DE922835C - Einrichtung zur Durchfuehrung oder Einleitung von Schaltvorgaengen mittels eines Regelwiderstandes - Google Patents
Einrichtung zur Durchfuehrung oder Einleitung von Schaltvorgaengen mittels eines RegelwiderstandesInfo
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-
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01C—RESISTORS
- H01C10/00—Adjustable resistors
- H01C10/30—Adjustable resistors the contact sliding along resistive element
- H01C10/32—Adjustable resistors the contact sliding along resistive element the contact moving in an arcuate path
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- H—ELECTRICITY
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Durchführung oder Einleitung von Schaltvorgängen
in Leistungsstromkreisen, bei der an Stelle bisher üblicher Leistungsschalter ein schnell veränderlicher
Regelwiderstand verwendet wird. Dieser Widerstand muß, insbesondere zur wirksamen
Unterbrechung von Überströmen, mit außerordentlich großer Geschwindigkeit verstellt werden. Nach
der Erfindung wird dies dadurch bewirkt, daß der bewegliche Teil des vorzugsweise als Schiebewiderstand
ausgebildeten Regelwiderstandes schlagartig verstellt wird.
Der bewegliche Teil des Regelwiderstandes wird zum Schalten mit einer bewegten Masse gekuppelt.
Hierbei werden nach der Erfindung schlag- oder stoßartige Beanspruchungen in Kauf genommen,
die den Baustoff bis nahe an die Grenze bleibender Formänderungen beanspruchen können, damit eine
möglichst hohe Beschleunigung des zu bewegenden Teiles erreicht wird. Die antreibende bewegte Masse
besteht zweckmäßig in einem mit dem beweglichen Teil des Regelwiderstandes kuppelbaren Umlaufkörper.
Man kann sie aber auch als umlaufendes endloses Zugorgan, z. B. als Band oder Kette, ausbilden
oder ein solches Zugorgan als Träger der antreibenden Masse verwenden. Ist der Betätigungsweg des Regelwiderstandes kurz, so kann dessen
beweglicher Teil auch durch eine geradlinig in
seiner Verstellrichtung oder quer dazu bewegten Masse angetrieben werden. Im letztgenannten Fall
läßt sich die Verstellbewegung aus der Querbewegung der antreibenden Masse etwa durch Keilwirkung
ableiten.
Zur Verbindung des Widerstandes mit dem Antrieb
dient nach der weiteren Erfindung eine Kupplung mit kleinem Betätigungsweg und kleiner
Masse ihres getriebenen Teiles. Dies hat den Vorteil, daß nicht durch das Ankuppeln Zeit verlorengeht,
ehe der Widerstand in wirksamem Ausmaße verstellt wird.
In der Zeichnung ist in Fig. ι ein Ausführungsbeispiel der Erfindung vereinfacht im Schnitt dargestellt.
Der Regelwiderstand besteht beispielsweise aus zwei Widerstandskörpern w 1, w 2, zwischen
denen ein Stromabnehmer J verdrehbar ist. Fig. 2 entspricht dem Schnitt A-B nach Fig. 1 und deutet
die Form und Anordnung der Widerstandskörper und des Stromabnehmers und ihre Verbindung mit
dem zu schaltenden Stromkreis χ y an. Die Widerstandskörper
sind im Gehäuse g der Einrichtung gelagert und durch Federn h gestützt, die den
nötigen Kontaktdruck zwischen ihnen und dem Stromabnehmer s herstellen. Der Stromabnehmer
hat eine aufrecht stehende Welle a, welche am
oberen Ende zwei Scheiben fei, U 2 trägt, die den
einen Teil einer Reibungskupplung bilden. Oberhalb dieser Scheiben läuft eine an ihrer Welle d
hängende Schwungmasse m um, die von einem nicht dargestellten Motor angetrieben wird. Die mit den
Kupplungsscheiben fe 1 und k 2 zusammenarbeitenden
Reibungsflächen liegen an der Unterseite der Masse m und eines an sie angesetzten Ringes e.
Wird die Welle α mittels eines an ihrem unteren - Ende angreifenden Kniehebels c angehoben, so
kommen die Kupplungsscheiben mit den Reibungsflächen der Schwungmasse in Eingriff und werden
durch die Reibung mitgenommen. Der Kniehebel c wird durch ein Steuergestänge η von einem nicht
dargestellten Elektromagnet bewegt.
Der Stromabnehmer ί läuft nicht fortgesetzt um,
sondern führt nur einen Teil einer Umdrehung aus, bis er aus der in Fig. 2 in vollen Linien gezeichneten
Anfangslage in die gestrichelt angedeutete Endlage kommt oder umgekehrt. Die Bewegung kann durch
eine gleichfalls mit der Welle α verbundene Scheibenbremse
abgebremst werden. Deren Scheiben b 1 und b2 sind derart nach Schraubenflächen geformt,
daß sie am Anfang der Stromabnehmerbewegung gegen die gegenüberliegenden von den Ringen i
und Z getragenen Bremsflächen Spiel haben. Am Ende der Bewegung berühren sie diese, wodurch
die Bremsung eintritt. Zur Rückführung des Stromabnehmers in seine Anfangslage dient eine seitlich
an der Welle α angreifende Rückzugfeder /.
In Fig. 3 ist vereinfacht eine Ausführungsform angedeutet, bei der der bewegliche Teil j des Regelwiderstandes
durch ein umlaufendes Band 0 an-So getrieben wird. Dessen Masse ist so gewählt, daß
es den Stromabnehmer s nach Verbindung beider schlagartig verstellt. Diese Verbindung wird durch
Reibungsschluß in der Weise bewirkt, daß ein Exzenter p das Band 0 an den Rücken des Stromabnehmers
ί oder seines Trägers t anpreßt.
Dient zur Verbindung des beweglichen Teiles mit seinem Antrieb eine starre Kupplung, so sind
zweckmäßig an sich bekannte Einrichtungen zur Erleichterung des Einrückens der Kupplung vorgesehen,
damit diese nicht beim schlagartigen Ankuppeln bricht. Dient zum-Antrieb beispielsweise
eine umlaufende Gliederkette, so kann ein die Verbindung mit dem bewegten Teil des Regelwiderstandes
herstellender Haken oder Stift durch eine Führungsvorrichtung, z. B. durch eine Hilfskette
od. dgl., vor dem Eingriff in eine für diesen günstige Stellung zu den Kettenringen gebracht werden.
Es können auch in den Antrieb elastische Glieder eingeschaltet sein, die den beim Ankuppeln auftretenden
Schlag dämpfen.
Claims (11)
1. Einrichtung zur Durchführung oder Einleitung von Schaltvorgängen in Leistungsstromkreisen
mittels eines Regelwiderstandes, vorzugsweise Sdhiebewiderstandes, im zu schaltenden
Stromkreis, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil des Regehviderstandes
schlagartig verstellt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil des
Regelwiderstandes zum Schalten mit einer bewegten Masse gekuppelt wird. -- -.-■ — -
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die antreibende Masse durch einen mit dem beweglichen Teil des Regelwiderstandes kuppelbaren Umlaufkörper
gebildet wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Üie antreibende
Masse durch ein umlaufendes endloses Zugorgan (Band, Kette od. dgl.) gebildet oder von diesem
getragen wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die antreibende
Masse in der Verstellrichtung des Regelwiderstandes oder quer dazu geradlinig bewegt wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des
Widerstandes mit dem Antrieb eine Kupplung mit kleinem Betätigungsweg und kleiner Masse
ihres getriebenen Teiles dient.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des
Regelwiderstandes mit seinem Antrieb eine vorzugsweise elektromagnetisch gesteuerte Reibungskupplung
dient.
8. Einrichtung nach Anspruch 7 mit umlaufendem Band, dadurch gekennzeichnet, daß
der bewegliche Teil des Regelwiderstandes und das Band durch Exzenterwirkung aneinandergepreßt
und in Reibungsschluß gebracht werden.
9. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des
Regelwiderstandes mit seinem Antrieb eine starre Kupplung mit an sich bekannten Einrichtungen
zur Erleichterung des Einrückens dient. io. Einrichtung nach Anspruch 4 und 9 mit
umlaufender Gliederkette, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Eingriff in die Kettenringe
bestimmter Haken oder Stift durch eine Führungsvorrichtung (Hilfskette od. dgl.) vor
dem Eingriff in eine für diesen günstige Stellung zum Kettenring gebracht wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Antrieb elastische Glieder eingeschaltet sind, die den beim
Ankuppeln auftretenden Schlag dämpfen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 9583 1.55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES35585D DE922835C (de) | 1939-08-12 | 1939-08-13 | Einrichtung zur Durchfuehrung oder Einleitung von Schaltvorgaengen mittels eines Regelwiderstandes |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE219277X | 1939-08-12 | ||
| DES35585D DE922835C (de) | 1939-08-12 | 1939-08-13 | Einrichtung zur Durchfuehrung oder Einleitung von Schaltvorgaengen mittels eines Regelwiderstandes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE922835C true DE922835C (de) | 1955-01-27 |
Family
ID=25762460
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES35585D Expired DE922835C (de) | 1939-08-12 | 1939-08-13 | Einrichtung zur Durchfuehrung oder Einleitung von Schaltvorgaengen mittels eines Regelwiderstandes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE922835C (de) |
-
1939
- 1939-08-13 DE DES35585D patent/DE922835C/de not_active Expired
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