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Räder oder Rollen für metallene Schiffslukenverschlußplatten od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Räder oder Rollen für Schiffslukenverschlußplatten
od. dgl., um die waagerechte Verschiebung dieser Platten durch Abrollen auf den
Winkeleisen eines Sülls oder auf jeder anderen der Luke zunächst liegenden Fläche
zu erleichtern. Gewöhnlich sind diese Räder oder Rollen ortsfest oder ortsbeweglich
an den Seiten der Platten angebracht und sitzen in gewissen Fällen an Füßen oder
sonstigen Vorsprüngen der Platten. Die Erfindung betrifft besonders jene Art von
Rädern oder Rollen, die auf einer exzentrisch gelagerten Scheibe sitzen, so daß
durch Drehen dieser Scheibe um I8o° das Rad in bezug auf die Verschlußplatte, an
der es sitzt, gehoben oder gesenkt werden kann. Diese Drehung von I8o° hat zur Folge,
daß die normalerweise auf ihrer seefesten Dichtung aufliegende Platte von dieser
abgehoben wird, um ein ungehindertes Abrollen zu gewährleisten.
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In der vorstehend beschriebenen Bauart des Rades oder Rolle sind drei
Hauptteile zu unterscheiden: Eine in bezug auf die Verschlußplatte feste Achse,
eine auf dieser Achse exzentrisch gelagerte Scheibe und ein auf dem Umfang dieser
Scheibe umlaufendes Rad bzw. Rolle.
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Die Erfindung betrifft nur den Aufbau und die Anordnung von Vorrichtungen,
die die Verriegelung der exzentrisch gelagerten Scheibe abwechselnd in der einen
und in der anderen ihrer beiden Stellungen gewährleistet.
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Bekannt ist bereits die Verwendung eines lösbaren Verriegelungsbolzens
zwischen Scheibe und
Achse (vgl. z. B. britische Patentschrift 611
848) durch einen Bolzen, der senkrecht durch ein Loch in einer Lasche oder sonstigem
Vorsprung an der Außenseite der Scheibe und anschließend durch. ein in der Achse
vorgesehenes Loch hindurchgeführt wird. Diese Lösung bietet nur eine Scherebene
am Bolzen, und das untere Ende desselben ist für Hammerschläge unzugänglich, wenn
es sich darum handelt, einen festgeklemmten Bolzen herauszutreiben; ähnliche Schwierigkeiten
ergeben sich bei Verwendung eines Hebels bzw. einer Brechstange, um die Scheibe
zwecks Lockerung des festgeklemmten Bolzens zu drehen. Bei Verwendung dieser Räder
an Verschlußplatten, die in eine senkrechte Stapelstellung zu schieben sind, gelangen
die Bolzen in eine waagerechte Lage, wenn die Verschlußplatten weggeräumt werden,
und zuweilen kommt es vor, daß die Vorsteckbolzen infolge ihrer waagerechten Lage
durch die Erschütterungen verrutschen und herausfallen und sogar verlorengehen,
namentlich wenn die Verschlußplatte durch den heftigen Anstoß an die Nachbarplatte
in zitternde Schwingungen gerät.
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Die Erfindung, die diese Nachteile beseitigen soll, ist dadurch gekennzeichnet,
daß die exzentrische Scheibe mit einem muffenähnlichen Ansatz (nachstehend mit Muffe
bezeichnet) versehen ist, der an ihrer Außenseite 'hervorsteht und die Achse vollständig
umschließt, und daß diese Muffe und die Achse eine von einer Seite der Muffe zur
andern durchgehende diametrale Bohrung für die Aufnahme eines Steck- oder Verriegelungsbolzens
aufweisen, der sich alsdann in einer zur Ebene der Verschlußplatte parallelen (d.
h. bei zugezogener Verschlußplatte waagerechten) Lage befindet. Von Vorteil ist
es ferner, daß die Scheibe in der Querrichtung eine Auskehlung aufweist, um zwecks
Verdrehung der Scheibe einen Hebel bzw. eine Brechstange aufnehmen zu können, wobei
diese Auskehlung parallel zum Verriegelungsbolzen verläuft, wenn dieser eingeschoben
ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar
zeigt Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch eine mit einer Laufrolle versehene
Verschlußplatte entsprechend der Linie A-B in Fig. 2, Fig.2 eine Vorderansicht,
die der linken Seite der Fig. 1 entspricht, Fig. 3 eine ähnliche Ansicht wie in
Fig. I, jedoch in einer nach Drehung der Scheibe erzielten abgesenkten Lage der
Verschlußplatte auf ihren (nicht dargestellten) Sitz.
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Mit 1 ist das Winkeleisen eines Platten- bzw. Decksülls oder jeder
andern Unterlage, auf welcher die Verschlußplatte 2 mittels der Rolle bzw. des Rades
mit exzentrisch gelagerter Scheibe verschiebbar ist. Am Deck od. dgl. ist eine Führungsschiene
3 befestigt. In der dargestellten Ausführungsart ist die Rolle bzw. das Rad auf
einer Achse gelagert, die an der Seite der Verschlußplatte 2 bleibend befestigt
ist, anstatt (wie etwa nach der britischen Patentschrift) an einer abnehmbaren Vorrichtung
zu sitzen. Wie die Zeichnung veranschaulicht, ist die Achse 4 an einer Tragplatte
5 befestigt, die ihrerseits wieder durch Verschweißung od. dgl. mit der Verschlußplatte
2 vereinigt ist. Auf die Achse 4 ist eine exzentrisch gelagerte Scheibe 6 aufgeschoben,
die mit einer abgesetzten Schulter 12 für den Einbau des Lauflagers 8 und der eigentlichen
Rolle oder Rades 7 versehen ist. Diese Lagerung besitzt eine Schmiervorrichtung
9. Die exzentrisch gelagerte Scheibe 6 besitzt einen muffenähnlichen Ansatz 1o,
der in bezug auf ihre Außenseite 11 hervorsteht und die Achse 4 vollständig einschließt.
Die Muffe 1o und die Achse 4 sind diametral durchbohrt, um einen Steck- oder Verriegelungsbolzen
13 aufzunehmen. Dieser (hier »durchgehender Bolzen« genannte) Verriegelungsbolzen
durchsetzt Muffe und Achse vollständig und kommt parallel zur Gesamtebene der Verschlußplatte,
d. h. waagerecht zu liegen, wenn diese ihre Schließstellung einnimmt (Fig. 3), oder
in Rollbereitschaft angehoben ist (Fig. 1 und 2).
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Die Muffe 1o der Scheibe 6 besitzt ferner eine quer verlaufende Auskehlung
14 für die Aufnahme einer Brechstange od. dgl., um die Drehung der Scheibe zu erleichtern.
Diese Auskehlung 14 wird zweckmäßig durch eine Kehlwange I5 der Scheibe auf Seiten
der Muffe und durch zwei zur ersteren parallele Gegenwangen 16 gebildet und verläuft
parallel zum Verriegelungsbolzen 13, wenn dieser eingeschoben ist. Die Gegenwange
16 ist in zwei Teile unterteilt, um den Zugang zur Schmiervorrichtung 9 zu gestatten.
Ein geschlitzter Splint 17 ist nach Zwischenschaltung einer Lochscheibe 18 durch
das schwächere Ende der Achse 4 derart hindurchgeschoben, daß das Rad bzw. die Rolle
auf der Achse gesichert ist, wenn der Verriegelungsbolzen 13 entfernt worden ist.
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Die Betätigung der Rolle beim Heben und Senken .der Verschlußplatte
2 erfolgt ähnlich wie bei sonstigen Rollen oder Rädern mit exzentrisch gelagerter
Scheibe. Wenn die Verschlußplatte in der geschlossenen Stellung auf der die Luke
umgebenden Bettung aufruht (Fig.3), wird zwecks Abrollens der Verschlußplatte der
Verriegelungsbolzen 13 herausgezogen und die exzentrisch gelagerte Scheibe 6 um
18o° gedreht, um die Verschlußplatte anzuheben (wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt),
bis dieselbe in Rollbereitschaft gelangt. Alsdann wird der Verriegelungsbolzen 13
wieder eingesetzt. In der Zeichnung ist weder an der Verschlußplatte noch an der
Luke eine Dichtung zu sehen, weil diese nicht zur Erfindung gehört, es ist aber
selbstverständlich, daß eine geeignete Abdichtung vorhanden ist, wenn sich die Einzelteile
in der in Fig. 3 dargestellten Stellung befinden.
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Sollte sich der Verriegelungsbolzen 13 in seiner Bohrung festklemmen,
dann wäre sein Ende selbstverständlich für Hammerschläge erreichbar, während in
die Öffnung am Ende des Verriegelungsbolzens ein Pfriem od. dgl. eingeführt werden
kann, um durch Hebelwirkung den Verriegelungsbolzen leichter herauszuholen. Gleichzeitig
kann in die Querkehle 14 eine Brechstange oder ein Hebel
eingeführt
werden, um die Scheibe 6 zu drehen und die Bauteile zu lockern. Handelt es sich
um eine Verschlußplatte, die zwecks Wegräumens in die aufrechte Stellung gekippt
werden soll, dann hat die besondere Ausbildung und Anordnung des Verriegelungsbolzens
gemäß der dargestellten Ausführung den Vorteil, daß sich der Verriegelungsbolzen
nicht zufällig lösen kann, wenn er mit der Verschlußplatte eine senkrechte Lage
einnimmt, sofern der Verriegelungsbolzen mit seinem Henkelkopf richtig (d. h. auf
der der Kippachse abgekehrten Seite) eingeführt worden ist. Diese Sicherheitsstellung
ist aus Fig. 2 zu ersehen, wenn angenommen wird, daß die Verschlußplatte um eine
auf der rechten Seite der Fig. 2 liegenden Schwenkachse emporgehoben wird, so daß
sie sich im Uhrzeigersinne dreht und dabei vom Deck I od. dgl. abrückt.