DE922873C - Krankenfahrstuhl od. dgl. - Google Patents

Krankenfahrstuhl od. dgl.

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DE922873C
DE922873C DEH15217A DEH0015217A DE922873C DE 922873 C DE922873 C DE 922873C DE H15217 A DEH15217 A DE H15217A DE H0015217 A DEH0015217 A DE H0015217A DE 922873 C DE922873 C DE 922873C
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Hans Arne Ingolf Johannesen
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    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

  • Krankenfahrstuhl od. dgl.
  • Die Erfindung betrifft einen Kranl<enfahrstuhl od. dgl., der treppauf und -ab gefahren werden kann und an jeder Seite eine Anordnung von drei oder mehr Rädern hat, welche an Armen sternförmig so an einer gemeinsamen horizontalen Hauptwelle befestigt sind, daß sich die Räder beider Sätze paarweise koaxial gegenüberliegen.
  • Bisher bekannte Fahrstühle dieser Art erfordern eine besondere Umschaltvorrichtung, um dieHauptwelle zu blockieren, wenn der Fahrstuhl auf einer ebenen Fläche bewegt werden soll, nachdem er zuvor treppauf oder -ab gerollt wurde. Besagte Fahrstühle sind jedoch nur für Gütertransporte bestimmt, nicht aber zum Treppauf- oder-abbefördern kranker Personen, weil sie auf Grund der leicht drehbaren Hauptwelle für diesen Zweck nicht genügend Sicherheit bieten und außerdem zwei Leute erfordern, wenn der Fahrstuhl treppauf oder -ab gefahren wird.
  • Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Krankenfahrstuhles od. dgl. der zuvor genannten Art, bei dem keine Umschaltung erforderlich ist zwischen dem Treppauf- und -abrollen des Stuhles und dem Fahren auf ebener Fläche und umgekehrt und der außerdem leicht von einer einzelnen Person bedient werden kann.
  • Gemäß der Erfindung ist dieses Problem dadurch gelöst, daß die Hauptwelle in solcher Weise mit einem Motor, vorzugsweise einem Elektromotor, über eine Kupplung verbunden ist, daß sie die Hauptwelle automatisch blockiert, sobald der Motor abgeschaltet wird, so daß ein oder zwei der genannten Räderpaare als Laufräder auf ebener Fläche dienen können.
  • Damit gründet sich die Erfindung auf den Gedanken, einen Krankenfahrstuhl od. dgl. zu schaffen, der für das Treppauf- und -abfahren mit einem Motor versehen ist, jedoch auf ebener Fläche gewöhnlich mit der Hand geschoben oder gezogen wird.
  • Gemäß der Erfindung besteht die Kupplung vorzugsweise aus einem in beiden Drehrichtungen selbsthemmenden Getriebe. Um, wenn der Fahrstuhl als Krankenfahrstuhl benutzt wird, sowohl die größtmögliche Sicherheit für den Kranken als auch die größtmögliche Bequemlichkeit in der Handhabung zu gewährleisten, kann dererfindungsgemäße Krarikenfiahrstuhl od. dgl. mit einem beweglichen Handgriff zum Führen des Stuhles beim Treppauf- und -abrollen versehen werden.
  • Dieser Griff ist so angebracht, daß er, wenn er losgelassen wird, eine Ruhestellung einnimmt, in der ein mit dem Handgriff verbundener Schalter für den Elektromotor geöffnet ist. Dieser zuvor genannte Schalter wird nur dann geschlossen und versorgt also den Motor mit Strom, wenn der Handgriff aus seiner Ruhestellung bewegt wird. Wenn die den Stuhl bedienende Person stolpern oder sonst irgendwie den Griff während des Treppauf-oder -abrollens loslassen sollte, wird der Motor augenblicklich aussetzen und dadurch die Hauptwelle blockieren, so daß der Stuhl auf der Treppe stehenbleibt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Handgriff am oberen Ende von Führungsstangen angebracht, die nahezu parallel zur Stuhlrücklehne verlaufen und mit dieser so verbunden sind, daß sie in Längsrichtung verschieblich sind.
  • Soll der Fahrstuhl auf einer ebenen Fläche laufen, wird der Griff in seiner unteren Stellung in normaler Höhe sein, während er beim Fahren auf der Treppe hochgezogen ist, so daß sich der den Stuhl Bedienende nicht zu bücken braucht, sondern eine bequeme und natürliche Haltung einnehmen kann, wodurch die Sicherheit weiterhin erhöht wird.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels in der nachstehenden Beschreibung näher erläutert.
  • Fig. I zeigt eine perspektivische Vorderansicht des Krankenfahrstuhls; Fig. 2 zeigt eine perspektivische Rückenansicht dazu, und Fig. 3 und 4 zeigen perspektivische Ansichten unter anderem von der Schaltvorrichtung zur Bedienung eines Schalters für einen Elektromotor innerhalb des Stuhles, einmal in der Stellung unmittelbar vor dem Schließen des Schalters und einmal bei geschlossenem Schalter; Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Stuhles während des Treppauf- oder -abrollens; Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht der Bremsvorrichtung für die Räder, die zum Treppauf- oder -abbewegen vorgesehen ist.
  • Der in den Zeichnungen dargestellte Stuhl ist auf einem Rahmen mit einer Rücklehne I, einem Sitz 2, einer Armlehne 3, einem abwärts geneigten Vorderrahmen 4 und einer Fußstütze 5 aufgebaut. Außerdem sind an dem Sitz 2 ein Paar abwärts gerichtete Seitenrahmen 6 befestigt, die an ihrem unteren Ende teilweise eine Bodenplatte 7 (Fig. 2) tragen, auf welcher ein Elektromotor 8 und ein Ge-Getriebe 9 und teilweise (nicht dargestellte) Lager für eine Hauptwelle 10 befestigt sind. Darüber hinaus sind zwischen den Seitenrahmen 6 und dem Vorderrahmen 4 schräge Stangen in (Fig. I) angebracht. Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform ist die linke Armstütze 3 abzunehmen, so daß der Kranke seitlich in Iden Stuhl hinein- und wieder herausgehoben werden kann. Die Fußstütze 5 ist ebenfalls abnehmbar. Durch das Getriebe 9, das vorzugsweise selbsthemmend ist, wird der Motor 8 an die Hauptwelle 10 gekuppelt. Antriebsseitig ist das Getriebe 9 vorzugsweise mit einer Schnecke versehen, welche über ein Schneckenrad die Hauptwelle antreibt. An beiden Enden der Hauptwelle 10 sind senkrecht zu dieser je drei im Winkel von I200 auseinanderstrebende gabelige Arme I2 befestigt. Am äußeren Ende einer jeden Gabel ist ein Laufrad I3 drehbar angebracht, und die Arme 12 sind so angeordnet, daß sich die Räder beider Sätze paarweise koaxial gegenüberliegen.
  • Zum Ein- und Ausschalten des Elektromotors 8 ist ein Schalter 14 vorgesehen, der an beliebiger Stelle angebracht wenden kann, der jedoch aus Gründen, die im folgenden näher erläutert werden, bei der in Iden Zeichnungen dargestellten Ausführungsform an der Rückseite des Stuhles direkt unter dem Sitz angebracht ist (Fig. 2).
  • Zum Schieben hat der Krankenfahrstuhl einen Handgriff I5 in Form einer nach hinten gebogenen Querstange, die sich nach unten in zwei zueinander parallelen Führungsstangen I6 fortsetzt, deren Länge etwa der Höhe des Stuhles entspricht und die sich nahezu parallel zur Rückseite I des Stuhles abwärts erstrecken. Die Führungsstangen I6 werden gehalten von Schellen I7, die am oberen und unteren Ende des Rückenrahmens I befestigt sind. Die Führungsstangen sind in den Schellen 17 in Längsrichtung beweglich. Am unteren Ende der Führungsstangen 16 sind Anschläge 18 angebracht, um die Beweglichkeit der Führungsstangen zu begrenzen.
  • Soll der oben beschriebene Krankenfahrstuhl treppauf gerollt werden (Fig. 5), so wird er mit der Rückseite zur Treppe an diese herangeschoben. Nun steigt der den Stuhl Bedienende einige Stufen hinauf und zieht gleichzeitig den Handgriff 15 in seine höchste Stellung hinauf, indem er dabei den ganzen Stuhl ein wenig nach hinten überkippt. Dann wird der Motor eingeschaltet, so daß die Hauptwelle 10 sowie die an ihr befestigen Arme 12 in langsame Drehungen in der gewünschten Richtung versetzt werden. Der Stuhl wird dabei sozusagen treppauf steigen. Der bewegliche Handgriff macht es dem den Stuhl Bedienenden möglich, während des ganzen Transportes eine bequeme und natürliche Haltung einzunehmen und gewährt damit die bestmöglichen Bedingungen für eine vollständige Kontrolle seiner eigenen Bewegungen sowie derjenigen des Stuhles.
  • Wenn man oben ist, wird der Motor ausgeschaltet und der Handgriff in seine Ruhestellung zurückgeschoben. Soll der Stuhl treppab gerollt werden, muß die Hauptwelle 10 selbstverständlich so eingeschaltet werden, daß sie sich in entgegengesetzter Richtung dreht; doch sind die Mittel, diesen Zweck zu erreichen, allgemein bekannt und brauchen daher an dieser Stelle nicht näher erläutert zu werden.
  • Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform ist für besagten Zweck ein passender Schalter 29 oben links an der Rückseite der Rücklehne I angebracht.
  • Wie aus den nun folgenden Ausführungen hervorgeht, ist bei dem in den Zeichnungen dargestellten Krankenfahrstuhl der Schalter 14 so angebracht, daß er automatisch geschlossen wird, wenn man den Handgriff 15 in seine oberste Stellung zieht, während er bei jeder anderen Stellung des Handgriffs offen ist. Dieses wird mittels einer Einrichtung erreicht, welche in Fig. I, 3 und 4 in drei verschiedenen Stellungen dargestellt ist. Diese Einrichtung besteht aus einer horizontalen Welle I9, die zwischen den unteren Schellen I7 und dem Rückenrahmen I des Stuhles drehbar befestigt ist. Diese Welle 19 ist mit einem hebelartigen Arm 20 versehen, welcher verschwenkbar an einem Ende einer Stange 2I angelenkt ist. Das andere Ende dieser Stange ist gelenkig mit dem Schalter 14 verbunden. Außerdem ist an dem hebelartigen Arm 20 das eine Ende einer Zugfeder 22 befestigt, deren anderes Ende an einem geeigneten festen Punkt des Stuhles angebracht ist.
  • So übt die Feder 22 einen Zug auf die Stange 2I aus, so daß das Betätigungselement des Schalters 14 normalerweise in seiner oberen Stellung gehalten wird, bei welcher der Schalter offen ist. Gleichzeitig versucht die Feder 22, die Welle 19 zu verdrehen.
  • Diese Drehung wird jedoch durch einen Anschlag 23 begrenzt, der an einem Ende der Welle 19 befestigt ist und welcher in seiner normalen Stellung (Fig. 2 und 3) an der Rücklehne I des Stuhles zur Anlage kommt, wodurch der Schalter von dem Zug der Feder befreit wird. Darüber hinaus ist an jedem Ende der Welle 19 ein Winkelstück 24 befestigt, das am Ende der Aufwärtsbewegung der Führungsstangen 16 mit den Anschlägen 18 in Berührung kommt und dadurch die Welle 19 entgegen der Federkraft 22 SO verdreht, daß der Schalter 14 geschlossen wird, wie in Fig. 3 und 4 deutlich zu erkennen ist. Wird der Handgriff 15 mit den Führungsstangen I6 wieder in seine Ruhestellung zurückversetzt, zieht die Feder 22 die Welle 19 in ihre Ausgangsstellung zurück, wodurch der Schalter I4 geöffnet wird.
  • Etwas oberhalb der Welle 19 und parallel zu dieser ist eine weitere Welle 25 an dem Rückenrahmen des Stuhles oder an einem damit fest verbundenen Teil angebracht. Die beiden Wellen 19 und 25 sind so miteinander gekuppelt, daß die Drehung der einen Welle in einer bestimmten Richtung eine entgegengesetzte Drehung der anderen Welle bewirkt. Eine solche Verbindung ist bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform mittels einer Stange 26 hergestellt, deren beide Enden gelenkig mit einem Arm an jeder der beiden Wellen befestigt sind. Die an den Wellen angebrachten Arme erstrecken sich in bezug auf eine durch beide Wellenachsen gehende Ebene in entgegengesetzter Richtung. An der Welle 25 sind zwei parallele Stützarme 27 befestigt, welche in Ruhestellung der Welle 25 (Fig. 3) rückwärts und abwärts gerichtet sind, während sie bei der Stellung, welche die Welle bei geschlossenem Schalter einnimmt, d. h. beim Treppauf- und -abrollen, an der Welle 19 anliegen und dadurch einen spitzeren Winkel mit dem Stuhlrücken bilden. Wie in den Zeichnungen dargestellt ist, kann die Welle 25 außerdem vorzugsweise dazu benutzt werden, an ihr die Feder 22 mittels einer Schelle 28 zu befestigen.
  • Wenn der den Stuhl Bedienende aus irgendeinem Grunde den Handgriff 15 während des Treppauf-oder -abrollens losläßt, kippt der Stuhl nach hinten über, doch wird diese Bewegung rechtzeitig dadurch abgestoppt, daß die Stützarme 27 unter Einwirkung der Feder automatisch herausschwingen und sich auf der Treppenstufe abstützen.
  • Sobald der den Stuhl Bedienende den Handgriff losläßt, bringt das selbsthemmende Getriebe den Stuhl augenblicklich zum Stehen. Die Sicherheit wird weiterhin dadurch erhöht, daß die innere Hälfte eines jeden Gabelstückes I2 einen Ansatz 30 hat, auf welche ein endloses Band 3I aus biegsamem und vorzugsweise elastischem Material aufgezogen ist.
  • Dieses Band 31 bewegt sich in einer Ebene, die parallel zur Laufradebene liegt, und bildet ein Vieleck, im vorliegenden Falle ein Dreieck, mit abgerundeten Ecken. Die Seiten dieses Vieleckes liegen parallel zu den gemeinsamen Tangenten an die Laufräder etwas innerhalb derselben. Die endlosen Bänder 3I dienen einesteils dazu, die Bewegungen des Stuhles während des Treppauf- und -abrollens auszugleichen, indem die Bänder stets auf die Stufenkanten, stoßen (s. Fig. 5), ehe die Laufräder die nächste Stufe berühren, und andernteils dazu, durch ihre Reibung mit den Stufenkanten ein Überspringen von Treppenstufen zu verhüten, wenn der den Stuhl Bedienende den Handgriff 15 loslassen sollte.
  • Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung zum selbsttätigen Bremsen der Laufräder, wenn der Knankenfahrstuhl zum Treppauf- oder -abrollen vorbereitet ist. Aus Ubersichtlichkeitsgründen ist diese Vorrichtung in den übrigen Figuren nicht gezeigt. An der inneren Hälfte jedes Gabelstückes 12 ist ein zweiarmiger Hebel 32 gelenkig befestigt, dessen einer Arm eine Bremsbacke 33 trägt und dessen anderer Arm durch eine Druckfeder 34 betätigt wird, welche die Bremsbacke gegen das Laufrad 13 zu drücken versucht.
  • Auf der Hauptwelle 10 ist eine gleitende und frei drehbare Hülse 35 angeordnet, die an dem dem Gabelstück I2 zugewandten Ende eine kegelförmige Oberfläche 36 hat, welche, sobald die Hülse 35 in Richtung des Gabelstückes 12 verschoben wird, mit der Schrägfläche 37 gegen den inneren Arm des Hebels 32 drückt und entgegen der Federkraft 34 die Bremsbacke 33 von der Laufradoberfläche I3 abhebt. Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform ist die Hülse 35 an dem von dem Gabelstück 12 abgelegenen Ende mit Zähnen38 versehen, die eine geneigte Oberfläche 39 haben. Diese Zähne greifen in entsprechende Nuten einer Anschlaghülse 40 ein, welche fest mit dem Rahmen des Stuhles verbunden ist. An dem freien Ende des an der Hülse 35 angebrachten Armes 41 ist das eine Ende eines Zugseiles 42 befestigt, dessen anderes Ende an dem einen Arm 43 eines Winkelhebels sitzt. Dieser Hebel ist an dem Rückenrahmen des Stuhles nahe der senkrecht beweglichen Führungsstangen6 gelenkig befestigt und trägt an seinem anderen Arm 44 eine Rolle45, welche von der Feder 46 gegen die Führungsstange I6 gedrückt wird.
  • Ist die Führungsstange r6 in Ruhestellung, hat sie dort, wo sie von der Rolle 46 berührt wird, eine Aussparung 47. Eine Bremsvorrichtung, wie sie soeben beschrieben wurde, ist vorzugsweise an beiden Seiten des Stuhles angebracht.
  • Fig. 6 zeigt die Bremsvorrichtung während des Treppauf- und abrollens in einer Stellung, in der die Druckfeder 34 die Bremsbacke 33 gegen das Laufrad 13 drückt. Werden nach dem Treppauf-oder -abrollen des Stuhles die Führungsstangen I6 nach unten in ihre Ruhestellung gebracht, wird der Winkelhebel43, 44 von der Feder 46 um einen kleinen Winkel gedreht, wodurch die Rolle 45 in die Aussparung 47 an der Führungsstange I6 eintritt.
  • Über das Zugseil 42 und den Arm 41 wird diese Drehung auf die Hülse 35 übertragen, deren Zähne 38 dabei teilweise aus den Nuten der Anschlaghülse 40 herausgedrückt werden, wenn sie über deren geneigte Oberfläche 39 gleiten. Hieraus resultiert eine axiale Verschiebung der Hülse 35, deren kegelförmige O;berfläche 36 dann die Hebel 32 berührt und diese um einen kleinen Winkel entgegen der Einwirkung der Federn 34 dreht, so daß die Bremsbacken 33 die Laufräder I3 freigeben. Sobald der Handgriff 15 und die Führungsstangen I6 aus ihrer Ruhestellung herausbe,vegt werden, wird der Winkelhebel 43, 44 augenblicklich wieder gedreht, doch dieses Mal entgegen der Einwirkung der Feder 46, so daß die Druckfeder 34 um die Hülse35 gegen die Anschlaghülse40 und den Bremsblock gegen die Laufräder drückt. Es muß bemerkt werden, daß die Zähne 38 der Hülsen 35 so groß sein müssen, daß sie nicht völlig aus den Nuten der Anschlaghülsen 40 heraustreten können, da sonst die Druckfedern die Hülsen 35 wieder zurückdrücken würden.
  • Die Bremsvorrichtung bewirkt ein selbsttätiges Bremsen der Laufräder, sobald der Krankenfahrstuhl zum Treppauf- oder -abrollen vorbereitet ist, wodurch die Sicherheit gegeben ist, daß der Stuhl nicht allein die Treppe hinunterrollen kann.
  • Um die Lage des Krankenstuhles in bezug auf die Hauptwelle 10 einzustellen, kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein Verstellhandrad od. dgl. (nicht dargestellt) vorgesehen sein, welches mit der Antriebsseite des Getriebes g verbunden ist.
  • Die Erfindung ist keineswegs auf die besondere Ausführungsform der Beschreibung beschränkt. So können z. B. die Stützarme 27 anstatt an der Welle 25 auch an der Welle 19 befestigt sein. Bei dieser Ausführungsform muß jedoch dafür Vorsorge getroffen werden, daß die Anschläge I8 an den Führungsstangen I6 das Winkelstück 24 so betätigen, daß die Welle 19 nunmehr mit entgegengesetztem Drehsinn gedreht wird. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß man die Winkelstücke 24 einwärts zum Stuhl hin und nicht mehr nach hinten richtet.
  • Dabei müssen dann die Anschlagstücke 18 entsprechend länger gemacht werden und es muß auch der mit der Feder 22 verbundene Arm 20, an den auch die Stange 2I angelenkt ist, vom Stuhlrücken weggerichtet sein und nach hinten zeigen. Ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten, lassen sich noch zahlreiche Abänderungen gegenüber den dargestellten Beispielen ausführen.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Krankenfahrstuhl od. dgl., der treppauf und -ab gefahren werden kann und an jeder Seite eine Anordnung von drei oder mehr Rädern hat, welche an Armen sternförmig so an einer gemeinsamen horizontalen Hauptwelle angebracht sind, daß sich die Räder beider Sätze paarweise koaxial gegenüberliegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptwelle (IO) über eine Kupplung mit einem Motor (8), vorzugsweise einem Elektromotor, verbunden ist, wobei die Kupplung so ,ausgestaltet ist, daß sie die Hauptwelle (IO) automatisch blockiert, sobald der Motor (8) abgeschaltet wird, so daß ein oder zwei der genannten Räderpaare (I3) als Laufräder auf ebener Fläche dienen können.
  2. 2. Krankenfahrstuhl nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung aus einem in beiden Drehrichtungen selbsthemmenden Getriebe (g) besteht.
  3. 3. Krankenfahrstuhl nach Anspruch I oder 2, gekennzeichnet durch einen beweglichen Handgriff (I5) zum Führen des Stuhles, welcher, solange man ihn in seiner Ruhestellung beläßt, den mit ihm verbundenen Schalter (I4) für den Elektromotor (8) offenläßt und ihn nur dann schließt und damit den Motor (8) mit Strom versorgt, wenn man ihn aus seiner Ruhestellung bewegt.
  4. 4. Krankenfahrstuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (I5) am oberen Ende von Führungsstangen (I6) angebracht ist, die nahezu parallel zur Stuhlrücklehne (I) verlaufen und mit dieser in Längsrichtung verschieblich verbunden sind.
  5. 5. Krankenfahrstuhl nach Anspruch 4, da durch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Führungsstangen (I6) Anschläge (I8) ange- bracht sind, die am Ende des Verschiebungsweges der Führungsstangen (I6) mit Winkelstücken (24) eine mit diesen fest verbundene horizontale Welle (I9), die am Rahmen des Stuhles, vorzugsweise hinter der Rücklehne, drehbar angebracht ist, verdrehen und dadurch den Schalter (I4) schließen.
  6. 6. Krankenfahrstuhl nach einem der Ansprüche 3 bis 5, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Stützarme (27), die hinter der Rücklehne des Stuhles gelenkig angebracht und so mit der Schaltvorrichtung verbunden sind, daß sie bei geöffnetem Schalter (14) rückwärts und abwärts und bei geschlossenem Schalter (I4) parallel zur Rücklehne gerichtet sind.
  7. 7. Krankenfahrstuhl nach Anspruch 5 oder 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Stützarme (27) an der horizontalen Welle (I9) befestigt sind und sich die die genannte Welle betätigenden Winkelstücke (24) einwärts. zur Rücklehne des Stuhles erstrecken.
  8. 8. Krankenfahrstuhl nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkel stücke (24) an der horizontalen Welle (I9) vom Stuhl weg nach hinten gerichtet sind und daß die Stützarme (27) an einer weiteren Welle (25) befestigt sind, welche hinter der Rücklehne des Stuhles drehbar angebracht ist und parallel zur ersten Welle (I9) verläuft, mit der sie vorzugsweise durch ein Hebelgestänge (26) so verbunden ist, daß die Drehung der erstgenannten Welle (I9) eine entgegengesetzte Drehung der anderen Welle (25) bewirkt.
  9. 9. Krankenfahrstuhl nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die sternförmig angeordneten Arme (I2), welche die Laufräder (I3) tragen, an ihren äußeren Enden mit Ansätzen (30) versehen sind, auf welche ein endloses Band (31) aus biegsamem und vorzugsweise elastischem Material aufgezogen ist, das sich in einer Ebene, die parallel zur Laufradebene liegt, erstreckt und in dieser Ebene ein Vieleck mit abgerundeten Ecken bildet, dessen Seiten im wesentlichen parallel zu den gemeinsamen Tangenten an die Laufräder (I3) liegen und etwas nach innen verschoben sind.
  10. IO. Krankenfahrstuhl nach einem der Ansprüche 3 bis 9, gekennzeichnet durch eine Bremsvorrichtung (32 bis 36), welche die Laufräder (I3) selbsttätig abbremst, sobald der Handgriff (I5) aus seiner unteren Ruhestellung herausbewegt wird.
  11. II. Krankenfahrstuhl nach Anspruch IO, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der sternförmig angeordneten Tragarme (I2) für die Laufräder (I3) mit einem zweiarmigen Hebel (32) verbunden ist, dessen einer Arm eine Bremsbacke (33) trägt und dessen anderer Arm in einem solchen Sinn von einer Feder (34) beaufschlagt wird, daß die Bremsbacke (33) gegen das Laufrad (I3) gedrückt wird, wobei vorzugsweise eine konischeHülse (35) axial verschieblich an beiden Seiten auf der Hauptwelle (IO) so angeordnet ist, daß die genannten Hülsen (35) bei ihrer Verschiebung nach außen die Bremshebel (32) jedes Tragarms (I2) entgegen der Einwirkung der genannten Federn (34) verdrehen und damit die Bremsbacken (33) von den Laufrädern (I3) abheben.
  12. I2. Krankenfahrstuhl nach Anspruch II, dadurch gekennzeichnet, daß die lose auf der Hauptwelle (Io) befestigten Hülsen (35) an ihren von Iden Laufrädern (I3) abgelegenen Seiten an fest mit dem Gestell des Stuhles verbundenen Anschlaghülsen (40) anliegen und dort mit gleichermaßen ausgestalteten Führungsflächen (38, 39) versehen sind, die so ausgestaltet sind, daß bei einer Drehung der konischen Hülsen (35) in einer Richtung sich diese nach auswärts bewegen, wobei Mittel (4I bis 45) vorgesehen sind, welche die konischen Hülsen (35) selbsttätig verdrehen, sowie der Handgriff (I5) aus seiner Ruhestellung herausbewegt wird.
  13. 13. Krankenfahrstuhl nach Anspruch I2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der konischen Hülsen (35) mit einem radialen Ansatz (41) versehen ist, welcher über ein Zugseil od. dgl.
    (42) mit dem einen Arm (43) eines am Gestell des Stuhles drehbar gelagerten Winkelhebels verbunden ist, welcher mit einer Feder (46) beaufschlagt wird, die eine am anderen Hebelarm (44) befestigte Rolle (45) gegen die senkrechte bewegliche Führungsstange (I6) des Handgriffes (I5) drückt und an der Führungsstange (I6) eine Aussparung (47) vorgesehen ist, in welche die Rolle (45) eingreifen kann, sofern sich die Führungsstange (I6) in ihrer Ruhestellung befindet.
  14. 14. Krankenfahrstuhl nach einem der Ansprüche I bis I3, dadurch gekennzeichnet, daß am Getriebe (g) motorseitig ein Handrad od. dgl angekuppelt ist, mit welchem die Lage des Stuhles gegenüber der Hauptwelle (IO) geändert werden kann.
DEH15217A 1952-02-01 1953-01-31 Krankenfahrstuhl od. dgl. Expired DE922873C (de)

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