-
Elektrische Wärmeleitungskochplatte Zusatz zum Patent 9,15 008 Die
Kochplatte nach dem Patent 915 008 ist an ihrer Oberfläche derart gestaltet, daß
alle Topfböden innerhalb eines gewählten Verformungsbereiches den gleichen Wärmekontakt
mit der Kochplatte haben. Dieserhalb sind den Topfböden gleiche Berührungszonen
mit der Platte zugeordnet.
-
Die vorliegende Zusatzerfindung schildert nun eine Kochplatte, bei
der im Gegensatz zu derjenigen des Hauptpatents die Unterteilung der Plattenoberfläche
in verschiedene Hauptgebiete vorgenommen ist, wobei die Ausgestaltung der Form eines
jeden Hauptgebietes selbst nach den in dem Hauptpatent gegebenen technischen Regeln
erfolgt. Einige Beispiele mögen den Gedanken und seine praktische Anwendung näher
erläutern.
-
In Fig. z zeigt die linke Hälfte die konstruktive Ermittlung der Form
der Kochplattenoberfläche nach dem Hauptpatent für neun verschiedene, aber gleichmäßig
verteilte Topfbodenformen a bis i. Diesen Topfbodenformen ist jeweils eineZone der
Kochplattenoberfläche zugeordnet, es sind also neun untereinander gleiche Zonen
I bis IX vorhanden. Jeder Zone ist eine Topfbodenbombierung zugewiesen und für ihren
Bereich in ihrer Neigung der Topfbodenform angepaßt. Auf diese Weise entsteht der
Kurvenzug A als Oberflächenform der Kochplatte nach dem Hauptpatent.
In
der Erfindung wird nun die Aufgabe gestellt, die Oberfläche einer Kochplatte so
zu gestalten, daß die Topfbodenbombierungen d, e, f, g, h eine gegenüber
der Ausführung nach dem Hauptpatent erhöhte Wärmeübergangsmöglichkeit bieten. So
sollen z. B. die den Töpfbodenbombierungen d, e, f, g, h zu-
kommenden Zonen
5o0/, größer sein, als dies bei gleichmäßiger Verteilung nach der Darstellung auf
der linken Seite von Fig. r der Fall ist.
-
Hierzu ist zunächst die Fläche zu ermitteln,, die für die bevorzugten
Zonen insgesamt benötigt wird. Bei gleichmäßiger Anordnung würde die Fläche des
bevorzugten Gebietes entsprechend der Zonenzahl 5/9 der Gesamtfläche betragen. Da
diese Fläche nun aber um 5004 vergrößert werden soll, sind hierfür 5/s der Gesamtfläche
erforderlich. Der Rest, also 1/6 der Gesamtfläche, verteilt sich gleichmäßig auf
die Zonen a, b, c und i. Auf jede dieser Zonen entfällt
also 1/g4 der Gesamtfläche der Kochplatte, während nach dem Ausführungsbeispiel
jede bevorzugte Zone 1/6 der Gesamtfläche ausmacht. Nach dieser Aufteilung werden
die Zonengrenzen eingetragen und die jeder Zone zukommende Berührungslinie mit dem
zugehörigen Topf gemäß der Darstellung auf der rechten Seite der Fig. z festgelegt.
Aus der Zusammensetzung der Zonenlinien entsteht dann der Kurvenzug B,. der gegenüber
dem Kurvenzug A, der nach den Angaben des Hauptpatents ermittelt wurde, den Vorzug
hat, daß nunmehr für eine bestimmte Gruppe von Topfbodenbombierungen ein besonders
guter Wärmekontakt sich ergibt.
-
An Stelle des konstruktiven Ermittlungsverfahrens kann auch das rechnerische
treten. Es ist hierfür lediglich erforderlich, die den einzelnen Gruppen der Topfbodenbombierungen
zugehörigen Flächen und ihre Lage zu kennzeichnen. Der Bereich eines jeden bevorzugten
Gebietes wird dann für sich nach den im Hauptpatent angegebenen Gesetzen berechnet
und alsdann die so ermittelten einzelnen Kurvenzüge an ihren gemeinsamen Grenzen
zusammengefügt.
-
Im Hauptpatent ist in -Fig. r -die Häufigkeitsverteilung der Topfbodenbombierungen
dargestellt, die zeigt, daß Topfbodenbombierungen mit dem Kennzeichen
überwiegend auftreten.
-
Erfindungsgemäß soll nun die Wirtschaftlichkeit des elektrischen Kochers
allgemein dadurch verbessert werden, daß passend zur Häufigkeitsverteilung den in
diesem Gebiet liegenden Topfbodenbombierungen ein besonders guter Wärmekontakt zugewiesen
wird. Die Kurve A der Fig. 2 gibt die Kochplattenform nach dem Hauptpatent wieder
für eine Vollkochplatte von 18o mm Durchmesser und für Topfbodenbombierungen von
vh =-o,o25 bis v, = +o,oz5.
-
Die Kurve.B der Fig.2 zeigt demgegenüber die abweichende Kochplattenform
unter Berücksichtigung der gestellten Bedingungen. Dem Bombierungsgebiet von
ist eine um 5o °/o vergrößerte Fläche zugewiesen. Es entstehen hierdurch für die
Kochplatte drei Hauptgebiete Das Gebiet a-b: gilt für Bombierungen
das Gebiet c-d gilt für Bombierungen
das Gebiet b-c gilt für Bombierungen
Letzteres hat den günstiger gestalteten Wärmeübergang. Töpfe mit Bodenbombierungen
innerhalb dieses Gebietes werden also besonders wirtschaftlich arbeiten. Da nun
aber nach den vorliegenden Erfahrungen gerade diese Bombierungen am meisten vorkommen,
wird hierdurch der Verbrauch für das elektrische Kochen ganz allgemein herabgesetzt.
-
Es ist natürlich auch möglich, abweichend vom Ausführungsbeispiel
nach Fig.2 an Stelle von drei ausgewählten Gebieten auch mehrere solcher zu wählen.
Ebenso ist der Grad der Bevorzugung, der für eine oder mehrere Zonen eingesetzt
wird, nicht an den im Ausführungsbeispiel genannten Wert gebunden.
-
Wesentlich für die Erfindung ist, daß die Kochplatte in verschiedene
ausgewählte Hauptgebiete eingeteilt ist, wobei jedes Hauptgebiet für sich getrennt
nach der in der Haupterfindung gegebenen Lehre gestaltet ist. Durch Aneinanderreihen
der sich für die Hauptgebiete ergebenden Teilkurven wird eine flüssige Form der
Kochplattenoberflächen erzielt. Die Auswahl der Hauptgebiete und der Grad ihrer
Bevorzugung richtet sich nach dem beabsichtigten Zweck, der beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 eine allgemeine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des elektrischen Kochens
ist.
-
Es können auch andere Gründe Anlaß geben, von dem erfinderischen Gedanken
Gebrauch zu machen. An Hand von Fig. 3 soll eine Ausführungsform erläutert werden,
bei deren Ausbildung die Erkenntnis berücksichtigt ist, daß die üblichen im Haushalt
vorhandenen Pfannen fast durchweg eine Bombierung nach außen (also in ---Richtung)
aufweisen. Fürelektrische Herde, die in einem Landesteil geliefert werden, in dem
erfahrungsgemäß in Pfannen zubereitete Speisen bevorzugt werden, wird man daher
eine Kochplatte für Backzwecke neben den üblichen anderen Platten vorsehen. Diese
ausschließlich für Bratzwecke bestimmte Kochplatte muß aber in ihrer Form so gestaltet
sein bzw. bei deren Festlegung der Umstand berücksichtigt werden, daß Bratpfannen
überwiegend nach außen bombiert sind, ohne deswegen ihre Brauchbarkeit für anderes
übliches Geschirr zu beschränken.
-
Die Kurve A der Fig. 3 zeigt die Gestalt einer nach dem Hauptpatent
ausgeführten Volllhochplatte von 18o mm Durchmesser, die für Topfbombierungen von
vh = - 0,025 bis vb = + o,oz5 bestimmt ist.
-
Demgegenüber zeigt Kurve B der Fig. 3 die Gestalt einer nach der vorliegenden
Erfindung gewählten Vollkochplatte gleichen Durchmessers und für gleiche Bombierung,
die aber besonders für Bratzwecke bestimmt ist. Bei dieser Platte ist jedoch das
Gebiet
der nach außen gerichteten Topfbodenbombierung gegenüber
dem Durchschnittswert um 50°/o im Wärmeübergang bevorzugt.
-
Im Beispiel gilt daher für das Gebiet a-b Bombierungen
bis o, für das Gebiet b-c Bombierungen
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß eine solche Kochplatte für die üblichen Bratpfannen
besonders vorteilhaft ist.
-
Auch hier wäre es nicht nötig, die Kochplatte nur in zwei Hauptgebiete
zu teilen. Es können auch mehrere gewählt werden, wenn dies dem beabsichtigten Zweck
dienlich ist, z. B. wenn es ratsam scheint, zwischen Gebiet a-b und b-c noch ein
solches mit Übergangswerten zu legen.
-
Eine weitere Möglichkeit, den Erfindungsgedanken auszuwerten, liegt
in Küchen für Hotelbetriebe und Gastwirtschaften vor. In diesen Betrieben ist es
wünschenswert und vorteilhaft, daß alle vorhandenen Töpfe ohne Rücksicht auf ihre
Bombierungen die gleichen Wärmeübergangsverhältnisse möglichst genau einhalten.
Die Einhaltung dieser Bedingung würde es gestatten, dem einzelnen Kochprozeß geringere
Aufmerksamkeit schenken zu können. Nun zeigen aber die Fig. 7 und 8 der Haupterfindung,
daß die nach dieser gestalteten Kochplattenformen noch nicht ganz die gewünschte
Einheitlichkeit der Wirtschaftlichkeit bei verschiedenen Topfbodenbombierungen erreichen.
-
Erfindungsgemäß kann dies aber dadurch erreicht werden, daß das bei
der Ausführung nach dem Hauptschutzrecht in bezug auf die Wirtschaftlichkeit besonders
günstig ausfallende Hauptgebiet zugunsten der weniger günstig liegenden Hauptgebiete
im Wärmeübergang verschlechtert wird.
-
Die Fig. q. zeigt ein Beispiel für eine Ringkochplatte. Die Kurve
A gibt die Ausführungsform nach dem Hauptpatent, und zwar für einen Außendurchmesser
von i80 mm und für Topfbodenbombierungen von vh = - 0,o25 bis v, = + 0,015- Die
Kurve B der Fig. q. gibt die Form einer nach der vorliegenden Erfindung gestalteten
Ringkochplatte von z80 mm Durchmesser und den Bombierungsgrenzen vi, = - 0,025 und
vb = + 0,015, wobei jedoch das Bombierungsgebiet
bis - o,o2o gegenüber den Durchschnittswerten in seiner Fläche auf das o,6fache
verkleinert würde. Die übrigbleibende Fläche kommt den anderen Bombierungsbereichen
zugute. Im Beispiel gilt daher das Gebiet a-b für Bombierungen
das Gebiet b-c für Bombierungen
das Gebiet c-d für Bombierungen
Hierdurch wird erreicht, daß die Wirtschaftlichkeitswerte sich weitgehend vereinheitlichen,
was nach dem Vorhergesagten die Aufgabe dieses Erfindungsbeispiels ist.
-
Man kann auch in diesem Fall statt der drei Hauptgebiete eine größere
Anzahl der Ermittlung zugrunde legen und kann auch entsprechend den Erfordernissen
den Änderungsfaktor der Hauptgebiete wählen.
-
Alle Beispiele sind sowohl für Ringkochplatten als auch für Vollkochplatten
anwendbar.