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Flüssigkeitsschalter Es sind bereits Flüssigkeitsschalter vorgeschlagen
worden, bei denen dem beweglichen Schaltstück bei der Ausschaltbewegung ein Isolierstück
nachfolgt, das hierbei wenigstens zum Teil den Raum einnimmt, den zuvor das bewegliche
Schaltstück ausgefüllt hat. Nach der Erfindung kann die Arbeitsweise einer derartigen
Schalteinrichtung erheblich dadurch verbessert werden, daß die Schaltkammer als
elastische Kammer ausgeführt wird.
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Dank dieser Kombination ist es möglich, den Lichtbogenraum in der
Kammer so knapp zu bemessen, daß der Lichtbogen, der be,i@m Unterbrechungsvorgang
entsteht, sehr nahe an die Wandungen der Kammer herangedrückt wird. Der Spalt zwischen
Isolierstift und Kammer, in dem der Lichtbogen brennen muß, kann auf diese Weise
sehr schmal gehalten werden, so daß der Lichtbogen unter dem Eintfiüß der an der
Kammerwandung auftretenden Flüssigkeit stark gekühlt und dadurch leicht gelöscht
wird.
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Mit besonderem Vorteil wird hierbei der Schaltstiftdurchmesser größer
als bisher, also etwa mit 3o bis 40 mm Durchmesser, an Stelle von 2o mm Durchmesser,
ausgebildet. Auf diese Weise wird es möglich, den Betriebsstrom, der im eingeschalteten
Zustand über das bewegliche Schaltstück geführt werden kann, erheblich größer zu
halten. Bisher mußte wegen der Volumenverdrängung durch den Schaltstift ein Parallelschalter
zur Löschkammer angeordnet werden, der nunmehr fortfallen kann.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
In Fig. i ist ein Flüssigkeitsschalter mit elastischer Kammer bekannter
Bauart
dargestellt. Hierbei ist mit i der feststehende Kontakt des Schalters, mit 2 der
Schaltstift bezeichnet, an dem ein Isolierstift 3 angesetzt ist, der mit etwas geringerem
Durchmesser als der Schaltstift selbst ausgeführt ist. Mit 4. und 5 sind aufeinandergeschichtete
Ringplatten bezeichnet, die unter der Wirkung von Federn 6 aufeinandergedrückt sind,
die jedoch bei bestimmtem Überdruck innerhalb des Schalters entgegen der Wirkung
der Federn auseinandergedrückt werden, wodurch eine plötzliche Druckentlastung innerhalb
des entsprechenden Teils der Kammer eintreten kann. Dadurch, daß der von dem Schaltstift
ursprünglich ausgefüllte Raum durch den diesem nachfolgenden Isolierstift zum größten
Teil ausgefüllt ist, wird über einen sehr großen Strombereich, also auch bereits
bei sehr geringen Strömen, ein ausreichender -Druckanstieg innerhalb der Kammer
herbeigeführt, der ein Ansprechen der elastischen Kammer bewirkt. Hierbei ist noch
der wesentliche Vorteil erreicht, daß Schaltstift und Isolieransatz so bemessen
und angeordnet werden können, daß sich die Einwirkung des Drucks innerhalb der Kammer
auf den Schaltstift kompensiert, so daß die Geschwindigkeit des Schaltstifts von
der Größe des jeweiligen abzuschaltenden Stromes nicht beeinflußt wird. Der isolierende
Ansatz an dem Schaltstift kann mit besonderem Vorteil durch den etwa als Tulpenkontakt
ausgeführten feststehenden Kontakt in bekannter Weise hindurchgeführt sein. Auf
diese Weise ist es auch möglich, über den durchgeführten Isolierstift in bekannter
Weise eine mechanische Verbindung nach einer zweiten z. B. hiermit in Reihe arbeitenden
und gegebenenfalls baulich vereinigten Schaltstelle bzw. nach einer zweiten Kammer
zu führen, wobei durch die starre mechanische Kupplung eine Betätigung in der gewünschten
Reihenfolge bzw. Gleichzeitigkeit sichergestellt werden kann.
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Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist nicht auf dieses Ausführungsbeispiel
beschränkt. Insbesondere ist es nicht unbedingt erforderlich, daß der nachfolgende
Isolierstift mit dem Schalts *ft fest verbunden ist. Es ist vielmehr auch mägti
lich, diesen etwa in anderer Weise zwang- oder kraftschlüssig in Abhängigkeit von
der Schaltbewegung zu steuern, beispielsweise in der Weise, daß der Isolierstift,
wie an sich bekannt, unter dem Einfluß einer Feder steht und unter deren Wirkung
der Bewegung des Schaltstifts beim Ausschalten frei folgen kann. Eine Ausführungsform,
bei der der Isolierstift dem Schaltstift unter dem Einfluß einer besonderen Feder
folgt, ist in Fig. 2 dargestellt.
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Die angegebene Hintereinanderschaltung zweier Schaltkammern ist insbesondere
für Schalter für hohe Spannungen, etwa ioo und mehr Kilovolt, zweckmäßig, wobei
es ermöglicht wird, bei verhältnismäßig geringem Schaltstifthub und geringer Schaltstiftgeschwindigkeit
die erforderlichen Gesamtabstände zwischen den Kontakten zu erreichen. Hierbei ergibt
sich durch die mechanische Verbindung der Schaltstifte zweier oder mehrerer derartiger
Kammern durch dazwischengeschaltete Isolierstäbe auch hinsichtlich der Gestaltung
des Antriebes eine wertvolle Vereinfachung.
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Die Ausbildung der elastischen Kammer kann den Bedürfnissen des Einzelfalles
entsprechend verschieden :durchgebildet sein. So können beispielsweise Teile des
Mantels oder Teile des Kammerbodens oder -deckels druckabhängig voneinander abhebbar
ausgebildet werden, oder es kann dieElastizität derKammer auch durch ventilartig
eingesetzte Teile erreicht werden. Außerdem können auch gegebenenfalls zusätzlich
wegabhängig gesteuerte Öffnungen vorgesehen werden. Als nachgiebige Elemente können
hierbei an Stelle von Federn auch Gummipolster u. dgl. angewendet werden.