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Kombinierte Stop- und Blinklichtanlage für Krafträder Die erfindungsgemäße
elektrische kombinierte Stop- und Blinklichtanlage für Krafträder verfolgt den Zweck,
den nachfolgenden oder überholenden Verkehrsteilnehmern auf einfachste Weise das
Stoppen sowie die beabsichtigte Änderung der Fahrtrichtung, insbesondere bei Nachtfahrten,
durch Lichtsignale anzuzeigen und somit eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr
zu erreichen.
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Die wesentlichen Merkmale der Erfindung sind: Die Bedienung der Anlage
geschieht auf einfachste Art mit den bereits am Kraftrad befindlichen Bremshebeln.
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Die Anlage kann auf zwei Arten Anwendung finden: erstens als reine
Stoplichtanlage mit automatischer Betätigung der Signallampen beim Bremsen durch
Hand- und Fußbremshebel, zweitens als Stop- und Blinklichtanlage mit Betätigung
durch den Hand- oder Fußbremshebel in deren Leerweg, wobei ein automatischer Blinkschalter
nicht erforderlich ist. Ein Schalter gestattet das Umschalten von der einen Funktionsart
auf die andere: Die Signallampen sind so angeordnet, daß dem überholenden Verkehrsteilnehmer
nur die Lampe der ihm zugewandten Seite des Kraftrades sichtbar wird.
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Es sind bereits elektrische Stoplicht- und Fahrtrichtungsanzeiger
für Kraftfahrzeuge bekannt, welche jedoch, wenn sie selbsttätig arbeiten, erst im
Moment des Abbiegens in eine andere Fahrtrichtung das Blinkzeichen über einen automatischen
Blinkschalter auslösen, oder solche, die durch einen zusätzlichen Handschalter vor
der Änderung der Fahrtrichtung eingeschaltet werden müssen. Demgegenüber arbeitet
die erfindungsgemäße kombinierte Stop- und Blinklichtanlage für Krafträder nicht
selbsttätig beim Drehen des Lenkers, sondern nach dem Willen des Fahrers, auch ist
ein automatischer Blinkschalter nicht erforderlich. Da die elektrischen Impulse
für die Blinksignale in Verbindung mit den am Kraftrad befindlichen Bremshebeln
von
Hand oder Fuß ausgelöst werden, kann, wie es die heutige Verkehrsdichte erfordert,
schon in angemessener Zeit vor dem Fahrtrichtungswechsel das entsprechende Signal
gegeben werden.
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Die Kombination der erfindungsgemäßen Stop-und Blinklichtanlage für
Krafträder mit Betätigung über die vorhandenen Bremshebel ist gerade deshalb zweckmäßig,
weil in dem Moment einer Gefahr, trotz des Gebens der Blinkzeichen, sofort, ohne
Umgreifen auf andere Hebel, gebremst werden kann. In solchem Fall geht das periodisch
gegebene Blinklichtzeichen für den Fahrtrichtungswechsel sofort in das anhaltende
Stoplicht über, welches erst durch das Loslassen der Bremsen wieder ausgeschaltet
wird.
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Da es sich bei einem Kraftrad um ein schmales Verkehrsmittel handelt
und daher bei den bekannten Fahrtrichtungsanzeigern für Krafträder die Schwierigkeit
besteht, das Lichtsignal für die jeweilige Richtung in einwandfreier Erkennbarkeit
zu geben, wurde die Anordnung und das gegenseitige Abschirmen der beiden Lampen
so vorgenommen, daß sich der Abstand zwischen dem die Mitte des Kraftrades kennzeichnenden
Rücklicht und dem seitlichen Blinklicht für den Blick des überholenden Verkehrsteilnehmers
mit zunehmender Annäherung ständig vergrößert, wobei die Lampe der ihm abgewandten
Seite verdeckt wird.
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Ein Schalter ermöglicht das Umstellen der Anlage auf zwei verschiedene
Funktionsarten. Dieser Schalter wird bei der Montage auf die gewünschte Funktion
eingestellt und kann außerdem vor jeder Fahrt auf einfachste Weise umgestellt werden.
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Bei der ersten Funktionsart, bei welcher die Anlage nur als Stoplichtanlage
arbeitet, leuchten beim Bremsen durch Hand oder Fuß automatisch beide Lampen so
lange auf, bis die Bremshebel wieder freigegeben werden. Bei der zweiten Funktionsart
als Stop- und Blinklichtanlage arbeitet die linke Lampe unabhängig von der rechten.
Die linke Lampe wird mit dem Handbremshebel in dessen Leerweg mit der rechten Hand
betätigt, wobei durch entsprechende Bewegung der Finger das Auf- und Abblinken erreicht
wird. Dadurch, daß beim Abbiegen nach links das Blinkzeichen durch die rechte Hand
gegeben wird, hat der Fahrer die linke Hand stets frei, um mit dem linken Arm den
Verkehrsteilnehmern, welche von vorn kommen, seinen Fahrtrichtungswechsel anzuzeigen.
Im Stadtverkehr kommt es häufig vor, daß beim langsamen Einbiegen in eine andere
Straße die Kupplung betätigt werden muß. Da dieses mit der Hand ausgeführt werden
muß, ist es dem Fahrer nicht möglich, den linken Arm zum Abwinken zu erheben. Das
Blinken mit der linken Lampe, hervorgerufen durch die Fingerbewegung der rechten
Hand, kann dagegen bei der Erfindung ungehindert auch während des Kuppelns durchgeführt
werden. Die rechte Lampe wird mit dem Fußbremshebel in dessen Leerweg betätigt,
wobei durch entsprechende Bewegung des Fußes das Aufundabblinken erreicht wird.
Dadurch, daß beim Abbiegen nach rechts das Blinkzeichen mit dem Fuß ausgelöst wird,
hat der Fahrer die rechte Hand stets frei, um mit dem rechten Arm den Verkehrsteilnehmern
aus der Gegenrichtung seinen Fahrtrichtungswechsel anzuzeigen. Bei der folgenden
glatten Fahrt im Anschluß an einen Fahrtrichtungswechsel wird durch Loslassen des
Bremshebels das Blinken beendet. Zum Anzeigen des Bremsens bei dieser Funktionsart
kann der Fahrer beide Bremsen betätigen, wobei jeweils nach den Straßen- und Geschwindigkeitsverhältnissen
die Hand- oder Fußbremse ohne Einfluß auf die betreffende Lampe mehr oder weniger
stark gezogen werden kann, da die Lampen schon in dem Leerweg der Hebel aufleuchten.
In dem Fall, daß in einer Kurve während des Blinkens gebremst werden muß, leuchten
infolge des anhaltenden Druckes auf die Bremshebel automatisch die Lampen ununterbrochen
auf und geben somit dem nachfolgenden Fahrer das Bremsen bekannt. Bei Nachtfahrten
kennzeichnet das Rücklicht dem nachfolgenden Verkehrsteilnehmer die Mitte des Kraftrades.
Infolgedessen kann das Blinken rechts oder links auch in der Nacht miteinander nicht
verwechselt werden. Durch die Wahl der Lage der Lampen wird für den Blick des überholenden
Verkehrsteilnehmers der Abstand zwischen Rücklicht und Blinklicht größer. Dadurch
und durch Verwendung zur Seite des Kraftrades abgeschirmter Lampen wird die Wirkung
stark erhöht.
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Die Zeichnung gibt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel wieder,
und zwar veranschaulicht Abb. i das Kraftrad von der rechten Seite, Abb. z den hinteren
Teil des Kraftrades, von hinten gesehen, Abb. 3 die elektrische Schaltung, Abb.
q. die Wirkung beim Blinken auf einen nachfolgenden sowie einen überholenden Verkehrsteilnehmer.
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Die Stellung des Schalters a bestimmt die Funktionsart der Anlage.
Sie wird nicht während der Fahrt verändert, sondern bei der Montage festgelegt,
kann aber vor jeder Fahrt auf einfachste Weise geändert werden. Der Schalter a wird
nach seiner Einstellung blockiert, damit eine Veränderung durch Erschütterungen
bei der Fahrt ausgeschlossen ist. Ist der Schalter d geschlossen, werden bei Betätigung
einer oder beider Bremsen über die mit den Bremshebeln verbundenen Schalter e und
d beide Lampen b und c eingeschaltet. Damit wird dem nachfolgenden Verkehrsteilnehmer
durch anhaltendes Aufleuchten beider Lampen das Bremsen angezeigt. Erst bei Freigabe
beider Bremsen werden die Lampen ausgeschaltet. Bei unterbrochenem Schalter a sind
beide Lampen voneinander unabhängig, wobei die Lampe b durch den Schalter
d
und die Lampe c durch den Schalter e eingeschaltet wird. Der Schalter d
ist mechanisch mit dem Handbremshebel derart verbunden, daß die Lampe b schon im
Leerweg des Hebels aufleuchtet. Durch entsprechende Fingerbewegung der rechten Hand
wird somit das Blinkzeichen für den Fahrtrichtungswechsel nach links gegeben. Das
Loslassen des Handbremshebels nach dem Fahrtrichtungswechsel schaltet die Lampe
wieder aus. In gleicher
Weise arbeitet die Lampe c für den Fahrtrichtungswechsel
nach rechts bei Betätigung des Schalters e durch Bewegung des Fußbremshebels. Beim
Bremsen werden bei dieser Funktionsart beide Bremsen mit ihren Schaltern e und d
betätigt und somit durch anhaltendes Aufleuchten beider Lampen b und c dem nachfolgenden
Verkehrsteilnehmer das Bremsen angezeigt. Da die Schalter bereits im Leerweg der
Bremshebel Kontakt geben, kann je nach Notwendigkeit die eine oder andere Bremse
ohne Einfluß auf das Stoplicht mehr oder weniger stark gezogen werden. Wird in einer
Kurve gebremst, geht zwangläufig das Blinklicht in das ununterbrochene Stoplicht
über. Die Anbringung der Lampen etwa über der Mitte des Hinterrades zu beiden Seiten
bezweckt, daß dem überholenden Verkehrsteilnehmer der Abstand zwischen Rücklicht
und der seitlich blinkenden Lampe mit zunehmender Annäherung größer erscheint, wobei
die Lampe der ihm abgewandten Seite verdeckt wird und somit größte Sicherheit für
das Erkennen der signalisierten Richtungsänderung gegeben ist.