-
Elektrodenbeheizter Heißwasserbereiter Gegenstand der Erfindung ist
ein elektrodenbeheizter Heißwasserbereiter.
-
Bekannte Heißwasserbereiter mit indirekter Widerstandheizung (Patronen)
weisen eine Bauart auf, bei der die einzelnen wesentlichen Bestandteile örtlich
auseinandergezogen und durch das Rohrleitungsgerüst verbunden sind. Eine solche
Bauweise ist für elektrodenbeheizte Heißwasserbereiter mit Speicherwirkung ungeeignet,
da der auslawfende 1=ieißwasserstrahl unmittelbar unter Spannung steht und daher
der erforderliche Berührungsschutz nicht immer :in vollem Umfange gewährleistet
-ist, weil eine Erdungsleitung gelegentlich schadhaft, d. h. unterbrochen werden
kann.
-
Die Erfindung besteht darin, da.ß der aus Isolierstoff, insbesondere
Hartporzellanbestehende Wasserbehälter abdichtend auf den durch unmittelbare Verbindung
mit der metallischen Wasserleitung geerdeten Tragarm unter Anwendung eines Zwisc
henbodens angeflanscht ist, der zwei kammförmige Elektroden und ein Merlaufrohr
trägt sowie mit einem an :dieses anschließenden, in, ein Wasserauslaufrohr mündenden
Kanal ausgestattet ist. Der Zwischenboden ist hier also. der Träger der verschiedenen
für .die Funktion erforderlichen, Bestandteile, der für sich selbständig einsetzibarc
ist, worauf der Wasserbehälter angebracht wird. Er besteht zur Ausschaltung der
Elektrod enwirkung des geerdeten metallischen Tragarmes aus Isolierstoff, vorzugsweise
Hartporzellan. Die Elektroden: werden :dabei vorzugsweise als kammartige Körper
mit je mehreren Kohlestiften ausgebildet und ragen vom Tragarm her nach oben. Das
Wasser ist bekanntlich örtlich in seiner Leitfähigkeit derart verschieden,
daß
das Gerät hinsichtlich der Elektroden nicht in jedem Wasserleitungsnetz ohne Blerücksichüigung
der örtlichen Wasserverhältnisse betreübb-ar ist. Außerdem steigt die; Stromaufnahme
bei zunehmender Erh-itzunig des Wasservorratles stark,an. Die Elektroden sind daher
zur Regelung der Sitrom,aufnahme in ihrem Abstand veränderlich, und zwar drehbar
im Zwischenboden gelagert, wobei vorzugsweisse der Laglarzapfen der einen oder beider
Elektroden durch nach außen ragende B:edienungsgriffe bequem einstellbar ist. So
kann auch die Temperatur bei bestimmtem Auslaufquerschnitt geregelt werden.
-
Wegen; der Verengung des unteren Behälterhalses steht nur wenig Raum
für die Anordnung der beiden Elektrodengruppen und des Übierlaaufrohres zur Verfügung.
Um dieser räumlichen SchnvieTigkeit Rechnung zu tragen, kann .man. das aus Isolierstoff
bestehende Überlauf in der Mitte zwischen beiden Schenkelelektroden anbringen, so
daß es den kürzesten.Abstand der Elektroden begrenzt. Vortelilhaft er ist jedoch
eine Anordnung, bei der das Überlaufrahr an den Rand des Behälterhalses verlegt
ist und beide, Elektroden bogenförmig gekrümmt verlaufen. In, diesem Fall umgibt
die ortsfeste Elektrode mit ihrer konkaven. Seilte das Übierlaufrohr, während die
andere Elektrode- mit ihrer konvexen Seite in .ihrer äußersten Lage am Behälterhals
anliegt. Bei dieser Lösung ist der engste Abstand beider Elektroden erreichbar.
-
Man kann sogar so weit gehen, daß der Abstand ,der Elektroden voneinander
bei zunehmender Erwärmung des Wasservorratles automatisch vergrößert wird, um,die:Strom@aufnahme
zu verringern, wenn man in Abhängigkeit von. der zunehmenden Erhitzung des Wasservorrates
im Behälter durch mechanische oder elektrische: Vemsitellmittel ihre Lagerzapfen
verdrehen läßt.
-
Der Zwischenboden enthält auch eine Eintrittsöffnung für das z,ulaufendie
Kaltwasser und einen Abflußkanal für Idas Heißwassler, der die Verhi.ndung zwischen
Übierlaufrohr und Auslauföffnung herstellt.
-
Der Tragarm besitzt zwei von der Wasserzuleitung abzweigende Kanälte
mit je einem Regelventil, von denen -der eine in die, ziem Behälter führenden Bohrung
des Zwischenbodens, der andere in den Kanal oiberhalb dies Auslaufrohres mündet,
so daß die Mischung von Heiß- und Kalltwasser nach Belieben erfolgen kann. Der Tragarm
enthält ferner einen Hohlraum zur geschützten Unterbringung der elektrischen Zuleitung
für die Elektröden, so däß von dieser Seite her keime Gefahr für den Bentutzer entstehen;
kann. Dieser Raum ist von einer eatvas größer-gehaltenen.unteren Montugeöffnung
aus zugängig, und diese wird durch eine tellerartige Verbreiterung des Wasserauslau.fzohres
versehloseen.
-
- Das Ü:berlaüfroihr soll die Länge der Elektrode zweckmäßig überragen.
Auf diese Weise wird im oberen Bereich eine schnelle Anrie:icherung von heißem Wasser
erreicht, ohne daß an. dieser Stelle durch steigende Stromaufnahme eine unerwünschte
Belastung des Stromnetzes erfolgt. Noch vorteilhafter isst es, aden Behälter oben
mit einem engeren domartigen Fortsatz zu versehen und das Überlantfrohr bis dorthin
zu verlängern. Dadurch kann nach verhältnismäßig kurzer und starlrerBeheizungdurch
Verringerungsdes Elektrodenaibstandes leine kleinere Menge heißesten. Wassers entnommen
werden, ohne erst auf d ieDurchheizung der Gesemtmenge längere Zeit warten zu müssen.
-
Inder Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
-
Fing. i zeigt das Gerät in seiner Anbringung an einer Wand in aufrechtem
Schnitt, Fig.2 eine Draufsicht auf den Tragarm des Gerätes, Fig. 3 eine abgeänderte
Ausbildung der Elektradeneinrichtung in Draufsicht, verkleinert.
-
Ein, metallischer Tragaren r trägt den W2s@serbehälfier 2 aus Hartporzellan
od. dgl., der an seinem verjüngten Hals 2a mit einer metallischen Flanscharmatur2b
versehen ist, um den i Behälter gegen eine Dichtung 3 zu pressen. An dem Dichtungssitz
des Tragarmes, i ist eine Ausnehmung q. vorgesehen, in die lein Zwischenflansch
5 aus Hartporzellan eingelleigt ist. Dieser Flansch istTräger der Dichtung -.3,
.der Elektrodenstege 6 mit den. Elektroden 6a und .des Überlaufrohres 7 und schirmt
im übrigen den von ihm überdeckten Metallkörper i elektrisch in der Weise ab, @daß
er trotz seiner ständigen Erdung durch. !die metallische Wasserleiibung Z nicht
als Widerstandselektrode wirksam wird.
-
Der Tragarm i bist zu gleicher Zeit als Wasse rleitungsarmatur ausgebildet,
.d. h. er nimmt mit ,dar öffnu.ng 8 den Einlaufstutzen Z auf, ferner den Hahn 9
zur Entnahme von Heißwasser sowie den Hahn zo zur Zunuischung vom Kaltwasser an
der Wasseraustrittssüelle i i. Der waagerechte obere Teil des T ragarmies i ist
daher auch mit Kanalbohrungen 911, ioa versehen,, die beide mit dem Einlagestutzen
8 durch Abzweigungen in Verbindung stehlen.
-
Der Kanal ioa führt zu der Auslauföffnung i i. In diese Öffnung Ist
ein Rohr i2 eingeschraubt, dessen Kopfscheibe i2a eine untere MontagneÖffnung
13 abschließt. Der Innenraum 14 der Tragarmatur dient,der sicheren Verlegung
der elektrischen Zuleitaunggen. Der Zwischercufiansch 5 weist im übrigen einen Kanal
5a auf, durch den der Innenraum des Überlaufrohms 7 mit dem Ablaufrohr 12 in Verbindung
steht, sowie eine Wassereeintrittsöffnung 5b für die Zuleitung 9a.
-
Die Elektroden6, 6a sind als Kämme ausgeibitdet; ihre Träger6 verlauflen-sichelförmig
für die Zwecke der !besseren Raumausnutzung im Hinblick auf die Enge des Behälterhalses
2a. Infolgedessen kann. das Überlaufrohr 7 an die Wandung des. Behälterhalses 2a
verlegt werden, und zwar an. der konkaven Siebte der ortsfesten Elektrode, wohingegen
die andere Elektrode um den leinen. als Stopfbüchse ausgebildeten Lagerpunkt 6b
mittels eines Stell_ griffes 6a von außen her ver'schwienktl werden kann, um auf
diese Weise Stellung und Abstand der Elektroden und damit die Stromaufnahme je nach
den
örtlichen Wasserverhältnissen zu regeln. Diese Elektrode liegt in ihrer äußersten
Lage mit ihrer konvexen Seite der Wanddung 2a an.
-
In Fig. 3 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt. Hier trägt
der Zwischenflansch 5 zwei kammartige Elektroden 6, 6a, die je an entgegengesetzten
Enden um einte Achse 6b verschwenkt werden können. In dliesem Fall also werden nach
Abnahme dies Behälters 2 beide Kämme gegeneinandex verstellt, wobei das Überlaufrohr
7 als den unmittelbaren Kurzschl:uß verhinderndes Mitt:l zwischen beiiden angeordnet
ist. DieseAusführungsform stellt gewissermaßen die Grundform der Gestaltung der
Heizelektroden dar, die daher auch für andere mit :.dem Widerstand des Wassers arbeitende
Heizsysteme in igleicher Weise voni Bedeutung sind, z. B. Großkaffeekessel, Futterdämpfer,
Waschkessel usw.
-
Die Wirkungsweise der Einsrichtung ist folgende: Da -die Wasserleitung
Z an den metallischen Tragarm i angeschlossen ist, ist dieser Teil stets geerdet.
Von dem Arnschlußstutzen 8 aus wird durch den Hahn 9 Kaltwasser durch ein:-- Zuströmöffnung5b
indes Innere des Behälters 2 eingelassen. Nach Erhitzung der durch, die Höhe des
@J`ber@aufrohres 7 ,dosierten Wassermenge kann durch Nachfließen weiteren Kaltwassers
entsprechend heißes Wasser durch :die Leitung 7, 12 überlaufen. Ist dieses Wasser
zu heiß, so kann man durch Öffnung des K:altwasserh;ahnes. io auch noch kaltes Wasser
dem Heißwasser an seiner Austrittsöffnung durch Leitung roa beimischen.
-
Der damartige Fortsatz 2a des Behälters 2a enthält das jeweils heißeste
Wasser. Da dort das Überlaufrohr endet, so kann schon nach kurzzr Anhe iizzeit sehr
hßißes Wasser entnommen, werden.