DE91332C - - Google Patents

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DE91332C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23MCASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F23M9/00Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields
    • F23M9/02Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields in air inlets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
AUGUST KRIPPEL in WIEN. Feuerungsanlage.
Die Rauchverzehrung bewirkende Feuerungsanlage nach vorliegender Erfindung vereinigt rationelle Luftzufuhr mit hoher Heiztemperatur und gestattet Forcirung innerhalb weiter Grenzen.
Die Fig. 1 bis 5 veranschaulichen eine derartige Unterfeuerung im Längenschnitt, Querschnitt, Grundrifs und in zwei Ansichten,
Fig. 6 und 7 eine derartige Innenfeuerung,
Fig. 8 und 9 eine derartige Feuerung für Locomotiven, sowie für Schiffe, welche mit Locomotivkesseln versehen sind,
Fig. 14 bis 15a eine solche Unterfeuerung, bei welcher die Putzthür der Einwirkung des Feuers stark ausgesetzt ist (wie z. B. bei Babcock & Wilcox-Kesseln),
Fig. 10 bis 13 die bei allen Anlagen zur Anwendung kommende Feuerthür und
Fig. 16 und '17 den Rohranschlufs zum Wasserraum der Putzthür.
Damit nicht schon während der Entwickelung der Heizgase des Brennstoffes eine Wärmeabgabe durch Strahlung an umgebende, vom Wasser benetzte Eisenwände und damit eine Herabminderung der Temperatur im Heizraume selbst stattfindet, sind die Gewölbe α aus feuerfestem, die Wärme schlecht leitendem Material (Chamotte, Magnesit, Dinassteinen u. s. w.) hergestellt.
Zur Vorwärmung der Secundärluft wird die Heizfemperatur des Aschenraumes A verwendet; die damit verbundene Kühlung desselben trägt zur Erhaltung des Rostes bei. Hierzu dienen die knapp unter dem Rost neben dem Aschenraume liegenden Luftstollen b (Fig. 1, 2, 3 und 14), welche vom Aschenraume nur durch Eisenplatten b' getrennt sind. Diese Eisenplatten nehmen die vom Roste nach abwärts strahlende Wärme sehr rasch auf und theilen sie der Luft in den so geräumig als möglich gehaltenen Luftstollen mit; die Luft wird von der nach Oeffnung des Luftschiebers r hereinstürzenden kalten Aufsenluft nach der an der Rückwand der Feuerung angebrachten engen Spalte d gedrängt, aus welcher sie mit grofser Geschwindigkeit in den Feuerraum tritt. Dieser Spalt d hat einen gegen den Feuerraum sich verjüngenden Querschnitt und ist derart angebracht, dafs die relativ kalte Luft so hoch als möglich über der Brennmaterialschicht, aber knapp unter dem den Rost überspannenden feuerfesten Gewölbe α möglichst weit vom Roste zurückgezogen in der Richtung gegen die Feuerthür in den sehr heifsen Feuerraum tritt; dort dehnt sich die Luft plötzlich aus und vermischt sich innig mit den ihr von der Feuerthür her begegnenden Heizgasen. Dadurch ist die luftsaugende Thätigkeit der Esse schon vor die Feuerung verlegt und eine grofse Eintrittsgeschwindigkeit der nicht aus dem Aschenraume, sondern von aufsen entnommenen, also kalten Luft in den Heizraum gewonnen.
Aber auch die gegen die Feuerthür c strahlende, also schädliche Wärme wird in demselben· Sinne verwerthet, indem sie die von aufsen durch die Feuerthür tretende Luft, die in den Kammern derselben hin- und hergeführt wird, ebenfalls vorwärmt, bevor sie in möglichst grofser Höhe über dem Roste in den Feuerraum tritt. Die Kühlung der Feuerthür durch die eintretende frische Luft ist bei der hohen Heiztemperatur geboten.
Die Vermischung der Feuergase mit der durch die Feuerthür c eintretenden Secundärluft wird " durch die sägeartige oder stufenförmige Construction des Gewölbes α bewirkt, indem sich an den einzelnen Ecken die Gase stauen und eine wirbelnde Bewegung annehmen.
Die Anzahl der Luftstollen b richtet sich nach der Gröfse des Kessels und nach den örtlichen Verhältnissen.
Bei sehr schlechten Kohlen, starker Verschlackung des Rostes und besonders forcirter Feuerung kann eine vermehrte Secundärluftzufuhr durch den Spalt d dadurch bewirkt werden, dafs man das Ventil e (Fig. 4) öffnet und aus dem hinter dem Spalt d liegenden durchlochten Rohr f Dampf ausströmen läfst, welcher sodann, als Injector wirkend, atmosphärische Luft in den Heizraum mitreifst.
Auch unter den Rost läfst man nach Oeffnen der Ventile g (Fig. 4) durch die durchlochten Rohre h Dampf austreten. Dieser Dampf durchdringt die Schlacke, deren Bildung er einschränkt, lockert sie gleichzeitig und bahnt, durch die Glut zu höherer Expansion gebracht, der von unten hinzutretenden Primärluft neue Wege.
Das continuirliche Zutreten von Secundärluft würde einen grofsen Luftüberschufs, also Verschwendung von Brennmaterial zur Folge haben. Deshalb geschieht die Secundä'rluftzufuhr nur während ganz kurzer Zeiträume intermittirend und ohne Zuthun des Heizers.
Sowie die Feuerthür c (Fig. 10 bis 12) geöffnet wird, dreht sich ihr Bügel i (Fig. 3) und öffnet mit Hülfe der Verbindungsstangen k und z1 den Wasserhahnwirbel /, wodurch sich mittelst der Rohrleitung m der hohle Blechcylinder η füllt. Nachdem der Cylinder n gefüllt ist, ist er schwerer als der Schieber r des Luftstollens b\ Schieber r wird daher von dem niedersinkenden Cylinder« emporgezogen und geöffnet. Gleichzeitig findet durch ein unten angebrachtes Ventil 0 ein regelbares Abfliefsen des Wassers aus dem Cylinder η in den darunter befindlichen Cylinder ρ statt, wodurch der innerhalb einer gewissen Zeit entleerte Cylinder η wieder leichter als Schieber r wird, mithin von diesem emporgezogen wird. Aus dem Cylinder ρ fliefst das Wasser durch das Rohr q ab.
Das Abfliefsen des Wassers aus dem Cylinder η in den Aufnahmecylinder ρ bezw. das Zeitmaafs für das Offenhalten des Schiebers r kann ein- für allemal versuchsweise durch Einstellung des Ventiles 0 geregelt werden, so dafs sowohl der Beginn als auch das Unterbrechen des Secundärluftzutrittes ganz selbstthätig erfolgt.
Zum Schütze des Kesselbleches gegen die Stichflamme ist das Gewölbe s (Fig. r, 2, 8 und 14) angebracht.
Die Feuerthür c (Fig. 10 bis 13) hat einen durch die Scheidewand c1 in zwei Kammern getheilten Raum; die Luft tritt bei c3 oben in die erste Kammer, wird unten um die Scheidewand c1 herumgeführt, tritt in die. zweite Kammer und durch Spalt c4 in solcher Höhe über dem Brennmaterial in den Feuerraum, dafs ein unmittelbares Bestreichen des Brennmateriales mit frischer Luft ausgeschlossen ist. Die Feuerthür wird durch diesen Luftdurchzug wirksam gekühlt.
Fig. 14 zeigt einen an die Putzthür t angenieteten Wasserkasten u bei einem Wasserröhrenkessel. Durch Rohr ν fliefst Wasser zu und durch Rohr w fliefst es in den zum Kesselspeisen dienenden Behälter ab.
Diese Rohre sind so eingerichtet, dafs sie leicht abgenommen werden körinen, wenn dies zum Oeffnen der Putzthür behufs Kesselreinigung nothwendig ist. Zu diesem Zwecke sind die Zu- und Abflufsstücke der Wasserspülung in Form von Bügeln ν und w hergestellt (Fig. 14 bis 17), bei welchen die Rohrstücke mittelst der Schrauben χ und der Kautschükdichtungj-' luftdicht an die Mundstücke \ geprefst werden. Da bei der hohen Hitze dieser Feuerung eine Dampfbildung im Wasserkasten nicht ausgeschlossen ist, so wird derselbe oben gewölbt und wird vom höchsten Punkte dieser Wölbung ein Dampfabfuhrrohr ^1 (Fig. 15 a) in den Aschenraum geführt. Durch diese Construction wird nicht nur die Erhaltung der Putzthür erreicht, sondern auch ein Vorwärmer des Speise wassers geschaffen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    •i. Feuerungsanlage mit Rauchverzehrung durch selbstthätig geregelte Luftzufuhr unmittelbar nach dem Oeffnen der Feuerthür, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Oeffnen der Feuerthür ein selbstthätig geregelter Schieber r Luft von aufsen, und zwar bei Innenfeuerungen (Fig. 6 und 8) durch von rückwärts zur Feuerbrücke geführte, bei Unterfeuerungen durch neben dem Aschenfall gelagerte, von diesem nur durch Eisenwände getrennte Luftstollen b derart aus der Feuerbrücke bezw. der Rückwand der Feuerung austreten läfst, dafs sie entgegen der Zugrichtung der Feuergase unterhalb eines sich von der Feuerthür nach der Feuerbrücke bezw. Rückwand der Feuerung zu erstreckenden Gewölbes, welches behufs inniger Mischung der durch die Feuerthür eintretenden Secundärluft mit den Feuergasen sägeartig gestaltet ist, strömt.
  2. 2. Bei der unter 1. geschützten Feuerungsanlage zur selbstthätigen Einstellung der Luftzufuhr die Verbindung der Feuerthür c mit einem Bügel i, welcher beim Oeffnen derselben durch Stange k und Hebel z1 einen
    Wasserhahn / öffnet und hierdurch die Füllung eines beweglichen, mit, dem Luftstollenschieber r verbundenen Behälters η bewirkt, so dafs der schwerer als der Luftstollenschieber gewordene Behälter denselben hebt und damit den Austritt von Secundärluft aus der Feuerbrücke bezw. Rückwand der Feuerung ermöglicht, worauf in dem Maafse, als das Wasser aus dem Cylinder n wieder abfliefst, ein selbstthätiges Fallen des Schiebers und damit Schliefsen des Luftstollens erfolgt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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