DE9200733U1 - Werkzeug zum Verbinden zweier Bauteile - Google Patents

Werkzeug zum Verbinden zweier Bauteile

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    • F16B17/00Connecting constructional elements or machine parts by a part of or on one member entering a hole in the other and involving plastic deformation
    • F16B17/008Connecting constructional elements or machine parts by a part of or on one member entering a hole in the other and involving plastic deformation of sheets or plates mutually
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Description

Hewlett-Packard GmbH
Int. Az.: 2-91-014
Hewlett-Packard GmbH
Herrenberger Straße 130
D-7030 Böblingen
WERKZEUG ZUM VERBINDEN ZWEIER BAUTEILE
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Verbinden zweier Bauteile gemäß dem Oberbegriff von Schutzanspruch 1. Derartige Werkzeuge werden beispielsweise bei der Herstellung von Metallgehäusen dazu verwendet, die das Gehäuse bildenden Metallteile zusammenzufügen.
Es sind verschiedenartige Verbindungstechniken und dementsprechend auch verschiedenartige Werkzeuge zum Herstellen solcher Verbindungen bekannt. Eine im Gehäusebau weit verbreitete Verbindungstechnik ist das Nieten, wobei die zwei zu verbindenden Bauteile, beispielsweise Bleche, überlappened aufeinanderliegen müssen. In den beiden Blechen muß ein Nietloch vorhanden sein, in welches der Niet (Hohlniet oder Blindniet) eingeführt wird. Wenn zwei senkrecht zueinander stehende Teile durch Nieten verbunden werden sollen, ist es erforderlich, eines der Teile an seinem Ende um 90 Grad umzubiegen, damit die beiden Teile an der Verbindungsstelle überlappend aufeinanderliegen.
Eine ebenfalls bekannte Verbindungstechnik ist das Durchsetzfügen. Hierbei werden zwei aufeinanderliegende Bleche mit Hilfe eines Stempel-Matrizensystems durch Formschluß miteinander verbunden. Die Wände der Matrize sind beweglich, so daß das durchgedrückte Material seitlich wegfließen kann. Nachteilig bei dieser Verbindungstechnik ist es, daß wegen des Stempel-Matrizensystems die Verbindungsstelle von beiden Seiten zugänglich sein muß. Außerdem muß zur Verbindung senkrecht zueinander stehender Teile eines der beiden Teile an seinem Ende um 90 Grad umgebogen werden, um eine Überlappung der beiden Fügepartner zu erreichen.
Weiterhin ist noch das Fügen durch Verlappen und Verschränken bekannt.
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Dabei trägt einer der Fügepartner vorgeformte Lappen und der andere hat eine Ausnehmung mit einem dem Querschnitt der Lappen ähnlichen, nur wenig größeren Querschnitt. Nachteilig bei dieser Verbindungstechnik ist es, daß die verschränkten oder verbogenen Lappen eine Verletzungsgefahr darstellen, so daß die Technik nur an verdeckten Flächen angewendet werden kann.
Eine weitere Verbindungstechnik ist das Schweißen, bei welchem im Unterschied zum Nieten kein Verbindungselement erforderlich ist. Zwei für den Gehäusebau besonders geeignete Schweißtechniken sind das Punktschweißen und das Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG-Schweißen). Beim Punktschweißen und im allgemeinen auch beim WIG-Schweißen müssen die zu verbindenden Teile überlappend aufeinanderliegen, so daß bei senkrecht zu verbindenden Teilen ebenso wie beim Nieten eine Biegung an einem Teil anzubringen ist. Es gibt allerdings eine spezielle Anwendungsform des WIG-Schweißens für den Gehäusebau, bei welcher zwei senkrecht zu verbindende Teile ein sogenanntes Lappen-Durchbruchsystem bilden, d.h. eines der Teile hat eine Öffnung, in welche sich ein Lappen des anderen Teiles einfügt. Die beiden Teile werden nach dem Ineinanderfügen miteinander verschweißt. Bei der genannten Anwendungsform ist also keine Biegung bei senkrecht zu verbindenden Teilen erforderlich. Nachteilig bei beiden Schweißtechniken ist es, daß eine aufwendige Schweißvorrichtung benötigt wird, daß die Oberfläche der Teile durch Oxidation teilweise zerstört wird und daß die Teile sich durch lokale Erwärmung verziehen können.
Gegenüber dem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem zwei senkrecht zueinander stehende Bauteile ohne Verbindungselement und ohne die Notwendigkeit einer Biegung der Bauteile derart miteinander verbunden werden können, daß die Oberflächen der Bauteile nicht beschädigt werden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch Schutzanspruch 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß senkrecht zueinander stehende Bauteile in einfacher Weise ohne Verbindungselement und ohne Beschädigung der Oberfläche miteinander verbunden werden können, wenn die beiden Bauteile ein Lappen-Durchbruchsystem bilden und der in den Durchbruch eingeführte
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Lappen durch mechanische Krafteinwirkung mit dem den Durchbruch aufweisenden Teil verprägt wird. Das erfindungsgemäße Werkzeug zum Herstellen dieser Verbindung umfaßt einen beweglichen Kerbstempel, mit dem der Lappen des einen Bauteils deformiert werden kann, so daß eine bleibende Verbindung mit dem anderen Bauteil hergestellt wird. Zur Zentrierung des Kerbstempels auf dem Lappen weist das Werkzeug zwei Greifer auf, die in zwei entsprechende Öffnungen des den Durchbruch aufweisenden Bauteils eingeführt werden. Wenn die Greifer ordnungsgemäß geschlossen sind, so daß sichergestellt ist, daß der Kerbstempel über dem Lappen zentriert sind, wird der Kerbstempel mittels einer Verschiebeeinrichtung, beispielsweise mittels eines Hydraulik- oder Pneumatiksystems, in den Lappen gedrückt, wodurch eine seitliche Deformation des Lappens erfolgt.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung kann in dem den Lappen aufweisenden Bauteil noch eine Öffnung vorgesehen sein, in die die Greiferenden von verschiedenen Seiten eingreifen können, so daß sich die Greiferenden berühren können. Dadurch wird eine zusätzliche Zentrierung erreicht und außerdem ein Widerlager für die durch den Kerbstempel auf den Lappen ausgeübte Kraft geschaffen.
Die Erfindung hat die folgenden weiteren Vorteile:
Es ist kein Stempel-Matrizen-System wie bei einigen Werkzeugen nach dem Stand der Technik erforderlich. Infolgedessen muß die Verbindungsstelle nur von einer Seite zugänglich sein, was eine wesentliche Vereinfachung zum Beispiel bei der Montage von Gehäusen bedeutet. Da die Oberfläche der verbundenen Bauteile nicht verletzt wird, können diese Teile vor dem Zusammenfügen oberflächenbehandelt werden. Dadurch wird ebenfalls eine vereinfachte Gehäusemontage erreicht. Außerdem tritt bei der Erfindung kein Verziehen der Teile auf, da nicht mit erhöhter Temperatur gearbeitet wird. Die zusammengefügten Teile weisen keine scharfen Konturen auf, so daß keine Verletzungsgefahr besteht.
Ein wichtiger Vorteil der Erfindung besteht auch darin, daß das Werkzeug leicht handhabbar ist, so daß bei der Gehäusemontage die Bedienperson das Werkzeug problemlos mit der Hand zu den Stellen bringen kann, an denen
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Verbindungen herzustellen sind. Da die Verbindungstellen jeweils nur von einer Seite zugänglich sein müssen, ist die Montage besonders einfach.
Die Erfindung kann zur Verbindung von deformierbaren Materialien eingesetzt werden, beispielsweise von Stahlblechen oder auch von Aluminium, Kupfer oder Messing.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung hat das den Lappen tragende Bauteil eine Öffnung unterhalb des Lappens, in welche die beiden Greifer des Werkzeuges zangenartig eingreifen, so daß einerseits ein Widerlager für die vom Kerbstempel ausgeübte Kraft geschaffen wird und andererseits eine noch bessere Zentrierung des Kerbstempels erreicht wird. Das Schließen der Greifer kann in mechanisch einfacher Weise dadurch bewerkstelligt werden, daß die Greifer an ihrer Außenseite mit einer Schulter versehen sind, über die sich bei einer Abwärtsbewegung des Kerbstempels ein die Greifer umschließendes Bauteil schiebt und die Greifer zusammendrückt. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, insbesondere bei Verwendung einer hydraulischen oder pneumatischen Verschiebeeinrichtung, ist ein Näherungsschalter vorgesehen, der (indirekt) auf die Bewegung des Kerbstempels anspricht und erst dann den vollen Arbeitsdruck zum Deformieren freigibt, wenn sich die Verschiebeeinrichtung an einer vorbestimmten Position befindet. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß nur bei einwandfreier Positionierung des Kerbstempels der Prägevorgang ausgelöst wird und damit Beschädigungen der zu verbindenden Teile oder des Werkzeuges vermieden werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Figur 1a zeigt in perspektivischer Darstellung zwei Blechteile, die mit
einem Prägewerkzeug gemäß der Erfindung verbunden
wurden.
Figur 1b zeigt einen Querschnitt durch die verbundenen Blechteile
gemäß Figur 1a entlang der Linie A-A'.
Figur 1c zeigt ein vergrößertes Detail aus Figur 1b.
Figur 2 ist eine Schnittzeichnung des Prägewerkzeugs gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung im geöffneten Zustand.
Figur 3a ist eine Schnittzeichnung des Prägewerkzeug gemäß Figur 2
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im geschlossenen Zustand.
Figur 3b ist eine Seitenansicht des Prägewerkzeuges gemäß Figur 3a
im Schnitt.
Figur 4 zeigt verschiedene Ausführungsformen eines Kerbstempels in
einem erfindungsgemäßen Prägewerkzeug.
Figur 1 a zeigt zwei Blechteile 21 und 22, die mit einem Prägewerkzeug gemäß der Erfindung verbunden wurden. Das senkrecht stehende Blechteil 22 weist an seiner Oberkante einen Lappen 19 auf, der in einen entsprechenden Durchbruch 41 (siehe Figur 1 c) in dem waagrechten Blechteil 21 eingeführt ist. Das Blechteil 21 liegt also auf der Oberkante des Blechteils 22 auf. Der Lappen 19 ist im verbundenen Zustand mit dem Teil 21 verprägt. Diese Verprägung wird im Zusammenhang mit Figur 1 b und 1 c näher erläutert. Die Stanzlöcher 23 und 24 im Blechteil 21 sowie das Stanzloch 25 im Blechteil 22 dienen zur Einführung des Prägewerkzeuges gemäß der Erfindung, mit welchem die Verbindung hergestellt wird.
Figur 1b ist ein Querschnitt entlang der in Figur 1a gezeigten Linie A-A' . Das senkrecht stehende Blechteil 22 ist mit seinem Lappen 19 in einen entsprechenden Durchbruch 41 des waagrechten Blechteils 21 eingeführt und mit diesem verprägt, so daß eine feste Verbindung zwischen den beiden Teilen entsteht. Der Verbindungsbereich 40 ist in Figur 1c detailliert dargestellt.
Gemäß Figur 1c ist der Lappen 19 in den Durchbruch 41 eingeführt und an seiner Oberseite mit dem waagrechten Blechteil 21 verprägt. Dazu ist mittels des erfindungsgemäßen Werkzeugs eine Kerbe 42 in den Lappen 19 eingeprägt worden, wodurch die Seitenbereiche 43 und 44 in der dargestellten Weise nach außen gedrückt werden und damit eine Verbindung mit dem Blechteil 21 hergestellt wird. Vor der Vorprägung mittels des erfindungsgemäßen Werkzeuges hat der Lappen 19 einen rechteckigen Querschnitt.
Die in den Figuren 1a-1c gezeigte Verbindungstechnik wird beispielsweise für den Zusammenbau von Gehäusen verwendet. Dabei wird typischerweise eine Vielzahl von Blechteilen, die in mehreren Ebenen angeordnet sein können, durch mehrere der in Figur 1a-c gezeigten Verbindungen zusammengefügt.
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Nachfolgend wird das Prägewerkzeug zum Herstellen der in Figur 1a-c gezeigten Verbindung näher erläutert.
Figur 2 zeigt das Prägewerkzeug gemäß der Erfindung in geöffnetem Zustand. Die Enden der beiden Greifer 1a und 1b sind in die Stanzlöcher 23 und 24 der Blechplatte 21 eingeführt (vgl. Figur 1a). Zwischen den beiden Greifern 1a und 1b ist ein Kerbstempel 5 angeordnet, mit dem bei geschlossenen Greifern die Verprägung des Bleches 22 mit dem Blech 21 erzeugt wird. Der Kerbstempel ist mittels eines Zylinderstiftes 12 an einem Stempelaufnehmer 2 befestigt, welcher seinerseits mit einem Hydraulikzylinder 8 verbunden ist. Der Hydraulikzylinder 8 kann durch eine Hydraulikpumpe (nicht dargestellt) mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagt werden, so daß sich der Hydraulikzylinder längs der Achse 27 entweder nach unten oder nach oben bewegt. Wenn sich der Hydraulikzylinder nach unten bewegt, wird der Kerbstempel 5 in den Lappen 19 des Bleches 22 gedrückt.
Damit der Kerbstempel 5 stets einen genau definierten Weg zurücklegt, ist eine Hubbegrenzung vorgesehen. Diese umfaßt ein Hubbegrenzungselement 7, welches an einer Kolbenstange 28 befestigt ist, die wiederum durch den Hydraulikzylinder 8 bewegt wird. Das Hubbegrenzungselement 7 bewegt sich also synchron mit dem Kerbstempel 5. Es ist außerdem ein fest mit einer Gehäusekappe 6 des Prägewerkzeugs verbundenes Anschlagelement 29 vorhanden, welches eine Durchgangsbohrung für den Durchgang der Kolbenstange 28 aufweist. Das stationäre Anschlagelement 29 wirkt als Anschlag für den unteren Teil des Hubbegrenzungselementes 7. Wenn der Kerbstempel 5 nach unten fährt, bewegt sich das Hubbegrenzungselement 7 ebenfalls nach unten bis es auf das Anschlagelement 29 auftrifft. Der maximale Hub (in Figur 2 durch die Strecke 30 gekennzeichnet) und damit auch die Prägetiefe des Kerbstempels 5 ist einstellbar, indem das Hubbegrenzungselement 7 mittels einer Schraube 17 an der Kolbenstange 28 verstellt wird.
An der Gehäusekappe 6 ist ein induktiver Näherungsschalter 18 befestigt, der auf die Bewegung des Hubbegrenzungselementes 7 anspricht. Wenn sich das Element 7 nach unten bewegt, wird beim Passieren des Schaltpunktes 31 ein elektrisches Signal ausgelöst, welches zur Steuerung des Hydraulikssytems benutzt wird : Erst wenn dieses Signal erzeugt wurde, wird der volle
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Arbeitsdruck zum Verprägen des Blechteils 22 freigegeben. Die Steuerung des Hydrauliksystems geschieht mit Hilfe einer speicherprogrammierbaren Steuerung.
Der Hydraulikzylinder 8 ist in einem Aufnehmerteil 3 gehalten. Das Aufnehmerteil 3 ist außen mit einem Schutzblech 9 versehen, um beispielsweise zu verhindern, daß eine Bedienperson mit ihren Händen in den Bereich des Werkzeugs gelangen kann, in dem sich bewegliche Teile befinden. Mit dem Aufnehmerteil 3 verbunden sind auch die Greifer 1a und 1b. Die Greifer werden durch Zylinderstifte 14 gehalten und sind um die Achse dieser Zylinderstifte drehbar. Im Inneren der Greifer 1a und 1b sind jeweils Ausnehmungen 32a und 32b vorhanden (gestrichelt gezeichnet), die sich nach oben hin verjüngen. Bei Bewegung des Stempelaufnehmers 2 werden Stifte 33a und 33b, die sich mit der Stempelbewegung mitbewegen, in den Ausnehmungen 32a bzw. 32b bewegt und verursachen bei einer Aufwärtsbewegung des Stempelaufnehmers 2 infolge der sich verjüngenden Formgebung der Ausnehmungen ein Auseinanderspreizen der Greifer 1a und 1b. Dies wird im Zusammenhang mit Figur 3a noch näher erläutert.
Das mit dem Bezugszeichen 2a versehene Stück ist ein Bestandteil des Stempelaufnehmers 2. Bei Bewegung des Stempelaufnehmers 2 aufgrund einer Betätigung des Hydraulikzylinders 8 bewegt sich also das Stück 2a entsprechend mit. Da die Greifer 1a und 1b einen Schulterbereich 34a bzw. 34b aufweisen (wie in Figur 2 gezeigt) , werden daher bei einer Abwärtsbewegung des Stempelaufnehmers 2 die beiden Greifer 1a und 1b zusammengedrückt.
Wie in Figur 2 dargestellt, ist der Kerbstempel 5 durch einen Zylinderstift 12 mit dem Stempelaufnehmer 2 verbunden. Der Kerbstempel 5 ist von einem Niederhalter 4 umgeben, der die Aufgabe hat, das waagrecht liegende Blechteil 21 gegen das senkrecht stehende Blechteil 22 zu drücken. Die Kraft dafür wird durch eine Tellerfeder 11 erzeugt. Die untere Fläche des Niederhalters bildet gleichzeitig eine plane Auflagefläche auf dem Blechteil 21. Der Niederhalter 4 ist mit dem Kerbstempel 5 über einen Stift 35 verbunden. Der Niederhalter weist unterhalb dieses Stiftes 35 eine Ausnehmung auf, so daß nach dem Aufsetzen der Unterkante des Niederhalters auf dem Blech 21 die Schneide des
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Kerbstempels 5 über den Niederhalter hinaus in das Blech 22 gedrückt werden kann. Die Schneide des Kerbstempels 5 hat in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen dreieckigen Querschnitt mit einem Winkel an der Spitze von 60 Grad, einer Höhe des Dreiecks von 4 mm und einer Länge der Schneide (in einer Ebene senkrecht zur Papierebene in Figur 2) von 9 mm. Die Schneide ist beispielsweise aus gehärtetem Werkzeugstahl gefertigt.
Figur 3a zeigt das im Zusammenhang mit Figur 2 beschriebene Prägewerkzeug im geschlossenen Zustand. Gegenüber dem geöffneten Zustand gemäß Figur 2 ist der Stempel so weit nach unten gefahren, daß das Hubbegrenzungselement 7 auf dem Anschlagelement 29 aufliegt. Gleichzeitig hat sich das Stück 2a durch die Bewegung des Stempelaufnehmers 2 über die Schulter 34a bzw. 34b des Greifers 1a bzw. 1b geschoben, so daß die beiden Greiferenden zusammengedrückt werden. Der Niederhalter 4 liegt auf dem Blech 21 auf und die Schneide des Kerbstempels 5 berührt die Oberkante des Blechs 22.
Figur 3b zeigt eine Seitenansicht des geschlossenen Werkzeugs gemäß Figur 3a im Querschnitt, wobei die Schnittebene senkrecht zur Papierebene und durch einen der Greifer 1a verläuft. Die Bezugszeichen entsprechen den in Figur 3a verwendeten.
Nachfolgend werden die einzelnen Schritte zur Erzeugung einer Verbindung wie in Figur 1a-1c gezeigt, im einzelnen erläutert:
Das mit Stanzlöchern 23 und 24 und dem Durchbruch 41 versehene Blech 21 wird auf das mit dem Stanzloch 25 sowie dem Lappen 19 versehene Blech 22 gesetzt, so daß der Lappen 19 in den Durchbruch 41 ragt.
Danach werden die beiden Greifer 1a und 1b des Prägewerkzeuges in die Stanzlöcher 23 und 24 eingeführt und das Hydrauliksystem wird mit Druck beaufschlagt, indem beispielsweise eine Bedienperson einen entsprechenden Schalter betätigt. Infolge der Aktivierung des Hydrauliksystems wird der Stempelaufnehmer 2 nach unten gefahren bis die Unterkante des Niederhalters 4 auf dem Blech 21 aufliegt. Wenn der Stempelaufnehmer 2 sich nach unten bewegt, bewegt sich auch das zugehörige Stück 2a nach unten und schiebt sich über die Schultern 34a und 34b der Greifer, so daß die Greifer geschlossen
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werden, wie in Figur 3a gezeigt. Im geschlossenen Zustand befinden sich die Spitzen der Greifer in dem Stanzloch 25 des Bleches 22. Die geschilderte Bewegung des Stempelaufnehmers 2 geschieht mit einem gegenüber dem Maximaldruck des Hydrauliksystems verminderten Druck von etwa 50 bar.
Wenn bei der Abwärtsbewegung des Stempelaufnehmers 2 die Kante 36 des Hubbegrenzungselementes 7 den Schaltpunkt 31 des Nährerungsschalters 18 passiert, wird ein Signal ausgelöst, welches auf die Steuerung des Hydrauliksystems einwirkt und zur Folge hat, daß der volle Arbeitsdruck von etwa 160 bis 200 bar freigegeben wird. Dadurch wird der Kerbstempel 5 eine Strecke in das Blechteil 22 gedrückt bis die Unterkante des Hubbegrenzungselementes 7 auf das Anschlagelement 29 auftrifft. Das Blech 22 wird dadurch genau zentrisch verstemmt.
Durch die Verwendung des Näherungsschalters 18 wird sichergestellt, daß der Kerbstempel 5 nur dann in das Blech eingedrückt wird, wenn das Prägewerkzeug ordnungsgemäß eingeführt ist. Bei einer eventuellen Verkantung des Werkzeuges spricht der Näherungsschalter 18 nicht an, da der Stempelaufnehmer 2 dann nicht weit genug nach unten gefahren ist, damit das Oberteil des Hubbegrenzungselements 7 den Schalter 18 auslösen kann. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß es nicht zu Zangenbruch oder Beschädigung des Werkstückes kommt.
Nachdem das Blech 22 mit dem Blech 21 verstemmt wurde, wird der Hydraulikzylinder umgesteuert, so daß der Stempelaufnehmer 2 mit dem Kerbstempel 5 zurückgezogen wird. Mit dem Stempelaufnehmer 2 werden die Stifte 33a und 33b zurückgezogen. Durch entsprechende Formgebung der Ausnehmungen 33a und 33b in den Greifern 1 a bzw. 1 b wird erreicht, daß die Stifte 33a und 33b die Greifer auseinanderspreizen. Danach ist das Werkzeug wieder frei und der Arbeitszyklus kann wie beschrieben wiederholt werden zur Herstellung einer anderen Verbindung.
In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel weist der Kerbstempel ein keilförmiges Profil auf. Wie in Figur 4 gezeigt, können jedoch auch andere Prägeprofile verwendet werden : Außer dem keilfömigen Kerbstempel 5 kommt auch ein geradverzahnter Stempel 50 mit mehreren Zähnen 51 oder eirr Stempel
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52 mit Dornen 53 in Frage.
Es versteht sich, daß die Verschiebeeinrichtung zur Verschiebung des Kerbstempels nicht notwendigerweise hydraulisch betrieben werden muß. Sie könnte auch pneumatisch, pneumohydraulisch, elektromagnetisch oder elektromechanisch betrieben werden.
Außerdem kann die Form der in Figur 1a gezeigten Stanzlöcher variiert werden, solange ihre Funktion im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug gewährleistet ist. Zum Beispiel könnte bei einer Änderung der Form der Greifer die Form der Stanzlöcher entsprechend angepaßt werden.

Claims (8)

Hewlett-Packard GmbH Int. Az.: 2-91-014 SCHUTZANSPRÜCHE
1. Werkzeug zum Verbinden zweier senkrecht zueinander stehender Bauteile aus deformierbarem Material, wobei das erste Bauteil (22) einen über eine Kante des Bauteils hervorstehenden Lappen (19) und das zweite Bauteil (21) einen Durchbruch (41) aufweist, in welchen der Lappen eingeführt werden kann ,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale :
a) ein entlang einer Achse (27) beweglicher Kerbstempel (5),
b) zwei Greifer (1a,1b), die jeweils in eine Öffnung (23,24) des zweiten Bauteils (21) eingeführt werden können zum Zentrieren des Kerbstempels (5) auf dem in dem Durchbruch (41) des zweiten Bauteils (21) eingeführten Lappen (19) des ersten Bauteils (22), und
c) eine Verschiebeeinrichtung (2,8) zur steuerbaren Verschiebung des Kerbstempels (5) entlang der Achse (27), welche nach erfolgter Zentrierung des Kerbstempels diesen in den Lappen (19) hineindrückt, so daß der Lappen seitlich deformiert wird und somit eine Verbindung mit dem zweiten Bauteil (21) herstellt.
2. Werkzeug gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schließeinrichtung zum derartigen Schließen der Greifer (1a,1b) , daß sich die Greiferenden in einer Öffnung (25) des ersten Bauteils (22) berühren.
3. Werkzeug gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließeinrichtung durch einen Teil (2a) der Verschiebeeinrichtung gebildet wird, welcher bei einer Abwärtsbewegung der Verschiebeeinrichtung (2,8) über jeweils eine Schulter (34a,34b) der Greifer (1a, 1b) geschoben wird und damit ein Schließen der Greifer bewirkt.
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4. Werkzeug gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Öffnungseinrichtung zum Öffnen der Greifer (1a,1b), wobei die Öffnungseinrichtung zwei mit der Verschiebeeinrichtung verbundene Stifte (33a,33b) aufweist, die bei einer Aufwärtsbewegung der Verschiebeeinrichtung sich in Ausnehmungen (32a,32b) der Greifer bewegen, die derart geformt sind, daß die Aufwärtsbewegung der Stifte ein Auseinanderspreizen der Greifer bewirkt.
5. Werkzeug gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Näherungsschalter (18), der bei Erreichen einer bestimmten Stelle (31) der Abwärtsbewegung der Verschiebeeinrichtung ein Signal zur Steuerung der Verschiebeeinrichtung derart abgibt, daß die Deformation des Lappens (19) durch den Kerbstempel (5) erst dann beginnen kann, wenn der Kerbstempel auf dem Lappen zentriert ist.
6. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen unter Wirkung einer Feder (11) stehenden Niederhalter (4), welcher das zweite Bauteil (21) gegen das senkrecht dazu stehende erste Bauteil (22) drückt.
7. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kerbstempel (5) eine im Querschnitt dreieckige Schneide aufweist.
8. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebeeinrichtung einen durch eine Hydraulikpumpe beaufschlagbaren Hydraulikzylinder (8) aufweist.
DE9200733U 1992-01-23 1992-01-23 Werkzeug zum Verbinden zweier Bauteile Expired - Lifetime DE9200733U1 (de)

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WO2022128133A1 (de) * 2020-12-18 2022-06-23 GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH Verfahren zur herstellung von tragkorbelementen für einen tragkorb eines transport- und/oder lagerbehälters

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