DE91202C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C303/00—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
- C07C303/02—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof
- C07C303/04—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups
- C07C303/06—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups by reaction with sulfuric acid or sulfur trioxide
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/16—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
- C07C51/31—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting
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- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
oder Naphtalinderivaten. "
Wie bekannt, entstehen durch Erhitzen von Naphtaiin mit Schwefelsäure leicht Naphtalinraono-,
-di- und event, -polysulfosäuren. Neu und die Grundlage der vorliegenden Erfindung
ist die Beobachtung, dafs beim Erhitzen von Naphlalin mit Schwefelsäure auf Temperaturen
von etwa 200° C. und darüber ein Zerfall des Naphtalinmolecüls stattfindet. Die Schwefelsäure
wirkt dann oxydirend, und es entstehen Sulfophtalsäuren und Phtalsäure neben schwefliger
Säure, Kohlensäure und Wasser.
Die Menge und Concentration der Schwefelsäure kann hierbei innerhalb weiter Grenzen
schwanken, indem sowohl rauchende als wasserhaltige Säure verwendet werden kann;
desgleichen kann man bei vermehrtem und vermindertem Luftdruck ohne oder mil Zusatz
von Metallsalzen, ferner unter Einleiten von Luft oder überhitztem Dampf operiren. Hierbei
werden Sulfophtalsäuren und Phtalsäure anscheinend stets neben einander erhalten.
Beabsichtigt man in vorwiegender Menge Phtalsäure zu erhalten, so empfiehlt es sich,
das in dieser Richtung am günstigsten wirkende Metallsalz: Quecksilbersulfat, oder auch Quecksilber,
oder durch Schwefelsäure zerlegbare Quecksilberverbindungen bei der Reaction zuzugeben
und überdies die Temperatur auf · über 3000 bezw. bis zum völligen Wegdestilliren
der Schwefelsäure zu steigern. Das Quecksilbersulfat wirkt. dabei offenbar, in der
Weise, dafs es die. Abspaltung der Sulfogruppe aus zunächst gebildeter Sulfophtalsäure begünstigt.
Desgleichen erhält man Phtalsäure und Sulfophtalsäure, wenn man an Stelle von
Naphtaiin Sulfosäuren desselben, a- oder ß-Naphtol, a- oder ß-Naphtylamin bezw. deren
Sulfosäuren, Nitronaphtalin und dessen Sulfosäuren , Anthracen oder Phenanthren ver- ■
wendet.
Nachstehende Beispiele mögen das Verfahren weiter erläutern: ;
Darstellung'von vorwiegend Phtalsäure.
100 Theile Naphtaiin werden mit 1 500 Theilen
Schwefelsäuremonohydrat und 50 Theilen Quecksilbersulfat gemischt und erwärmt, wobei
sich das Naphtaiin auflöst. Diese Lösung wird nun in einem Destillirgefäfs weiter erhitzt. Bei etwa 200 ° C. ist der Beginn der
Oxydation zu constatiren und bei 2500 C.
sind die Oxydationserscheinungen deutlich erkennbar: aus der dunkel gewordenen Naphtalinsulfosäureiösung
entweichen schweflige Säure und Kohlensäure. Schliefslich steigert man die Temperatur auf 3000 C. und darüber
und erhitzt zweckmäfsig so lange, bis der Inhalt des Deslillirgefäfses dickflüssig oder ganz
trocken geworden ist. Der Quecksilbersulfat enthaltende Rückstand kann an Stelle frischen
Quecksilbersulfats zu neuen Operationen benutzt werden. Er enthält je nach Trockenheit
mehr oder weniger Sulfophtalsäuren. Die' entstandene Phtalsäure bezw. deren Anhydrid
und auch ein Theil der Sulfophtalsäuren, sowie Schwefelsäure gehen mit den entweichen-
den Gasen über und können in einer VorInge aufgefangen werden. Die Phtalsiiure scheidet
sich aus dem Destillat beim Erkalten fast vollständig
aus und läfst sich durch Filtrircn oder Abschleudern davon trennen.
ioo Theile ß-Naphtol werden mit ^oo Theilen
Oleum, etwa 20 pCt, freies Schwefelsäureanhydrid
enthaltend, so lange gerührt, bis das Naphtol in Lösung gegangen ist. Dann giebt
man 1000 Theile Monobydrat und 40 Theile Quecksilbernitrat bei und erhitzt die Mischung
in einem Destillirgefäfs bis zur Trockne. Aus dem Destillat ist wie in Beispiel 1 die.entstandene Phtalsäure zu !gewinnen.
Beispiel 3. !
. 100 Theile Naphthionsäure werden mit ioooTheilen 66°Schwefelsäure und 30 Theilen
Quecksilberoxyd in einem Destillirgefäfs so lange und so hoch erhitzt, bis die Schwefelsäure
wegdestillirt ist. Die entstandene Phtalsäure befindet sich gröfstentheils im Destillat.
100/ Theile Phenanthren erhitzt man .mit
2000 Theilen Monohydrat und 20 Theilen Quecksilber in einem Destillirgefäfs auf Temperaturen
von über 3000C. Die überdestillirte Phtalsäure gewinnt man wie in Beispiel 1.
Darstellung von hauptsächlich Sulfoi
phtalsäure.
100 Theile Naphtalin werden unter Rühren
in 300 Theilen Oleum, das annähernd 20 pCt. freies S O3 enthält, ■ gelöst, worauf man
1200 Theile 66proc. Schwefelsäure zugiebt.
Die entstandene Naphtalinsulfosäurelösung wird 10 Stunden lang auf 2500 C. erhitzt.
Mit den entweichenden Gasen geht etwas Phtalsäure über, die in einer Vorlage aufgefangen
werden kann. Zurück bleibt eine rot libra u η gefärbte Schmelze, die man auf
Sull'ophtalsauren in der üblichen Weise aufarbeitet , indem man mittelst kohlensauren
Kalkes, den Ueberschufs an Schwefelsäure entfernt. Bei Anwendung von Barium-' statt
Calciumcarbonat erhalt'man als Hauptproduct
ein neutrales Bariunisulx, dessen Analysen auf
disulfophtalsauren Baryt ülimmcn, und welches sich aus Wasser in· Form kleiner Kryslall-,
Warzen abscheidet und zur Identificirung dienen kann. Eine solche Disulfophtalsäure ist seither
noch nicht beschrieben worden. Arbeitet man gemä'fs vorliegendem Beispiel, jedoch nur bei
Temperaturen von etwa 2200, so besitzt das in analoger Weise dargestellte Barytsalz die
Zusammensetzung eines monosulfophtalsauren Salzes.
Claims (3)
1. Die Darstellung von Phtalsäure und Sulfophtalsäuren
durch Erhitzen von Naphtalin oder Naphtalinderivaten (z. B. Naphtalinsulfosäuren,
sowie U- und ß-Naphtol, a- :
und ß-Naphtylamin, Nitronaphtalin, und deren Sulfosäuren), ferner von Anthracen
und Phenanthren mit Schwefelsäure auf
. Temperaturen von etwa 2000 C. und
darüber mit oder ohne Zusatz von Metallverbindungen,' insbesondere von Oxyden oder Salzen des Quecksilbers,' oder von
metallischem Quecksilber selbst. 1
2. Die vorwiegend Phtalsäure liefernde specielle Ausführungsform des durch Anspruch 1
geschützten Verfahrens, nach welcher Naphtalin mit Schwefelsäure und Quecksilbersulfat
auf Temperaturen von über 3000 C. erhitzt wird, bis der Rückstand
zähflüssig oder trocken geworden ist.
3. Die vorwiegend Sulfophtalsäuren liefernde specielle Ausführungsform des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens, nach
welcher Naphtalin mit Schwefelsäure mit oder ohne Zusatz von Quecksilbersulfat auf
etwa 220 bis 3000 erhitzt wird. ' .
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91202C true DE91202C (de) |
Family
ID=362845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91202D Active DE91202C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91202C (de) |
-
0
- DE DENDAT91202D patent/DE91202C/de active Active
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