DE926042C - Verfahren zur Herstellung von Folien aus Polyamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Folien aus Polyamiden

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DE926042C
DE926042C DED15918D DED0015918D DE926042C DE 926042 C DE926042 C DE 926042C DE D15918 D DED15918 D DE D15918D DE D0015918 D DED0015918 D DE D0015918D DE 926042 C DE926042 C DE 926042C
Authority
DE
Germany
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polyamides
foils
production
rollers
films
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Expired
Application number
DED15918D
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Wehr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
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Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE926042C publication Critical patent/DE926042C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/22Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor of articles of indefinite length
    • B29C43/24Calendering
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/10Applying flat materials, e.g. leaflets, pieces of fabrics
    • B44C1/14Metallic leaves or foils, e.g. gold leaf

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Folien aus Polyamiden Die durch Polykondensation aus bifunktionellen Verbindungen, z. B. aus w-Aminocarbonsäuren mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen zwischen Amino-und Carboxylgruppe oder deren amidbildenden Derivaten oder aus a-orDiaminen mit mindestens q. Atomen zwischen den Aminogruppen und Dicarbonsäuren oder aus funktionellen Derivaten dieser Verbindungen, wie Estern, Säurechloriden, Lactamen, Urethanen, erhaltenen Polyamide sowie die durch Polykondensation von a-w-Diaminen mit a-o.)-Dihalogenkohlenwasserstoff erhaltenen Verbindungen sind ein zur Verarbeitung auf SpritzgUßmaschinen vorzüglich geeignetes Rohmaterial. Die Verarbeitung dieser Erzeugnisse zu Preßplatten ist in den üblicherweise in der Kunststoffindustrie zur Verfügung stehenden Pressen wohl möglich. Jedoch erhält man hierbei naturgemäß nur Platten begrenzter Größen, die außerdem den Nachteil aufweisen, daß ihre mechanische Festigkeit uneinheitlich ist. Dieser Nachteil tritt bei einer Reihe von Polyamiden um so erschwerender dadurch in Erscheinung, daß es nicht möglich ist, die Preßplatten bei gewöhnlicher Temperatur durch Schneiden, Stanzen oder ähnliche Maßnahmen weiterzubearbeiten. Um die mechanischen Eigenschaften solcher Preßplatten zu verbessern, ist es notwendig, sie anschließend durch einen Walzprozeß zu recken. Hierin liegt naturgemäß eine gewisse Erschwerung und Verteuerung des Gesamtverfahrens; die Möglichkeit, fortlaufend zusammenhängende Bahnen herzustellen, ist damit aber auch noch nicht gegeben.
  • Für eine Reihe von Polyamiden: bestimmter Kondensationsstufe bzw. bestimmtet Zusammensetzung ist es allerdings möglich; über den Umweg der Lösung Folien oder Filme fortlaufend herzustellen. Jedoch ist dieses Verfahren auf solche Polyamide beschränkt, deren Löslichkeitseigenschaften in organischen Lösungsmitteln, die für dieses Verfahren fast ausschließlich in Betracht kommen, gleichzeitig Eigenschaften mit -sich bringen, die das Anwendungsgebiet solcher Polyamidfolien wieder einschränken; genannt sei beispielsweise die erhöhte Wasserempfindlichkeit.
  • Wie Versuche ergeben haben, :-geIingf - es,-a' s Polyamiden zusammenhängende Folien in fortlaufendem Verfahren herzustellen, -wenn man sich der nachstehenden Arbeitsweise bedient: Die Polyamide werden zunächst in- üblicher Weise @ bei genügend hohen Temperaturen durchgeschmolzen, worauf - die geschmolzene Masse auf Walzen ausgezogen wird, deren Temperatur auf etwa mindestens 2o bis 5o° unterhalb der unteren Grenze des Schmelzintervalls des Polyamids eingestellt ist. Dieses Verfahren ist für alle Polyamide anwendbar, gleichgültig welcher Konstitution .diese sind und unabhängig davon:, ob sie Löslichkeitseigenschaften in organischen Lösungmitteln aufweisen oder nicht.
  • Oft kann es sogar vorteilhaft sein, direkt die geschmolzene Masse auf kalte Walzen aufzubringen und während des fortlaufenden Ausziehens der Folien die Walzen ständig zu kühlen. -Eine Annäherung der Temperaturen der Walzen an die Schmelzgrenze der Polyamide erschwert das fortlaufende Abziehen der Folien von den Walzen, da in diesem Fall die Polyamide an den Walzen ankleben und sich somit nur Bruchstücke von Folien abziehen lassen. Ebensowenig ist es möglich, die Polyamide im festen, also kalten Zustand auf die vorgewärmten Walzen aufzubringen und nun zu Folien zu verformen, d. h:--also, sich einer Technik zu bedienen, die bei den Polymerisationsprodukten der Vinylgruppe mit Erfolg benutzt- wird. Auch wenn es gelingt, das jeweilige- -enge Temperaturintervall, .das zur Verarbeitung eines-Polyamids notwendig ist, einzuhalten, scheitert die fortlaufende Herstellung von Folien aus Polyamiden doch daran, daß die Polykondensate oder Polymischkondensate bei den optimalen Walztemperaturen nicht völlig in .den Schmelzfluß übergehen können und somit sich nur zu kleineren Walzhautabschnitten zusammenfügen.
  • Wie zu -erwarten, weisen derartige Walzhautabschnitte ungenügende Festigkeiten auf, die jede technische Verwertung ausschließen. Es müßtedeshalb um so mehr überraschen, daß es gelingt, aus Pölyamiden nach Überführen in den Schmelzfluß dann fortlaufend Folien erzielen zu können, wenn man Walztemperaturen anwendet, bei denen das Polyamid noch nicht einmal schmelzen würde.
  • Die so im fortlaufenden Arbeitsverfahren erhaltenen Folien haben eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit, die zumindest der Festigkeit einer nachträglich gereckten Preßplatte gleichkommt, wenn nicht sogar übertrifft. Es ist aber bekannt, daß durch Reckung eines Flächengebildes aus Polymerisaten oder Polykondensaten stets eine Erhöhung der mechanischen Eigenschaften zu erzielen ist. Ohne daß-eine solche nachträgliche Behandlung der Flächengebilde aus Polyamiden nötig ist, erreicht man also bei erfindungsgemäßer Arbeitsweise bereits die Optimalwerte der mechanischen Eigenschaften zumindest in einer Richtung.
  • Die nachstehenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung Beispiel i Das Polykondensat aus co-Aminocapronsäure wird bei etwa 25o° vorteilhaft in einer Stickstoffatmosphäre geschmolzen und die Schmelze auf einem auf r65° erwärmten Zweiwalzenstühl, dessen Walzen mit einer Umlaufgeschwindigkeit von etwa 7 m je Minute umlaufen, zu einer etwa o,3 mm dicken Folie ausgezogen. Im Vergleich zu einer aus dem gleichen Polyamid bei 25o° hergestellten Preßplatte zeigt diese Walzfolie in der Längsrichtung folgende mechanische Eigenschaften:
    Zugfestigkeit Dehnung
    Walzfolie ....... 6,31cg/mm2 42 0/a
    Preßplatte ....... 3,8 kg/mm2 z83 %
    Beispiel e Das Mischkondensat aus Adipinsäure mit Hexamethylen-diamin und oi-Caprolactam wird bei i60 bis i70° geschmolzen und diese Schmelze auf Walzen, die während des ganzen Arbeitsganges eine Temperatur bis zu höchstens iio° aufweisen, fortlaufend zu 0,3 mm starken Folien ausgezogen. -Die Walzfolie weist die gleiche Festigkeit wie eine in einer Richtung auf das 21/2fache gestreckte, bei i70° hergestellte Preßplatte, auf:
    längs quer
    Walzfolie ..... : 9,00/9, i kg/mm2, 4,4/43 kg/mm2
    Gereckte Preß-
    platte . . . 9,2 kg/mm2, 4,3 kg/mm2
    Daraus ist ersichtlich, daß die Arbeitsweise gemäß der Erfindung bereits im Einstufenverfahren Folien von gleicher Bruchfestigkeit liefert, wie sie nach bekannten Verfahren nur durch zwei nacheinandergeschaltete Vorgänge erreichbar sind.
  • Die Folien aus Polyamiden finden Verwendung zur Herstellung von Trägern lichtempfindlicher Schichten zur Aufzeichnung von Bild und Ton, als Oberfl_ä.clierischutz-ti61ehiger Gegenstände, beispielsweise Holz, Textilien, Papier, Metall. Nach Beimischen von Pigmenten und anderen Füllstoffen, das zweckmäßig vor dem Einschmelzen des Polyamids vorgenommen wird, erhält man gefüllte bzw. farbige Folien, die als solche oder nach Aufbringen auf eine Stoffbahn als kunstlederähnliche Erzeugnisse Verwendung finden können. Die Vereinigung der :Folien mit der Unterlage, wobei außer Textilien auch Papier benutzt werden kann, geschieht zweckmäßig bereits unmittelbar während der Folienbildung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Folien aus Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyamide zunächst in üblicher Weise bei genügend hohen Temperaturen durchgeschmolzen werden, worauf die geschmolzene Masse auf Walzen ausgezogen wird, deren Temperatur auf etwa mindestens 2o bis 5o° unterhalb der unteren Grenze des Schmelzintervalls des Polyamids eingestellt ist.
DED15918D 1939-09-22 1939-09-22 Verfahren zur Herstellung von Folien aus Polyamiden Expired DE926042C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1238697B (de) * 1961-07-13 1967-04-13 Toledo Scale Corp Zaehlvorrichtung, vorzugsweise zum Anschluss an ein schnellaufendes Messgeraet

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1238697B (de) * 1961-07-13 1967-04-13 Toledo Scale Corp Zaehlvorrichtung, vorzugsweise zum Anschluss an ein schnellaufendes Messgeraet

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