DE913663C - Vorrichtung zum Fortlaufenden OEffnen und Schliessen eines Stromkreises - Google Patents
Vorrichtung zum Fortlaufenden OEffnen und Schliessen eines StromkreisesInfo
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- DE913663C DE913663C DET4372A DET0004372A DE913663C DE 913663 C DE913663 C DE 913663C DE T4372 A DET4372 A DE T4372A DE T0004372 A DET0004372 A DE T0004372A DE 913663 C DE913663 C DE 913663C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum fortlaufenden öffnen und Schließen eines
Stromkreises, beispielsweise elines solchen, in den eine oder mehrere Lampen eingeschaltet sind, wie
es bei Richtungsanzeigern! iin Fahrzeugen, oder für stationäre Verwendung der Fall ist.
Es sind bereits derartige Vorrichtungen bekannt, bei denen ein gespannter Kontaktträger aus Blech
od. dgl. miit einem Leiter derart verbunden ist, daß sich die Spannung durch Einschalten des Leiters
in den Stromkreis und dessen darauffolgende Erhitzung unter Freigabe des Kantaktträgers löst.
Dabei handeilte es sich jedoch um eine verhältnismäßig verwickelte und schwierige Konstruktion.
Bekannt sind ferner solche Vorrichtungen mit einem Kontaktträger, der durch Ausstanzen zweier
Langlöcher aus einem Blech gebildet ist. Hierbei wurde aber der Kontakt nicht selbsttätig geöffnet
und geschlossen.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt einen kontakttrageniden Streifen aus Blech od. dgl.,
der auf eine vorbestimmte Stellung hinstrebt und durch einen Leiter von ihr ferngehalten wird. Der
Leiter wird bei Einschaltung in den zu unterbrechenden
Stromkreis erhitzt, dehnt siich' aus und
läßt den Kontaktträger dann in die vorbestimmte Stellung gelangen, wobei die Bewegung des Streifens
dazu benutzt wird, den Leiter auszuschalten oder kurzzuschließen. Der Leiter kühlt sich daraufhin
ab und bringt den Kontaktträger in seine
Spannstellung zurück, worauf das Arbeitsspiel von. neuem beginnt.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art hatte der Leiter die Form eines kontakttragenden
Streifens, der in der Mitte schmaler war als an den
Enden und dessen Enden in. ihrer S teilung festgelegt waren.
Gemäß der Erfindung ist der Kontaktträger durch Wegschneiden, von Teilen einer elastischen,
ίο leitenden Platte derart gebildet, daß er als frei liegende Zunge mit einstückig in die Platteneibene
verlaufenden Enden verbleibt, wobei ein Ende des Streifens festliegt und das andere sich, in der
Längsriichtung des Streifens- etwas nach, oben oder
unten bewegen kann. Es hat sich gezeigt, daß eine derartige Vorrichtung weit besser arbeitet alls die
bekannte Vorrichtung, bei der beide Enden des Streifens festliegen.
Der Kontaktträger kann aus einer ovalen Platte aus nachgiebigem, leitendem Werkstoff derart gebildet
sein, daß in geringem Abstand von jeder Längsseite ein Schlitz ausgeschnitten ist, wodurch
sich das Oval in drei parallele, schmale Streifen mit ineinander übergehenden Enden unterteilt. Die
beiden Außenstreifen können etwas verkürzt sein,, z. B. durch Querkerben,, so daß der regelnde Mittelstreifen
belastet wird und sich gegenüber den Außenstreifen konkav oder konvex zu biegen
strebt. Daran wird der einen elektrischen Kontakt tragende Regelstreifen durch den Leiter gehindert.
In. Reihe oder parallel mit dem Leiter kann ein Widerstand eingeschaltet sein. Vorzugsweise ist
der Widerstand regelbar, so daß die Helligkeit einer in den Stromkreis eingeschalteten. Lampe· beliebig
eingestellt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Unterbrechers gemäß der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht des Gehäuses der Vorrichtung, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. ι mit teilweise geschnittenem Gehäuse,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der vollständigen
Vorrichtung,
Fig. 4 eine Vorderansicht bei entfernter Gehäusevorderwand,
Fig. 5 eine Draufsicht einer abgewandelten Anordnung
und
Fig. 6 ein Schaltdiagramm.
Fig. 6 ein Schaltdiagramm.
Die Vorrichtung ist auf einer Isoliergrundplatte ι aufgebaut, deren Oberfläche im Mittelteil
eine flache Ausnehmung 2 aufweist. Ein. Streifen. 3 aus biegsamem, leitendem Werkstoff, z. B. Phosphorbronize,
erstreckt sich quer über die Ausnehmung 2.
Im Streifen 3 sind zwei Längsschlitze 4, 5 gebildet, die kurz vor den Enden des Streifens enden.
Dadurch wird der Streifen 3 in drei schmalere parallele Streifen 3a, 36, 3er unterteilt. An einem
Ende, dem linken in Fig. 1, 2, ist eine Zunge 7 aus dem Streifen nach dem Ende der Schlitze herausgeprägt.
An dieser Seite ist der Streifen durch eine Schraube 9 an der Grundplatte 1 befestigt. Die
Schraube erstreckt sich durch das infolge des Herausprägens der Zunge entstandene Loch 8; ihr
Kopf liegt an der Oberfläche des Streifens an. Zwischen dem Kopf der Schraube 9 und der Grundplatte
ι verbleibt etwas Spiel, so daß das Ende des Streifens 3, der eine leicht geneigte Lage annimmt,
sich an zwei im Abstand voneinander liegenden Punkten an der Unterseite des Kopfes der
Schraube 9 und an der Grundplatte 1 abstützt. Durch Drehen der Schraube 9 kann das Spiel
reguliert werden. Die Einstellung der Schraube vermehrt oder vermindert die zum öffnen und
Schließen des Kontaktes erforderliche Kraft und läßt damit die Lampe in mehr oder minder kurzen
Zwischenräumen aufleuchten. Das andere Ende des Streifens 3 jenseits der Schlitze 4, S ruht auf dem
vollen rechten Teil der Grundplatte 1. Es ist von einer isolierenden Platte 10 bedeckt, auf der ein
Arm 11 aus leitendem Werkstoff liegt, der sich bis
etwa zur Mitte des geschlitzten Teils des Streifens 3 erstreckt. Ein Ende 12 des Arms 11 ist abwärts
gebogen. Das Ende 12 ist in geringem Winkel zur Fläche der Grundplatte 1 geneigt und kann durch
Einstellen der Schraube 13 zu der Grundplatte hin oder von ihr weg bewegt werden. Verstärkt sich
der Druck auf das Ende 12 durch Drehen der Schraube 13, so bewegt es sich von der Zunge 7
fort und setzt die Streifen 3,3" unter stärkere Spannung. Demnach bringt eine Änderung des
Druckes der Schraube 13 auf das Ende 12 auch eine Änderung der Zeit, die der Draht 18 zur Ausdehnung
und Lockerung der Spannung der Streifen 3, 3a braucht, und eine Änderung der An- und
Abschalteperioden mit sich. Eine weitere Schraube 14 geht durch den Arm 11, die Platte 10 und den
Streifen 3 und stützt sich mit einer Mutter 15 gegen den Boden einer Ausnehmung 16 in der
Unterseite der Grundplatte 1. Diese Schraube kann als Anschlußklemme dienen und klemmt die Teile
11, 10 und 3 an der Grundplatte 1 fest. Sie steht
in leitender Verbindung mit dem Arm 11, jedoch nicht mit dem Streifen 3· Eine weitere, gleichfalls
als Anschlußklemme dienende Schraube 17 steht in leitender Verbindung mit dem Streifen 3, jedoch
nicht mit dem Arm 11 und klemmt die Platte 10
und den Streifen 3 gegen die Grundplatte.
Die Zunge 7 ist mit einem Draht 18 verbunden, der um den Isolator 19 auf der Zunge 20 herumgelegt
ist. Der Draht 18 ist zwischen der Zunge 7 und dem Isolator 19 verspannt, wodurch der
Mittelstreifen 3° stärker belastet ist als die Außenstreifen
3&, 3C. Vorzugsweise besteht die Zunge 7
aus dünnerem Material als die Zunge 20, damit sie sich unter der Spannung des Drahtes eher bewegt
als die Zunge 20.
Der Draht 18 ist mit einem Widerstand 21 in
Reihe geschaltet, der leitend mit der Schraube 14 verbunden ist und entsprechend dem vorgesehenen
Stromkreis eingestellt werden kann.
Der Arm 11 und der Mittelstreifen 3° tragen
Kontakte 22, 23, die sich infolge der Spannung im Streifen 3a zu schließen streben, aber bei ver-
spanntem Draht 18 in geringem Abstand voneinander bleiben.
Die Vorrichtung ist in einem Gehäuse 24 mit einer Befestigungsschelle 25 untergebracht. Wie in
Fig. 3 gezeigt, erstreckt sich ein Hebel 31 zum Kurzschließen des Widerstandes 21 aus dem Gehäuse
heraus.
Bei der Abwandlung nach Fig. 5 wird statt des Streifens 3 eine Scheibe verwendet, aus der zwei
Segmente herausgeschnitten sind und einen Mittelstreifen 32 in einem Kreisring 34 belassen, der
mittels Schrauben 35 an der Grundplatte befestigt ist. Sonst ist die Anordnung ähnlich der vorbeschriebenen.
Die Vorrichtung wird in den zu unterbrechenden Stromkreis in der durch Fig. 6 erläuterten
Weise eingeschaltet. Eine Stromquelle 26 wird durch eine Leitung 27 mit der Anschlußklemme 14
verbunden, die in elektrisch leitender Verbindung
ao mit dem Arm 11 und dem Draht 18 steht. Eine
Leitung 28 führt von der Schraube 9 oder der Klemme 17, die beide in leitender Verbindung mit
dem Streifen 3 stehen, zu der Anzeigelampe. Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, führt die Leitung 27 zu
einem Doppelschalter 30, so daß z. B. eine oder mehrere Lampen 29 auf beiden Seiten eines Fahrzeuges
an- und abgeschaltet werden können.
Im Betrieb fließt der angeschaltete Strom zunächst durch den Widerstand 21, den Draht 18, den
Streifen 3° und die Lampen 29, die je nach der Einstellung des Widerstandes 21 dunkel oder gar
nicht aufleuchten, so daß sich der Draht, erhitzt. Dadurch läßt die Belastung des Streifens 3a nach,
dieser biegt sich gerade und stellt die Verbindung zwischen den Kontakten 22, 23 her, wodurch der
Draht 18 und der Widerstand 21 kurzgeschlossen
werden und die Lampen direkt an die Stromquelle angeschlossen werden und hell aufleuchten. Darauf
kühlt sich der Draht ab, der Streifen 3a kehrt in seine Ausgangsstellung zurück und unterbricht die
Verbindung zwischen den Kontakten 22, 23, so daß die Lampe wieder mit dem Draht 18 und dem
Widerstand 21 in Reihe geschaltet ist, worauf sich der Arbeitsvorgang wiederholt.
Der Widerstand 21 kann auch dazu verwendet werden, die Aufleuchtperiode einzustellen, und
zwar derart, daß sie bei gleichbleibender Last verschieden oder bei wechselnder Last gleichbleibend
ist.
* Die Streifen 36, 3C können etwas verkürzt sein,
z. B. durch je eine Kerbe, um die Belastung des Streifens 3° zu erhöhen. Möglich ist es auch, den
Streifen 3° gegenüber den Streifen 36, 3C zu strecken.
Der Streifen 3a besteht vorzugsweise aus einem
Werkstoff, wie z. B. Phosphorbronze, der durch Temperaturschwankungen nicht wesentlich beeinträchtigt
wird.
Statt eines einzigen Streifens 30 können mehrere
solche Streifen vorgesehen sein, indem man die Zahl der Schlitze vermehrt. Dabei kann jeder
Streifen einen Kontakt tragen.
Eine Zugfeder oder ein elastisches Zugband kann sich von der Zunge 7 zu einer Welle od. dgl. ziehen,
so daß der Teil 3e sowohl durch die Feder wie
durch den Draht belastet wird. Durch die damit gegebene Einstellmöglichkeit wird der regelbare
Widerstand 21 überflüssig.
Der Abstand zwischen den Kontakten 22, 23 bei kaltem Draht 18 läßt sich ferner z. B. durch eine
Schraube regeln, die in die Grundplatte 1 eingesetzt
ist und sich gegen den Streifen 3" abstützt.
Bei den beschriebenen Konstruktionen haben die Kontaktträger die Form flacher Platten oder
Scheiben. Die Erfindung ist darauf nicht beschränkt, vielmehr können die Kontaktträger ein
.U- oder abgesetztes Profil aufweisen.
Auch in der Anwendung ist die Vorrichtung nicht auf das periodische An- und Abschalten elektrischer
Lampen beschränkt. Sie läßt sich z. B. in Verbindung mit der Magnetspule eines Fahrtrichtungsanzeigers
nicht nur zur An- und Abschaltung der Anzeigelampe, sondern auch zum beständigen
Heben und Senken des Arms über und unter die Anzeigestellung verwenden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: ·ι. Vorrichtung zum fortlaufenden öffnen und Schließen eines Stromkreises mittels eines gespannten kontakttragenden Streifens und eines mit ihm derart verbundenen Leiters, daß sich die Spannung durch Einschalten des Leiters in den Stromkreis und dessen darauffolgende Erhitzung unter Freigabe des Kontaktträgers löst, worauf der Kontaktträger eine vorbestimmte Stellung einnimmt, in der er den Leiter ausschaltet oder kurzschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträger durch Wegschneiden von Teilen einer elastischen, leitenden Platte derart gebildet ist, daß er als frei liegende Zunge mit einstückig in die Plattenebene verlaufenden Enden verbleibt, wobei ein Ende des Streifens festgelegt ist und das andere sich um einen begrenzten Betrag in der Längsrichtung des Streifens bewegen kann.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ovale, aus nachgiebigem, leitendem Werkstoff bestehende Kontaktträgerplatte (3) durch zwei kurz vor ihren Schmalseiten beginnende und endende Längsschlitze (4, S) in drei schmalere Streifen (3°, 3Ö, 3C) unterteilt ist, von denen der mittlere (3a) den Kontakt (23) trägt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenstreifen (3&, 3C) durch Kerben od. dgl. verkürzt sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträger aus einer kreisförmigen Scheibe besteht, aus der zwei Segmente derart ausgeschnitten sind, daß ein Kreisring (34) mit einem Durchmesserstreifen (32) verbleibt.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise regelbarer Widerstand (21) in Reihe oder parallel mit dem Leiter (18) geschaltet ist.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter aus einem einerseits am Kontaktträger (3), andererseits an einem festen Punkt befestigten Draht (18) besteht.
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (18) einerseits an dem festen Kontaktträger (3), andererseits an dem kontakttragenden Streifen (30) elektrisch leitend befestigt ist.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 687 867, 458 899.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 9510 6.54
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB299056X | 1950-05-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE913663C true DE913663C (de) | 1954-06-18 |
Family
ID=10299108
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET4372A Expired DE913663C (de) | 1950-05-30 | 1951-05-30 | Vorrichtung zum Fortlaufenden OEffnen und Schliessen eines Stromkreises |
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| FR (1) | FR1037909A (de) |
| GB (1) | GB696642A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- BE BE503578D patent/BE503578A/xx unknown
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- 1951-05-30 CH CH299056D patent/CH299056A/fr unknown
- 1951-05-30 DE DET4372A patent/DE913663C/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE503578A (de) | |
| GB696642A (en) | 1953-09-02 |
| CH299056A (fr) | 1954-05-31 |
| FR1037909A (fr) | 1953-09-23 |
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