DE914355C - Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern - Google Patents

Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern

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DE914355C
DE914355C DEM10588A DEM0010588A DE914355C DE 914355 C DE914355 C DE 914355C DE M10588 A DEM10588 A DE M10588A DE M0010588 A DEM0010588 A DE M0010588A DE 914355 C DE914355 C DE 914355C
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DEM10588A
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Inventor
Dipl-Chem Dr Kurt Meyer
Dr Hans Rausch
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J6/00Heat treatments such as Calcining; Fusing ; Pyrolysis
    • B01J6/001Calcining
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/10Preheating, burning calcining or cooling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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    • C22B1/16Sintering; Agglomerating

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Description

  • Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern Nach einem älteren Vorschlag können Stoffe, wie beispielsweise Kalkstein, Dolomit, Magnesit, Zementrohmehl, Oxyde und Silikate des Aluminiums, Magnesiums oder anderer erdalkalischer Stoffe, ferner Bauxit-, Phosphat- und andere Aufschlußmischungen sowie Ton, tonhaltige Stoffe, z. B.
  • Rohschamotte, oder auch feinkörnige Erze, in der Weise gebrannt oder gebrannt und gesintert werden, daß das zu verarbeitende Gut, zweckmäßig mit Rückgut gemischt und gekrümelt und auf einer gasdurchlässigen Unterlage aufgeschichtet, durch Hindurchleiten heißer Gase behandelt wird, wobei die aus der Beschickung abgesaugten Abgase in m.indestens zwei Teilgasströme zerlegt werden und der heißere Gasanteil als Rück- bzw. Kreislaufgas erneut durch die Beschickung hindurchgeführt wird. Durch dieses Vorgehen ergeben sich besondere Vorteile, z. B. die Einsparung von Brennstoff, ferner die sichere Einhaltung bestimmter Temperaturbereiche für eine beliebige Zeitdauer sowie die Möglichkeit, gewünschte Temperaturen je nach der Gasführung einzustellen.
  • In Abänderung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, daß es in vielen Fällen zweckmäßig ist, an Stelle oder zusammen mit dem Kreislaufgas Frischluft durch die Beschickung hindurchzuleiten. In dem erwähnten Vorschlag ist zwar gesagt, daß die bei der Kühlung der Rostbeschickung anfallende erwärmte Kühlluft als Primär- oder Sekundärluft den Heißgasen zugeführt werden kann, jedoch kommen in der Praxis auch Fälle vor, in denen die erwärmte Kühlluft mengenmäßig nicht ausreicht, um die gewünschte Temperatureinstellung zu bewirken, oder aber es wird in diesem Falle so gearbeitet, daß man die Kühlung der heißen Rostbeschickung völlig unterläßt, um infolgedessen die Bandgeschwindigkeit und damit auch die Leistung des Gerätes steigern zu können. Durch die erfindungsgemäß erfolgende Abänderung des oben geschilderten Verfahrens lassen sich weitere Vorteile mannigfacher Art erreichen. So ist es z. B. bei solchen Aufgabemischungen, bei denen die Gefahr des Zusammenschmelzens bzw. einer Verschlackung der oberen Partien des zu behandelnden Gutes besteht, ohne weiteres möglich, die Temperatur in jedem Falle so einzustellen, daß diese Nachteile vermieden werden können. Es ergibt sich dann nur die gewünschte Sinterung, die durch Zusammenfritten der einzelnen Erzkörner entsteht, ohne daß jedoch die gesamte Oberfläche der Beschickung verschlackt und dadurch der Durchtritt weiterer Gase erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird.
  • Ferner erlaubt die Erfindung in dem Falle, wo man einen Teil oder das gesamte heißere Abgas als Rücklaufgas verwenden will, normale Gebläse einzusetzen. Die bisher von der Fachindustrie entwickelten Heißgasgebläse erlauben bekanntlich lediglich die Förderung von Gasen mit einer nicht höheren Temperatur als etwa 620 C, wobei für die Konstruktion dieser Gebläse besonders warmfeste Stahlsorten benutzt werden müssen, die diese Apparaturen sehr kostspielig werden lassen. Die Erfindung ermöglicht es jedoch, wie gesagt, auch normale Gasgebläse für die Förderung des Rücklaufgases zu verwenden, wobei dem Rücklaufgas so viel Frischluft zugesetzt wird, daß seine Temperatur vor dem Eintritt in das Gebläse stark heruntergesetzt wird. Die beweglichen Teile des Gebläses werden somit nicht mehr durch die Temperaturbeanspruchung in Mitleidenschaft gezogen und können aus normalem Material angefertigt werden.
  • Um die durch den Zusatz der notwendigen Frischluft anfallende Abgasmenge nicht unnötig zu vergrößern, kann man dann beispielsweise beim Kalkbrennen nach dem Verfahren gemäß der Erfindung einen Teil der Zersetzungswärme durch festen Brennstoff aufbringen, der mit dem Kalk gemischt aufgegeben wird. Auf diese Weise ergibt sich eine Mischgasfeuerung, bei der, wie oben ausgeführt, normale Gebläse Verwendung finden können, während es möglich ist, den Zusatz an festem Brennstoff derart einzustellen, daß der in der überschüssigen Luft vorhandene Sauerstoff zum Teil oder völlig zur Verbrennung herangezogen wird.
  • Ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung läßt sich z. B. in den Industriezweigen erzielen, in denen überschüssige Wärme in Form von beispielsweise Abgasen nicht verwertet wird. Dies ist gelegentlich in Eisenhüttenwerken der Fall, in denen verhältnismäßig große Mengen an Gichtgas zur Verfügung stehen, die nicht zur Erzeugung von Strom, Kraft, Koks oder für andere Zwecke des eigenen Betriebes oder auch für außerhalb benötigt werden. Hier kann man das überschüssige Gichtgas zur Vorbereitung der Eisenerze durch Sinterung benutzen, wobei sich die Möglichkeit ergibt, den zur Sinterung der Beschickung erforderlichen festen Brennstoff mengenmäßig zu verringern oder ganz fortzulassen. Es kann also der für die Sinterung notwendige Kokszusatz weitgehend verringert und die für die Sinterung notwendige Wärme durch Gichtgas zugeführt werden. Dieser Arbeitsweise wird im Rahmen des Verfahrens gemäß der Erfindung eine besondere Bedeutung zugemessen, weshalb die Erfindung in der weiteren Folge an Hand dieses Beispieles beschrieben sein möge.
  • Wie Versuche ergeben haben, gelingt es bei einer Eisenerzmischung, der man bisher zwecks Sinterung auf einem Sinterband 7 0/o festen Brennstoff zugesetzt hat, mit einem Zusatz von etwa 2 0/o auszukommen, wenn man ein Gas mit einer Temperatur von etwa 700 bis 8000 C zuführt. Die verwendete Eisenerzmischung hatte folgende Zusammensetzung: 560/0 kalkige Minette, 240/o kieselige Minette, 150/0 Gichtstaub, 2,5 O/o Walzenzunder, 2,50/, Dachstaub vom Stahlwerk.
  • Bisher wurden für die Zündung auf dem Sinterband 40 m9 Gichtgase pro Tonne Sinter verbraucht, während sich bei Senkung des Kokszusatzes auf etwa 20/a ein Verbrauch von etwa 400 m3 Gichtgas pro Tonne Sinter ergibt. Es muß also nach der der Erfindung zugrunde liegenden Arbeitsweise etwa die acht- bis zehnfache Menge Gichtgas verbrannt werden, wozu eine Zündhaube benutzt werden kann, die etwa 50 bis 6o 0/o der Saugfiäche abdeckt. Hierzu kann man einfach einen verlängerten Zündofen vorsehen, der in einem durch die Länge der Sintermaschine gegebenen Abstand je einen normalen Brennersatz enthält, wie es an sich allgemein bei Zündöfen üblich ist. Durch den Zusatz entsprechender Mengen Frischluft kann der Zündofen so geführt werden, daß man die für die Sinterung des Erzes zweckmäßigen Temperaturen erhält. Hierbei ist es zweckmäßig die Temperatur beim Zündbeginn, wie in solchen Fällen üblich, bei etwa 10000 C zu halten, um die in der Mischung noch vorhandenen 2% Koksgrus zu zünden. Durch die Regulierung der Gas- und Luftmengen gelingt es dann in Abstimmung mit dem Unterdruck der Absaugung, eine gewünschte Heißgastemperatur in der Brennhaube über der Beschickung einzustellen.
  • Wurden Heißgastemperaturen von etwa 500 bis 6000 C angewendet, so ließ sich der Kokszusatz bereits auf 4°lo senken, wobei der erhaltene Sinter eine normale Beschaffenheit aufwies. Bei Erhöhung der Heißgastemperatur, was durch Verringerung der zuzusetzenden Frischluftmenge erzielt wurde, konnte der notwendige Kokszusatz auf 1,5 bis 2 0/o gesenkt werden, und es gelang, einen schwarzgebrannten Sinter zu erzeugen, bei dem die Bindung der Erzkörner hauptsächlich durch Frittung erfolgt. Wurde die HeiBgastemperatur noch weiter gesteigert, und zwar dadurch, daß den etwa 200001 C heißen Brennergasen erfindungsgemäß eine bestimmte Frischluftmenge zugesetzt wurde, so daß sich Mischgastemperaturen von 120001 C ergaben, so konnte der Koks auch ganz fortgelassen werden. Wie hierbei festgestellt wurde, läuft mit der Verringerung des Kokszusatzes eine Erhöhung des Oxydationsgrades parallel, wie dieser in der Zeitschrift »Stahl und Eisen«, I95I, S.669, beschrieben ist. Dies ist von Vorteil für die anschließende Verhüttung im Hochofen, da dadurch eine leichtere Reduzierbarkeit des Möllers erzielt werden kann. Wie die Versuche ergaben, liegen die optimalen Verhältnisse bei der Sinterung der speziellen Eisenerzmischung bei einer Heißgastemperatur zwischen etwa 700 bis 8000 C. Es gelingt, den Kokszusatz um etwa 70°/o zu senken, während der Gasbedarf zur Erzielung der genannten Temperatur noch verhältnismäßig gering ist. Die Leistung des Bandes läßt sich durch Erhöhung des Unterdruckes oder auch durch Kalkzusatz bzw. beide Maßnahmen günstig gestalten, während es ferner, wie oben erwähnt, möglich wird, den Oxydationsgrad des Sinters zu erhöhen. Verzichtet man auf die Kühlung des Sinters und wirft heiß ab, so läßt sich hierbei gegenüber einem kalten Abwurf eine weitere Leistungssteigerung erreichen.
  • Für die Durchführung des Verfahrens können Sinterpfannen, -töpfe sowie gerade und runde Sinterapparate benutzt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern unter Hindurchführung heißer Gase durch das auf einer gasdurchlässigen Unterlage aufgeschichtete Gut, dadurch gekennzeichnet, daß den heißen Gasen überschüssige Frischluft oder mit dieser versetztes Kreislaufgas zugesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschickung geringe Mengen festen Brennstoffes zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2 in Anwendung auf die Sinterung von Eisenerzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistung des Sintergerätes durch Erhöhung des Unterdruckes und/oder durch Kalkzusatz gesteigert wird.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 806 225.
DEM10588A 1951-08-10 1951-08-10 Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern Expired DE914355C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069579B (de) * 1959-11-26
DE1094242B (de) * 1958-01-25 1960-12-08 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Verbesserung der Waermeoekonomie von Sintergeraeten
WO2003102251A1 (de) * 2002-05-29 2003-12-11 Mannesmannröhren-Werke Ag Verfahren zum sintern von eisenoxidhaltigen stoffen auf einer sintermaschine

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE806225C (de) * 1950-01-31 1951-06-11 Rudolf Rohrbach Verblaserost zum Sintern und Brennen von Zement u. dgl.

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