotor des Wagens den Strom aus der mit Abgabevorrichtungen versehenen Speise-
    leitung α α zuzubringen, wobei die Verbindung zwischen dem Schleppgestänge und dem Mitnehmer e des Wagens derart ist, dafs sich letzterer, bei Aenderungen der Fahrrichtung, so entlang dem ersteren verschieben kann, dafs der zwischen beiden bestehende Strömschlufs nicht unterbrochen und das Schleppgestänge erst dann in der veränderten Richtung bewegt wird, wenn der Mitnehmer am anderen Ende des Gestänges angekommen ist.
    Bei Leitungsanlagen nach dem Dreileitersystem die Anordnung der einseitig mit Isolirungen versehenen Stromschi ufsplatten k in solcher Neigung, dafs das Schleppgestänge c c die Stromschlufsplatten k abwechselnd oben und unten beschleift, und dafs bei 1 entgegengesetzter Fahrrichtung auch ein entgegengesetztes Ausweichen der Stromschlufsplatten k stattfindet, so dafs das Schleppkabel cc für jede Fahrrichtung eine andere der beiden Aufsenleitungen mit dem Motor verbindet.
    Bei Leitungsanlagen nach dem Dreileitersystem die Anordnung von nichtleitendem Material an den Enden des Schleppgestänges c c in einseitiger Weise derart, dafs beim Wechsel der Fahrrichtung des Wagens die leitende Verbindung der beweglichen Stromschlufsvörrichtungen k mit dem Schleppgestänge c c in dem Augenblick aufgehoben wird, wo letzteres zwei der ersteren gleichzeitig so berührt, dafs dasselbe zwischen den beiden Aufsenleitern des Dreileitersystems einen Kurzschlufs herbeiführen würde.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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