DE926565C - Verfahren zur Beseitigung von Ungleichmaessigkeiten (Fehlerstellen) im Schirm einer Kathodenstrahl-Speicherroehre - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Ungleichmaessigkeiten (Fehlerstellen) im Schirm einer Kathodenstrahl-Speicherroehre

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DE926565C
DE926565C DEI5988A DEI0005988A DE926565C DE 926565 C DE926565 C DE 926565C DE I5988 A DEI5988 A DE I5988A DE I0005988 A DEI0005988 A DE I0005988A DE 926565 C DE926565 C DE 926565C
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Description

Die Notwendigkeit einer großen Speicherkapazität für Ziffernrechenmaschinen hat zu der Entwicklung von Speichersystemen geführt, in denen die Ziffern durch bestimmte Aufladungsmuster auf dem Schirm einer Kathodenstrahlröhre dargestellt werden. Zu diesem Zweck werden diese Röhren in Verbindung mit Signal- oder Erregerplatten verwendet, welche als Metallfolien oder Metallgaze außerhalb der Röhre fest an der Schirmfläche angebracht sind. Jedes Element des Schirms ist wie bei einem Ikonoskop mit der gemeinsamen Zuleitung kapazitätsgekoppelt (Williams-Röhre).
Ein Nachteil für die Anwendung dieses Systems ist jedoch, daß selbst die besten Kathodenstrahlröhrenschirme gewisse Mängel haben, die besonders bei der Verwendung für Speicherzwecke Fehler verursachen können. Zur Beseitigung dieser Mängel wurde vorgeschlagen, entweder eine geringere Beschleunigungsspannung, als sie eigentlich wünschenswert wäre, zu verwenden oder den mangelhaften Teil des verwendeten Schirms elektronisch auszutasten. Dies sind aber nur Kompromißlösungen, weil nur 10 bis 50 °/o der fabrikationsmäßig hergestellten Kathodenstrahlspeicherröhren verwendbar sind.
Die Erfindung beseitigt die beschriebenen Mängel auf andere einfache und wirksame Weise dadurch, daß erfindungsgemäß die Schirmfläche der zu ver-
bessernden Kathodenstrahlröhre einer Hochspannung wechselnder Polarität, insbesondere einer hochfrequenten Hochspannung, ausgesetzt wird.
Die Erfindung wird an Hand eines Beispiels in der Beschreibung und den Zeichnungen näher erläutert, aus denen auch weitere wichtige Merkmale entnommen werden können. In den Zeichnungen stellen dar:
Fig. ι eine Schaltung zur Feststellung der Mängel ίο eines Kathodenstrahlröhrenschirms,
Fig. 2 die Schaltung eines Teslaspulenkreises zur Behandlung der Schirme gemäß der Erfindung.
Nach Fig. ι wird die zu untersuchende Kathodenstrahlröhre io in bekannter Weise durch die An-Ordnung 12 in Betrieb gesetzt, d. h., es wird sowohl der Kathodenstrahl erzeugt als auch dieser in senkrechter und waagerechter Richtung über den Schirm 14 abgelenkt. Auf der Oberfläche der Röhre vor dem Schirm 14 befindet sich eine Folie oder ein leitender Überzug 16, der an denVerstärker 18 angeschlossen ist. Dieser führt zu dem Intensitätssteuerkreis des Oszillographen 20, dessen Zeilenablenkkreise mit den Steuerelementen für die Zeilenablenkung der Röhre 10 in Verbindung stehen. Die Bildwechselablenkkreise der Anordnung 12 und des Oszillographen 20 sind ebenfalls parallel geschaltet, so daß sich die Kathodenstrahlen in den Röhren 10 und 20 synchron bewegen. Statt der zeilenweisen Abtastung kann auch andere Abtastung, z.B. die spiralförmige, Zeilensprung usw., verwendet werden. Beispielsweise erfolgt die Zeilenablenkung mit 1000, die Bildwechselablenkung mit 2 Hz.
Anstatt eines zwangläufig gesteuerten Zeilenvorschubs durch die Bildwechselablenkung könnte man eine von Hand zu steuernde Einstellspannung an den entsprechenden Eingang des Oszillographen 20 und der Röhre 10 vorsehen. Es würde dann also auf dem Schirm der Röhren lediglich eine Zeile erscheinen, die synchron durch Handregelung auf oder ab bewegt wird. ·
Wenn nun der Elektronenstrahl auf eine mangelhafte Stelle des Schirms 14 trifft, also auf eine Stelle, an der die Sekundärelektronenemission größer oder kleiner ist als an dem übrigen Teil des Schirms, ändert sich die zum Verstärker 18 gelangende Energie und damit die Intensität des Kathodenstrahls in dem Oszillographen 20. Auf diese Weise werden die mangelhaften Stellen der Sekundäremissionsfläche oder des Schirms 14 der Kathodenstrahlröhre 10 durch sichtbare Zeichen 22 kenntlich gemacht.
Die so festgestellten Mängel, welche die Röhre für Speicherzwecke unbenutzbar machen würden, werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß nach Entfernung der Folie 16 von der Oberfläche der Röhre 10 eine im Ausgang eines Teslaspulengenerators liegende Sonde auf diejenigen Teile der Schirmfläche der Röhre 10 gerichtet wird, an denen Mangel festgestellt wurden. Die Erfahrung hat gezeigt, daß es genügt, wenn die Sonde einmal über die mangelhaften Stellen des Schirms 14 geführt wird. Die auf der Röhre 10 zurückbleibende elektrostatische Ladung muß alsdann wieder entfernt werden. Darauf wird die Folie 16 wieder angebracht. Durch die beschriebene Schaltung kann dann festgestellt werden, ob die Mängel beseitigt wurden und der Schirm nunmehr eine gleichmäßig ausgebildete Fläche darstellt.
Der Stromkreis für die Teslaspule ist in Fig. 2 dargestellt. Beispielsweise wird eine Leistung von etwa 35 kV vorgesehen. Die Primärwicklung des Transformators 30 erhält Wechselstrom von z. B. 110 V und 60 Hz. Das Windungsverhältnis dieses Transformators ist so bemessen, daß etwa 5000 V in der Sekundärwicklung erzeugt werden. Diese hohe Spannung liegt an einem Abstimmkreis 32 und dem damit in Reihe liegenden verstellbaren Luftspalt 35. Der Abstimmkreis 32 enthält eine Induktivität 33 und einen Kondensators 34, die so bemessen sind, daß der Kreis 32 bei etwa 500 kHz schwingt. Eine Klemme der Sekundärwicklung des Transformators 30 ist geerdet, die andere ist über den Isolierkondensator 36 an die Sonde 37 angeschlossen. Die über den Luftspalt 35 angelegte hohe Wechselspannung bewirkt ein Durchschlagen des Luftdielektrikums in dem Spalt jedesmal, wenn die Sinuswelle einen bestimmten Wert überschreitet. Durch dieses Durchschlagen des Spaltes setzt ein Schwingen des Abstimmkreises 32 in dessen Resonanzfrequenz ein, so daß Impulse hochfrequenter Energie an der Sonde 37 entstehen. Der Kondensator 36 isoliert wirksam die Sonde 37 gegen die hohe Wechselspannung und stellt nur einen unbedeutenden Widerstand für die Hochfrequenzenergie dar.
Die Schaltung nach Fig. 1 kann auch für die Behandlung des gesamten Schirms 14 nutzbar gemacht werden, indem die Sonde 37 auf jedes Element-des Schirms 14 der Röhre 10 einwirkt oder auch so, daß die Folie 16 vom Verstärker 18 vorübergehend abgeschaltet und mit der Sonde 37 verbunden wird.
Es hat sich herausgestellt, daß die Mehrzahl der im Handel erhältlichen Kathodenstrahlröhren, die zur Verwendung als Speicher ungeeignet waren, durch die Maßnahmen gemäß der Erfindung ohne Schwierigkeit von ihren Mängeln befreit wurden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
  2. i. Verfahren zur Beseitigung von Ungleichmäßigkeiten (Fehlerstellen) im Schirm einer Kathodenstrahl-Speicherröhre, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmfläche (14) einer Hoch- n5 spannung wechselnder Polarität ausgesetzt wird. " 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung einer hochfrequenten Hochspannung für die Behandlung des Schirmes.'
  3. 3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannung mittels einer Sonde (37) entweder auf jedes (insbesondere auf jedes fehlerhafte) Schirmelement einzein zur Wirkung gebracht wird oder auf die
    gesamte Schirmfläche, die zu diesem Zweck mit einem metallischen Außenbelag (16) versehen ist.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochfrequenzenergie durch einen Schwingkreis (32) erzeugt wird, der in Reihe mit einem Luftspalt (35) liegt.
  5. 5. Verfahren zur Prüfung der Schirme für Kathodenstrahl-Speicherröhren, deren fehlerhafte Stellen nach den Ansprüchen 1 bis 4 beseitigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Ablenksteuerorganen der Kathodenstrahlröhre (10) diejenigen einer Oszillographenröhre (22) parallel geschaltet sind, deren Strahlintensität von der Energie gesteuert wird, die in einem auf dem Schirm (14) der zu prüfenden Röhre (10) befindlichen metallischen Außenüberzug (16) unter dem Einfluß des Kathodenstrahls ausgelöst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 9617 4.55
DEI5988A 1951-06-19 1952-06-14 Verfahren zur Beseitigung von Ungleichmaessigkeiten (Fehlerstellen) im Schirm einer Kathodenstrahl-Speicherroehre Expired DE926565C (de)

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ID=22872617

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DEI5988A Expired DE926565C (de) 1951-06-19 1952-06-14 Verfahren zur Beseitigung von Ungleichmaessigkeiten (Fehlerstellen) im Schirm einer Kathodenstrahl-Speicherroehre

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Country Link
US (1) US2597383A (de)
BE (1) BE512195A (de)
DE (1) DE926565C (de)
FR (1) FR1058490A (de)
GB (1) GB700273A (de)

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