DE924701C - Funknavigationsverfahren - Google Patents

Funknavigationsverfahren

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DE924701C
DE924701C DEL4567D DEL0004567D DE924701C DE 924701 C DE924701 C DE 924701C DE L4567 D DEL4567 D DE L4567D DE L0004567 D DEL0004567 D DE L0004567D DE 924701 C DE924701 C DE 924701C
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DE
Germany
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diagram
antenna
influencing
antenna system
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DEL4567D
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English (en)
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Ernst Dr-Ing Kramar
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Alcatel Lucent Deutschland AG
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Standard Elektrik Lorenz AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)

Description

  • Funknavigati onsverfahren Die wichtigsten bisher bekanutgewordenell hochfrequenzelektrischen Navigationsverfahren beruhen entweder auf der Feststellung eines Intensitätsminimums, auf dem Vergleich von Amplituden oder auf dem Vergleich der Phasenlage von Schwingungen. Nachstehend wird das Prinzip eines neuen Navigationsverfahrens heschrieben.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist für frequenzdemodulierende Empfänger bestimmt und ist dadurch gekennzeichnet, daß durch sende- oder empfangsseitige Maßnahmen eine periodische Phasenmodulation des Antennensystems mit in den verschiedenen Richtungen derart unterschiedlichen Phasenhüben vorgenommen wird, daß ausgezeichnete Linien im Raum durch einen minimalen oder maximalen Wert des Phasenhubes charakterisiert sind und daß zur Richtungsbestimmung die Größe des im Empfänger aufgenommenen Phasenhubes ausgewertet wird.
  • Der der Erfindung zugrunde liegende Entwicklungsgedanke ist die Schaffung eines von Empfangsintensitätsunterschieden möglichst unabhängigen und damit infolge Anwendbarkeit von Amplitudenbegrenzern weitgehend störungsfreien Navigationssystems, das von den Nachteilen der frequenzmodulierten Svsteme frei ist, denen letzten Endes ein wenn auch indirekter Amplitudenvergleich zugrunde liegt.
  • Die Lösung der Aufgabe wurde in einer vorteilhaften Auswertungsmöglichkeit der phasenmäßigen Vorgänge bei gewissen Beeinflussungen von aus Antenneneinzeldiagrammen zusammengesetzten Felddiagrammen, von denen mindestens ein Teildiagramm eine Richtcharakteristik aufweist, gefunden, und zwar wird nach der Erfindung eine Navigationsrichtung dadurch bestimmt, daß sie einem hierbei auftretenden Grenzwert der Phasenhubbeeinflussung des resultierenden Felddiagrammvektors zugeordnet wird. Es sei bemerkt, daß diese Überlegungen sowohl für Sender- als auch für Empfängerdiagramme gelten, d. h. also für die Festlegung einer Richtung bodenseitig durch eine entsprechende Leitstrahlung (Funkbake) ebenso wie für die Durchführung einer Richtungsbestimmung bordseitig, etwa bei Vorhandensein nur einer Rundstrahlung, unter ausschließlich empfangsseitiger Anwendung von Antennen mit entsprechender Richtcharakteristik und der entsprechenden indirekten Beeinflussung von deren Empfangscharakteristiken in Gestalt der Beeinflussung der durch diese Antennen aufgenommenen Empfangs ströme (Zielfahrtnavigation). Zur Erläuterung der physikalischen Tatsachen, die eine solche Verfahrensweise ermöglichen, seien zunächst in den Fig. I bis 3 die Phasenzustände eines an und für sich bekannten Richtdiagramms untersucht.
  • Das Richtdiagramm bestehe aus der ttberlagerung eines normalen Rahmendiagramms R mit einem Runddiagramm H, und zwar sei die Speisung der Antennen so gewählt, daß für das zusammengesetzte Diagramm die Phasenvektoren des Rahmendiagramms senkrecht auf dem Phasenvektor des Runddiagramms stehen. Es ergibt sich dann amplitudenmäßig das Diagramm A, wie es in Fig. I angedeutet ist.
  • Wenn, wie aus der Fig. I hervorgeht, die Maximalamplitude des Rahmendiagramms gleich der Amplitude des Runddiagramms ist, so ergibt sich ein eindeutiges Bild des Phasenzustandes des Diagramms; dieses ist in Fig. 3 veranschaulicht. In Abhängigkeit von einigen Werten des Richtungswinkels a sind die resultierenden Diagrammvektoren VA dargestellt. Die in der Zeichnungsebene senkrecht nach oben verlaufende Richtung ist mit oO angegeben. Im Uhrzeigersinne wächst der Winkel a von o bis 3600 Es ist angenommen, daß der Phasenvektor des linken Rahmendiagrammteils gegenüber dem Runddiagrammvektor um go0 rückwärts gedreht und der des rechten Rahmendiagrammteils um go0 vorwärts gedreht ist. Dem Vektor des Runddiagramms sei der Phasenwinkel (p = oO zugeordnet.
  • Für a = 450 z. B. ergibt sich ein resultierender Vektor VA, der mit dem Runddiagrammvektor einen positiven Winkel einschließt, der mit 59 45° angegeben ist. Entsprechend verhält es sich mit dem Phasenwinkel des resultierenden Diagrammvektors VA bei anderen Werten für a mit Ausnahme von a = 1800, bei dem wiederum der Phasenwinkel oO ist. Die Darstellung zeigt, daß der Phasenwinkel richtungsabhängig ist. Unter den angegebenen Voraussetzungen wächst der Phasenwinkel ? von o bis 450 mit größer werdendem Richtungswinkel a im Bereich von a = o bis a = go0, um dann wieder abzunehmen, so daß er bei a = 1800 wiederum oO ist. Von a = I80° bis a = 2700 findet eine Rückwärtsdrehung des Phasenvektors statt, und zwar bis zu dem Werte 7 2700 =45°. Von a = 2700 bis a = 3600 durchläuft der Phasenwinkel die Werte -450 bis oO.
  • Die phasenmäßige Richtungsabhängigkeit des resultierenden Vektors VA ist auf den Einfluß des Rahmenvektors VR zurückzuführen. Wird z. B. die Größe des Rahmenvektors beeinflußt, so wird in bezug auf die Winkelgröße auch die (richtungsabhängige) Phasenbeziehung des resultierenden Diagrammvektors verändert; und zwar wird bei größerem Betrag von VR der Phasenwinkel jeweils größer, und da der Einfluß des Rahmenvektors auf die Phasenlage des resultierenden Diagrammvektors in Abhängigkeit von der Richtung (dem Richtungswinkel a) verschieden groß ist, ergibt sich bei einer bestimmten Amplitudenbeeinflussung des Rahmenvektors ein entsprechend verschieden großer Phasenbeeinflussungsgrad des resultierenden Diagrammvektors in verschiedenen, durch a definierten Richtungen. Nach der Erfindung werden nun die auftretenden Größt- und Kleinstwerte dieser Phasenhubbeeinflussung zur Bestimmung einer Navigationsrichtung ausgenutzt.
  • Die Beeinflussung des Rahmenvektors kann in der verschiedensten Art und Weise erfolgen, wie etwa Fig. 2 veranschaulichen möge. Es sind drei typische Beeinflussungsbeispiele gezeigt. Der obere Beeinflussmigsvorgang Ma hat die Form eines harmonischen Schwingungsverlaufes, die Beeinflussung Mo ist eine Tastung vom modulationslosen Zustand in einen Beeinflussungszustand nur eines bestimmten Vorzeichens, und der Vorgang Mc entspricht der Beeinflussung durch + ---Tastung (Umtastung). Wird nun das Rahmendiagramm, wie zunächst angenommen sein möge, amplitudenmäßig beeinflußt, so würde dem Beeinflussungsvorgang Ma ein stets hin und her schwankender Phasenwinkel des resultierenden Vektors VA entsprechen.
  • Bei der BeeinflussungsformMe würde es sich um eine Phasenumtastung handeln und bei der Beeinflussungsart Mb um die Erzeugung eines bestimmten richtungsabhängigen Phasenzustandes im Tastrhythmus, wobei im ungetasteten Zustand bei der vorausgesetzten Feldcharakteristik ein phasenindifferentes Diagramm, nämlich das Runddiagramm H allein, vorhanden ist.
  • Nach den aus Fig. 2 ersichtlichen Verhältnisssen wird sich für den Beeinflussungszustand in der Zeit tm (Iha = Mb = Mc) für alle drei verschiedetien Beeinflussungsarten ein und derselbe Phasenzustand ergeben, und zwar wird sich entsprechend dem angenommenen positiven Beeinflussungswert ein Phasenwinkel ergeben, dessen Entstehungsrichtung vom modulationslosen Zustand aus durch die Pfeilrichtung in Fig. 3 versinnbildlicht ist. Ein Vergleich der Pfeilrichtungen auf der rechten Seite (a= oO bis a = 1800) mit denjenigen der linken Seite (a = 1800 bis a = 3600) verdeutlicht, daß auf der rechten Seite infolge dieser dem Vorzeichen nach eindeutigen Beeinflussung ein Phasenvorhuh des resultierenden Diagrammvektors VR gegenüber einem Phasenrückhub auf der anderen Seite erfolgt ist.
  • Für das der bisherigen Betrachtung zugrunde gelegte Felddiagrammbeispiel läßt sich für den resultierenden Diagrammvektor der Abhängigkeitsgrad seiner Phasenlage von einer solchen Beeinflussung, wie Fig. 4 zeigt, in anschaulicher Weise darstellen. Auf der Ordinate ist die Phasendifferenz X (p a = f a(M=MTnaXj(pa (M=o) wobei oa(M=Mmax) den Phasenwinkel bei der auftretenden positiven Maximalamplitude der Beeinflussung, wie in Fig 2 im Zeitpunkt tm, und ça(M=O) den Phasenwinkel im Augenblickszustand Beeinflussung = Null (Beeinflussungsausgangszustand) bedeutet, im Winkelmaß aufgetragen; gleichfalls im Winkelmaß sind die Werte des Richtungswinkels a auf der Abszisse aufgetragen. Nach Voraussetzung wird im vorliegenden Falle das Rahmendiagramm amplitudenmäßig beeinflußt, der Beeinflussungsausgangszustand ist gekennzeichnet durch R'= o, wobei R' den die Feldintensität des Rahmendiagramms kennzeichnenden absoluten Größtwert des Diagrammvektors bedeutet. Ist der modulationsmäßig auftretende Maximalbetrag R des Vektorgrößtwertes R' gleich der Größe H des Runddiagrammvektors, so ändert sich d gj, mit a nach dem Verlauf der Kurve 1.
  • In der gleichen Diagrammdarstellung sind auch die Werte A des resultierenden Vektors VA, also die Amplitudenwerte des Felddiagramms für den gleichen Beeinflussungszustand eingetragen; die Amplitude verändert sich mit a nach dem Verlauf der Kurve AI.
  • Die Kurven II bzw. AII gelten für das Größenverhältnis H/R = I,25 und die Kurven III bzw. Am für das Größenverhältnis HIR 0,75. Bei der Berechnung der WerteT wurde davon ausgegangen, daß in den Fällen II und III die gesamte Feldintensität jeweils gleich der Intensität im Falle I ist; das heißt, für den Sender ist die abgegebene Leistung in allen drei Fällen gleich groß.
  • Die Kurven verdeutlichen, daß bei a = I800 und a = o bzw. 3600 sowie bei a = 90 und 2700 der die Richtung bestimmende Grad der Phasenempfindlichkeit des Diagrammvektors Grenzwerte aufweist.
  • Die Schärfe der Richtungsbestimmung hängt, wie ohne weiteres ersichtlich ist, von der Steigung der Kurven I, II und III in der Nähe der (positiven oder negativen) Maximalwerte bzw. der Nullwerte ab. Im vorliegenden Falle verläuft in dieser Beziehung die Kurve am günstigsten in der Nähe der Nulldurchgänge; es eignen sich daher diese Grenzwerte, also die Nullwerte, am besten für die Bestimmung und Festlegung einer Navigationsrichtung.
  • Bei einem Beeinflussungszustand infolge einer dem Absolutwert nach gleich großen, dem Vorzeichen nach jedoch entgegengesetzten Beeinflussung würden die a -Kurven spiegelbildlich zur Abszissenachse verlaufen. Es könnten also durch Einzeichnung dieser Spiegelbildkurven leicht die Vorgänge, z. B. bei einer Umtastung gemäß Beeinflussungsbild MC in Fig. 2, veranschaulicht werden, wobei dann das Zeichnungsbild so aufgefaßt werden müßte, daß die einander entsprechenden Kurven in Abhängigkeit von der Umtastung abwechselnd vorhanden sind. Es ergeben sich also bei der Umtastung Phasensprünge, die jeweils doppelt so groß wie die durch die einfache Tastung Mb hervorgerufenen sind.
  • Die d w -Verlaufskurven lassen erkennen, daß man bei Grenzwerten, d. h. positiven oder negativen Maximalwerten und Nullwerten, des zur Richtungsbestimmung ausgenutzten Phasenhubes solche unterscheiden kann, zu deren beiden Seiten, im Kurvenbild betrachtet, die d ? -Verlaufskurven nicht spiegelbildlich verlaufen. Bei diesen die Navigationsrichtung bestimmenden Grenzwerten des Phasenbeeinflussungsgrades ist demgemäß eine eindeutige Kennung der Seitenabweichung möglich. Es muß zu diesem Zweck die Richtung des zu einem definierten Zustandswechsel der Phasenbeeinflussung des Feldes gehörigen Phasenhube!s festgestellt und aus ihr und den bekannten einzelnen Phasenbeziehungen des Feldes die Seitenabweichung hergeleitet werden.
  • Darüber hinaus ermöglicht die Kenntnis des Verlaufes der Kurven im einzelnen, natürlich bei bekannter Größe der Phasenbeeinflussung, den Winkelbetrag der Seitenabweichung aus dem Verhältnis des festgestellten Wertes zum Extremwert des Phasenbeeinflussungsgrades abzuleiten.
  • In der Regel wird bei den verschiedenen Navigationsverfahren zur Beeinflussung der eine Richtcharakteristik aufweisenden Antennenfelder eine Umtastung vorgenommen und durch unterschiedliche Länge der Zeichen eine Seitenkennung definiert. Um in ähnlicher Weise bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Seitenkennung definitionsmäßig festlegen zu können, wird zweckmäßig der relativen Länge eines Tastzeichens ein dem Vorzeichen nach bestimmter Phasenzustandswechsel zu Beginn des Zeichens zugeordnet.
  • Die für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu verwendenden Empfangsanlagen müssen nach Voraussetzung die Anzeige eines Phasenbeeinflussungsgrades, d. h. eines Phasenhubes, ermöglichen. Als Empfangsgerät für die neue Navigationsmethode können also normale Frequenzmodulationsempfänger benutzt werden, die gegebenenfalls zusätzlich der Aufnahme anderer Signale oder Nachrichten dienen können.
  • Zur Erläuterung der Phasendemodulationsmethode seien die interessierenden Vorgänge in einem solchen Empfangsgerät bei der erfindungsgemäßen Richtungsbestimmung an Hand der schematischen Kurvenbilder der Fig. 5 kurz besprochen. Es ist vorausgesetzt, daß die Phasenbeeinflussung des Antennenfeldes durch Umtastung eines Teildiagramuis erfolgt. Der Phasenwinkel des resultierenden Diagrammvektors wird demgemäß, wie Kurve a zeigt, im Zeichenrhythmus um einen Mittelwert hin und her pendeln. Die Dauer des dargestellten Zeichens ist mit Tz angegeben. In Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Umtastvorganges selbst und von den Dämpfungsverhältnissen der Abstimm- und Filterkreise im Sender und Empfänger wird der Phasenwinkelwechsel, wie er an der Wandlerstufe des Frequenzdemodulators in Erscheinung tritt, nicht augenblicklich, sondern in einem kurzen Zeitintervall A tui bzw. tU2 erfolgen. Der Übergang von einem Phasen zus tand in den anderen bedeutet eine vorübergehende Frequenzänderung der Trägerwelle, die etwa so, wie Kurve b zeigt, aufzufassen ist. Der dem Phasenwechsel entsprechende Frequenzhub ist mit df bezeichnet, und der diesem Frequenzhub proportionale Spannungsimpuls der Demodulationsspannung UDem ist aus dem Verlauf der Kurve c ersichtlich. Wie bei der Untersuchung der verschiedenen Phasenzustände des zusammengesetzten Felddiagramms klargestellt wurde, entspricht einer bestimmten Teildiagrammbeeinflussung eine definierte Phasenwinkeländerung des resultierenden Diagrammvektors. Bei der Umtastung tritt entweder Phasenvorhub oder -rückhub auf und demzufolge eine vorübergehende Frequenzerhöhung oder -erniedrigung bzw. ein gegenüber der mittleren Demodulationsspannung UO gemessener positiver oder negativer Spannungsimpuls.
  • Aus dem Vorzeichen dieses Spannungsimpulses kann also die Seitenabweichung eindeutig hergeleitet werden, wenn alle sonstigen Beziehungen definiert sind. Die sich ergebenden, durch ihre Vorzeichen und ihre unterschiedliche zeitliche Aufeinanderfolge voneinander unterscheidbaren Impulse können nun z. B. in an sich bekannter Weise zur Zuckanzeige unmittelbar ausgewertet werden; für die Einrichtung einer Hör- oder Dauersichtanzeige sind zusätzliche Mittel erforderlich, wie sie für ähnliche Zwecke bereits vorgeschlagen worden sind.
  • Dem erfindungsgemäßen Verfahren sind, wie aus vorstehendem hervorgeht, die gleichen grundsätzlichen Vorteile wie dem allgemeinen Sende- und Empfangsverfahren mit frequenzmodulierten Wellen eigen. Amplitudenschwankungen und die amplitudenmäßig sich auswirkenden Störüberlagerungen der empfangenen Welle beeinträchtigen also die erfindungsgemäße Richtungsbestimmung nicht. Nun ist aber, wie für das gewählte Diagrammbeispiel die in Fig. 4 dargestellte Kurvenschar verdeutlicht, festzustellen, daß die theoretisch höchstmögliche Schärfe der Kurslinienfestlegung bzw. die Genauigkeit der Richtungsbestimmung unter sonst unveränderten Bedingungen nicht mit einer konstanten Größe der Feldintensität in der entsprechend der Erfindung durch zl = o definierten Richtung zusammenfällt. Es ist vielmehr so, daß der größeren Schärfe eine kleinere Feldintensität in der Kurslinienrichtung zugeordnet ist. Bei gegebenen sonstigen Bedingungen wird sich daher bei einem solchen Felddiagramm zur Erzielung einer höchstmöglichen Genauigkeit ein praktisch günstigster Wert für das Teilintensitätsverhältnis IJIR ergeben.
  • Der als Rahmendiagramm bezeichnete Teil des erörterten Felddiagramms entspricht der Feldcharakteristik von zwei gegenphasig gespeisten Einzelstrahlern, deren Entfernung d voneinander etwas weniger als die halbe Wellenlänge beträgt.
  • Um diesem Rahmendiagramm ein Runddiagramm zu überlagern, muß eine symmetrisch zu den beiden genannten Antennenleitern angeordnete Antenne ohne Richtcharakteristik in der Navigationsebene vorgesehen werden, was etwa in der durch Fig. 6 veranschaulichten Weise erfolgen kann. Die beiden Antennenleiter Dl und Dr erzeugen das Rahmendiagramm, die mittlere Antenne, das Runddiagramm. Zur Erlangung der vorausgesetzten go0-Phasenbeziehung zwischen den Teildiagrammvektoren VH und VR im Fernfeld, wie sie z. B. in Fig. I schematisch angedeutet ist, muß der Antennenstrom des einen Richtdiagrammantennenleiters mit dem der Runddiagrammantenne gleichphasig, der des anderen gegenphasig sein.
  • Bei dem vorausgesetzten Diagramm ist die nach der Erfindung definierte Richtungsbestimmung innerhalb eines Winkelsektors von I800 eindeutig.
  • Es kann nun auf Kosten der Eindeutigkeit der Richtungsbestimmung in einem bestimmten Winkelsektor auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Genauigkeit der Richtungsbestimmung (Leitstrahlschärfe) ähnlich wie z. B. bei Amplitudenvergleichsverfahren erhöht werden. Zu diesem Zweck muß die gegenseitige Entfernung d der Richtdiagrammantennenleiter vergrößert werden. Wird d z. B. gleich dem 5,75 fachen der Wellenlänge gemacht, so gelten die in Fig. 4 dargestellten Verlaufkurven für X <p statt innerhalb eines Winkelsektors von 3600 in einem Bereich von nun 200; das heißt, dadurch wird eine Isfache Richtverschärfung erzielt. Das genannte Mittel läßt auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ohne Feldstärkeverlust in der Kurslinienrichtung eine beliebige Genauigkeitssteigerung der Richtungsbestimmung zu.
  • Die den bisherigen Erläuterungen des neuen Richtungsbestimmungsprinzips zugrunde gelegten Felddiagramme sind nur als ein Beispiel anzusehen.
  • Einige weitere Kombinationen von Felddiagrammen sollen verdeutlichen, daß mit anderen an sich bekannten Antennensystemen bei entsprechender Speisung ebenfalls günstige Bedingungen für die Richtungsbestimmung nach dem neuen Verfahren erreicht werden können.
  • Als zweites Beispiel sei das im Prinzip aus zwei räumlich und phasenmäßig um go0 gegeneinander versetzten Rahmendiagrammen bestehende sogenannte Drehfeld gewählt. In Fig. 7 a ist das Amplitudendiagramm Rl und R2 dargestellt; in Fig. 7 b zeigt die Kurve I das Kurvenverlaufsbild für i1 wenn der Beeinflussungsvorgang wiederum beispielsweise durch eine Amplitudenbeeinflussung, und zwar des Felddiagramms Rl, bewirkt wird.
  • Nach der eingeführten Bezeichnungsweise ist R,' = 0 bis R,' = R,, R2, = 7f2 = const. und R,/R2 = I. Der Phasensprung zl bei einer Phasenumtastung R,' - -R, bis Rl' = + R, würde das Doppelte des im Diagrammbild angegebenen X 5n -Wertes betragen.
  • Außer den jeweils eine Navigationsrichtung bestimmenden Nulldurchgängen der zu Kurve bei a = o bzw. 3600 und a = ISoO weist die Kurve noch Maximalwerte bei a = go0 und a = 2700 auf, die ebenfalls im Sinne der Erfindung als die Navigationsrichtung bestimmende Grenzwerte von ausgewertet werden können. Die Unstetigkeit der Kurve an den letztgenannten Stellen kennzeichnet den physikalischen Umstand, daß in dieser Richtung die Phasenbeeinflussung des resultierenden Diagrammvektors von den unmodulierten Teildiagrammen unabhängig ist.
  • Als drittes Beispiel sei ein Felddiagramm beschrieben, das durch Überlagerung eines Drehfeldes mit einem Runddiagramm H entsteht. Der Phasenwinkel zwischen dem Runddiagrammvektor V11 und dem Rahmendiagrammvektor VOR 2 im oberen Teil des Antennenfeldes beträgt o°. Der 2 Q) -Verlaufskurve II in Abb. 7 b liegen folgende Werte zugrunde: 77 = H = const., R,' = o tbis R1 = T1. R, = R2, = const., li, HIR1 771R2 = H/R2, = 0,75; Kurve III: H' = H = const., R1, = O bis R,' R2,=R2=const., R2=R1, HIR1= 7/R = I; Kurve IV: H' = r77 = const.,R,' = o bis R,' = R1, R,.
  • R2' = R2 = const., R2=R,, H/R1= 7/R2= 1,25.
  • Das vierte Beispiel, das durch die Bilder der Fig. 8 a und Sb veranschaulicht wird, weist gegenüber den beiden vorhergegangenen den Unterschied auf, daß der Phasenwinkel zwischen dem Runddiagrammvektor V11 und dem Rahmendiagrammvektor VR2 90D ist.
  • Kurve I: H' = H = const., R,' = o bis R,' = R2' = R2 = const., R2 = R,, 77/R, = HIR2 = 0,75; Kurve II: wie vorher, jedoch HIR, = 77/R2 = 1.
  • KurveIII: wie vorher, jedochH/R,=77/R2 = I,25.
  • Bei allen vorstehend erläuterten Diagrammbeispielen wurde vorausgesetzt, daß jeweils eins der Teilfelder amplitudenmäßig beeinflußt wird. An die Stelle der Amplitudenbeeinflussung kann zur Erzielung des im Endresultat gleichen Zwecks, wie z. B. aus Fig. 3 leicht ersichtlich ist, auch eine entsprechende Phasenbeeinflussung des Teilfeldes treten; an die Stelle der Veränderlichkeit der Größe des Teildiagrammvektors VR tritt dann eine entsprechende Drehung des seiner Größe nach konstanten Vektors.
  • Ist die Aufgabe zu lösen, ein Antennenfeld der beschriebenen Art bzw. seine sich nach dem neuen Verfahren bestimmende Richtcharakteristik in der Navigationsebene zu drehen, etwa zur Veränderung einer I,eitstrahlrichtung, zur Ausstrahlung einer rotierenden Kurslinie oder zur Durchführung einer Peilung, so wird es in der Regel vorteilhaft sein, unter Verwendung eines Adcocks-Systems mittels der Rotorspule der Goniometer anordnung die Drehung des Antennenfeldes durchzuführen.
  • Ein mit Vorteil etwa für eine solche Drehung der gemäß der Erfindung definierten Richtung eines Drehfeldes verwendbares Ausführungsbeispiel einer Goniometeranordnung stellt Fig. g schematisch dar.
  • Die zum Strahlerpaar S1 des Goniometers gehörige Statorspule I ist gegenüber der zum Strahlerpaar 53 gehörigen Statorspule 2 entkoppelt angebracht.
  • Ebenfalls gegenseitig entkoppelt sind die beiden Rotorspulen der Goniometeranordnung, von denen die Spule 3 über den Kanal I und die Spule 4 über den Kanal II mit dem Sende- bzw. Empfangsgerät verbunden sind. Im Kanal 1 liegt ein Phasenschieber 5 zur Erzielung der für das Drehfeld charakteristischen 90°-Phasenverschiebung der Antennenströme; im Zuge des Kanals II liegt die Modulationsanordnung 6 zur Beeinflussung des einen Teildiagramms. Diese Modulationseinrichtung kann im einfachsten Falle aus Umpolkontakten zur Durchführung einer +-Umtastung bestehen.
  • Bei einer Drehung der Rotorspule um einen bestimmten Winkelbetrag wird das Drehfeld des Antennensystems bzw. seine dem neuen Verfahren entsprechende Richtcharakteristik um den gleichen Winkelbetrag gedreht, wobei es mit Hilfe der Älodulationsanordnung möglich ist, die für die erfindungsgemäße Richtungsbestimmung erforderliche Phasenbeeinflussung des Drehfeldes durchzuführen.
  • Bei der Erzeugung einer solchen drehbaren Kurslinie sind die Kanäle I und II an die gleiche Hochfrequenzspannung angeschlossen; beim Empfang dienen die Anordnung 5 und 6 in den beiden Kanälen zur Beeinflussung der aufgenommenen Antennenströme, also zur indirekten Beeinflussung des Antennenfeldes.
  • Die auf vorstehenden Seiten beschriebenen Diagrammbeispiele lassen erkennen, daß die mannigfaltigsten Abwandlungen in der Zusammensetzung der Felder, die sich für das neue Navigationsverfahren eignen, möglich sind. Davon abgesehen kann auch die Durchführung der zur Richtungsbestimmung erforderlichen Phasenbeeinflussung des resultierenden Diagrammvektors in verschiedener Weise vorgenommen werden. Von der erwähnten Amplituden- oder Phasenbeeinflussung eines einzelnen Richtdiagramms abgesehen, kann gegebenenfalls z. B. auch eine entsprechende Beeinflussung des zugehörigen Runddiagramms erfolgen. Ferner muß die vorteilhafte Möglichkeit erwähnt werden, gleichzeitig mehr als eins der Teildiagramme,gegebenenfalls gegenphasig, zu beeinflussen, um günstige Bedingungen für die Richtungsbestimmung zu erlangen. So kann es z. B. besonders vorteilhaft sein, in einer Anordnung nach Fig. g die Abwandlung zu treffen, daß nicht nur in einem Kanal ein steuerbares Phasenbeeinflussungsglied (6) vorhanden ist, sondern daß unter Weglassung des festen go0-Phasenschiebers je ein solches steuerbares Glied in beiden Kanälen angeordnet ist. Diese beiden Beeinflussungsorgane können dann in der Weise gegenphasig arbeiten, daß das eine etwa eine Phasendrehung von + 450 auf --450 bewirkt, während das andere eine Phasenvorwärtsdrehung von 450 auf + 450 hervorruft, so daß die für das Drehfeld charakteristische 90°-Phasenverschiebung der Speiseströme im Beeinflussungsausgangszustand stets vorhanden ist. Die verhältnismäßig geringe, durch Steuerung bewirkte Phasenbeeinflussung in jedem der Kanäle ist in vielen Fällen vorteilhafter als die Phasendrehung um den doppelten Betrag in nur einem Kanal.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Funknavigationsverfahren für frequenzdemodulierende Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß durch sende- oder empfangsseitige Maßnahmen eine periodische Phasenmodulation des Antennensystems mit in den verschiedenen Richtungen derart unterschiedlichen Phasenhüben vorgenommen wird, daß ausgezeichnete Linien im Raum durch einen minimalen oder maximalen Wert des Phasenhubes charakterisiert sind und daß zur Richtungsbestimmung die Größe des im Empfänger aufgenommenen Phasenhubes ausgewertet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung der Seitenabweichung die Form des periodischen, zeitlichen Verlaufes des Phasenhubes, die beiderseits einer ausgezeichneten Linie im Raum unterschiedlich, z. B. spiegelbildlich ist, am Empfängerausgang beobachtet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als zeitlicher Verlauf der Änderung des Phasenhubes das Integral des zeitlichen Kurvenverlaufes gewählt wird, der für das Demodulationsprodukt im Empfänger gewünscht ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks richtungsabhängiger Phasenbeeinflussung der Antennengesamtcharakteristik eine Beeinflussung der Ströme eines ein Teildiagramm erzeugenden Antennensystems durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks richtungsabhängiger Phasenbeeinflussung der Antennengesamtcharakteristik die Veränderung der Antennenströme durch gleichzeitige gegenphasige Beeinflussung von zwei je ein Teildiagramm erzeugenden Antennensystemen durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks richtungsabhängiger Phasenbeeinflussung der Antennengesamtcharakteristik die Veränderung der Antennenströme durch deren Amplitudenbeeinflussung vorgenommen wird.
  7. 7 Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch Verwendung eines Antennensystems, dessen Charakteristik der Überlagerung eines Runddiagramms und eines Rahmendiagramms entspricht.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 6, gekennzeichnet durch Verwendung eines Antennensystems, dessen Charakteristik einem Drehfelddiagramm entspricht.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 6, gekennzeichnet durch Verwendung eines Antennensystems, dessen Charakteristik der Überlagerung eines Drehfelddiagramms und eines Runddiagramms entspricht IO. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 9, gekennzeichnet durch Verwendung eines Adcock-Antennensystems.
    II. Verfahren nach Anspruch IO, dadurch gekennzeichnet, daß, um die durch einen Phasenhubbeeinflussungsgrenzwert bestimmte Richtung der Drehfeldcharakteristik des Adcock-Antennensystems verändern zu können, im Goniometerkopplungsvariometer ein Kreuzspulenrotor verwendet ist, dessen beide gegenseitig entkoppelte Spulen über je einen Kanal angeschlossen sind, und daß in diesen beiden Kanälen Mittel verwendet sind zur Einstellung der erforderlichen gegenseitigen Phasendifferenz der Antennenströme sowie zur Durchführung ihrer veränderlichen Beeinflussung.
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