DE920382C - Relaisanordnung fuer UEberstromzeitschutz in Wechselstromanlagen - Google Patents
Relaisanordnung fuer UEberstromzeitschutz in WechselstromanlagenInfo
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- DE920382C DE920382C DEP9735A DEP0009735A DE920382C DE 920382 C DE920382 C DE 920382C DE P9735 A DEP9735 A DE P9735A DE P0009735 A DEP0009735 A DE P0009735A DE 920382 C DE920382 C DE 920382C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/08—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
- H02H3/093—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current with timing means
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- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
- Relaisanordnung für Uberstromzeitschutz -in Wechselstromanlagen Für den Überstromzeitschutz elektrischer Wechselstromanlagen und Maschinen werden oft Relais benutzt, bei denen die Überstromrelais mit Hilfe von Gleichstrom ein Zeitwerk betätigen. Diese Gleichstromzeitrelais enthalten uhrenartige Hemmwerke, welche für ein gutes Arbeiten eine sorgfältige Pflege notwendig machen.
- Es ist seit langem bekannt, für bestimmte Anwendungsgebiete, insbesondere für kleine Abnehmerstationen, den Gleichstrom aus der eigentlichen Zeitmotoranordnung zu entfernen (Austauschbarkeit) und den Ablauf der Relais nur durch den Wechselstrom vorzunehmen.
- Dabei wird von guten Schaltrelais verlangt, d.aß sie nur oberhalb einer gewissen Stromstärke zum Ablauf kommen (Anregestrom) und dann eine völlig stromunabhängige Ablaufzeit haben.
- Da ein Hilfsgleichstrom vermieden werden soll, war man bei den bisher gebräuchlichen Anordnungen gezwungen, zwischen die Überstromanregeglieder und das Zeitlaufwerk eine mechanische Kupplung oder Verriegelung zu legen, um zu gewährleisten, daß bei Strömen unterhalb der Anregegrenze das Zeitlaufwerk durch den Wechselstrom nicht bewegt wird. Diese mechanische Kupplung oder Verriegelung ist jedoch schwierig zu bauen, und sie soll durch elektrische Kontakte ersetzt werden.
- Man kann bekanntlich für den Kurzschlußschutz nicht die Netzwechselspannung benutzen, da diese bei Kurzschluß zu Null werden kann. Da die meist verwendeten und hier in Betracht gezogenen genauen Überstromrelais klein sind und auch nur schwache Kontakte haben, kann man auch nicht ohne weiteres die Spannung an den offenen Klemmen eines Zwisdhenwanidlers abnehmen, da bei hohen Kurzschlußströmen dann die schwachen Relaiskontakte durch die hohe Spannung gestört würden. Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Wechselstromzeitmotor unter Vermeidung einer mechanischen Verriegelung (Kupplung) über die schwachen Kontakte von Überstromrelais an die Sekundärwicklung eines kleinen Zwischenwandlers angeschlossen ist, der seinerseits aus dem Wandlerstrom (Stromwandler) der Anlage gespeist ist. Besonders zuverlässig ist die neue Anordnung, wenn der Zwischenwandler so weit verkleinert ist und seine Wicklungen und sein Eisen so klein bemessen sind, daß bei einer für den Synchronmotor noch gerade ausreichenden Antriebsleistung (einige VA) die Spannung an seinen offenen Klemmen beim Anregestrometwa 2o V beträgt.
- Es hat sich nämlich gezeigt; daß man für ein auf die Dauer zuverlässiges Arbeiten so kleiner Kontakte eine Spannung von mindestens etwa 2o V verwenden muß. Bei sehr hohen Kurzschlußströmen besteht ohne diese besondere Vorsicht beim Bemessendes Gerätes die Gefahr, daß die Spannungsspitze trotz eintretender Wandlersättigung immer weiter wächst, die Kontakte also nicht mehr löschen, da die Spannungsspitze an sich nur durch die Änderungsgeschwindigkeit beim Stromnulldurchgang gegeben ist.
- Durch die kleine Bemessung des Zwischenwandlers und durch die Wirbelstromerscheinun!gen in seinen Blechen wird zugleich die Spannung bei hohen Strömen auf den für die Kontakte zulässigen Betrag von größenordnungsmäßig ioo V gehalten.
- Gemäß,der weiteren Erfindung braucht man nun nicht für jede Phase einen Zwischenwandler und ein Zeitlaufwerk, sondern es wird ein einziger Synchronmotor benutzt, welcher durch das in jeder Phase befindliche überstromrelais an die Zwischenwandlerspannung gelegt werden kann. Der Zwischenwandler selbst kann dabei in einer der bekannten Schaltungen, z. B. der sogenannten Kreuzschaltung oder einer ihrer Abwandlungen, von den Strompfaden aus gespeist werden.
- Die Zeichnung zeigt eine solche Anordnung. i, ia, ib sind die Stromwandler in den Phasen R, S, T der Hochspannungsleitung. 2 ist der Leistungsschalter; der über die neue Relaisanordnung betätigt werden soll. 3 ist die Auslösespule für diesen Schalter. Die Stromwandler speisen über die Spulen der überstromrelais 4, 5, 6 den Zwischenwandler 7. Dieser Wandler ist in dem Bild mit seiner Primärwicklung 8 so geschaltet, daß er über die Wicklungsteile 811 und 8b von der Differenz der Phasenströme R und T erregt wird (entsprechend der sogenannten Kreuzschaltung), in dem Nullstromkreis liegt ein weiterer Wicklungsteil 8c, so daß auch bei Erdkurzschlüssen eine Erregung stattfindet.
- Diese an sich bekannte Wandlerschaltung kann auch :in Abänderungen verwendet werden. Die dünndrähtige Sekundärwicklung 9 dieses Zwischenwandlers führt über die parallel geschalteten Kontakte io, i 1, 12 der überstromrelais 4, 5, 6 zu dem Synchronmotor 13; welcher mit Hilfe eines Kontaktes 14 den Auslösemechanismus des Schalters betätigt.
- Für diesen Auslösekreis des Leistungsschalters 2 kann man Gleichstrom verwenden. Man hat -dann den Vorteil, daß man in dem eigentlichen Relaisgehäuse keinen Gleichstrom hat, sondern in allen Stationen gleichartige austauschbare Relais bekommt, auch bei verschiedener Batteriespannung. Es ist aber auch möglich, wie dies z. B. bei vielen kleinen Stationen erwünscht ist, überhaupt ohne Gleichstrom zu arbeiten und über den Kontakt 14 -die Spule 3 ebenfalls mit Wandlerstrom auszulösen, wobei dieser Wandlerstrom in an sich bekannter Weise aus einem weiteren, aber recht kräftigen Zwischenwandler gewonnen werden muß, der ebenfalls von dem Hauptstromwandler gespeist wird.
- Die hier dreipolig gespeiste Anordnung kann natürlich auch ein- oder zweipolig hergestellt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Relaisanordnung für überstromzeitschutz in Wechselstromanlagen mit einem Wech.selstromzeitmotor zur mittel- oder unmittelbaren Betätigung des Hauptschalters; dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselstromzeitmotor unter Vermeidung einer mechanischen Verriegelung (Kupplung) über die schwachen Kontakte von Überstromrelais an die Sekundärwicklung eines kleinen Zwischenwandlers angeschlossen ist, der seinerseits aus dem Wandlerstrom (Stromwandler) der Anlage gespeist ist.
- 2. Relaisanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß (durch Wahl entsprechender Windungszahl, Blechstärke und Blechmenge) der Zwischenwandler im Sinne einer Begrenzung seiner Ausgangsspannung auf dem Bereich von etwa :2o V (beim Anregestrom) bis größenordnungsmäßig ioo V (bei höchstem Kurzschlußstrorn) bemessen ist.
- 3. Relaisanordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung eines einzigen Zeitmotors die Überstromrelais der mehreren Phasen mit Ihren Kontakten in Parallelschaltung in den Speisestromkreis des Zeitmotors gelegt sind und für diesen Vorzugsweise nur ein einziger Zwischenwandler vorgesehen ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 370 090, 421 040, 621 637; 735 656, 745 573, 60i 375; AEG-Liste Rs/V ia Bln 1936, S. 2o; Dr. Walter : »Relais-Buch« 1940, S. 207 u. 2o8; R. Rüdenberg: »Relais u. Schutzschaltungen in elektr. Kraftverken u. Netzen«, Verl. Springer, 1929, S.92.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP9735A DE920382C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Relaisanordnung fuer UEberstromzeitschutz in Wechselstromanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP9735A DE920382C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Relaisanordnung fuer UEberstromzeitschutz in Wechselstromanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE920382C true DE920382C (de) | 1954-11-22 |
Family
ID=7362435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP9735A Expired DE920382C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Relaisanordnung fuer UEberstromzeitschutz in Wechselstromanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE920382C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2180556A1 (de) * | 1972-04-19 | 1973-11-30 | Simplex App Ele |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE370090C (de) * | 1923-02-27 | Aeg | Schaltungsanordnung des UEberstromschutzes von elektrischen Mehrphasenleitungen | |
| DE421040C (de) * | 1923-02-04 | 1925-11-10 | Siemens Schuckertwerke G M B H | Vorrichtung zum Anzeigen aussergewoehnlicher Vorgaenge oder zum Abschalten eines gestoerten Leitungsteiles |
| DE601375C (de) * | 1934-08-14 | Voigt & Haeffner Akt Ges | UEberstromzeitausloeser, bei dem das Zeitwerk von einem laufenden Motor angetrieben wird | |
| DE621637C (de) * | 1932-01-20 | 1935-11-12 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Relais- oder Anzeigevorrichtung |
| DE735656C (de) * | 1936-10-02 | 1943-05-22 | Siemens Ag | Elektrisch gesteuerter Ausloeser fuer Hochleistungsschalter mit selbstanlaufendem Motor |
| DE745573C (de) * | 1936-10-02 | 1944-03-24 | Siemens Ag | Elektromagnetischer Schnell- und Zeitausloeser mit einem Motor, dessen Umdrehungszahl die Zeitverzoegerung fuer die Ausloesung ergibt |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP9735A patent/DE920382C/de not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE370090C (de) * | 1923-02-27 | Aeg | Schaltungsanordnung des UEberstromschutzes von elektrischen Mehrphasenleitungen | |
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| FR2180556A1 (de) * | 1972-04-19 | 1973-11-30 | Simplex App Ele |
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