DE929072C - Selbsttaetiger Zeitschalter nach Art eines Schaltrelais fuer Empfangsgeraete - Google Patents

Selbsttaetiger Zeitschalter nach Art eines Schaltrelais fuer Empfangsgeraete

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DE929072C
DE929072C DEL4645D DEL0004645D DE929072C DE 929072 C DE929072 C DE 929072C DE L4645 D DEL4645 D DE L4645D DE L0004645 D DEL0004645 D DE L0004645D DE 929072 C DE929072 C DE 929072C
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DE
Germany
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switching
armature
time
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Expired
Application number
DEL4645D
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English (en)
Inventor
Fritz Krebs
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Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/16Magnetic circuit arrangements
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F1/00Details of amplifiers with only discharge tubes, only semiconductor devices or only unspecified devices as amplifying elements
    • H03F1/52Circuit arrangements for protecting such amplifiers
    • H03F1/54Circuit arrangements for protecting such amplifiers with tubes only

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

  • Selbsttätiger Zeitschalter nach Art eines Schaltrelais für Empfangsgeräte Bei fast allen Empfangsschaltungen liegt das Bedürfnis oder zumindest der Wunsch vor, Hilfskreise während des Inbetriebsetzens des Gerätes ein oder auszuschalten. Bei Allstromschaltungen liegen z. B. die Beleuchtungslampen in Reihe mit den Heizelementen der Röhren. Der Kaltwiderstand beider Verbraucher beträgt nur ein Fünftel bis ein Zehntel des normalen Betriebswertes. Der Einschaltstromstoß ist dementsprechend groß, und wenn man keine Gegenmittel vorsieht, so sterben zumindest die dünnfädigen Beleuchtungslampen relativ frühzeitig. Dieser enorm hohe Einschaltstromstoß dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, etwa 0,2 bis o,5 Sekunden, an und ist nicht zu verwechseln mit dem oftmals erwünschten Überstrom von etwa 5o%, der zur Verkürzung der Anheizzeit dient. Aber auch dieser Anheizüberstrorn, der durch eine bewußte Verminderung des Vorschaltwiderstandes erzielt werden kann, rnuß beim Erreichen der normalen Emissionstemperatur der Röhren abgeschaltet werden. Weiterhin tritt bei Verwendung von direkt geheizten Gleichrichterröhren und indirekt geheizten Endröhren infolge des Zeitunterschiedes in der Stromaufnahme kurz nach dem Einschalten des Gerätes eine sehr hohe Leerlaufspannung an den Glättungskondensatoren auf, die leicht zur Zerstörung führen kann. In solchen Fällen ist es oftmals erwünscht, während der Anlaufzeit des Gerätes, d. h. bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Endröhren ihre volle Emission erreicht haben, einen zusätzlichen Belastungswiderstand vorzusehen, der das Auftreten der Spitzenleerlaufspannung verhindert. Diese und ähnliche Probleme treten auch an anderen Geräten, z. B. Fernsehgeräten, auf, -und sie sind nicht typisch für Rundfunkempfänger.
  • Zur= Beseitigung. dieser Mängel hat man in den obengenannten und ähnlich liegenden Fällen bisher entweder sogenannte Urdox-Widerstände, d. h. wärmeträge Widerstände mit negativem Temperaturkoeffizienten, oder Schaltrelais angewendet, deren Wicklung man in den Ausgangskreis der Gleichrichterröhre legt, um sie als Siebdrossel zum Glätten der Gleichspannung zu verwenden.
  • Bei .der sogenannten Schaltdrossel wird der Relaisanker von einem beweglichen Teil des Kernes oder Joches gebildet. Die Drossel muß also grundlegend umgestaltet werden. Noch größer ist der Aufwand, wenn in ebenfalls bekannter Weise ein eigenes Relais verwendet und in den Anodenkreis einer oder mehrerer Verstärkerröhren gelegt wird. Diese Mittel sind also .durchweg relativ teuer und erfordern von Fall zu Fall eine besondere Bemessung und Ausgestaltung von an sich vorhandenen oder zusätzlichen Schaltungsteilen.
  • Alle diese Schwierigkeiten verschwinden von selbst, wenn man von zusätzlichen Konstruktionselementen bzw. von besonders dimensionierten Elementen, die eine Sonderanfertigung erfordern, absieht und dis magnetischen Streufelder von sowieso im Gerät vorhandenen und im wesentlichen unverändert zu lassenden Empfängerelementen ausnutzt. Der vorliegende Vorschlag läuft also darauf hinaus, ein Schaltrelais zu bauen, bei dem zur Betätigung des die Schaltkontakte tragenden oder bewegenden Teiles magnetische Streufelder benutzt werden, die von Lautsprechern, Drosseln, Widerständen usw. erzeugt werden: Da die Stärke des durchfließenden Stromes (Heizstrom, Emissionsstrom) sich während der Anlauf-, d. h: Anheizzeit des Gerätes ändert, so kann die Änderung des Streufeldes sehr gut zur Betätigung eines entsprechend ausgebildeten Ankers ausgenutzt werden. Durch geeignete Wahl der Ankergegenfederstärke kann die Schaltzeit eingestellt werden von einem Minimum bis zur Erreichung des stabilen Zustandes, der sich nach Erreichen des normalen Betriebswertes einstellt. Grundsätzlich werden also Teile verwendet, die so konstruiert sind, daß sie vor allem ihre Häuptaufgabe gut erfüllen können. Zur Erfüllung der Nebenaufgabe werden Hilfsmittel verwendet, die für alle Größen (Typen) derselben Gattung gleich sind und sogar nachträglich noch angebracht werden können.
  • An Hand von Zeichnungen sollen nun einige Anwendungsbeispiele des Vorschlages näher erläutert werden.
  • Die Abb. z a und z b zeigen die Verwendung des Lautsprecherstreufeldes zur Betätigung von Schaltkontakten< Zum Abschalten eines Widerstandes, der eine Anfangsbelastung des Gleichrichters darstellen soll, und zwar so lange,, bis die Endröhre des Gerätes; die die größte Gleichstromaufnahme hat, ihre volle Emission erreicht hat, soll z. B. die dargesteLlte Anordnung dienert. Die Feldwicklung W des dynamischen Lautsprechers dient als. Glättungsdrosseldurch sie fließt ein nennenswerter Strom erst dann, wenn -sämtliche indirekt geheizten Röhren voll -aufgeheizt sind. Vorher arbeiten die Gleichrichter und bis zu einem gewissen Grade auch der Netztransformator im Leerlauf. Beide Ursachen haben eine viel zu hohe Gleichspannung an den Siebkondensatoren zur Folge, so daß diese gefährdet sind. Aus diesem Grunde schaltet man einen Ohmschen Widerstand-unterUmgehung der Drosseldirekt an den Gleichrichter. Sobald die Empfängerröhren nun selbst Strom aufnehmen, wird der zusätzliche Widerstand überflüssig und muß abgeschaltet werden. Die Abschaltung soll nun mit Hilfe des Streufeldes der Lautsprecherwicklung erfolgen. Die Wicklung W wird von dem Kernbolzen B durchsetzt und von dem Joch J umschlossen: Zwischen dem Südpol S und dem Joch erstreckt sich das Haupt- oder Arbeitsfeld des Magneten, und zwar in dem Luftspalt, in dem sich die Tauchspule befindet. Am Nordpolende N des Bolzens B tritt nun- ein merklicher Streufluß aus, der eisernhaltige Teile anzieht. Bringt man nun einen selbstfedernden Anker A mit einer Unterlegscheibe Sch gegenüber dem Bolzen B an;. so wird dieser Anker angezogen, sobald genügend Strom durch die Wicklung W fließt. Die Schaltkontakte K, die im vorliegenden Fälle als Ruhekontakte arbeiten, werden beim Anziehen des Ankers getrennt. Die Kontakte können auf dem Anker selbst befestigt sein, sie können aber auch zu einem besonderen Federsatz gehören, der vom Anker betätigt wird. An die Kontakte ist die zu trennende Leitung Ltg angeschlossen.
  • Die Abb. r c zeigt den Anker, bestehend aus dem Federblech A und dem magnetisierbaren Teil Sch in Form einer Unterlegscheibe.
  • Die Abb. 2 a zeigt ebenfalls die Verwendung des Lautsprecherstreufeldes in etwas anderer Form. Bei vielen Lautsprechertypen ist das Joch J nur an einer Seite geschlossen, so daß man den Anker A als Nebenschluß zum Joch ausbilden kann. Zweckmäßigerweise wird man die Ankerfeder A an der einen Seite am Joch befestigen. Auf der dem anderen Jochende gegenüberstehenden Seite des Felderblattes A bringt man einen Streifen Eisenblech St an. Die Schaltkontakte K sind beispielsweise auf einem besonderen Federsatz montiert. An die Leitung Ltg ist z. B. ein Heizvorwiderstand angeschlossen, der nur während der Anheizzeit kurzgeschlossen sein soll.
  • Die Abb. 2b zeigt den Anker in Vorderansicht. Die Blattfeder A kann, aber muß nicht aus. einem eisenhaltigen Stoff bestehen.
  • Die Abb. 3 a zeigt die Verwendung des Streufeldes einer Siebdrossel, welches sich in der Nähe des Luftspaltes L im Eisenweg des Joches J ausbildet. Der Anker besteht aus einem Blechstreifen, andessen oberem Endeieinkappenförmniges.Gebilde G aus Eisen befestigt ist. Durch die Kraft des federnden Blechstreifens oder durch eine besondere Feder F wird der Anker im Ruhezustand von der Drossel abgezogen. Sobald Strom durch die Drossel fließt, wird die Kappe G an den Luftspalt herangezogen. Die Anbringung bzw. Betätigung der Schaltkontakte kann je nach Bedarf in beliebiger Weise erfolgen. Die Lage des Luftspaltes und die Form der Ankerkappe ist nur beispielsweise aufzufassen, sie kann von Fall zu Fall auch anders gewählt werden. Gegenüber einer als Schaltdrossel ausgebildeten Siebdrossel, bei der ein Teil des Joches als beweglicher Anker ausgebildet ist, hat die vorgeschlagene Anordnung den Vorteil, daß der Kappenanker bei jeder Art von Drossel unabhängig von der Dimensionierung angebracht werden kann, denn der Kappenanker kann nachträglich je nach dem Eisenquerschnitt der Drossel zurechtgebogen werden.
  • Die Abb. 3 b zeigt eine Draufsicht auf eine Drossel mit Kappenanker.
  • Die Abb.4a und q.b zeigen die Verwendung des Streufeldes einer sogenannten Widerstandsrolle R mit mehreren Lüftungslöchern O und einer zentralen Bohrung Z. Der Anker A, der in diesem Falle aus einem Eisenstift besteht, bewegt sich infolge des durch die Widerstandswicklung erzeugten Magnetfeldes in axialer Richtung innerhalb der zentralen Bohrung Z. Im Ruhezustand, d. h. im stromlosen Zustand, wird der Anker A von einer Feder F ganz oder teilweise herausgezogen. Die Schaltkontakte können nun von der Feder oder dem Anker in an sich bekannter Weise betätigt werden. Je nach der mechanischen Trägheit der Anordnung kann man bei dieser Anordnung entweder den Einschaltstromstoß, der nur sehr kurze Zeit andauert, oder .die länger dauernde Veränderung des Stromes bis zur Einstellung auf den Normalwert ausnutzen.
  • Eine weitere Möglichkeit der Ausnutzung von magnetischen Streufeldern besteht noch, wenn man den Netztransformator heranzieht, z. B. derart, daß man an einer Ecke des Eisenkernes, senkrecht zu den Blechen, einen Kurzschlußring nur auf wenige Bleche anbringt, in dem sich ein Strom ausbildet, der gegenüber dem Netzstrom phasenverschoben ist. Die Magnetfelder beider Ströme läßt man auf eine Ferrarisscheibe einwirken, der auf diese Weise ein Drehmoment erteilt wird.
  • Es liegt natürlich im Rahmen des Vorschlages, erforderlicherweise durch kleine Änderungen, z. B. am Eisenkern, die Streuflußverhältnisse etwas zu ändern, falls große Schaltkräfte erwünscht sein sollten. Es ist auch selbstverständlich, daß an die Stelle von Ruhekontakten auch Arbeitskontakte treten können oder daß beide Arten miteinander kombiniert, d. h. gleichzeitig oder nacheinander betätigt werden können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätiger Zeitschalter für Empfangsgeräte, der die Ein- oder Abschaltung von Hilfskreisen nach Schluß der Geräteanlaufzeit bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung des die Schaltkontakte tragenden oder bewegenden Teiles magnetische Streufelder ausgenutzt werden, die von an sich vorhandenen, im wesentlichen unverändert bleibenden Empfängerteilen stammen und sich während der Anlauf- bzw. Anheizzeit des Gerätes ändern.
  2. 2. Zeitschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Streufelder einer mit Eisenkern versehenen Induktivität ausgenutzt werden.
  3. 3. Zeitschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Streufeld eines Lautsprechers mit elektrischer Felderregung, dessen Feldwicklung als Siebdrossel verwendet wird, ausgenutzt wird. q.. Zeitschalter nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker des Schalters entsprechend der Einflußzone des Streufeldes ausgebildet ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 613 7229; österreichische Patentschrift Nr. 146 71o.
DEL4645D 1940-12-03 1940-12-03 Selbsttaetiger Zeitschalter nach Art eines Schaltrelais fuer Empfangsgeraete Expired DE929072C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1052482B (de) * 1957-11-19 1959-03-12 Siemens Ag Stromversorgungsschaltung fuer batteriebetriebene Funkgeraete, Verstaerker od. dgl.

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE613729C (de) * 1932-03-12 1935-05-24 Magnaphon Radio G M B H Einrichtung zur Vermeidung von Gefaehrdungen von Beleuchtungslampen fuer Gleichstromempfaenger mit indirekt geheizten Roehren
AT146710B (de) * 1934-10-06 1936-08-10 Radiowerk Horny Einrichtung an Apparaten mit thermionischen Entladungsgefäßen.

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