DE923638C - Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Abspringens einer Gummiraupe von ihren Laufraedern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Abspringens einer Gummiraupe von ihren Laufraedern

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DE923638C
DE923638C DEE5324A DEE0005324A DE923638C DE 923638 C DE923638 C DE 923638C DE E5324 A DEE5324 A DE E5324A DE E0005324 A DEE0005324 A DE E0005324A DE 923638 C DE923638 C DE 923638C
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DE
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DEE5324A
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Giovanni Bonmartini
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EST SCIENCES TEC Ets
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verminderung des Reibungswiderstandes zwischen Gummiraupen und ihren Lauf rädern an Fahrzeugen für verschiedene Zwecke, beispielsweise an Landfahrzeugen, amphibischen Fahrzeugen oder an Fahrgestellen für Flugzeuge.
Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Das durch die Erfindung gelöste Problem besteht ίο im folgenden: Ist eine Laufrolle oder ein Laufrad mit einem mechanisch biegsamen und nicht dehnbaren Element, wie einem umlaufenden Band oder einer Gleiskette, gekuppelt (der Ausdruck nicht dehnbar ist hier in seiner praktischen Bedeutung, d. h. seinen Arbeitsbedingungen, verwendet) und befindet sich diese Anordnung in Bewegung, so setzen sich die Bewegungswiderstände im wesentlichen aus den folgenden drei zusammen: 1. Reibungswiderstand des Laufrades in seiner Lagerstelle (Nabe oder Lager), 2. Widerstand der elastischen Nachwirkung der Raupe, der durch die Verformung des Elements aus der Geraden in die Kurvenform verursacht wird, wenn das biegsame Element sich der Umfangskurve des Laufrades anschmiegt, 3. Reibungswiderstand an den Berührungsstellen der Raupe mit dem Umfang des Laufrades.
Das Problem der Verminderung des Widerstandes gemäß Punkt 1 ist bereits in zufriedenstellender Weise gelöst. Das Problem der Verminderung des Widerstandes der elastischen Nach-
wirkung gemäß Punkt 2 ist eine Funktion des Werkstoffes, aus dem die Raupe und die zugehörige Konstruktion besteht, und Hegt außerhalb des Bereiches der Erfindung. Das dritte Problem, das den Widerstand gemäß Punkt 3 betrifft, ist Aufgabe der Erfindung.
Der Widerstand gemäß dem obenerwähnten Punkt 3 sei nachstehend als Reibungswiderstand der Abwicklungen bezeichnet. Dieser tritt auf, wenn die Raupe das Rad erreicht und verläßt und ebenso beim Lauf über das Rad, auch wenn die Raupe und das Rad sich lediglich berühren, ohne daß die Raupe merklich um das Rad herum gebogen wird. Dieser Widerstand ist beträchtlich, und aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, Mittel zu seiner Verminderung vorzusehen.
In dem Falle, wo Raupen in mit Nuten versehenen Laufrädern laufen, erreicht der Reibungswiderstand der Abwicklung gelegentlich beträchtliehe Werte und ist bestrebt, das biegsame Element von dem Rad oder der Scheibe abgleiten zu lassen. Eine Verminderung dieses Reibungswiderstandes vermeidet oder vermindert diese unerwünschte Neigung beträchtlich.
Gemäß der Erfindung wird das Ausmaß des Reibungswiderstandes zwischen Gummiraupen und Lauf rädern durch Zugabe eines Schmiermittels zwischen den Oberflächen dieser Teile beträchtlich verringert.
Der einfache Gedanke der Verwendung eines Schmiermittels stellt, obwohl die gelegentliche Reinigung und Schmierung von zu Ketten aneinandergefügten Metallkettengliedern ebenso bekannt ist wie die Schmierung derartiger Metallketten in ihren metallischen Führungsschienen, für Gummiraupen eine beträchtliche Verbesserung dar, die für einen Fachmann keineswegs nahegelegen hat und zunächst geradezu widersinnig erschien.
Keine der bisher für Luft- oder Landfahrzeuge verwendeten Raupen besitzt eine solche Schmierung, und ebenso sind Beispiele einer Schmierung zwischen den aneinanderliegenden Oberflächen von Bändern oder Gleisketten und Laufrädern in anderen Gebieten vollständig unbekannt.
Das zu verwendende Schmiermittel muß so gewählt sein, daß es die Elemente, die in gegenseitige Berührung kommen, nicht nachteilig beeinträchtigt. Insbesondere im Falle pneumatischer oder ' Vollgummigleisketten aus Naturgummi ist es ratsam, ein flüssiges Schmiermittel, wie Rizinusöl, zu verwenden, das den Naturgummi nicht angreift und durch die Bodenfeuchtigkeit und durch Regen nicht abgewaschen wird. Aber auch für ähnliche, ölempfindliche Werkstoffe ist diese Maßnahme empfehlenswert, indessen können auch nichtflüssige Schmierstoffe Verwendung finden, wie z.B. Graphit, bestimmte Seifen u. dgl.
Die vorstehenden Bemerkungen beziehen sich auch auf solche Laufräder, bei denen das biegsame Element in seiner Arbeitslage mit Hilfe von zusätzlichen Gliedern, wie z. B. Abweisrollen an der Seite der Gleiskette, gehalten wird. Deren Berührung mit den Gliedern oder Abweisrollen verursacht einen schädlichen Reibungswiderstand, der durch Schmierung des biegsamen Element« in seiner Berührungszone ausgeschaltet werden kann.
Das Schmiermittel wird gemäß der weiteren Erfindung mit Hilfe eines Gerätes zugeführt, das von Hand betätigt werden kann, jedoch vorzugsweise durch die Umdrehung des mit dem Band oder der Gleiskette zusammenarbeitenden Laufrades selbsttätig betrieben wird.
Ein Ausführungsbeispiel dieses Gerätes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt, die eine Gummiraupe aus Vollgummi oder einem zum Aufblasen geeigneten Hohlquerschnitt auf einem Fahrgestell mit vier Laufrädern zeigt. Zwei Laufräder dienen dabei zur Umlenkung der Raupe, während die andern beiden lediglich als Stützräder zwischen der Raupe und dem Fahrgestell dienen.
Das gelenkige Fahrgestell besteht aus den Endrädern ι und den Zwischenrädern 2. Eine Gummiraupe 3 läuft in den Nuten dieser Laufräder und kann, jedoch nicht notwendigerweise, als pneumatische Raupe ausgebildet sein. Die Vorderräder 1 und 2 sowie die Hinterräder 1 und 2 sind durch je einen Schwinghebel 4 miteinander verbunden. Zur Verbindung der Schwinghebel 4 dient ein Schwingbügel 5, der bei 6 drehbar gelagert ist. Das Fahrzeug, beispielsweise für ein Flugzeug, stützt sich auf den Drehpunkt 6 ab. Auf der Nabe 7 des Vorderrades ι ist ein Getriebe 8 angeordnet, das über eine biegsame Welle 9 eine Zuführungsvorrichtung 10 für das Schmiermittel, beispielsweise Rizinusöl, betätigt. Diese Zuführungsvorrichtung ist in der Nähe eines Gelenkpunktes 11 zwischen dem Schwinghebel 4 und dem Schwingbügel 5 befestigt. Die Bewegung des Vorderrades 1 läßt das Schmiermittel aus der Zuführungsvorrichtung 10 durch das enge Rohr 12 zu dem Schmierungspunkt 13 fließen, der nahe demjenigen Punkt liegt, wo die Raupe, die sich in Richtung des Pfeiles bewegt, mit dem Vorderrad ι in Berührung kommt. Auf diese Weise wird das Schmiermittel zwischen die Raupe und die Nut des Laufrades gefördert und von der inneren Oberfläche der Raupe den Nuten der übrigen Laufräder zugeführt, so daß eine Schmierung der gesamten Anordnung "sichergestellt wird.
In dem schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel können die angedeuteten Teile durch andere gleichwertige Teile ersetzt werden, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen. Wenn auch Rizinusöl als Schmiermittel erwähnt wurde, so kann die Zuführungsvorrichtung 10 doch in bekannter oder noch zu bestimmender Weise so ausgebildet werden, daß jedes andere geeignete, selbst ein festes oder halbfestes Schmiermittel Verwendung finden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    I.Verfahren zum Verhindern des Abspringens einer Gummiraupe aus Vollgummi oder mit zum Aufblasen geeignetem Hohlquerschnitt, die auf mit Stirnscheiben versehenen oder genuteten Laufrädern läuft, sowie zur Verminderung des Reibungswiderstandes, insbesondere für Flug-
    zeugraupenbandfahrgestelle, dadurch gekennzeichnet, daß den Oberflächen des Raupenbandes (3) und/oder der Lauf räder (1, 2), soweit sie im Betrieb miteinander in Berührung kommen, ein Schmiermittel zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Rizinusöl als Schmiermittel.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zuführungsvorrichtung (10) für einen Schmierstoff in der Nähe eines Laufrades angeordnet und von diesem derartig betätigt wird, daß das Schmiermittel von der Zufü'hrungsvorrichtung (10) auf den Umfang dieses bzw. aller Lauf räder (1,2) aufgebracht wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 338460;
    französische Patentschrift Nr. 849 296;
    britische Patentschrift Nr. 126352.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 9589 2.55
DEE5324A 1951-04-19 1952-04-10 Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Abspringens einer Gummiraupe von ihren Laufraedern Expired DE923638C (de)

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IT923638X 1951-04-19

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DE923638C true DE923638C (de) 1955-02-17

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ID=11331899

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DEE5324A Expired DE923638C (de) 1951-04-19 1952-04-10 Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Abspringens einer Gummiraupe von ihren Laufraedern

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NL (2) NL88571C (de)

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NL88571C (de)
BE510652A (de)
NL168852B (nl)
US2735727A (en) 1956-02-21

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