DE926341C - Vorrichtung zum Sortieren von in Wasser aufgeschwemmten Faserstoffen - Google Patents

Vorrichtung zum Sortieren von in Wasser aufgeschwemmten Faserstoffen

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DE926341C
DE926341C DEB21486A DEB0021486A DE926341C DE 926341 C DE926341 C DE 926341C DE B21486 A DEB21486 A DE B21486A DE B0021486 A DEB0021486 A DE B0021486A DE 926341 C DE926341 C DE 926341C
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DE
Germany
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suspension
sieve
sorting
water
fibrous materials
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Expired
Application number
DEB21486A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr-Ing Brecht
Helmut Dr-Ing Schroeter
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Individual
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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21D—TREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D5/00—Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
    • D21D5/02—Straining or screening the pulp
    • D21D5/04—Flat screens

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Sortieren von in Wasser aufgeschwemmten Faserstoffen Die bei derHolzstoff-, Zellstoff- und Papierherstellung verwendeten sogenannten Plansichter (Splitterfänger, Knotenfänger, Membranknotenfänger usw.) benötigen, wenn sie für die Feinsortierung benutzt werden, für eine gewisse je Zeiteinheit zu verarbeitende Stoffmenge eine wesentlich größere Sortierfläche als die Rundsortierer. Dies bedeutet den Nachteil eines starken Grundflächen- und Raumbedarfs, eines hohen Aufwandes an Werkstoff- und Baumaterialien und großer Warte- und Instandsetzungskosten. Andererseits jedoch -weist das Plansieb eine Reihe von Vorteilen auf, so daß auf seine Verwendung nicht verzichtet werden kann. Diese Vorteile bestehen in einem geringen Energiebedarf, vor allem aber auch darin, daß der Betrieb des geschüttelten Plansiebes durch die bei röschem grobem Fasermaterial besonders starke Eindickungsneigung des Grobstoffes weit -weniger gefährdet ist als der des Rundsiebes, wo die stetige Abführung des Grobstoffstromes aus dem Innern der Maschine an die Aufrechterhaltung eines Flüssigkeitstransportes geknüpft ist.
  • Es -würde daher einen großen Vorteil bedeuten, brenn es gelänge, die Mengenleistung des Plansiebes (je Quadratmeter) ohne Einbuße an Sortiergüte zu steigern.
  • Bei dem Rundsieb ist unter sonst gleichen Bedingungen (Sieb, Stoffverdünnung, Art des Faserstoffes usw.) und bei gleicher Trennschärfe die Durchsatzleistung einer Siebflächeneinheit deshalb dem Plansieb überlegen, weil die zu sortierende Suspension mit verhältnismäßig hoher, für alle Teile der ganzen Siebfläche gleichen Strömungsgeschwindigkeit über die Innenfläche des Siebes geführt wird (umlaufender Flüssigkeitsring). Dadurch -werden sowohl Splitter wie Fasern mit ihrer Längsachse in die Richtung der Strömung und damit quer zu der Durchtrittsrichtung durch die Sieböffnungen gestellt, so daß einem Durchtreten der im Vergleich zu dem Fasermaterial langen Splitter durch das Sieb wirksam vorgebeugt ist. -Bei dem Plansieb dagegen handelt es sich um'kein in dem Sinn geordnetes Strömungssystem, daß die aufgegebene Suspension nach Richtung und Größe der Fließgeschwindigkeit geeignet wäre, um für alle Teile der Siebfläche mit gleich günstiger Wirkung die Splitter und Fasern quer zu der Durchtrittsrichtung der Sieböffnungen zu führen. Der Fluß der aufgegebenen Suspensionen erfolgt vielmehr im wesentlichen in der Richtung der Durchtrittsöffnung, so daß Fasern und Splitter, sich in die gleiche Richtung stellend, der Länge nach durch die Sieblöcher treten. Um die nötige Sortiergüte zu erzielen, müssen daher sehr viel feinere Siebe verwendet werden als bei dem Rundsortierer, weswegen die auf die Siebflächeneinheit bezogene Mengenleistung eine vergleichsweise viel geringere ist.
  • Versuche, Einem kleinen, geschüttelten, mit Schlitzsieb versehenen Plansortierer führte man eine Aufschwemmung von -unsortiertem Holzschliff zu. Der Splittergehalt betrug 3,2 Gewichtsprozent. Das in üblicher Weise getätigte Aufströmen der Suspension geschah mit einer in der Längsrichtung der Siebschlitze verlaufenden Geschwindigkeit von 0,3 m/Sek.
  • Bei einem Sieb von o,2 mm Schlitzbreite war der sortierte Stoff splitterfrei, genügte also diesbezüglich den an Feinstschliff gestellten Ansprüchen. (Merkblatt 2o2 des Vereins der Zellstoff- und Papier-Chemiker und -Ingenieure. Papierfabrikant,Wochenblatt für Papierfabrikation 1944, Heft 3, S. 1o3). Die Mengenleistung betrug aber nur 31 kg abs. tr./Std.. m2. Bei einem Sieb von 0,3 mm Schlitzbreite enthielt der sortierte Stoff o,83 Gewichstsprozent Splitter, entsprach somit keineswegs mehr den Anforderungen, die an Feinstschliffe gestellt werden, ja nicht einmal denen, die sich an mittlere Qualitäten knüpfen; der Stoff besaß viehmehr infolge seines Splittergehaltes den Charakter eines Grobschliffes. Die Mengenleistung betrug 49 kg/Std. . m2. Bei einem Sieb von 0,4 mm Schlitzbreite stieg der Splittergehalt des sortierten Stoffes auf 1,53 Gewichtsprozent, ein Betrag, der den Schliff wiederum den Grobschliffen zuordnete. Die Mengenleistung belief sich auf 50 kg/Std. . m2.
  • Man richtete nun die Aufströmung der unsortierten Suspension so ein, daß sie, wiederum in Richtung der Längsschlitze erfolgend, 2,o m/Sek. betrug, also fast sieben mal größer war als im ersten Fall. Gleichzeitig wählte man einen Holzschliff, dessen Splittergehalt nicht wie zuerst 3,5, sondern 15,8 Gewichtsprozent, also das fast fünffache der bei der ersten Versuchsreihe vorhanden gewesenen prozentualen Splittermenge betrug.
  • Bei dem Sieb mit o,2 mm Schlitzbreite war bei gleicher Mengenleistung wie zuvor der sortierte Stoff noch immer splitterfrei, obwohl die zugeführte Suspension einen gegenüber dem früheren Versuch enorm gesteigerten Splittergehalt besaß. Bei dem Sieb mit 0,3 mm Schlitzbreite wies der sortierte Stoff nur Spuren von Splittern auf, trotzdem gleichzeitig mit der gewaltig erhöhten Splittermenge des unsortierten Stoffes auch eine Erhöhung der Mengenleistung von 49 auf 64 kg abs. tr./Std. . m2 erfolgt war. Bei dem Sieb von 0,4 mm Schlitzbreite stellte sich ein Splittergehalt des fertigen Stoffes von o,z2 Gewichtsprozent ein.. Trotz eines auf das fünffache gesteigerten Splittergehaltes des unsortierten Stoffes war der Splittergehalt des sortierten Stoffes von 1,53 auf o,z2 °/o, also auf 1/1o gesunken, so daß man es hinsichtlich des Splittergehaltes nun mit einem Schliff mittlerer Qualität zu tun hatte. Die Mengenleistung war dabei von 5o auf 64 kg abs. tr./Std. . m2 gestiegen.
  • Aus diesen Zahlen geht hervor, daß durch die Erhöhung der Aufströmgeschwindigkeit trotz gewaltiger Steigerung der im unsortierten Stoff enthaltenen Splittermenge eine grundlegende Verbesserung der Trennschärfe zu erzielen war, die noch dazu von Steigerungen der Mengenleistung begleitet wurde. Dieses Ergebnis führt sich darauf zurück, daß sich die Ausrichtung der in der Suspension enthaltenen Splitter und Fasern längs zur Fließrichtung der Suspension und damit quer zu der Richtung des Suspensionsdurchtritts durch die Sieböffnungen wirksamer und nachhaltiger gestaltet hatte. Durch die betonte Richtunggebung der aufströmenden Suspension und deren Geschwindigkeitserhöhung läßt sich somit entweder bei gleichbleibender Mengenleistung die Trennschärfe der Sortierung steigern, oder es läßt sich bei gleichbleibender Sortiergüte die Mengenleistung erhöhen.
  • Diese aus sorgfältigen Untersuchungen hervorgegangene Feststellung bildet die Grundlage des Erfindungsvorschlags, beim Sortieren von in Wasser aufgeschwemmten Faserstoffen mittels Plansichtern mit geschlitzten Sichterplatten die Aufströmung der Suspension durch einen Hoc hdruckstoffauflauf mit strömungstechnisch günstig ausgeführter regelbarer Düse vorzunehmen, bei dem die Druckhöhe also entweder auf statischem Wege durch einen entsprechend hohen Stau oder durch Pumpenarbeit erzeugt wird und durch den die in der Faserstoffsuspension schwimmenden Fasern in Richtung der Schlitze ausgerichtet werden.
  • Es sind zwar in Schwingungen versetzte Plansichter für Faserstoffe bereits bekannt, die mit einem Auflauf in Form einer Düse versehen sind, deren Austrittsweite auch einstellbar ist, doch handelt es sich hierbei nicht um einen Hochdruckauflauf, sondern um gewöhnliche Auflaufdüsen, mittels deren die in der Faserstoffsuspension schwimmenden Fasern in Richtung der Plattenschlitze nicht ausgerichtet werden können.
  • In der Art von Beispielen verdeutlichen die Fig. z bis 4 der Zeichnung diese Anordnungen.. Zur Vermeidung von Entmischungswirkungen können, wie bekannt, in dem vor der Düse fliegenden Teil des Hochdruckauflaufes (a) Vorrichtungen wie z. B. rotierende Lochwalzen b, Elemente von Vibratoren, Einführung von Druckluft usw. vorteilhaft sein, damit einer Entmischung der Aufschwemmung- vorgebeugt wird (Fig. i und 2). Um die Austrittsrichtung an die Lage des mit Schlitzen e versehenen Siebes anzupassen, kann man die Austrittsschleuse a mit einer Einrichtung d zum Verschwenken derselben versehen (Fig. 3), und zwar auch so, daß sie mit dem schwingenden Sichter c bei d elastisch oder fest verbunden ist (Fig. q).
  • Die Formgebung der Sichterfläche und die Art der Sichterschüttelung soll dabei Rücksicht auf den beabsichtigten Aufströmeffekt nehmen, dergestalt, daß man z. B. die Breite des Sichters größer nimmt als die Sichterlänge oder daß man die Schüttelung so ausbildet, daß für jede Stelle längs des Sichters zwischen Frequenz, Hubhöhe und Richtung der Schüttelung und der an diesen Stellen des Sichters herrschenden Strömungsgeschwindigkeit der Suspension besonders günstige Verhältnisse bestehen. Diese Anwendungen des Hochdruckauflaufs knüpfen sich nicht nur an die übliche Aufbringung der Suspension, die im Sinne des Suspensionsdurchtritts durch den Sichter auf denselben erfolgt, sondern gelten ebenso für Sichterbauarten, bei denen die Suspension den Sichter von unten nach oben durchströmt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Sortieren von in Wasser aufgeschwemmten Faserstoffen mittels Plansichtern mit geschlitzter Sichterplatte, gekennzeichnet durch einen Hochdruckstoffauflauf (a), durch den die in der Faserstoffsuspension schwimmenden Fasern in Richtung der Schlitze (e) der Platte (c) ausgerichtet werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen dem aus der Düse (f) des Hochdruckstoffauflaufs (a) austretenden Suspensionsstrahl und der Sichterplatte (c) einstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsdüse (f) mit der schwingenden Sichterplatte (c) verbunden ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 6oi 877, 6oo Zig, 104 092.
DEB21486A 1952-08-06 1952-08-06 Vorrichtung zum Sortieren von in Wasser aufgeschwemmten Faserstoffen Expired DE926341C (de)

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DE926341C true DE926341C (de) 1955-04-14

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3058591A (en) * 1955-10-03 1962-10-16 Nakahara Chuji Jet type apparatus for classifying, dewatering and recovering slack or other fine ore

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE104092C (de) *
DE600219C (de) * 1930-02-04 1934-07-18 J M Voith Fa Verfahren zur Verarbeitung von Holzschliff zwecks Herstellung von Papier, Pappe und Karton
DE601877C (de) * 1933-02-22 1934-08-27 J M Voith Fa Geschuetteltes Plansieb fuer die Papier-, Zellstoff-, Holzschliff- und aehnliche Industrien

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