DE924334C - Zeitschalteinrichtung - Google Patents

Zeitschalteinrichtung

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DE924334C
DE924334C DEP18752D DEP0018752D DE924334C DE 924334 C DE924334 C DE 924334C DE P18752 D DEP18752 D DE P18752D DE P0018752 D DEP0018752 D DE P0018752D DE 924334 C DE924334 C DE 924334C
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DE
Germany
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contact
clock
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dial gauge
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DEP18752D
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English (en)
Inventor
Fritz Dipl-Ing Ohle
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PAUL FIRCHOW NACHFGR APP und U
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PAUL FIRCHOW NACHFGR APP und U
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  • Zeitschalteinrichtung Zur Steuerung von Wählervorrichtungen .für elektrische Schaltvorgänge, durch welche, insbesondere mittels Schaltuhren, Stromverbraucherkreise zu bestimmten Zeiten ein- und zu anderen Zeiten ausgeschaltet werden sollen, wie auch zu anderen Zwecken benötigt man Zeitschalteinrichtungen, die in bestimmten Zeitabständen bestimmte Kontaktschlüsse bewirken.
  • Bei den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art wird das Uhrwerk, welches die Schaltzeiten bestimmt, durch die Kontaktschlußmittel oft so stark belastet, daß seine Ganggenauigkeit darunter leidet. Das ist insbesondere bei ausgesprochenen Schaltuhren der Fall, die große Leistungen zu schalten haben. Die Schwierigkeit tritt aber auch bei Kontaktuhren auf, die vorwiegend nur Steuerzwecken dienen, und ist naturgemäß besonders groß, wenn viele Kontakte zu betätigen sind. Mittel, die den Gang der Uhr zwangläufig stabilisieren, wie z. B. Synchronmotoren, können versagen, wenn z. B. durch Ausfall der Speisespannung der Antrieb unterbrochen wird. Eine Einrichtung nach dem Patent 7o6 144 bei .der eine Auftrennung in Schaltuhr und Schaltwerk vorgenommen ist, stellt zwar nach Wiedereinsetzen der Speisespannung mittels Eines Suchers Synchronismus her, aber erst zur nächstfolgenden Schaltzeit.
  • Den Vorteil der magnetischen oder motorischen Schaltung durch eine Speisespannung, insbesondere des Netzanschlusses, benutzt die Erfindung, beseitigt aber die nachteilige starke Verzögerung in der Synchronisierung durch die Vereinigung der folgenden, teils .bekannten, teils neuen Merkmale: eine vom Netzstrom unabhängig laufende Meßuhr, mit ihr über ein Vergleichs- und Speicherwerk verbunden eine Kontaktuhr und ein vom Netzstrom angetriebenes Fortschadtwerk, das bei einer dem Schaltschritt entsprechenden Zeitdifferenz beider Uhren anläuft und durch Impulsgabe ein die Schaltaufgaben der Anlage erfüllendes Kontaktwerk treibt, welches auch die Kontaktuhr betätigt, bis der Synchronismus beider Uhren erreicht ist, so daß das Vergleichswerk den Antriebsstrom des Fortsehaltwerkes unterbricht. Dadurch, daß im Fortschaltwerk die zeitlichen Abstände der Impulse von den tatsächlichen Zeitspannen unabhängig sind, .die den Schaltschritten der Kontaktuhr entsprechen, insbesondere kürzer sein können als diese, eilt das Fortschaltwerk nach Beendigung eines zeitweiligen Aussetzers -der Netzspannung der Meßuhr bis zum Eintritt des Synchronismus beschleunigt nach. In dieser Nachlaufzeit holt es die inzwischen fällig gewesenen Schaltungen nach und führt dabei gegebenenfalls Leerschaltungen durch. Es ist zweckmäßig, eine elektrisch angetriebene Meßuhr mit Gangreserve zu verwenden, jedoch kann auch eine durch Gewichte oder Federn getriebene Uhr benutzt werden, vorzugsweise dann aber eine mit elektrischem Aufzug. Als Meßuhr kann auch eine Nebenuhr einer elektrisch gesteuerten Uhrenanlage zur Anwendung kommen, da solche Uhrenanlagen eine eigene kleine Stromquelle haben, die mit dem Netz nichts zu tun hat.
  • Ein Ausführungsbeispiel .der Einrichtung zeigt schematisch die Fig. i der Zeichnungen.
  • Um ist eine Meßuhr mit Pendelgang und elektrischem Aufzug durch einen Motor M1, der durch die Leitung n an das Netz angeschlossen ist. Sie hat ein Schlagwerk bzw. Kontaktmittel Sch zur Fernübertragung des Schlages über die Leitungen u. Das Minutenrad bzw. der Minutenzeiger steuert über .das Vergleichswerk V und das Fortschaltwerk FU das Minutenrad oder den Minutenzeiger der Kontaktuhr Uk. Das Fortschaltwerk wird von dem über die Leitung f an das Netz angeschlossenen Motor M2 in Lauf gesetzt, sobald zwischen Meßuhr und Kontaktuhr eine Zeitdifferenz in Größe des Schaltschrittes (z. B. i Minute) entstanden ist. Das Vergleichswerk, das zugleich als Speichereinrichtung ausgebildet ist, bewirkt zu gegebener Zeit den Kontaktschluß der Leitung v, die mit der Leitung f in Reihe an das Netz angeschlossen ist. Nach jeder Kontaktgabe macht das Rad F" eine volle Umdrehung. Der zur Leitung v parallel liegende Grundstellungskontakt G verhindert, daß es vor Vollendung des Umlaufes stehenbleibt. Fällt die Speisespannung aus, so tritt in -dem Vergleichswerk V eine Speicherung ein. Bei einfachen Ausführungsformen desselben kann diese bis zu 59 Minuten (entsprechend einer vollen Umdrehung des Minutenrades) umfassen. Ist mit längeren Stromunterbrechungen zu rechnen, dann ist ein Zusatzspeicher erforderlich, der einen entsprechend größeren Bereich hat. Für den gleichen Zeitraum muß dann auch die Gangreserve der MeB-uhr ausreichen.
  • Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Vergleichswerkes mit einer Speicherungseinrichtung für einen allen praktischen Anforderungen genügenden Zeitraum. Verglichen wird die Stellung der beiden metallischen Kontaktscheiben T11 und T12. Die erstere wird unmittelbar vom Minutenrad der Meßuhr UM in Richtung des eingezeichneten Pfeiles angetrieben, die andere im gleichen Drehsinne vom Minutenrade der Kontaktuhr Uk über das Zahnrad Z und die Zahnwalze W. T11 ist isoliert auf der durchgehenden Welle Sp befestigt, die innerhalb der mit Muttergewinde versehenen Zahnwalze W als Schraubenspindel ausgebildet ist. An den Kontaktscheiben schleifen die mit der Leitung v verbundenen Schleiffedern f1 und f2. Zum Kontaktschluß dient die an .der Scheibe T11 befestigte Kontaktfeder f3. Haben die Scheiben gleiche Stellung, so ruht ihr Schleifstück auf dem in der Scheibe T12 eingelassenen Isolierstück I, das einen dem Schaltschritt entsprechenden Bogen überspannt. Verstellt sich jedoch die Scheibe T11 gegen die Scheibe T12, so daß die Kontaktfeder f3 über das Ende des Isolierstückes hinauskommt, so wird der Strom geschlossen und das Fortschaltwerk in Gang gesetzt. Wird bei längerem Aussetzen des Stroms die Scheibe T12 von der Kontaktfeder f3 überrundet, so hat sich die Zahnwalze W unter dem Einfluß der Schraubenspindel Sp so weit nach rechts verlagert, daB ihr Kranz K die Feder f4 freigegeben hat und diese .den Zusatzkontakt zs schließt. Er wird wieder geöffnet, sobald die Zahnwalze von der Kontaktuhr weit genug zurückgedreht ist. Im Beispielsfalle entspricht eine volle Umdrehung der Zahnwalze einer Gangdifferenz der Uhren von i Stunde.
  • Das Fortschaltwer'k F" steuert über ein (nicht gezeigtes) Untersetzungsgetriebe die Welle des Minutenkontaktarmes Min, diese mit Untersetzung von i :2q. die Welle des Stundenkontaktarmes Std und dieser mit Untersetzung i : 7 den Tageskontaktarm Tg. Durch die Kontaktarme werden die drei Polleitungen p über .die zugehörigen Kontaktsätze sprungweise minutlich, stündlich bzw. täglich mit den Anschlüssen m, s, t verbunden, welche zur Erfüllung der Schaltaufgaben der Einrichtung dienen. Der Stundenkontaktarm Std ist mit einer Nockens cheibe No verbunden, an deren Umfang eine Schaltstange St läuft, die einen Bereichschalter Ber für die Wahl von Vor- oder Nachmittag auf den Leitungen b steuert und an der Kontaktuhr Uk den Tages- oder Nachtbereich sichtbar macht, z. B. durch eine Schauscheibe Ss. Mit dem gleichen Erfolge könnte auch das Zifferblatt von i bis r2 auf 13 bis 2q. umgeschaltet werden od. 4-l. Schließlich liegen in den Bahnen des Stunden- und Minutenkontaktarmes Nullstellungskontakte Os und Oin, die bei gleichzeitiger Betätigung, d. h. um Mitternacht über die Leitung o irgendwelche Tagesumschaltungen bewirken können.
  • Zum Antrieb der Kontaktuhr werden die Stellungen des Kontaktarmes Min mechanisch auf das Minutenrad bzw. den Minutenzeiger der Uhr übertragen, und dieser treibt dann über das übliche Zahnradgetriebe den Stundenzeiger. So haben Meßuhr und Kontaktuhr bei Synchronlauf keine größere Differenz, als dem Schaltschritt (z. B. i Minute) entspricht.
  • Der Wochentag wird von dem Kontaktarm Tg sprungweise auf den Tageszeiger der Kontaktuhr übertragen und hier zur Anzeige gebracht.
  • Folgende Ausgestaltungsmöglichkeiten können von Fall zu Fall von Vorteil sein. Damit man den Synchrongang der Meß- und Kontaktuhr besser übersehen kann, empfiehlt es sich, beide räumlich zu vereinigen. Das kann z. B. in der Weise geschehen, daß bestimmungsgleiche Zeiger (z. B. die Minutenzeiger) koaxial laufen. Es ist dann aber vorteilhaft, sie z. B. durch Form- oder Farbgebung ausreichend unterschiedlich zu machen.
  • Die Uhren können auch mit zusätzlichen Kontaktmitteln versehen sein, wie sie bei Schaltuhren üblich sind. Zum Beispiel kann die Meßuhr mit Schlagwerkkontakt versehen sein und die Kontaktuhr mit Verstellmitteln an einer 2q.-Stunden-Scheibe für verhältnismäßig wenig der Verstellung unterworfene Schaltungen (Leitung z gestrichelt angedeutet).
  • Das Beispiel unterscheidet nach Minuten, Stunden und Tagen. Oft ist es völlig ausreichend, als Schaltschritt 5 Minuten festzulegen. Statt sechzig Kontakten in der Minutenbahn hat man dann nur zwölf. Der Schaltschritt ist hierbei zwar erheblich größer, aber es werden Kontaktmittel eingespart, was sich besonders günstig bei den anzuschließenden Zeitwählern bemerkbar macht, da diese dann in der Minutenbahn auch nur zwölf Leitungen zu haben brauchen. Für Kurzzeitschaltungen (z. B. für Reklameschalter) kommen auch kleinere Schaltschritte in Frage, während für besondere Programmschaltungen, z. B. nach einem Kalender, auch sehr große Schaltschritte erwünscht sein können.
  • Wird bei der bekannten Auftrennung einer Zeitschalteinriehtung in Schaltuhr und Schaltwerk die beschriebene Einrichtung als Schaltuhr verwendet, so dient Um der laufenden Zeitmessung, und F" steuert .das Schaltwerk (für größere Leistungen im: einfachsten Falle ein Schaltrelais) oder schaltet kleine Leistungen, z. B. also Steuerleitungen, Relaiserregung od. dgl., selbst.
  • Bei vollautomatischem offenbart sich ein großer Vorteil der neuen Erfindung: Die Kontaktuhr ist ein speicherndes Zwischenwerk. Während die Meßuhr immer weiterläuft, bleibt die Kontaktuhr bei Ausfall der Speisespannung, insbesondere also der Netzspannung stehen. Schaltungen, die während der Zeit des Spannungsausfalles hätten erfolgen müssen, können nicht verlorengehen. Bei Spannungswiederkehr läßt das Vergleichswerk in Verbindung mit dem: Fortschaltwerk sofort alle fällig gewesenen Schaltungen beschleunigt ablaufen. Sie bleiben stehen, sobald Meßuhr und Kontaktuhr übereinstimmen. Oft ist es zweckmäßig, während der Nachlaufzeit durch geeignete Mittel die Schaltstromkreise (Nutzstromkreise) zu unterbrechen und erst in diesem Augenblick durchzuschalten. Da der Nachlauf verhältnismäßig schnell vor sich geht, erreicht man, also, daß gleich nach Spannungswiederkehr die angeschlossenen Stromverbraucher so eingeschaltet werden, wie es für die tatsächlich erreichte Zeit vorgesehen ist.
  • Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung läßt sich auch als Allstromgerät ausführen. Sorgt man dafür, daß Relais oder Motoren in einem größeren Spannungsbereich einwandfrei arbeiten, so unterstützt das ganz wesentlich den universellen Charakter der .beschriebenen Einrichtungen. Für bestimmte Zwecke sind vielfältige Kombinationen der neuen Erfindung möglich.
  • Zweckmäßige Anwendung findet die Erfindung auch bei der Zeitanzeige in Verkehrsanlagen, insbesondere .bei Bahnen. Vorzugsweise dient hier das entsprechend vereinfachte Kontaktwerk lediglich zum Antrieb der Kontaktuhr, und als weiteres Element der Gesamtkombination kommt eine fest einstellbare Zeitschaueinrichtung hinzu, deren sich ändernde Zeitdifferenz gegenüber der Kontaktuhr von einem zwischen beiden angeordneten Vergleichswerk an ,einer Schaueinrichtung laufend sichtbar gemacht wird. Unter Umständen kann noch eine weitere Schaueinrichtung hinzukommen, an der auch die Zeitdifferenz zwischen der Meßuhr und der Kontaktuhr Iaufend sichtbar gemacht wird.
  • Fig. 3 gibt ein Beispiel für eine solche Anlage. Die Meßuhr Um steuert über die Vergleichseinrichtung V die Mitlaufuhr (Kontaktuhr) Uk. U, ist eine Einstellti'hr, die vorzugsweise durch Fernsteuerung auf eine bestimmte Zeit eingestellt wird, z. B. auf die Abfahrtzeit eines Zuges. Diese Einstelluhr ist mit der M.itlaufuhr über das Differenzwerk D gekuppelt, das im Prinzip ebenfalls ein Vergleichswerk ist. Die Ergebnisse der Werke V und D lassen sich auf die Schaueinrichtungen U" und Ud übertragen, die im Beispielsfalle auch die Form von Uhren haben.
  • Eine Zeitanzeigeanlage nach Fig. 3 arbeitet etwa folgendermaßen: Entsprechend dem Ablauf der Tageszeit läuft die Meßuhr Um. Die Mitilaufuhr Uk läuft synchron nach Maßgabe des Schaltschrittes mit, solange die Speisespannung vorhanden isst. Ud zeigt laufend die kleiner oder größer werdende Differenz zwischen der fortschreitenden Uhrzeit Um bzw. Uk und der fest eingestellten Abfahrtzeit Ue. Bei ausbleibender Speisespannung mißt U" die Zeit der Netzstörung, während Uk und Ud stehenbleiben. Bei Spannungswiederkehr synchronisiert sich die ganze Anlage selbsttätig: Uk geht auf :den Stand von U., U,, wird dabei auf Null zurückgestellt, und Ud verstellt sich auf die wahre Differenz zwischen der Uhrzeit und der Abfahrtzeit des Zuges, sie kann negativ sein, wenn die Abfahrtzeit bereits überschritten ist. Zeitdifferenzen vor oder nach einer Einstellzeit lassen sich besonders kenntlich machen, z. B. durch von der Anlage gesteuerte Lampen.
  • Zur Differenzbildung verwendet man zweckmäßigerweise mechanische Einrichtungen, wie sie an sich an Rechenmaschinen bekannt sind. Aber auch magnetisch oder motorisch gesteuerte Schrittschaltwerke (Drehwähler od. dgl.), wie sie bei Umrechnern der Fernsprechautomatik bekannt sind, lassen sich verwenden. Diese können mit den Uhren auch unmittelbar vereinigt sein, so daß sie eine einzige Konstruktion bilden.
  • Fi:g. 4 zeigt einen Fahrtrichtungsanzeiger. Eine Säule trägt einen Lautsprecher L, darüber in Tableauform oder nach links oder rechts ausfahrbar Schilder mit :den Stationsnamen, z. B. Bielefeld, Hameln, darüber in der Mitte die vorzugsweise ferngesteuerte Synchronuhr (bzw. Kontaktuhr) Uh und rechts und links. davon die Einstelluhren für die Abfahrtzeit U, und die Anzeigeuhren Ud für die Differenzzeiten, die sinngemäß unmittelbar über den Stationsnamen angeordnet sind. Im Beispiel werden nur Differenzzeiten bis zu 6o Minuten angezeigt. Für die Differenz Null, d. h. wenn die Abfahrt erfolgen soll, möge durch Kontaktgabe ein Vorsignal ATl durch dauerndes oder blinkendes Aufleuchten einer Lampe gegeben werden. Die Inschrift LEMGO ist ein. Stationsname aus. Leuchtröhren.
  • Als Kontaktuhr Uk (vgl. Fig. i) kann jede der im Beispiel angeführten Uhren ausgebildet sein je nachdem, was man für Schaltungen ausführen will. In Verbindung mit anderen Einrichtungen (vgl. auch die Geräte nach dem Aufsatz »Erhöhung der Sicherheit im Betriebe durch Anwendung von Odia-Vielfachschaltern« in der Zeitschrift »Die Technik« 1946, S.2Io) kann man sehr weitgehende automatische Betriebsüberwachungen durchführen. Das gilt ganz allgemein. Bei Verkehrsbetrieben als besonderes Beispiel lassen sich Schaltungen durchführen, die automatisch zu vorher festgelegten wählbaren Verkehrszeiten, wie Abfahrtzeiten, oder in gewissen wählbaren Zeitabständen vor oder nach solchen Zeiten durchgeführt werden sollen. Erfindungsgemäße Zeitanzeigeanlagen bieten also den großen Vorteil der geradezu vollkommenen Variationsmöglichkeit in den Programmeinstellungen. Das gilt auch dann, wenn diese Anlagen nur zu Schaltzwecken oder nur in ganz beschränktem Maße zur Anzeige von Zeiten verwendet werden sollen. Wegen der automatischen Differenzbildung haben sie mit Anlagen nach dem Stande der Technik, bei denen bestimmte Zeiten vorher oder nachher uhrzeitmäßig mechanisch festgelegt sind, nichts zu tun.
  • Erfindungsgemäße Zeitanzeigeanlagenoder Fahrtrichtungsanzeiger können mittels eines automatischen Fahrplanes ferngesteuert werden. Hierzu lassen sich Einrichtungen verwenden, bei denen sogenannte Profilskalen (Trommeln, Ringe od. dgl.) um gemeinsame kollektorartige Leiterträger drehbar sind. Es ist von Vorteil, einen solchen Fahrplan so aufzustellen, .daß er auch vom Publikum eingesehen werden kann. Ein Fahrtrichtungsanzeiger nach Fig. 4 hiermit vereinigt bietet dem Reisenden sehr viele Vorteile, insbesondere den, daß er an einer Stelle des Bahnsteiges so ziemlich alles erfahren kann, was er für die Reise wissen will. Sowohl für die Reisenden wie für das Zugpersonal bietet sich bei der Einfahrt in einen Bahnhof der große Vorteil, daß sofort die zur Verfügung stehende Aufenthaltszeit, wie auch eine eventuelle Verspätung erkenntlich ist.
  • Mit Diagrammvielfachschaltern können nun Bahnhofsbeleuchtungen, Stationsnamen usw. sowohl zu bestimmten Uhrzeiten ein- und ausgeschaltet werden als auch zu bestimmten Zeiten vor oder nach (auch planwidriger) Ankunft oder Abfahrt eines Zuges. Dadurch werden elektrische Arbeit gespart und die Anschaffungskosten solcher Schalter und Anlagen sehr schnell amortisiert. Die Zeitanzeigen lassen sich auch sehr gut mittels sogenannter Leuchtwechselzahlen bewirken.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zeitschalteinrichtung, gekennzeichnet durch die Vereinigung der folgenden, teils bekannten, teils neuen Merkmale: eine vom Netzstrom unabhängig laufende Meßuhr (U,"), mit ihr über ein Vergleichs- und Speicherwerk (V) verbunden eine Kontaktuhr (Uk) und ein vom Netzstrom angetriebenes Fortschaltwerk (F"), das bei einer dem Schaltschritt entsprechenden Zeitdifferenz beider Uhren anläuft und durch Impulsgabe ein die Schaltaufgaben der Anlage erfüllendes Kontaktwerk (Tg, Std, Min) treibt, welches auch die Kontaktuhr betätigt, bis der Synchronismus beider Uhren, erreicht ist, so daß das Vergleichswerk den Antriebsstrom des Fortschaltwerkes unterbricht.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Ausbildung des Fortschaltwerkes (F"), bei der die zeitlichen Abstände der Impulse unabhängig sind von den tatsächlichen Zeitspannen, .die den Schaltschritten der Kontaktuhr (Uk) entsprechen, insbesondere kürzer sein können, so daß nach zeitweiligem Aussetzen der Netzspannung das. Fortsch.altwerk bis zum Eintritt des Synchronismus beschleunigt nacheilt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schaltuhrwärtige Kontaktscheibe (Ih) des Vergleich- und Speicherwerkes (Fig. 2) eine ihr gegenüber nicht drehbare, aber axial verschiebliche, mit dem Zahnrad der Schaltuhrwelle im Eingriff stehende, als Mutter ausgebildete Zahnwalze (W) trägt, die auf der schraubenförmigen Welle (Sp) der meßuhrwärtigen Kontaktscheibe (T,) läuft und durch ihre seitliche Verschiebung den Schaltkontakt (zs) für das Fortschalt-,verk (Fu) steuert.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i, :dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Meßuhr (U,") als auch die Kontaktuhr (Uk) mit Schauzeigern versehen sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i mit einem Kontaktwerk, dessen Minuten-, Stunden- und Tagekontaktarme einander steuern, :dadurch gekennzeichnet, daß der erste den Minutenzeiger und der letzte den Tageszeiger der Kontaktuhr (Uk) antreibt, während der Stundenzeiger der Kontaktuhr über ein übliches Räderwerk vom Minutenzeiger angetrieben wird, so daß er annähernd stetig läuft.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stundenkontaktarm des Kontaktwerkes einen Vor- und Nachmittagsbereichschalter (Ber) und eine entsprechende Schaueinrichtung (Ss) der Kontaktuhr (Uk) steuert.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stunden- und der Minutenkontaktarm des Kontaktwerkes bei ggleichzeitigem Rücksprung auf ihre Nullagen (um 2q. Uhr) einen Schaltstromkreis (0S, 0,") für Tagesumschaltung schließen. B. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßuhr (U,") mit Schlagwerk und/oder Kontakteinrichtung (Sch) zur Fernübertragung des Schlages versehen ist. g. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßuhr (Um) und/oder die Kontaktuhr (Uk) zusätzliche, an sich bekannte Kontaktschlußmittel besitzen. io. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine räumliche Vereinigung von Meßuhr (U,") und Kontaktuhr (Uk). ii. Einrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne oder alle Zeiger beider Uhren koaxial laufen. 12. Einrichtung nach Anspruch i, bei der das entsprechend vereinfachte Kontaktwerk lediglich zum Antrieb der Kontaktuhr (Uk) dient, dadurch gekennzeichnet, d aß als weiteres Kombinationselement eire fest einstellbare Zeitschaueinrichtung (Ue) hinzukommt, deren sich ändernde Zeitdifferenz gegenüber der Kontaktuhr (Uk) von dem zwischen beiden angeordneten Vergleichswerk (D) an einer Schaueinrichtung (Ud) laufend sichtbar gemacht wird. 13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Zeitdifferenz zwischen Meßuhr (U,") und Kontaktuhr (Uk) an einer Schaueinrichtung (U,,) laufend sichtbar gemacht wird. 1q.. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch seine Anwendung als Steuereinrichtung in Verkehrsanlagen, z. B. für Fahrtrichtungsanzeiger (Fig. q.). 15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mit Leuchtwechselzahlen angezeigte Zeiten.
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