DE92896C - - Google Patents

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DE92896C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03DWATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
    • E03D1/00Water flushing devices with cisterns ; Setting up a range of flushing devices or water-closets; Combinations of several flushing devices
    • E03D1/02High-level flushing systems
    • E03D1/18Cisterns empty when not in action, e.g. with pressure tanks, with swivel-mounted cisterns

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Sanitary Device For Flush Toilet (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
FRIEDRICH WANGELIN in DRESDEN. Spülvorrichtung für Aborte.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Mai 1896 ab.
Die vorliegende Erfindung hat eine Spülvorrichtung für Aborte zum Gegenstand und bezweckt eine kräftige Spülung durch plötzliches Ausgiefsen der gesammten Wassermasse infolge Umkippens des Sammelkastens, wobei das Schliefsen des Zuflufsventiles allmälig (stofsfrei) geschieht.
Zu diesem Zweck ist in einem feststehenden Kasten ein zweiter muldenförmiger Kasten derart drehbar gelagert, dafs er nach Erreichung einer bestimmten Füllung umkippt. Bei der nächsten Benutzung des Aborts wird dieser drehbare Kasten mittels einer von Hand zu bethätigenden oder auch mit dem Sitzbrett zu verbindenden Zugvorrichtung aus der umgekippten Stellung in die horizontale gehoben, wobei gleichzeitig der Verschlufshebel für das Zuflufsventil so gedreht wird, dafs sich letzteres öffnet. Sobald der Wasserstand in dem inneren drehbaren Kasten eine bestimmte Höhe erreicht hat, kippt er um und der Abort wird durch diese plötzlich entleerte Wassermenge kräftig gespült.
Bei dem Füllen des Kastens hat sich ein an dem einen Arm des Ventilverschlufshebels aufgehängtes Gefäfs h ebenfalls mit Wasser gefüllt und ist dadurch schwerer geworden als das Belastungsgewicht am anderen Hebelarm. Durch eine kleine Oeffnung im Boden entleert sich aber dessen Inhalt allmälig, und entsprechend seinem langsam abnehmenden Gewicht bewirkt dasselbe ein allmäliges Sinken des Belastungsgewichtes k, so dafs der Verschlufshebel sich langsam dreht und das Ventil nicht plötzlich, sondern sanft und stofsfrei geschlossen wird. Beide Kästen sowohl als auch das Gefäfs bleiben in der Ruhelage frei von Wasser, so dafs eine Beschädigung der Anlage durch Frost ausgeschlossen ist.
Fig. ι zeigt. die Spülvorrichtung in Seitenansicht im Schnitt, Fig. 2 im Grundrifs und Fig. 3 im Querschnitt.
Die Stellung des inneren drehbaren Kastens ist die in dem Augenblick, wenn derselbe durch Heben des Belastungsgewichtes den Verschlufshebel umzustellen beginnt. Die punkttirte Stellung in Fig. 3 zeigt den Kasten in der umgekippten Stellung in der Ruhelage.
In dem mit Abflufsrohr α versehenen äufseren Kasten b ist der um Zapfen c drehbare Kasten d gelagert, der sich in der waagrechten Lage mit seinem Flantsch e gegen einen Flantsch des äufseren Kastens el (Fig. 2) legt. Das Zuflufsventil f wird durch einen Ansatz g1 des doppelarmigen Hebels g geöffnet und geschlossen. An den Armen des letzteren ist einerseits das Gefäfs h mit enger Bodenöffnung, andererseits das Belastungsgewicht k aufgehängt, von dem ein hakenartiger Arm i über den Rand des drehbaren Kastens d übergreift.
Durch Niedersetzen auf ein bewegliches Sitzbrett oder durch Zug mit der Hand wird mittels einer geeigneten Zugvorrichtung der Kippkasten d aus der punktirten Ruhelage der Fig. 3 in die waagrechte Stellung der Fig. 1 gebracht. Dabei hebt er durch Anschlagen seines Randes an den Haken i das Belastungsgewicht k aus und dreht den Hebel g, der
dadurch das Zuflufsventil / öffnet. Füllt nun das in den Kasten d ausströmende Wasser durch Ueberlaufen das Gefäfs h, so ist auch die Grenze der Füllung für den Kasten d erreicht und derselbe erhält infolge seiner eigenartigen muldenförmigen Gestalt das Uebergewicht und kippt um, seinen Inhalt in das äufsere Gefäfs b oder in dessen Abflufsrohr a ergiefsend. Dabei entleert sich durch seine Bodenöffnung auch allmälig das Gefäfs h, und je mehr sich dasselbe erleichtert, sinkt das Belastungsgewicht k und zieht den Hebel g langsam in die Schlufsstellung für das Zuflufsventil.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Spülvorrichtung für Aborte mit in einem äufseren Kasten (b) drehbaren innerem Kasten (d), dadurch gekennzeichnet, dafs der innere Kasten (d) bei einem bestimmten Füllungsstande selbstthätig kippt und in der entleerten Stellung bleibt, während durch den zur Füllung wieder aufgerichteten Kasten (d) das Zuflufsventil (f) geöffnet wird, wobei ein am Steuerhebel (g) aufgehängtes und beim höchsten Wasserstand sich füllendes Gefäfs (h) nach Umkippen des Kastens (d) durch seine langsame Entleerung ein allmäliges, stofsfreies Schliefsen des Zuflufsventiles (f) herbeiführt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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