DE925794C - Oberflaechenveredlung von Gegenstaenden aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid - Google Patents

Oberflaechenveredlung von Gegenstaenden aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid

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DE925794C
DE925794C DEW6590A DEW0006590A DE925794C DE 925794 C DE925794 C DE 925794C DE W6590 A DEW6590 A DE W6590A DE W0006590 A DEW0006590 A DE W0006590A DE 925794 C DE925794 C DE 925794C
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polyvinyl chloride
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dissolving
thermoplastics
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WESTERWERKE FABRIKEN HOCHFEUER
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WESTERWERKE FABRIKEN HOCHFEUER
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/02Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances with solvents, e.g. swelling agents

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Description

  • Oberflächenveredlung von Gegenständen aus thqermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Oberflächenveredlung von Gegenständen aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid.
  • Besonders im Spritzgußverfahren bearbeitete Polyvinylchloridmassen, namentlich auf der Grundlage von Hartpolyvinylchlorid, neigen immer wieder zu mangelhafter Oberflächenbeschaffenheit.
  • Diese Nachteile ließen sich auch nicht oder nur sehr unvollkommen durch Anwendung hochglanzpolierter Formen vermeiden, da deren Politur hauptsächlich infolge geringfügiger Korrosion erfahrungsgemäß bald abnahm.
  • Es ist bekannt, zur Erzielung glänzender Oberflächen thermoplastische Preßmassen in der Form zu lüften, um ein Entweichen der das Beschlagen der Formen und ein Mattwerden der Preßteile herbei führenden flüchtigen Bestandteile zu bewirken.
  • Da die Praxis ergeben hatte, daß es nicht ausreicht, die plastischen Massen in der heißen Form zu erwärmen, insbesondere weil dieser Vorgang keine ausreichende Gleichmäßigkeit gewährleistet und zu einer Beeinträchtigung der Oberflächenbeschaffenheit führt, ging man dazu über, die zur Verarbeitung kommenden Preßmassen auch außerhalb der Form gut vorzuwärmen.
  • Es ist auch bekannt, glänzende Oberflächen dadurch zu erzielen, daß man den Härtegrad der Preßmassen soweit wie möglich erhöht. Hier sind aber Grenzen gesetzt, die durch andere von den geformten Gegenständen verlangte Eigenschaften bedingt sind.
  • Da die Wirkungen aber in beiden Fällen noch nicht den Erfordernissen entsprachen, die an eine Oberflächenbrillanz zu stellen sind, wurden beide Maßnahmen vereint, d. h., man verwendete harte Preßmassen, die man vor dem Preßvorgang außerhalb der Form gut durchwärmte.
  • Auch hat man versucht, eine Oberflächenveredlung bei Filmen dadurch zu erreichen, daß man Filme aus wasserlöslichem Polyvinylalkohol mit der Lösung eines wasserunlöslichen, aliphatischen Aldehyds mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen; z. B. Polyvinylbutyraldehydacetal, und eines sauren Katalysators in einem organischen Lösungsmittel überzog und den Überzug etwa I Minute auf 60 bis IIoO C erwärmte.
  • In allen Fällen ließ aber der Glanz der fertiggeformten Erzeugnisse noch zu wünschen übrig.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, alle Nachteile und Mängel, die den vorliegenden Verfahren anhaften, zu beseitigen, um in einfacher Weise eine dauerhafte Oberflächenveredlung bei ausgezeichneter Oberflächenbrillanz zu erzielen.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß die Oberfläche der Formlinge bis zur Erreichung von Hochglanz Dämpfen von lösend oder quellend wirkenden Verbindungen, z. B. Cyclohexanon oder Dioxan, insbesondere von cyclischen Äthern, wie -Tetrahydrofuran, bzw. deren Derivaten oder Gemischen dieser Stoffe miteinander, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen lösend oder quellend wirkenden Stoffen oder Nichtlösungsmitteln, wie Alkoholen oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, ausgesetzt wird.
  • Esist bekannt, Formlinge aus Polyvinylchlorid oder anderen plastischen Kunstmassen mit lösenden und nicht lösenden organischen Flüssigkeiten zu behandeln. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine sich lediglich auf die Oberfläche erstreckende Behandlung mit der Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung, sondern um das Problem, diese Formlinge in einen kautschukartigen Zustand hoher Kälteelastizität zu versetzen, wozu im Gegensatz zur Erfindung eine lange Wärmebehandlung (z. B.
  • 4 bis 6 Stunden) unter Eintauchen der Formlinge erforderlich ist, weil eine völlige Struktur änderung der gesamten Masse der Formlinge erreicht werden soll. Hierbei ist die zusätzliche - Verwendung von Nichtlösungsmitteln erforderlich, um ein völliges Auflösen der Formlinge durch das Lösungsmittel zu verhindern sowie um gegebenenfalls nachträglich Weichmachungsmittel in die Tiefe der Formlinge hinein diffundieren zu lassen.
  • Bei Gegenständen aus Celluloid ist es bekannt, zum Zwecke des Polierens Lösungsmittel wie Alkohol oder Acetondämpfe zu verwenden. Bei Celluloid handelt es sich aber nicht um einen synthetischen thermoplastischen - Kunststoff im Sinne der vorliegenden Erfindung, sondern um einen Werkstoff, der unter Verwendung von Lösungsmitteln aus nativer Cellulose nach erfolgter Nitrierung gefertigt ist, so daß es naheliegt, aus Celluloid bestehende Gegenstände nachträglich mit einem Lösungsmittel zum Zwecke des Polierens zu behandeln. Demgegenüber handelt es sich bei den von der Erfindung benutzten synthetischen thermoplastischen Kunststoffen um Werkstoffe, die unter Ausschluß von Lösungsmitteln hergestellt sind; dabei war nicht ohne weiteres zu erwarten, daß die erfindungsgemäß vorgesehene Behandlung bei der weniger geschlossenen Oberfläche und dem an sich geringen Lösungsvermögen zu glatten und glänzenden Oberflächen führen würde.
  • In weiterer Ausbildung des Verfahrens nach der Erfindung können die Wirkstoffe auch ohne Anwendung von Wärme unmittelbar in Form von Flüssigkeiten bzw. Flüssigkeitsnebeln zur Einwirkung kommen.
  • Die Behandlung der Formteile wird zweckmäßig in folgender Weise durchgeführt. Handelt es sich beispielsweise um die Oberflächenveredlung von Knöpfen od. dgl., so werden die Preßlinge oder Spritzgußteile mit Hilfe eines Mitnahmetellers in eine Gaskammer eingebracht und dort den Dämpfen ausgesetzt. Bei Halbzeugen, wie z. B. Stäben oder Profilen, läßt man vorteilhaft das Material durch die Gaskammer kontinuierlich durchlaufen.
  • Unter Umständen kann es zweckmäßig sein, falls die zu behandelnden Formteile zu rauh oder porig oder sonstwie uneben sind, die Unebenheiten des betreffenden Halbzeuges zunächst durch Schleifen mittels Schleif- und/oder Polierscheiben od. dgl. zu glätten und auszugleichen und dann erst, wie erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Dämpfungsverfahren oder die Kaltbehandlung bzw. die Vernebelung vorzunehmen.
  • Kleinere Gegenstände, z. B. Kugeln, Knöpfe, Automatenteile usw., werden in der Weise veredelt, daß man die Teile in an sich bekannter Weise einer Trommelpolitur unterwirft, wobei man in der Trommel gleichzeitig eine Gasatmosphäre erzeugt.
  • Das kann beispielsweise in der Form erfolgen, daß die üblicherweise zum Trommeln mitverwendeten Materialien, z. B. Holzwürfel, Obstkerne, Lederlappen wslw., vorher mit einer geringen, aber ausreichenden Menge des Dämpfungsmittels getränkt -werden, so daß letzteres innerhalb der Trommel durch Verdunsten wenigstens teilweise verdampft und so in ständige Oberflächenberührung mit den zu polierenden Teilen gelangt, die erfindungsgemäß nun gleichzeitig poliert und oberflächenveredelt werden.
  • Erfindungsgemäß ist es in einfacher und wirtschaftlicher Arbeitsweise möglich, Formteilen, Preßlingen oder Halbfabrikaten aus Polyvinylchlorid od. dgl. einen schönen, dauerhaften Oberflächenglanz zu verleihen, der zugleich die behandelten Formlinge gegen Verkratzen schützt. Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich insbesondere auch für die Behandlung von Geflügelfußringen, insbesondere aus Polyvinylchlorid.
  • Durch die erfindungsgemäße Oberflächenveredlung wird darüber hinaus noch ein erhöhter Korrosionsschutz, d. h. eine Herabsetzung der Angreifbarkeit durch mechanische oder chemische Eingriffe an der Oberfläche erzielt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE: I. Oberflächenveredlung von beliebig geformten Gegenständen aus synthetischen thermoplastischen Kunststoffmassen, vorzugsweise solchen aus Polyvinylchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Formlinge bis zur Erreichung von Hochglanz Dämpfen von lösend oder quellend wirkenden Verbindungen, z. B. Cyclohexanon oder Dioxan, insbesondere von cyclischen Äthern, wie Tetrahydrofuran, bzw. deren Derivaten oder Gemischen dieser Stoffe miteinander, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen lösend oder quellend wirkenden Stoffen oder Nichtlösungsmitteln, wie Alkoholen oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, ausgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfe bzw. Flüssigkeitsnebel in der Behandlungsapparatur, z. B. in Poliertrommeln, selbst erzeugt werden durch Zusatz der flüssigen Wirkstoffe in der für ihre Verdampfung erforderlichen geringen Menge zur Behandlungsmasse in der Apparatur, gegebenenfalls ohne Wärmezufuhr.
    Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 885 og7.
DEW6590A 1951-08-26 1951-08-26 Oberflaechenveredlung von Gegenstaenden aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid Expired DE925794C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0162230A3 (de) * 1984-03-26 1986-12-10 Amoco Corporation Verfahren zum Regenerieren von Oberflächen von Gegenständen aus thermoplastischen Kunststoffen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR885097A (fr) * 1941-01-21 1943-09-03 Wacker Chemie Gmbh Traitement des objets à base de chlorure de polyvinyle

Patent Citations (1)

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