DE929267C - Zahnklammer - Google Patents

Zahnklammer

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DE929267C
DE929267C DER2867D DER0002867D DE929267C DE 929267 C DE929267 C DE 929267C DE R2867 D DER2867 D DE R2867D DE R0002867 D DER0002867 D DE R0002867D DE 929267 C DE929267 C DE 929267C
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DE
Germany
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brackets
methacrylic acid
percent
synthetic resins
tooth
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Expired
Application number
DER2867D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Schnebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
REICHSVERBAND DEUTSCHER DENTIS
Original Assignee
REICHSVERBAND DEUTSCHER DENTIS
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00—Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225—Fastening prostheses in the mouth
    • A61C13/267—Clasp fastening

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Zahnklammer Die Erfindung betrifft Zahnklammern und ähnliche Befestigungsmittel für Zahnprothesen, wie Bügel, Brückengerüste und Verstärkungseinlagen aus durchsichtigen oder durchscheinenden Kunstharzen. An die mechanischen Eigenschaften eines Werkstoffes zur Herstellung von Zahnklammern werden besondere Anforderungen gestellt. Die Zahnklammern dienen der Befestigung der Zahnprothesen, indem sie diese an lebende Zähne als Stützpfeiler anklammern. Am besten würden sie diese Aufgabe durch eine feste nicht verschiebbare Anordnung lösen, weil die von ihnen gehaltenen Prothesen erheblichen Kräften beim Tragen, bei spielsweise durch die Kaubewegungen, ausgesetzt sind. Da es sich aber um Hilfsmittel handelt, die in den Organismus eingefügt werden müssen, kann dieser Forderung nicht entsprochen werden, vielmehr muß die Möglichkeit bestehen, die Prothesen leicht einzusetzen und zu entfernen. Dabei kann der Stützpfeiler nicht wilil,kürlich gewählt werden, vielmehr müssen die lebenden Zähne, die keine genaue zylindrische Gestalt haben, sondern in der Mitte dicker als am oberen und unteren Ende sind, als Stützpfeiler benutzt werden. Auf diese Weise ergibt sich die vom Standpunkt der Festigkeitslehre aus ungünstige Lösung, daß das tragende Element, die Zahnklammer, federnd gestaltet sein muß, damit es über die dickste Stelle in der Mitte des Zahnes gedrückt werden kann, um dann. an der verhältnismäßig engen Stelle in der Nähe des Zahnhalses genau anzuregen. Diese Anordnung ist nun weiterhlin noch zusätzlichen Beanspruchungen ausgesetzt, da der Prothesenträger im allgemeinen beim Aufsetzen und Abnehmen der Prothese keine besondere Sorgfalt anwendet, sondern sie etwas gegen den als Stützpfeiler dienenden Zahn kante, so daß der Winkel, um den die Klammern gebogen werden, noch größer wird. Trotz dieser starken Abbiegung darf keine bleibende Deformation eintreten, weil die Zahnklammer sonst nicht mehr die Aufgabe, als Stützelement zu dienen, erfüllen könnte. Ein Werkstoff für die Herstellung von Zahnklammern muß also im Modellversuch zehntusende und sogar hunderttausende von Biegungen um etwa I50 aus haften, ohne daß sich die Klammeröffnung weitet.
  • Erschwerend ist schließiich noch, daß diese mechanischen Eigenschaften auch unter den Einwirkungen der Mundflüssigkeit bestehen bleiben müssen, diese also keinerlei bleibende Deformation des Werkstoffes durch an sich geringfügige Korroslionser scheinungen bewirken darf.
  • So ist es verständlich, daß bereits die Auswahl eines metallischen Werkstoffes für diesen -Zweck auf große Schwierigkeiten stößt. Es handelt sich bei den orthodontischen Legierungen für diesen Zweck um Legierungen aus Edelmetallen oder Unedelmetallen mit bemerkenswerten mechanischen Eigenschaften, die für diesen Zweck besonders ausgearbeitet wurden.
  • Die Zahnklammern aus Metall weisen den Nachteil auf, daß sie eine unnatürliche Farbe besitzen und so ohne weiteres verraten, daß sich eine Zahnprothese im Mund befindet Man ordnet deshalb die Metallklammern nach Möglichkeit so an, daß sie dem Beschauer nicht sichtbar sind, muß aber hierdurch oft Nachteile hinsichtlich der mechanischen Festigkeit in Kauf nehmen. Ferner führt man die Klammern aus dem gleichen Grund häufig aus dünnen Drähten aus; diese gewährleisten aber oft keinen genügenden Halt und können darüberhinaus infolige einer Reibwirkung auf den Naturzahn diesem Schaden zufügen.
  • Man hat deshalb schon vorgeschlagen, Zahnklammern aus durchsichtigen oder durchscheinenden Kunstharzen herzustellen. Wenn man aber hierbei die bisher in der Zahntechnik üblichen Stoffe benutzte, wie sie zur Herstellung von Zähnen, Kronen und Brücken Verwendung finden, beispielsweise die 'hierfür verwendeten Derivate und Homologen der Acrylsäure und deren Chlorsubstitutionsprodukte, dann kommt man nicht zum Ziel, weil alle diese bisher für zahntechnische Zwecke vorgeschlagenen Kunstharze bei der Herstellung von Zahnklammern versagen, da sie nicht den oben erörterten außergewöhnlichen mechanischen Anforderungen entsprechen. Die Aufgabe, Zahuklammern und ähnliche Befestigungsmittel für Zahnprothesen, wie Bügel, Brückengerüste und Verstärkungseinlagen, aus durchsichtigen oder durchscheinenden Kunstharzen herzustellen, war also bisher für die hohen Anfordeungen der Praxis noch nicht gelöst.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß sich Zahnklammern unter Verwen dung von Kunstharzen nicht nur entgegen der bisher vorliegenden Erfahrung in der Praxis gut verwenden lassen, sondern hierbei sogar gegenüber den bekannten Metallklammern eine Reihe von sehr wesentlichen Fortschritten ergeben, wenn man bestimmte Mischpolymerisate zu ihrer Herstellung benutzt. Die Zahnklammern und; ähnlichen Befestigungsmittel für Zahnprothesen, wie Bügel, Brückengerüste und Verstärkungseinlagen aus durchwichtigen oder durchscheinenden Kunstharzen werden erfindungsgemäß au.s Kunstharzen hergestellt, die durch gemeinsame Polymerisation von 40 bis 80 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril und entsprechend 60 bis 20 Gewichtsprozent Methacrylsäureestern niederer Alkohole gewonnen werden.
  • Vorteilhaft wird der zu polymerisierenden Mischung aus Acrylsäurenitril und den Methacrylsäureestern niederer Alkohole noch Methacrylsäureamid zugesetzt, und zwar vorzugsweise derart, daß der Gehalt an Methacrylsäureamid bis zu 15 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge der polymerisierbafen Stoffe, beträgt.
  • Die erfindungsgemäß zur Herstellung von Zahnklammern benutzten Mischpolymerisate sind als solche bekannt. Auch ist ihre hohe Härte, Druckfestigkeit, Biegungsfestigkeit, Zugfestigkeit und Elastizität bereits bekannt. Nach dem eingangs .geschilderten Stand der Technik auf dem Gebiet der Zahnkiammern war aber selbst bei Kunstharzen, die hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften eine gewisse Spitzenstellung unter den Kunstharzen einnehmen, eine Überwindung der hier vorliegenden besonderen Schwierigkeiten nicht zu erwarten. Es ist zu beachten, daß die Zahnklammern sehr dünn sein müssen und ihre mechanische Beanspruchung auf Zug und Druck sehr unregelmäßig ist und über sehr lange Zeiten hinweg erfolgt. Trotz dieser lang dauernden vielseitigen mechanischen Beanspruchun, die mit gleichzeitigen chemischen Angriffen verbunden ist, muß die Federkraft dieser kleinen Formstücke dauernd im ursprünglichen Zustand erhalten bleiben. Überraschenderweise bleibt die Federwirkung der erfindugsgemäß benutzten Mischpolymerisate auch unter den iin Mund vorliegenden Verhältnissen unverändert erhalten. Die Verankerung erfolgt hierbei im allgemeinen durch die Federwirkung des K-lammerfortsatzes.
  • Die Zahuklammern werden erfindungsgemäß aus Polymerisaten von Acrylsäurenitril und Methacrylsäureestern niederer Alkohole, gegebenenfalls unter Zusatz von Methacrylsäureamird, dadurch hergestellt, daß aus- den durch Polymerisation der genannten Mischungen gewonnenen Kunststoffplatten Klammern geschnitten werden, die dem anatomischen Bau der dafür bestimmten Zähne weitgehend angepaßt sind. Durch Erwärmen in einem Ofen oder in einem Flüssigkeitsbad wird die Klammer bis zum Erweichungspunkt des Mischpolymerisats erhitzt und dem Zahn des Modells angedrückt. Da die fertige Klammer bei dem Erwärmen und nachfolgendem Anpassen immer nur von dem geringeren zum größeren Zahnumfang verformt wird, kann während des Gebrauchs im Mund auch durch die Einwirkung heißer Speisen und Getränke die Spannung der Klammer nicht velorengehen, da die elastischen Kräfte das Formstück wieder in die ursprüngliche Gestalt zurückzubringen streben.
  • Die ästhetische Wirkung der Klammern aus den durchsichtigen oder durchscheinenden Mischpolymerisaten aus Acrylsäurenitril und Methacrylsäureestern miederer Alkohole ist gut. Die Klammern fallen im Gegensatz zu den Metalfkfammern praktisch nicht auf, da der Natulrzahn in seiner Farbe durch diese Kunstharzklammern durchscheint und im benetzten Zustand für den Beobachter sogar eine Einheit mit dem Naturzahn zu bilden scheint.
  • Die neuen Zahnklammern können deshalb auch bei Zähnen des Frontgebietes angebracht werden, wo Metallklammern aus Schönheitsgründen möglichst vermieden werden. Die neue Zahnklammer kann also ohne weiteres dort angelegt werden, wo der beste Halt gewährleistet ist. Da der Werkstoff der neuen Zahnklammern nicht ins Auge fällt, sind weiterhin Klammerformen möglich, die man bei den Ausführungen aus Metall aus Schönheitsgründen vermeiden würde.
  • Die bei Metallklammern oft unangenehm in Erscheinung tretende Reibung am Zahn tritt bei den neuen Zahnklammern nicht auf, da der Härtegrad der erfindungsgemäß zur Anwendung kommenden Mischpolymerisate zum Unterschied von den für Zahnklammern bisher verwandten Metallen ungefahr der Dentinhärte entspricht.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß die neuen Zahnklammern aus Mischpolymerisaten von Methacrylsäurenitril und Methacrylsäurrstern niederer Alkohole den im Mund auftretenden chemischen Angriffen durch Speiserste und Mundsäfte völlig wfderstehen.
  • Nachbiegungen, d.ie an der Klammer notwendig werden, können mit leicht erwärmter Zange vorgenommen werden. Nach Abkühlen der Klammer verbleibt sie im Zu!stand der gegebenen Lage. Die neue Zahnklammer kann nach besonderem Verfahren in verschiedenen Formen hergestellt werden, die nach leichter Erwärmung dem Modell angepaßt werden können. Der Klammerschwanz wird günstig in die größte Materialstärke der Prothese verlegt.
  • Doppelklammerformen mit zwei Haltefortsätzen sind ebenfalls leicht anzulegen. Bei diesen wird infolge der großen Elastizität des Werkstoffes eine besonders gute federnde Umklammerung erreicht.
  • Zusammenfassend zeigt sich also, daß die neue Zahnklammer gegenüber den bisher bekannten Klammern eine Reihe von wesentlichen Fort schritten sowohl. bei der Verarbeitung al's auch im Gebrauch aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zahnklammern und ähnliche Befestigungsmittel für Zahnprothesen, wie Bügel, Brückengerüste und Verstärkungseinlagen, aus durchsichtigen oder durchscheinenden Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Kunstharzen bestehen, die durch gemeinsame Polymerisation von 40 bis 80 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril und entsprechend 60 bis 20 Gewichtsprozent Methacrylsäureestern niederer Alkohole, gegebenenfalls mit einem weiteren Zusatz bis zu I5 Gewichtsprozent - bezogen auf die Gesamtmenge der polymerisierbaren Stoffe - Methacrylsäureamid, hergestellt sind.
    Angezogene Druckschriften: t)eutsche Patentschriften Nr. 575255, 596679.
DER2867D 1942-02-17 1942-02-17 Zahnklammer Expired DE929267C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1293946B (de) * 1963-08-24 1969-04-30 Drewing Herbert Verfahren zur Herstellung von mit Kunststoff ummantelten Zahnklammern und Zahnhilfsmitteln
DE9107745U1 (de) * 1991-06-22 1991-08-14 Borchmann, Michael, Dr. med. dent., 4518 Bad Laer Draht zum Gebrauch in der Zahnmedizin im Bereich der Kieferorthopädie
AT400099B (de) * 1993-06-09 1995-09-25 Purner Helmut Abnehmbarer zahnersatz

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE575255C (de) * 1931-08-15 1933-04-26 Walter Koehler Zahnersatz aus Glas, Cellon, Kunstharz o. dgl.
DE596679C (de) * 1932-02-24 1934-05-11 Roehm & Haas Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Derivaten aus Polymerisaten der Acrylsaeure, ihrer Abkoemmlinge oder ihrer Homologen

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AT400099B (de) * 1993-06-09 1995-09-25 Purner Helmut Abnehmbarer zahnersatz

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