DE91299C - - Google Patents
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- DE91299C DE91299C DENDAT91299D DE91299DA DE91299C DE 91299 C DE91299 C DE 91299C DE NDAT91299 D DENDAT91299 D DE NDAT91299D DE 91299D A DE91299D A DE 91299DA DE 91299 C DE91299 C DE 91299C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K13/00—Other auxiliaries or accessories for railways
- B61K13/04—Passenger-warning devices attached to vehicles; Safety devices for preventing accidents to passengers when entering or leaving vehicles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Step Arrangements And Article Storage (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. September 1896 ab.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs durch Oeffnen der an den Thüren der Strafsenbahnwagen
angebrachten Klappen oder Schieber zum Einnehmen der Fahrgelder seitens des Schaffners von den auf dem Führer- oder
Kutscherstande befindlichen Fahrgästen ein heftiger Windzug entsteht, der um so unangenehmer
wirkt, je schneller der Wagen fährt, und der für die im Wagen befindlichen
Fährgäste, namentlich wenn sie erhitzt im Wagen sitzen, höchst nachtheilig wirken kann.
Zweck vorliegender Erfindung ist daher die Schaffung eines Zahlschalters an den betreffenden
Wagenthüren, welcher bei seinem Oeffnen das nöthige Sprechen zwischen dem Schaffner und
den auf dem Führerstande weilenden Fahrgästen und den Austausch von Fahrschein und
Fahrgeld in ausgiebigster Weise zuläfst, aber auch gleichzeitig den Eintritt des Windstromes
in den Wagen verhindert.
Eine Hauptschwierigkeit in der Lösung der Aufgabe bestand darin, dafs jede zu.treffende
Einrichtung im geschlossenen Zustande nur so wenig Raum einnehmen darf, dafs sie innerhalb
der Dicke des Rahmens des Fensters, in dem sie angebracht wird, fällt, weil die Thür
mit diesem Fenster beim Oeffnen in den Hohlraum der doppelten Kopfwand des Wagens
eingeschoben werden mufs, also die geschlossene Schaltereinrichtung nach keiner Seite über die
Fensterrahmendicke hinausstehen darf.
Die Aufgabe ist in folgender Weise gelöst:
In einen in den Thürfensterrahmen eingesetzten engeren Rahmen ist nach Art eines
aufklappbaren Portemonnaies der Schalter eingesetzt. Die im geschlossenen Zustande parallel
zur Fensterscheibe stehenden Schalterwände sind unten durch Gelenkbänder drehbar befestigt
und so mit einander verbunden, dafs, wenn die eine Schalterwand vom Wageninnern aus aufgeklappt, also schräg gestellt wird', die
andere, aufsenliegende Schalterwand gleichzeitig mit aufgeklappt wird, also sich auch schräg
einstellt.
Diese Schalterwände sind nun so grofs, dafs sie über den Querschnitt der durch sie offen
gelegten Oeffnung weit hinausstehen, also den Durchzug von Luft verhindern. Die Schalterwände
sind an den Seitenkanten durch bieg- oder faltbaren Stoff verbunden, so dafs bei
göffnetem Schalter die Schalterwände und die Seitenwände eine Art Tasche bilden, die das
Einlegen von Fahrscheinen und Geld und das Herausnehmen des Geldes und der Fahrscheine
bequem gestatten.
In Fig. ι ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt; Fig. 2 und 3 sind Schnitte nach 1-1
und 2-2 der Fig. 1.
In die Fensterscheibe α des Thürrahmens b ist ein waagrechter Rahmen c mittelst Schienen d
eingesetzt; der Rahmen c umschliefst die Oeffnung, durch welche die Verbindung zwischen
dem Wageninnern und den Aufsenplätzen hergestellt werden soll.
An dem Rahmen c sind die Schalterwände e e1 mit ihren Unterkanten gelenkig befestigt.
Die innere Schalterwand e wird durch einen Vorreiber f geschlossen gehalten und hält zugleich
die durch Gestänge g mit ihr verbundene Schalterwand el geschlossen (s. Fig. 2). Wird e
offen gestellt, so stellt e1 sich selbstthätig durch
die Gestängeverbindung ebenfalls mit auf
(s. Fig. 3); doch wird die Weite des Oeffnens
der beiden Schalterwände durch die Führung des Gestänges g begrenzt. Die faltbaren Seitenwände
h aus Leder oder dergl. schliefsen die Tasche seitlich ab.
Es empfiehlt sich, die Tasche durch eine Wand i zu theilen, so dafs zwei Fächer entstehen,
die mit den Ueberschriften »Geld« und »Fahrschein« versehen sein können, damit der
Schaffner den Schein in das eine Fach und der Fahrgast das Geld in das andere Fach legt,
so dafs der Austausch bequem vor sich geht.
Damit das Geld aus dem betreffenden Fache leicht herausgenommen werden kann, ist der
Rahmen an der Stelle, wo er den Boden der Tasche oder der Fächer bildet, als winkelförmige
Rinne ausgebildet, so dafs das Geld sich immer parallel zur Schalterwand legt und
leicht erfafst werden und herausgleiten kann.
Vom dem oberen Rahmen c erstreckt sich eine hängende Theilwand k in der Tasche
eine gewisse Entfernung nach unten, um die -Rahmenöffnung noch mehr zu verengen, aber
ohne dadurch irgend welche Schwierigkeit hinsichtlich der Abgabe des Fahrscheins und der
Empfangnahme des Geldes entstehen zu lassen. Dieser Austausch sowie die zwischen Schaffner
und Fahrgast nöthige Unterhaltung wird durch die Schaltereinrichtung in keiner Weise gehemmt,
sie wird im Gegentheil erleichtert, weil bezüglich des Sprechens der Schall durch die
Schalterwände geleitet wird, während die Tasche bezw. ihre Fächer für den gebenden und
empfangenden Theil viel mehr Bequemlichkeit und Sicherheit bietet, als durch die bisher im
Gebrauch befindlichen Klappen oder Schieber. Fig. 2 zeigt deutlich, dafs der geschlossene
Schalter weniger Stärke erfordert, als die durch χ angedeutete Stärke des Fenster- bezw. Thürrahmens
b.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Zahlschalter für Strafseribahn - Wagenthüren, dadurch gekennzeichnet, dafs zum Zweck der Verhinderung des Eintritts scharfen Luftzuges beim Oeffnen desselben die im Fenster der Wagenthür nothwendige Oeffnung in waagrechter Richtung durch die geöffneten Schalterwände fee1) verdeckt bleibt, welche zugleich eine aus einem oder aus mehreren Fächern bestehende Tasche zum Austausch von Fahrschein und Geld zwischen Schaffner und Fahrgast bilden. :Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91299C true DE91299C (de) |
Family
ID=362936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91299D Active DE91299C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91299C (de) |
-
0
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