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Vorrichtung zur Befestigung der Stützflächen für Mitfahrende an Fahrrädern
und Kraftfahrrädern Zur Mitnahme von Kindern auf Fahrrädern. Motorfahrrädern und
Motorrädern ist- die Anbringung von besonderen Stützflächen an diesen Fahrzeugen
notwendig. Diese Stützflächen, Sitze und Fußrasten werden meist nicht ständig, sondern
nur von Fall zu Fall benötigt. In der übrigen Zeit wirken sie an den Fahrzeugen
störend, überflüssig und unschön. Da Kinder außerdem einmal auf dem Herrenrad, ein
andermal auf dem Damenrad mitgenommen werden, tritt der Wunsch auf, diese Stützflächen
schnell und einfach sowohl an Damenrädern als auch an Herrenrädern anbringen bzw.
davon abnehmen zu können.
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Die bekannten Modelle mit verschraubten Schellen, Schnappverschlüssen
oder Exzenterklemmung erfüllen diese Forderungen nicht oder nur teilweise. Die Erfindung
bringt dagegen durch Vereinigung der folgenden Vorteile einen wesentlichen Fortschritt
mit sich.
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a) Die Stützflächen können mit einem Griff ohne Benutzung von Schraubenschlüsseln,
Schraubenziehern oder sonstigen Werkzeugen und ohne wesentlichen Kraftaufwand angebracht
oder abgenommen werden.
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b). Alle Teile der Vorrichtung sind fest miteinander verbunden, so
daß es kein Verlieren oder Verlegen von Einzelteilen, wie Schrauben, Muttern, Klemmstücken
u. a., gibt.
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c) Die als Fußraste ausgebildete Stützfläche kann an jeder Vorderradgabel
und die als Soziussitz ausgebildete
Stützfläche am Rahmenrohr von
Herren-und Damenrädern ohne jedes Werkzeug befestigt werden.
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d) Die Belastung der Einrichtung wirkt im Sinne der Festklemmung,
so daß der Halt bei Belastung eher besser, keinesfalls schlechter wird. Das allrnähliche
Lockern, wie es bei Verschraubungen infolge' der Fahrterschütterungen häufig ist,
ist unmöglich.
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Erfindungsgemäß besitzt die Vorrichtung zur Befestigung der Stützflächen
für Mitfahrende an Fahrrädern oder Kraftfahrrädern eine z. B. das Rahmenrohr umfassende
Klammer, die mit Hilfe eines daran schwenkbar angebrachten Halters, der die Stützfläche
trägt, beim Verschwenken derselben in die Gebrauchslage am Rahmenrohr festklemmbar
ist.
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Die näheren Einzelheiten der Erfindung sind in der Beschreibung und
Zeichnung an einer Stützfläche in Form eines Kindersitzes geschildert.
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Abb. i zeigt die Einrichtung für ein Damenrad in Ansicht; Abb. a stellt
die Einrichtung in Draufsicht; gesehen in Richtung des Pfeiles A in Abb. i, .dar;
in Abb. 3 ist die Einrichtung, gesehen in Richtung des Pfeiles B in Abb. i, zum
Teil im Schnitt, entworfen; Abb. 4 zeigt die Einrichtung an einem Herrenrad in Ansicht;
in Abb. 5 ist der Halter selbst in Ansicht von unten nach Abb. i dargestellt und
in Abb.6 die Klemmvorrichtung vergrößert veranschaulicht.
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Es bedeutet i einen Halter für den Kindersitz z, der starr in üblicher
Weise auf dem Halter i befestigt ist. Mit dem Halter i ist eine Klammer 3, die zur
Befestigung des Sitzes am Rahmenrohr 4 des Fahrzeuges dient, durch einen Bolzen
5 gelenkig verbunden. Die Klammer 3 wird durch ein Paar auseinanderfedernder, zu
Backengeformter Schenkel gebildet, deren Krümmung dem Rahmenrohr entspricht. Die
Backen tragen z. B. zwei Paare von Warzen 6, welche aus dem Mantel der Klammer allmählich
ansteigen und am Ende dieses Anstieges Anschläge 6a aufweisen.
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Der Halter i hat U-förmigen Querschnitt. In den Seitenwänden ist der
Bolzen 5 eingenietet. Diese Seitenwände laufen an ihren freien Ecken in zwei Paare
-von Ansätzen ia und ib aus. Der Halter i läßt sich infolge seiner Lagerung auf
dem Bolzen 5 um diesen verschwenken. Hierbei gelangen, wie aus Abb. i ersichtlich,
die Ansätze ia, falls der Sitz nach rechts abwärts geschwenkt wird, über die Warzen
6. Dadurch werden die Backen der Klartimer 3 an das Rahmenrohr 4 angepreßt und der
Soziussitz auf dem Rahmenrohr festgeklemmt.
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Bei Verwendung der Einrichtung auf einem Herrenrad nach Abb. 4 pressen
sich die Ansätze ib an die Warzen 6 der Klammer 3, wodurch diese das horizontale
Rahmenrohr einklemmt. Zur Sicherung gegen das Übergleiten der Ansätze ia und ib
über die Warzen 6 sind diese mit Anschlägen 6a (Abb. 6) ersehen. Besondere Warzen
können entfallen, sofern bei entsprechender Dimensionierung der Teile die nötige
Einpressung durch das Aufgleiten der Ansätze ia und ib auf die gewölbten Backen
der Klammer erzielt wird. Die Klemmwirkung kann auch dadurch erreicht werden, daß
die Ansätze ia, ib allmählich ansteigende Flächen erhalten, welche beim Verschwenken
des Halters i die Anpressung der Klammer 3 bewirken und Anschläge als Begrenzung
tragen. Die Anschläge können entfallen, wenn Teile des Halters i in ihrer Endstellung
auf der Klammer 3 aufliegen.
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Der U-förmige Querschnitt des Halters i kann durch jeden anderen ersetzt
werden, der die entsprechende Stabilität gewährleistet.
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Der durchgehende Bolzen 5 kann durch zwei kurze Bolzen, Niete oder
Schrauben ersetzt werden, die dann jeweils einen Schenkel der Klammer 3 mit einer
Seitenwand des Halters i verbinden.
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Als Sitz kann ebenso eines der üblichen Mittel, z. B. ein Korb, dienen.
Der Halter i kann durch entsprechend geformte Teile des Sitzes selbst ersetzt werden.
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Die Warzen 6a oder diesen entsprechende Teile können Stufen oder Zahnungen
erhalten, durch welche dem Nachlassen des Druckes bei Entlastung eine gewisse Grenze'gesetzt
wird.
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Der gleiche Lösungsgedanke findet Anwendung bei der Ausführung der
Stützfläche als Fußraste. Hier trägt der Halter die Fußraste bzw. ist dieser selbst
als Fußraste ausgebildet und schwenkbar an der Klammer angeordnet. Bildet die nun
entwickelte Fußraste mit der Klammer 3 einen rechten oder nahezu rechten Winkel,
so kann die Einrichtung auf die Scheide der Vorderradgabel aufgesetzt bzw. von ihr
abgenommen werden. Drückt man die Fußraste abwärts, so werden die Schenkel der Klammer
3, wie oben geschildert, zusammengepreßt und klemmen sich an der Vorderradgabel
fest. Auch bei dieser und ihr entsprechenden anderen Einrichtungen für andere Verwendungszwecke
gilt das über die Sicherung der Ansätze, Warzen, Anschläge und Konstruktionseinzelheiten
oben Gesagte.
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Die Backen der Halteklammer sind innen zweckmäßig mit einem elastischen
Belag; z. B. Gummi, versehen, um die Fahrzeuglackierung zu schonen und durch das
Haftvermögen des Gummis den Halt noch zu verbessern. Außerdem kann man durch diesen
Belag die Klammer an besonders dünne Rohre (z. B. Rahmenrohre oder Vorderradgabeln)
anpassen.