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Für Spielzeug- und Modellbahnen bestimmte Lokomotive mit auf einem
einzigen Treibachsengestell gelagertem Fahrzeugaufbau Die Erfindung betrifft eine
für Spielzeug- und Modellbahnen bestirnmteLokomotive mit auf einem Treibachsengestell
gelagertem Fahrzeugaufbau (z. B. Dampfkesselnachbildung mit Führerhaus bei einer
Dampflokomotivennachbildung), deren Vorbild mehr als zwei in einem Rahmen gelagerte,
mit Kuppelstangen versehene Treibradachsen sowie gegebenenfalls dazu noch Laufradachsen
hat.
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Es ist durch die deutsche Patentschrift 818 ot9 bekanntgeworden, einen
Teil der Radachsen einer Lokomotivnachbildung als Laufradachsen, d. h. als nicht
angetriebene Radachsen auszubilden. Bei dieser Bauart werden zwei zweiachsige, ausschließlich
mit Treibradachsen versehene Drehgestelle des Vorbildes in eine Fahrgestellnachbildung
umgewandelt, die aus einem zweiachsigen Treibradgestell und zwei Laufradachsen besteht.
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Demgegenüber liegt derErfindun,g @diieAufgaben-Stellung zugrunde,
ein Fahrgestell, das beim Vorbild mehr als zwei miteinander durch Kuppelstangen
gekuppelte Treibradachsen aufweist, so in Teilgestelle aufzulösen, daß mit möglichst
einfachen Mitteln ein gut kurvengängiges Fahrgestell erreicht wird, dias äußerlich
dem Vozbild, gleicht, also Kuppelstangen hat, und dessen Reibungsgewicht möglichst
günstig, am besten in voller Größe, auf die Räder übertragen wird. Erfindungsgemäß
ist die Aufgabe in der Weise gelöst worden, daß mindestens eine der Nachbildungen
der Treibradachsen, und zwar jeweils die erste oder die
letzte,
als in einem Dreh- oder Schwenkgestellrahmen gelagerte Laufradächse ausgebildet
ist.
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Gegenüber einem bekannten Modell, das als Vorbild eine Lokomotive
mit fünf gekuppelten Treibradachsen hat, dessen fünf Radachsen Treibradachsen sind
und dessen Fahrgestell in zwei gelenkig aneinander angeschlossene Teilgestelle -mit
zwei bzw.mitdrei TreIbachsen unterteilt ist,'hatder Erfindungsgegenstand den Vorteil,
daß das Triebwerk des Modells einfacher aufgebaut ist; Triebwerksteile, die bei
der bekannten Bauart Drehinomente von einem durch den Aufbau belasteten Teilgestell
(Treibgestell) auf ein zweites, ebenfalls vom Aufbau belasteten Teilgestell (Treibgestell)
übertragen, fehlen beim Erfindungsgegenstand.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung führt der die Laufradachse
lagernde Rahmen eine zweite Laufradachse, die auch beim Vorbild eine Laufradachse
ist; es ist in diesem Falle besonders zweckmäßig, die beiden Laufradachsen in einem
Drehgestellrahmen zu lagern, der am Fahrzeugaufbau zentriert ist, oder aber das
die Laufradachsen lagernde Gestell als Schwenkgestell auszubilden, wobei eine oder
mehrere der Laufradachsen das zum Erzielen der Kurvengängigkeit nötige Axna1spiel
aufweisen.
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Erkannt wurde ferner, daß es ratsam ist, beim Erfindungsgegenstand
höchstens vier der Treibradachsen in dem Treibradrahmen zu lagern, weil Treibgestelle
mit mehr als zwei Treibachsen seitenverschiebbare Treibachsen, d. h. Treibachsen
mit über das. normale Lagerspiel hinausgehendem Axialspiel, haben müssen und zwei
Treibachsen ohne und zwei Treibachsen mit diesem Axialspiel verhältnismäßig günstige
Verhältnisse für den Zusammenbau und für die Beanspruchung des Fahrzeuges schaffen.
Es ist deshalb zweckmäßig, .vier Treibradachsen eines Modells in einem Treibgestell
zu lagern und alle anderen Treibradachsen im Sinne der Erfindung als Laufachsen
ausizubilden.
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Es ist möglich, die Laufradachsen, die beim Vorbild Treibradachsen
sind, unmittelbar an die Kuppelstangen anzuschließen. Ein hinreichend vorbildgetreues
Aussehen . "vizd aber schon erreicht, wenn die K:uppelstangen über die Laufradachsen
hinweggreifen, ohne diese zu berühren.
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Schließlich wird noch vorgeschlagen, diese Laufradachsen, die Treibachsen
des Vorbildes nachahmen, mit dem Triebwerk der Lokomotive zu kuppeln, und zwar vorzugsweise
über zwei Zahnräder, von denen eines in an sich bekannter Weise so ausgebildet ist,
daß es auch beim Schwenken des Dreh- bzw. Schwenkgestelles gegenüber dem Treibgestell
mit dem zweiten Zahnrad im Eingriff bleibt. Diese Bauart wird dann Anwendung finden
können, wenn gefordert wird, daß die eine Treibachse nachbildende Laufachse mit
den Treibachsen Gleichlauf haben ,soll. Mit den ,als Laufradfach.sen bezeichneten
Nachbildungen von Treibachsen des Vorbildes sind also nicht nur nicht angetriebene
Radachsen gemeint, sondern Laufradachsen allgemein, die keine Treibwirkung haben;
die Laufradachsen können demnach angetrieben sein, sind aber nicht vom Fahrzeuugau.fbau
belastet; sie würden also auf dem Gleis rutschen, wenn das Treibgestell der Lokomotive
durch irgendwelche, nur theoretisch in Erwägung gezogene Umstände vom Gleis abgehoben
werden sollte.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
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Abb. i zeigt den Grundriß eines nach der Erfindung gebauten Fahrgestelles
mit drei Treibradachsen und einer in einem Schwenkgestellrahmen gelagerten Laufradachse
der Nachbildung einer Treibradachse und Abb. 2 .die Seitenansicht einer Lokomotive
des Großbetriebes mit fünf Treibachsen und zwei nicht angetriebenen Laufradachsen;
Abb. 3 bis 6 zeigen Grundrisse von erfindungsgemäßen Nachbildungen des Fahrgestelles
dieser Lokomotive, während Abb.7 eine Vorrichtung zum Antreiben der Laufradachse
von einer Treibradachse aus in der Seitenansicht und Abb. 8 in der Draufsicht zeigt.
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Die Hauptteile des Fahrgestelles der Lokomotiven in Kleinausführung
sind die den Fahrzeugaufbau i führenden Treibradachsen 2 bzw. 3, die im Interesse
der Kurvengängigkeit des Treibgestelles mit Axialspiel versehenen Treibradachsen
¢ bzw. 5, der Treibradrahmen 6, die Treib-Iradachsen nachbildenden Laufradiaohsen
7 .bzw. ß, die Schwenkgestellrahmen 9 bzw. Drehgestellrahmen io und die Laufachsen
des Vorbildes nachbildenden Laufachsen i i bzw. 12.
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Zu Abb. i: Der Bolzen 13 lenkt den Schwenkgestellrahrnen 9 an den
Treibradrahmen 6 an.
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Zu Abb. 2: Kuppelstangen K verbinden die Treibradachsen T; letztere
tragen zusammen mit den Laufradachsen L den Aufbau A.
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Zu Abb. 3: Kuppelstangen 14 verbinden die Treibradachsen 2, 3 miteinander
und greifen auf die Laufradachse 7.über. Die Schwenkgestellrahmen 9 sind durch Bolzen
13 an den Treibradrahmen 6 angelenkt. Der Hilfsgestellrahmen ist mit 9,1
bezeichnet.
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Zu Abb. 4: Der Drehgestellrahmen io ist durch den Bolzen ia an den
am Treibradgestell getragenen Aufbau i angelenkt.
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Zu den Abb. 5 und 6: Die Laufradachse 7 bzw. die Lauf radacbsen 7
und 8 `haben ein Axial-spiel, das das Treibgestell kurvengängig macht.
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Zu den Abb. 7 und 8: Das auf der Lauf radach'se 7 sitzende Stirnz.abnrad:15
ist so geformt, d@aß es beim Schwenken des Schwenkgestellrahmens 9 in Richtung des
Pfeiles P immer im Eingriff mit dem Zahnrad 16 des Treibradachsentriebwerkes ist.
Die Laufradachse 7 dreht sich also im Gleichlauf mit der Treibradachse 4; das Sch-,venkgestell
ist jedoch kein Tragteil des Aufbaues i.