DE924203C - Verfahren und Vorrichtung zum Abbau von Mineralien durch Eintreiben eines spreizbaren Werkzeuges - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abbau von Mineralien durch Eintreiben eines spreizbaren Werkzeuges

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DE924203C
DE924203C DEP45345A DEP0045345A DE924203C DE 924203 C DE924203 C DE 924203C DE P45345 A DEP45345 A DE P45345A DE P0045345 A DEP0045345 A DE P0045345A DE 924203 C DE924203 C DE 924203C
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DEP45345A
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Werner Dr-Ing Osenberg
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C37/00Other methods or devices for dislodging with or without loading

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Abbau von Mineralien durch Eintreiben eines spreizbaren Werkzeuges Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren und die zu seiner Ausübung erforderlichen Vorrichtungen zur Steigerung der Abbauleistung von Mineralien. Im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen Verfahren, bei denen das Mineral durch umlaufende Werkzeuge, z. B. durch Bohren oder Schrämen abgebaut oder nach Herstellung von Bohrungen herausgesprengt wird, soll erfindungsgemäß ein sticheiförmiges, mit zwei Gruppen von mittels Feder oder Preßmittel betätigten Spreizorganen ausgestattetes Werkzeug in das Mineral eingetrieben werden, worauf nach erfolgter Spreizung eine Längung zwischen den durch die Spreizmittel gegenüber dem Mineral bewirkten Verklemmungen erfolgt.
  • Mit spreizbaren Reißklauen und mit Klemmeinrichtungen ausgerüstete Werkzeuge werden bereits angewendet zum Zersprengen von Gestein. Gegenüber den Werkzeugen zur Ausübung des Verfahrens nach dem Erfindungsgedanken bieten sie jedoch nicht den Vorteil der schnellen und leichten Steuerung des Verklemmens und Längens zwischen zwei Spreizorgangruppen durch flüssige oder gasförmige Preßmittel. Ein absatzweises oder kontinuierliches Vordringen des Werkzeuges in das abzubauende Mineral ist mit diesen bereits bekanntgewordenen Werkzeugen nicht möglich.
  • Da bei dem Werkzeug zur Ausübung des Verfahrens nach dem Erfindungsgedanken die eine Gruppe der Spreizorgane im Kopf des sticheiförmigen Werkzeuges und die zweite Gruppe in einem gewissen Abstand davon in seinem Schaft angeordnet ist, wird, sobald das Werkzeug so tief in das Mineral eingedrungen ist, daß beide Gruppen der Spreizorgane nach ihrer Spreizung von dem Mineral dicht umschlossen sind, bei der anschließenden Längung des Werkzeuges das Mineral in Richtung der Bohrlochsmündung herausgelöst. Die bereits am tiefsten in das Mineral eingedrungenen Spreizorgane im Kopf des Werkzeuges haben bei dieser Längung die Aufgabe, die in Längsrichtung des Werkzeuges wirkenden Kräfte aufzufangen und eine Längsverschiebung des gesamten Abbauwerkzeuges zu verhindern. Bei Anwendung des Verfahrens und des Werkzeuges nach dem Erfindungsgedanken ist also während des Herauslösens des Minerals keine besondere Abstützung vor der Abbaufront zum Auffangen der Reaktionskräfte erforderlich.
  • Das Öffnen der Spreizorgane kann durch Federn oder mechanisch durch flüssige oder gasförmige Preßmittel, z. B. unter Verwendung radial angeordneter kleiner Kolben, erfoligen. Das Längen des Abbauwerkzeuges nach erfolgtem Eintreiben und Verspannen wird ebenfalls durch gasförmige oder flüssige Preßmittel bewerkstelligt.
  • Um das sticheiförmige Abbauwerkzeug hinreichend tief in das zu lösende Mineral eintreiben zu können, kann einerseits ein Druckzylinder verwendet oder andererseits dem Hauptwerkzeug ein Bohrer- oder fräserartiges Hilfswerkzeug vorgeschaltet werden. Sowohl der Druckzylinder als auch das umlaufende Hilfswerkzeug können ebenfalls mittels flüssiger oder gasförmiger Preßmittel betrieben werden.
  • Die Erfindung ist in den Fig. i bis 3 beispielhaft und schematisch dargestellt. Das Abbauwerkzeug 7 ist mit der Kolbenstange :2 eines Druckzylinders i (Fig. 3) verschraubt, die die Längsbohrung ig besitzt. In dem Abbauwerkzeug 7 ist der mit einer Spitze i i ausgerüstete, teilweise als Kolben ausgebildete Stößel 8 geführt. Wie aus Fig. i ersichtlich, ist sowohl mit dem Werkzeug 7 als auch mit dem Stößel 8 je eine Gruppe von Spreizorganen 12' und 12" sowie 13' und 13" durch Gelenke verbunden. Die Spreizorgane können durch den zentral angeordneten Kolben io, durch den Konus 17 (Fig.2) oder durch radial angeordnete Kolben, ähnlich wie in Fig. 3 dargestellt, ausgefahren werden. Bei Verwendung eines gasförmigen oder flüssigen Preßmittels können diese durch die Längsbohrung 9 geleitet werden. Nach erfolgter Betätigung der beiden Gruppen von Spreizorganen wird das Werkzeug zwischen seinen Verspannungen durch Heraustreiben von 8 aus der Längsbohrung von 7 gelängt. Die Axialkräfte werden hierbei von den im Kopf des Werkzeuges angeordneten Spreizorganen 12' und 12" aufgenommen.
  • Soll das gesamte Abbauwerkzeug ohne Anwendung nennenswerter Kräfte in die Abbaufront eingetrieben werden, so besteht die Möglichkeit, dem Abbauwerkzeug ein angetriebenes Bohrer- oder fräserartiges Hilfswerkzeug 18 vorzuschalten, das am Kopf ii befestigt wird. Auch dieses umlaufende Werkzeug kann durch gasförmige oder flüssige Preßmittel - betrieben werden. Selbstverständlich können das Werkzeug 7 und der Stößel 8 zwecks Zuleitung von Preßmitteln auch mehrere Längsbohrungen besitzen.
  • Die schematische Darstellung nach Fig. 2 zeigt ein sticheiförmiges Werkzeug 7, das nur mit einer Gruppe von Spreizorganen 12' und 12" ausgerüstet ist. Das Spreizen erfolgt hier durch den Konus 17, der durch die Druckfeder 16 längs verschoben wird. Auch hier trägt das Werkzeug 7 eine Längsbohrung 9. Durch die Mutter 14 wird das Werkzeug 7, das den Konus 15 trägt, mit der Kolbenstange 2 eines Druckzylinders verbunden.
  • Nach Fig. 3 ist auf die Kolbenstange 2 des Druckzylinders i ein weiterer Druckzylinder 3, 4, 5 mit den spreizbaren Werkzeugen 6' und 6" so aufgesetzt, daß deren Mittelachsen sich kreuzen. Dem Abbauwerkzeug nach Fig. 3 kann ebenfalls ein mittels Preßmittel angetriebenes umlaufendes Bohrer- oder fräserartiges Werkzeug 18 vorgeschaltet werden. Nachdem dieses Werkzeug in das Mineral 2o eingedrungen ist, können dann die Spreizorgane 6' und 6" im bereits beschriebenen Sinn betätigt werden. Durch die Bohrung ig der Kolbenstange 2 können die Preßmittel sowohl dem Druckzylinder als auch dem umlaufenden Werkzeug 18 (zugeführt werden. Die Kolbenstange 2 kann auch hier zwei Längskanäle besitzen. Die Arbeitsweise des Abbauwerkzeuges nach Fig. 3 kann so erfolgen, daß nach erfolgter Betätigung der Spreizorgane 6' und 6" die Kolbenstange 2 eine rückläufige Bewegung ausführt, wobei große Teile des abzubauenden Minerals aus ihrem Verband herausgerissen werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abbau von Mineralien durch Eintreiben eines sticheiförmigen, spreizbaren Werkzeuges, dadurch gekennzeichnet, daß das mit zwei Gruppen von mittels Feder (16) oder Preßmittel betätigten Spreizorganen (12 und 13) ausgestattete Werkzeug (7) nach erfolgter Spreizung zwischen den Zonen der Verspannung durch Preßmittel gelängt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwirkung zum Eintreiben, Spreizen, Längen und Zurückziehen des Werkzeuges mittels flüssiger Preßmittel ausgeübt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwirkung zum Eintreiben, Spreizen, Längen und Zurückziehen des Werkzeuges durch gasförmige Preßmittel, z. B. durch Entzündung explosibler fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe oder Stoffgemische ausgeübt wird. .
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem sticheiförmigen, spreizbaren Werkzeug ein an seinem Kopf befestigtes, angetriebenes Bohrer- oder fräserartiges Hilfswerkzeug vorgeschaltet ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. q-89 566; USA.-Patentschrift Nr. 2 357 903.
DEP45345A 1949-06-10 1949-06-10 Verfahren und Vorrichtung zum Abbau von Mineralien durch Eintreiben eines spreizbaren Werkzeuges Expired DE924203C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE489566C (de) * 1930-01-20 Alfred Stapf Vorrichtung zum Spreizen der Reissklauen
US2357903A (en) * 1943-03-06 1944-09-12 Ingersoll Rand Co Expanding device

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE489566C (de) * 1930-01-20 Alfred Stapf Vorrichtung zum Spreizen der Reissklauen
US2357903A (en) * 1943-03-06 1944-09-12 Ingersoll Rand Co Expanding device

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