DE913603C - Kolbenfuehrung - Google Patents
KolbenfuehrungInfo
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Description
- Kolbenführung, Gegenstand der Erfindung ist eine Kolbenführung für mittels Druckflüssigkeit bewegte Arbeitskolben, die aufbaumäßig einfach und so ausgebildet ist, daß die Kolbenabnutzung auch bei längster Betriebsdauer gleich oder nahezu gleich Null ist.
- Zur Abdichtung von mittels Druckflüssigkeit bewegten Arbeitskolben werden in der Regel Packungen oder Manschetten in den den Kolben umschließenden Zylinder eingebaut, die sich an die Gleitfläche des Kolbens und an die Innenwand des Zylinders anlegen, so daß die Druckflüssigkeit nirgends nach außen entweichen kann. Zur Kolbenführung hat man bisher in der Regel unterhalb und oberhalb der abdichtenden Mittel Führungsbüchsen aus Guß oder Metall in eine Eindrehung des Zylinders eingebaut; das Innere dieser Führungsbüchsen war dann so toleriert, daß sich die Kolben vollkommen zentrisch in dem Zylinder bewegten und daß die Dichtungen nur die Flüssigkeitsabdichtung, nicht aber die Kolbenführung zu bewirken hatten. Da das Druckmittel (Wasser, gegebenenfalls mit einem Zusatzmittel, oder Öl) immer Verunreinigungen mit sich führt, die zwischen Führungsbüchse und Kolben gelangen können, bestand die Gefahr der Riefenbildung, wenn bei den Verunreinigungen harte Körper zwischen Führungsbüchse und Kolben eingeklemmt wurden. Nach längerer oder kürzerer Betriebszeit wurden die Kolben undicht und mußten ausgewechselt werden. Eine Verbesserung dieser Verhältnisse wurde dadurch angestrebt, daß man bei den bekannten Kolbenführungen die oberhalb und unterhalb der Dichtungen liegenden Büchsen z. B. mit Kunststoff auskleidete. Aber bei der unterhalb der Dichtung liegenden, dem Druckraum zugekehrten Büchse besteht auch hiernach wie vor die Gefahr der Riefenbildung am Kolben, da die Verunreinigungen der Druckflüssigkeit nicht abgehalten werden.
- Diesem Übelstand hilft die Erfindung dadurch ab, daß die Kolbendichtung z. B. in Form einer Manschette unmittelbar an den Druckraum anschließt und daß auf der dem Druckraum abgekehrten Seite des Dichtmittels eine Führungsbüchse eingebaut ist, die in an sich bekannter Weise aus Kunststoff besteht. Die Halterung der Führungsbüchse in axialer Richtung erfolgt durch bekannte Spannringe, die in eine ringsum laufende Nut im Zylinder eingesetzt sind. Über der Büchse ist ein am Kolben anliegender Abstreifring angeordnet, so daß auch von außen her kommende Verunreinigungen nicht zwischen Kolben und Führungsbüchse eindringen und dort Schaden anrichten können. Die vom Druckmittel mitgeführten Schmutzteile werden von den Kolbendichtungen, z. B. den Manschetten, abgehalten und gelangen gar nicht bis zu der über der Dichtung liegenden Führungsbüchse. Damit sind alle Gefahrenquellen für die Riefenbildung am Kolben ausgeschaltet, und die Lebensdauer einer solchen Führung ist wesentlich größer als bei den seither gebräuchlichen Ausführungen.
- In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und -zwar zeigt Abb. i eine Kolbenführung und -abdichtung, wie sie bisher gebräuchlich « ar, Abb. 2 eine erfindungsgemäße Kolbenführung. Der Kolben a bewegt sich in dem Zylinder b, dem durch den Anschluß c Druckflüssigkeit zugeführt werden kann. Der Zylinder b ist auf die Länge der Kolbenführung und -abdichtung etwas größer ausgedreht als in seinem unteren Teil. In diese Ausdrehung wird z. B. die Führungsbüchse e, die aus Grauguß oder Metall hergestellt sein kann, eingebaut. Darüber befinden sich zur Abdichtung gegenüber der Druckflüssigkeit nach Abb. i Packungsringe f. Über den Packungsringen f ist nochmals eine Führungsbüchse c1 eingebaut, und das Ganze kann z. B. durch den Gewindeflansch lt festgezogen werden. Hier besteht also, wie schon eingangs erwähnt, die Gefahr, daß sich namentlich zwischen die untere Büchse e und den Kolben a Verunreinigungen einschieben oder einklemmen, die eine Beschädigung dieses Kolbens a zur Folge haben.
- In dem die Neuerung aufzeigenden Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 ist der Kolben ebenfalls mit a bezeichnet, der Zylinder mit b. Wiederum wird die Druckflüssigkeit durch den Anschluß c zugeführt. In die Ausdrehung des Zylinders b wird zunächst ein Stützring i eingeführt, der sich auf die Schulter im Zylinder b abstützt und der gegenüber dem Kolben a ein weites Spiel aufweist. Über diesem Stützring i befindet sich die U-förmige Manschette k, deren Dichtungslippen sich sowohl gegen den Kolbenumfang als auch gegen den Zylinderumfang anlegen und so eine Abdichtung der Druckflüssigkeit gegen außen schaffen. Unmittelbar über der Manschette k befindet sich die Büchse 1, die neuerungsgemäß: aus Kunststoff, z. B. mit Fasereinlagen, besteht. Diese Büchse i zentriert den Kolben a in dem Zylinder b, wobei die Halterung in axialer Richtung durch einen an sich bekannten Spannring m. erfolgen kann, der in eine ringsum laufende Nut im Zylinder b eingreift. Bei der vorgesehenen Ausführungsform kann die Kunststoffbüchse 1 mit geringem axialem Spiel in den Zylinder b eingebaut werden.
- Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und gezeichne',e Ausführungsbeispiel beschränkt. An Stelle der Fasereinlagen können in der Kunststoffbü^hse 1 auch Drahteinlagen, z. B. aus Metalldraht, eingepreßt sein. Außerdem können über der Kunststoffbüchse 1 noch irgendwelche Abstreifringe n eingesetzt werden, die von außen eindringende Staub- und Schmutzteile vom Kolben a und damit auch von der Führungsbüchse 1 abhalten.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kolbenführung für mittels Druckflüssigkeit bewegte Arbeitskolben, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbendichtung z. B. in Form einer Manschette (k) unmittelbar an den Druckraum anschließt und daß auf der dem Druckraum abgekehrten Seite des Dichtmittels eine Führungsbüchse (1) eingebaut ist, die in an sich bekannter Weise aus Kunststoff besteht.
- 2. Kolbenführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung der Führungsbüchse (1) in axialer Richtung durch an sich bekannte Spannringe (an) erfolgt, die in eine ringsum laufende Nut im Zylinder (b) eingesetzt sind.
- 3. Kolbenführung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß über der Büchse (1) ein am Kolben (a) anliegender Abstreifring (n) angeordnet ist. Angezogene Druckschriften USA.-Patentschrift Nr. 2 525 747; französische Patentschrift Nr. 901 745.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI6041A DE913603C (de) | 1952-06-26 | 1952-06-26 | Kolbenfuehrung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI6041A DE913603C (de) | 1952-06-26 | 1952-06-26 | Kolbenfuehrung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE913603C true DE913603C (de) | 1954-06-18 |
Family
ID=7184941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI6041A Expired DE913603C (de) | 1952-06-26 | 1952-06-26 | Kolbenfuehrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE913603C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057403B (de) * | 1954-01-23 | 1959-05-14 | Marie Lucien Louis B Christian | Abschlussdeckel fuer Zylinder, insbesondere von hydraulischen Stossdaempfern, mit dichter Kolbenstangendurchfuehrung |
| EP0333943A1 (de) * | 1988-03-23 | 1989-09-27 | Cooper Industries, Inc. | Ventilschaftdichtung |
| DE8912315U1 (de) * | 1989-10-17 | 1989-11-30 | Hewlett-Packard GmbH, 7030 Böblingen | Dichtungsanordnung für eine Kolbenpumpe |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR901745A (fr) * | 1942-06-04 | 1945-08-03 | Krupp Fried Grusonwerk Ag | Douille de fond pour boîte à bourrage pour presses, pompes et analogues |
| US2525747A (en) * | 1947-07-11 | 1950-10-10 | American Steel Foundries | Packing |
-
1952
- 1952-06-26 DE DEI6041A patent/DE913603C/de not_active Expired
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