DE91836C - - Google Patents

Info

Publication number
DE91836C
DE91836C DENDAT91836D DE91836DA DE91836C DE 91836 C DE91836 C DE 91836C DE NDAT91836 D DENDAT91836 D DE NDAT91836D DE 91836D A DE91836D A DE 91836DA DE 91836 C DE91836 C DE 91836C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frame
rod
rollers
sets
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT91836D
Other languages
English (en)
Publication of DE91836C publication Critical patent/DE91836C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D7/00Bending rods, profiles, or tubes
    • B21D7/08Bending rods, profiles, or tubes by passing between rollers or through a curved die

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Mechanische Metallbearbeitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1896 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Biegemaschine, welche besonders geeignet ist zum Biegen von im Schiifsbaii angewendeten Profileisen oder anderer stabförmiger Körper. Die Maschine ist gekennzeichnet durch zwei oder mehrere Sätze von Rollen, von denen jeder Satz aus zwei oder mehreren einzelnen Rollen besteht und um eine Achse drehbar ist, die innerhalb und parallel zu dein Kanal liegt, welchen das zu biegende Metall passiren mufs, um zu ermöglichen, dafs der Metallstab um seine eigene Achse gedreht werden kann. Einer der Rollensätze ist verschiebbar senkrecht zur Richtung des Metallstabes, um demselben die erforderliche Biegung zu geben. Andere Rollensätze sind wieder drehbar um Achsen senkrecht zu dem erwähnten Wege des Metallstabes, damit die Ebenen ihrer Achsen immer normal zur Curve stehen, in welche der Metallstab gebogen werden soll, so dafs die Dimensionen des Kanals oder Weges zwischen den verschiedenen Rollensätzen überall in Bezug auf einen bestimmten Stabquerschnitt die gleichen sind und keiner Aenderung für verschiedene Krümmungsradien bedürfen, was nöthig wäre, wenn die Achsen nicht normal zur Curve einstellbar wären, sondern schief dazu lägen. Die Oeffnung müfste dann in der Richtung der Ebene der Curve erweitert werden.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht mit theilweisem Schnitt einer Ausführungsform der neuen Biegemaschine, Fig. 2 ein Schnitt nach 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Stirnansicht der Maschine, Fig. 4 eine schematische Seitenansicht derselben und Fig. 5 ein weiter unten beschriebener Schnitt durch einen einzelnen Theil der Maschine.
Die Richtung, in welcher der zu biegende Metallstab durch die Maschine geführt wird, ist durch den Pfeil in Fig. 1 bezeichnet.
Das Gestell der Maschine wird durch zwei auf einer Grundplatte A1 aufrecht und parallel einander gegenüberstehende Ständer A gebildet. Auf der inneren Flache der Ständer sind Längsführungen B angebracht, in denen sich ein Schlitten C bewegt, in dessen Mitte sich eine Oeffnung D für den Durchtritt des zu biegenden Stabes befindet. In dem Schlitten C ist ein Gestell E für einen Rollensatz mittelst Zapfen F frei drehbar gelagert. Dieser Satz besteht am besten aus vier Rollen, von denen zwei G (Fig. 2) in der gezeichneten Lage wagerecht und zwei andere H senkrecht stehen. Alle Rollen drehen sich frei in ihren Lagern im Gestell E und tragen Getriebe G1 H\ welche in einander greifen, und zwar am besten in der in Fig. 2 dargestellten Weise. Das Ganze wird durch einen Motor mittelst der im oberen Theile des Gestells gelagerten Antriebswelle J angetrieben. Obgleich in diesem Satz vier Rollen vorhanden sind, und ebenso in den anderen Sätzen, so kann doch, wenn erforderlich, jede andere Zahl von Rollen angeordnet werden.
Der Schlitten C hat einen Ansatz C1, der in Augen C2 endigt, die die Lager für eine Schraube ohne Ende L . bilden, welche mit
(2. Auflage, ausgegeben am 1. April 1003.)
einem Zahnsegment E1 in Eingriff steht, j Letzteres ist am unteren Theile des Gestells E befestigt, so dafs das ganze Gestell E, welches den Rollensatz trägt, nach Bedarf um eine Achse gedreht werden kann, welche mit dem Wege des zu biegenden Metallstabes zusammenfallt.
Eine Platte A2 ist mittelst Bolzen mit den beiden Ständern A gegenüber dem einen Ende der Führungen -B verbunden und besitzt in ihrer Mitte eine mit Muttergewinde versehene Büchse A'A, in der eine wagerechte Schraubenspindel K gelagert ist, deren äufseres Ende ein Handrad K1 trägt, während das innere Ende einen Druckknopf K'2 besitzt, der mit dem die Lager für das Gestell E tragenden Schlitten C in Eingriff steht. Durch Drehung dieser Schraubenspindel wird der Schlitten mit dem Gestell E und dem Rollensatz GHm den Führungen B in einer zur Richtung des durch die Maschine geführten Metallstabes senkrechten Richtung bewegt. Der Stab wird, bevor und nachdem er die Rollen GH passirt hat, durch andere Rollensätze bearbeitet, von denen ein Satz vor und der andere hinter den Rollen G i/liegt. Einer dieser Rollensätze, der aus den Rollen MiV (Fig. 3) besteht, soll jetzt zusammen mit den dazugehörigen Theilen beschrieben werden. Der andere, aus den Rollen OP bestehende Satz mit seinen Theilen ist dem ersten in Construction und Wirkung ähnlich und braucht daher nicht besonders beschrieben zu werden. In der Zeichnung (Fig. 1) ist ein Satz im Schnitt j der andere in der Ansicht dargestellt.
Q_ ist ein Rahmen mit Zapfen Q1, welche letzteren in Augen A* der Ständer A ruhen, so dafs der Rahmen sich frei um seine senkrechte Achse drehen kann. In diesem Rahmen ist ein kleinerer Rahmen R angebracht, in welchem Rollen MN gelagert sind, die entsprechenden Rollen G H im Gestell E gleichen. Am Rahmen R ist ein Zahnbogen R1 befestigt, der mit einer im Rahmen Q. gelagerten, mit Handrad S1 versehenen endlosen Schraube 5 in Eingriff steht (Fig. 3). Der Rahmen R hat Zapfen R'2, die in Lagern des Rahmens Q. ruhen und mit den Zapfen F des Gestells E in einer Ebene liegen. Durch Drehung des Handrades S1 kann der Rahmen R mit den Rollen MN um die Zapfen i?2 gedreht werden, und zwar um eine Achse, die mit der Achse des zu biegenden Stabes zusammenfällt, wie dies beim Gestell E der Fall war. Die Rollen MN haben daher zwei verschiedene Einstellungen zu dem zu biegenden Stabe, von denen die eine den Stab biegen, die andere aber ihn drehen soll. Die erstere ist insofern selbstthätig, als der Rahmen Q. völlig frei um seine Achse drehbar ist.
Wenn erforderlich, können die Schrauben ohne Ende L und S so in irgend einer Weise gelagert werden, dafs sie in und aufser Eingriff mit den Zahnbogen E1 und R1 gebracht werden können.
Mittelst der Schraubenspindel K kann das Gestell E in der Querrichtung verschoben werden, so dafs seine mittlere Oeffnung in oder aufser Uebereinstimmung ,mit den mittleren OefFnungen der anderen Rollensätze gebracht werden kann, und dafs der Stab entweder gerade durch diese Oeffnung passiren kann oder in einer Curve gebogen wird, was gemäfs der vorliegenden Anordnung in oder nahezu in einer horizontalen Ebene geschieht. Beim Biegen des Stabes in horizontaler Ebene dreht sich jeder der Rahmen Q. selbstthätig um seine senkrechte Achse, so dafs, wie auch immer das Mafs der Biegung sein mag, die Achsen der verschiedenen Rollenpaare immer in Ebenen liegen, die senkrecht zur Curve stehen. Dies ist praktisch vortheilhaft, wie vorstehend auseinandergesetzt ist, und ist in der schematischen Fig. 4 dargestellt.
Wenn die Rahmen ER mittelst der Zahnbogen E1 -R1 in einem Winkel zu einander um die Achse des Metallstabes herum eingestellt sind, so wird dem Stabe eine Drehung um seine eigene Achse gegeben und die Gröfse dieser Drehung kann nach Bedarf auf der Länge des Stabes variirt werden, indem man die Winkelstellung der Rahmen in passender Weise ändert. Die Einstellung eines jeden Rahmens ist unabhängig von der des benachbarten. Mittelst Zeiger und Scala kann eine genaue Einstellung bewirkt werden. Praktisch ist es, dem Stabe zuerst die Drehung und dann erst die gewünschte Biegung zu geben und nicht Drehung und Biegung gleichzeitig zu versuchen.
Mittelst dieser Maschine können die eisernen Spanten von Schiffen so gebogen werden, dafs, wenn sie zusammengebaut sind, der Steg des Querschnitts in ihrer ganzen Länge senkrecht zur Schiffshaut steht, mag die letztere eine Biegung besitzen, wie sie will. Dieses bis jetzt von keiner Maschine leicht und gut erreichte Resultat gestattet, symmetrische Rahmentheile irgend welcher Form schnell mit dem Hauptrahmentheil in einem Stück herzustellen.
Auf der Zeichnung ist der Durchgangsquerschnitt zwischen den Rollen der verschiedenen Sätze für I-Form geeignet dargestellt, welche Form gestattet, Stäbe von T-, L- und Σ-Querschnitt zu behandeln. Es kann jedoch, wenn nöthig, der äufsere Umfang der Rollen aus einem Ring oder Ringen zusammengesetzt sein, und wendet man auswechselbare Ringe von geeignetem Querschnitt an, so kann das Profil jeder Rolle verändert werden und die Durchgangsöffnung zwischen den Rollen kann nach Wunsch, passend für verschiedene Querschnittsformen und Dimensionen, ver-
ändert werden. Die Anordnung von auswechselbaren Ringen wird jedoch nicht beansprucht.
Solche Einrichtung ist in Fig. 5 dargestellt, und ist darin H der Rollenkörper in Ansicht und H^ sind auswechselbare Ringe, wie sie zur Bearbeitung von T- Eisen, wie beispielsweise angenommen ist, geeignet sind. Die Ringe können lose oder durch Schrauben mit dem Rollenkörper H verbunden sein. Auf der Zeichnung ist der eine durch eine Schraube Hz befestigt dargestellt, während der andere sich frei drehen kann.
An Stelle eines der Rahmen Q_ mit seinem Rollensatz können in gewissen Fällen feste Führungen für den Stab angewendet werden, obgleich dies keine vortheilhafte Ausführungsform der Maschine wäre.
Eine weitere Abänderung kann bei den Mitteln vorgenommen werden, durch welche die Rahmen R in den Rahmen Q. bewegt werden, und anstatt dies praktisch richtig zu machen, kann man sie mit dem Rahmen Q. aus einem Stück herstellen und den Augen A4, welche die letzteren tragen, eine Drehung um eine zur Durchgangsrichtung des Stabes parallele oder nahezu parallele Achse geben, so dais die Rahmen Q. und R sich um dieselbe Achse drehen. Das Arbeiten in dieser Weise giebt Resultate, die für gewisse Zwecke genügen, obgleich sie theoretisch nicht richtig sind.
Die Maschine kann auch entweder nur zum Drehen bezw. Winden oder nur zum Biegen von Stäben dienen. Im ersteren Fall können die Einrichtungen zur Einstellung der Rollen quer zur Stabrichtung fortgelassen werden, im letzteren Fall können die Einrichtungen der Winkeleinstellung der Rollenrahmen in Fortfall kommen.
Anstatt nur den mittleren Rollensatz quer verschieblich zu machen, können in gleicher Weise oder an Stelle davon die anderen RoUensätze in ähnlicher Weise verstellbar eingerichtet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Biegemaschine für beliebig profilirte Metallstäbe, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei oder mehrere Sätze von Rollen (G HMN) um eine Achse drehbar angeordnet sind, welche mit der Richtung des in die Maschine eingeführten Metallstabes zusammenfällt, um den Metallstab um seine eigene Achse drehen zu können, während andererseits die Rollensätze in einer Richtung quer zur Richtung des Stabes gegen einander veistellt werden können, um dem Stabe die gewünschte Biegung zu geben.
2. Biegemaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs einige der Rollensätze so drehbar gelagert sind, dafs sie sich stets in einer Ebene einstellen, die senkrecht zur Biegungscurve des Metallstabes steht, zu dem Zweck, den Durchgangsquerschnitt zwischen den Rollen für verschiedene Krümmungen nicht verändern zu brauchen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT91836D Active DE91836C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE91836C true DE91836C (de)

Family

ID=363424

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT91836D Active DE91836C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE91836C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0152224A3 (en) * 1984-01-30 1986-09-10 Hashimoto Forming Industry Co Ltd Method of, and apparatus for producing multi-dimensionally bent elongate articles
DE102007013902A1 (de) * 2007-03-20 2008-09-25 Universität Dortmund Vorrichtung zum Profilbiegen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0152224A3 (en) * 1984-01-30 1986-09-10 Hashimoto Forming Industry Co Ltd Method of, and apparatus for producing multi-dimensionally bent elongate articles
DE102007013902A1 (de) * 2007-03-20 2008-09-25 Universität Dortmund Vorrichtung zum Profilbiegen
US9227236B2 (en) 2007-03-20 2016-01-05 Universität Dortmund Method and device for profile bending

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1582062A1 (de) Schneidmaschine fuer Pflanzkartoffeln
DE503092C (de) Richt- und Poliermaschine fuer rundes Stangengut
DE2502651C3 (de) Richtmaschine für Stangen und dickwandige Rohre
DE91836C (de)
DE3816005A1 (de) Maschine zum biegen von rundeisen und aehnlichen metallelementen
DE1402709A1 (de) Walzwerk mit verschiebbaren Walzenstaendern
DE3344673C2 (de) Vorrichtung zum Abheben und/oder Ablenken von Bandmaterial vom Umfang eines in einem Ablaufhaspel oder dergleichen gehaltenen Bandbundes
DE828838C (de) Stopfenwalzwerk
DE540599C (de) Friemelwalzwerk zum Richten und Glaetten von runden Werkstuecken, wie Rundeisen, Rohren u. dgl.
DE414790C (de) Herstellung nahtloser Rohre
DE4002428A1 (de) Anlage zum biegen von gerippten stahlstaeben
DE1917926A1 (de) Biegevorrichtung fuer Fertigrohre
DE1627586A1 (de) Rollenbiegemaschine
DE295068C (de)
DE558108C (de) Vorrichtung zum Hochrichten und Wiederumlegen von Schachtelscheiden fuer Schiebeschachteln
DE189658C (de)
DE2052858A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Querkeilwalzen
DE257206C (de)
DE244695C (de)
DE220313C (de)
DE43140C (de) Walzwerk zur Herstellung von Geschossen
DE2558454C2 (de) Vorrichtung zum Herstellen eines Rohres großen Durchmessers, insbesondere eines Silos
DE482393C (de) Rotierende Walzgutschere
DE3421410A1 (de) Vorrichteinheit fuer ziehmaschinen
DE101560C (de)