DE9304632U1 - Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen, insbesondere Rauchgasleitungen - Google Patents
Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen, insbesondere RauchgasleitungenInfo
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Description
Gesthuysen & von Rohr
Die Erfindung betrifft eine Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen,
insbesondere Rauchgasleitungen, mit einem Rahmen, mit einem eine Dichtfläche aufweisenden Absperrflügel, mit einer eine Dichtfläche aufweisenden Anschlagleiste
am Rahmen, insbesondere mit einem am Absperrflügel oder an der Anschlagleiste
angebrachten, eine der Dichtflächen bildenden Abdichtungselement und mit einer Antriebsvorrichtung für den Absperrflügel. Der Begriff "luftführend"
steht dabei für alle Arten von Luft, Luftgemischen und Gasgemischen führenden Leitungen.
Absperrvorrichtungen der zuvor beschriebenen Art werden z. B. als Regel-Absperr-
oder Sicherheitsklappen in rauchgas-, heiß- und frischluftführenden Leitungen in großtechnischen Anlagen verwendet, wobei die Abmessungen dieser
Absperrvorrichtungen im Dezimeter- bis Meterbereich liegen. Der Einsatz dieser Absperrvorrichtungen findet unter teilweise extremen Bedingungen statt,
so treten z. B. Temperaturen bis über 1.300 K auf. Es werden also hohe Anforderungen
an Temperatur- wie auch Korrosionsbeständigkeit der verwendeten Werkstoffe gestellt.
Bei dem Betrieb der rauchgas-, heiß- und frischluftführenden Leitungen treten
regelmäßig Probleme durch Staub- bzw. Schmutzablagerungen am unteren Rand der Leitungen auf. Diese Ablagerungen finden vorzugsweise dann statt, wenn die
Strömungsgeschwindigkeit des Gases bzw. Luftgemisches kleiner als ein vorgegebener
Wert ist oder wenn sich an Hindernissen, wie z. B. vorstehenden Kanten, Turbulenzen ausbilden. Solch eine vorstehende Kante wird z. B. von der
Anschlagleiste einer Absperrvorrichtung der in Rede stehenden Art gebildet.
Die Staub- bzw. Schmutzablagerungen im Bereich der Anschlagleiste einer Absperrvorrichtung
können zu funktionsbeeinträchtigenden Störungen führen, so daß ein ordnungsgemäßes Schließen der Absperrvorrichtung nicht möglich ist,
weil die Dichtfläche des Absperrflügels nicht an der Dichtfläche der Anschlagleiste
anliegt. Zur Vermeidung dieser Funktionsbeeinträchtigungen wurden bis-
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lang lediglich Schwellen in den Leitungen im Bereich der Absperrvorrichtungen
angebracht, um die Strömungsgeschwindigkeit des Gas- bzw. Luftgemisches zu erhöhen.
Des weiteren wurde durch eine Überdimensionierung der Antriebsvorrichtung
versucht, ein Schließen der Absperrvorrichtung trotz vorhandener Staubbzw. Schmutzablagerungen zu erzwingen. Diese Maßnahmen führten jedoch nicht
zu einer durchgreifenden Lösung des vorliegenden Problems. Deshalb ist eine regelmäßige Säuberung der rauchgas-, heiß- und frischluftführenden Leitungen
notwendig, die zu erheblichen Stillstandzeiten der gesamten Anlage führen. Diese Stillstandzeiten sind gerade dann besonders groß, wenn die Betriebstemperatur
der Leitungen eine lange Abkühlzeit erfordert, bevor eine Reinigungsperson eine Säuberung der Leitungen durchführen kann.
Die Erfindung stellt sich somit die Aufgabe, eine Absperrvorrichtung der zuvor
beschriebenen Art derart auszugestalten und weiterzubilden, daß trotz unvermeidlicher
Staub- bzw. Schmutzablagerungen im Bereich der Absperrvorrichtung die Funktionstüchtigkeit der Absperrvorrichtung erhalten bleibt.
Die zuvor aufgezeigte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im geöffneten Zustand
die Anschlagleiste jedenfalls im Bereich der Dichtfläche verdeckt und die Dichtfläche so gegenüber einer durch den Rahmen verlaufenden Strömung abgeschirmt
ist und diese Verdeckung bzw. Abschirmung vor Erreichen des geschlossenen Zustandes aufhebbar ist. Die Erfindung zeigt also auf, in welcher Weise
gewährleistet werden kann, daß Staub- bzw. Schmutzablagerungen im Bereich der Absperrvorrichtungen ein ordnungsgemäßes Schließen der Absperrvorrichtung nicht
verhindern. Die aufgezeigte Konstruktion bewirkt, daß sich keine Ablagerungen an der Dichtfläche der Anschlagleiste ansammeln können, so daß beim Schließvorgang
die Dichtfläche des Absperrflügels an die Dichtfläche der Anschlagleiste
ohne Beeinträchtigung anstoßen kann und im geschlossenen Zustand die gewünschte Abdichtung der Leitung durch die Absperrvorrichtung vollständig
vorhanden ist.
Erfindungsgemäß wird im geöffneten Zustand der Absperrvorrichtung realisiert,
daß die Dichtfläche der Anschlagleiste nicht der Strömung und somit auch nicht
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den in dem strömenden Gas- bzw. Luftgemisch enthaltenen Staub- bzw. Schmutzpartikeln
ausgesetzt ist.
Zur Realisierung des zuvor erläuterten Ergebnisses ist in einer ersten
Alternative die Anschlagleiste bewegbar im Rahmen angeordnet, so daß während des Öffnungsvorganges der Absperrvorrichtung die Anschlagleiste aus der Strömung
herausgeschwenkt werden kann und im geöffneten Zustand mit ihrer Dichtfläche am Rahmen anliegt oder in einer dafür vorgesehenen Vertiefung versenkt
ist. Dasselbe Ergebnis kann aber auch dadurch erreicht werden, daß die Anschlagleiste
durch eine lineare Bewegung während des Öffnungsvorganges der Absperrvorrichtung in eine Position gebracht wird, in der die Dichtfläche der
Anschlagleiste in gleicher Weise, wie zuvor aufgezeigt, keinen direkten Kontakt zum strömenden Gas- bzw. Luftgemisch hat.
Nach einer weiteren Alternative kann eine unbeweglich am Rahmen angeordnete
Anschlagleiste mit Hilfe einer Abdeckvorrichtung gegenüber der Strömung geschützt
werden, die beim Öffnungsvorgang der Absperrvorrichtung über die Anschlagleiste bewegt wird und im geöffneten Zustand der Absperrvorrichtung die
Anschlagleiste dann vollständig abschirmt.
Die zuvor aufgezeigten Verdeckungs- bzw. Abschirmvorrichtungen sind einerseits
derart ausgestaltet, daß beim Schließvorgang der Absperrvorrichtung die "saubere"
Dichtfläche der Anschlagleiste in eine Position gebracht wird, in der der Absperrflügel am Ende des Schließvorganges mit seiner Dichtfläche an der
Dichtfläche der Anschlagleiste anliegt. Andererseits sind die Verdeckungsbzw. Abschirmvorrichtungen so ausgestaltet, daß während des Schließvorganges
Staub- bzw. Schmutzablagerungen im Bereich der Anschlagleiste weggeräumt werden.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der Erfindung auszugestalten
und weiterzubilden, wozu einerseits auf die dem Anspruch 1 nachgeordneten
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Ansprüche, andererseits auf die Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnung verwiesen werden darf. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in einer Seitenansicht ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer
Absperrvorrichtung im geschlossenen Zustand,
Fig. 2 in einer Seitenansicht das bevorzugte Ausführungsbeispiel einer
Absperrvorrichtung im geöffneten Zustand und
Fig. 3 in einer Seitenansicht eine zum Stand der Technik gehörende Absperrvorrichtung.
Fig. 3 zeigt den Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht. Die Absperrvorrichtung
weist einen Rahmen 1 auf, durch dessen Inneres die rauchgas-, heiß- und frischluftführende Strömung verläuft. Ein eine Dichtfläche 2 aufweisender
Absperrflügel 3 ist schwenkbar an einer Halterung 4 an einer Seite des Rahmens 1 befestigt. Die Dichtfläche 2 ist hier am unteren Ende des Absperrflügels
3 angeordnet. An der gegenüberliegenden Seite des Rahmens 1 ist eine ebenfalls
eine Dichtfläche 5 aufweisende Anschlagleiste 6 befestigt. Dabei ist hier am Absperrflügel 3 ein Abdichtungselement 7 angebracht, das die Dichtfläche 2
bildet. Eine gegenüberliegende Zuordnung zur Dichtfläche 5 ist in gleicher Weise
möglich. Das Abdichtelement 7 ist je nach Anforderung elastisch, metallisch, verschleißfest und/oder korrosionsbeständig ausgeführt.
Wie in Fig. 3 dargestellt ist, kommt es bei starken Staub- bzw. Schmutzablagerungen
im Bereich der Anschlagleiste 6 zu einer Funktionsstörung der Absperrvorrichtung,
da der Absperrflügel 3 die vorgesehene Schließposition nicht vollständig erreicht, so daß keine vollständige Absperrung zustande kommt.
Die Erfindung besteht nun darin, daß die gesamte Anschlagleiste 6, diese auf
jeden Fall jedoch im Bereich der Dichtfläche 5 im geöffneten Zustand der Ab-
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sperrvorrichtung nicht mit einer durch den Rahmen 1 verlaufenden, Staub- oder
Schmutzpartikel führenden Strömung in Berührung kommt. Dies wird dadurch erzielt,
daß die Dichtfläche 5 entweder verdeckt oder abgeschirmt ist. Während des Schließvorganges der Absperrvorrichtung verändert sich die Position der
Anschlagleiste 6 bzw. die Position der Abschirmung derart, daß vor Erreichen des geschlossenen Zustandes die zur Abdichtung notwendige Position der Dichtfläche
5 der Anschlagleiste 6 erreicht wird.
In dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels befindet
sich die im Bereich der Dichtfläche 5 verdeckbare Anschlagleiste 6 am unteren Rand des Rahmens 1, weil die Ablagerung der Staub- bzw. Schmutzpartikel
in besonders starker Weise an der Unterseite des Rahmens 1 erfolgt. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, zusätzlich zu der in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
dargestellten Weise auch an den seitlichen Wandbereichen des Rahmens 1 eine derartige Anordnung einer Anschlagleiste vorzunehmen.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, das in den Fig. 1 und 2 dargestellt
ist, ist die Anschlagleiste 6 bewegbar im Rahmen 1 angeordnet. Dieses ist wegen der Möglichkeit, die Anschlagleiste 6 und insbesondere deren Dichtfläche
5 im geöffneten Zustand aus dem Bereich der Staub- bzw. Schmutzablagerungen herauszubewegen, besonders vorteilhaft.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Anschlagleiste 6 durch eine Schwenkbewegung
zwischen zwei Positionen hin- und herbewegbar. Dabei handelt es sich einerseits um die Schließposition mit freier Dichtfläche 5 und andererseits
um die Öffnungsposition, bei der die Dichtfläche 5 verdeckt ist. Die für die Schwenkbewegung der Anschlagleiste 6 erforderlichen Schwenklager sind vorzugsweise
außerhalb des Rahmens 1 angeordnet, damit die Staub- bzw. Schmutzpartikel nicht zu einer Beeinträchtigung der Bewegung der Anschlagleiste 6
führen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Anschlagleiste 6 linear bewegbar.
In dieser Weise kann die gesamte Anschlagleiste6 mit der zu verdeckenden
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Dichtfläche 5 aus der durch den Rahmen 1 verlaufenden und die Staub- bzw.
Schmutzpartikel führenden Strömung herausbewegt werden. Dabei verläuft die Richtung der linearen Bewegung vorzugsweise in einem rechten Winkel zur Strömungsrichtung.
Somit ist es in ähnlicher Weise wie zuvor beschrieben möglich, die Anschlagleiste 6 zwischen einer Schließposition und einer Öffnungsposition
hin und her zu bewegen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Anschlagleiste 6 in einer festen
Position an dem Rahmen 1 befestigt. Zusätzlich ist an dem Rahmen 1 eine bewegliche
Abdeckung vorgesehen (nicht dargestellt in der Zeichnung). Diese bewegliche Abdeckung ist ebenfalls zwischen zwei Positionen hin- und herbewegbar.
Dabei entspricht die Öffnungsposition bzw. die Freigabeposition einer Stellung der beweglichen Abdeckung, bei der die Dichtfläche 5 der Anschlagleiste
6 frei ist, und die Schließposition bzw. Abdeckposition entspricht einer Stellung der beweglichen Abdeckung, bei der die Dichtfläche 5 der Anschlagleiste
6 verdeckt ist. In dieser Weise ist es einerseits gewährleistet, daß sich die Anschlagleiste 6 immer in einer für die Schließung der Absperrvorrichtung
notwendigen Position befindet. Andererseits bildet die vorzugsweise teilzylindrisch ausgebildete Abdeckung die oben erwähnte Schwelle, die zu einer
Beschleunigung der Strömung - wie oben beschrieben - führt. Es ist also zusätzlich mit dieser Anordnung der Vorteil erreicht, daß durch die höhere
Strömungsgeschwindigkeit eine verringerte Ablagerung von Staub- bzw. Schmutzpartikeln
im Bereich der Anschlagleiste 6 auftritt.
Die bisher beschriebenen AusführungsbeisDiele einer Absperrvorrichtung haben
gemeinsam, daß zusätzlich zu dem Absperrflügel 3 mindestens ein weiteres bewegliches
Element vorgesehen ist, entweder die Anschlagleiste 6 oder die Abdeckung. Die Erfindung sieht unterschiedliche Mechanismen zum Antrieb des
zusätzlichen beweglichen Elementes vor. In einem weiterführenden Ausführungsbeispiel ist die Anschlagleiste 6 (bzw. die Abdeckung) selbständig motorisch
antreibbar. Dafür ist außerhalb des Rahmens 1 ein elektrischer, ein hydraulischer
oder ein pneumatischer Antrieb angeordnet. Je nach Art der Ausführung
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der Anschlagleiste 6 (bzw. der Abdeckung) ist ein Drehantrieb oder ein linearer
Antrieb verwirklicht.
In einem weiteren weiterführenden Ausführungsbeispiel ist eine vorzugsweise
ebenfalls außerhalb des Rahmens 1 angeordnete Kupplung vorgesehen, mit der die Bewegung der Anschlagleiste 6 (bzw. der Abdeckung) von der Antriebsvorrichtung,
die den Absperrflügel 3 antreibt, antreibbar ist. Diese Anordnung besitzt den Vorteil, daß die notwendigerweise miteinander gekoppelten Bewegungen
einerseits des Absperrflügels 3 und andererseits der Anschlagleiste
(bzw. der Abdeckung) synchronisiert sind. Diese Synchronisation ist dagegen bei der Verwendung von separaten motorischen Antrieben durch eine separate
Steuerungsvorrichtung zu gewährleisten.
In einem weiteren weiterführenden Ausführungsbeispiel findet eine direkte
Kraftübertragung zwischen dem Absperrflügel 3 und der Anschlagleiste 6 statt,
so daß für die Anschlagleiste 6 (bzw. die Abdeckung) kein separater Antrieb erforderlich ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine Rückstellvorrichtung
vorgesehen, die die Anschlagleiste 6 (bzw. die Abdeckung) mechanisch in der Öffnungsposition mit verdeckter Dichtfläche 5 hält. Während der Schließbewegung
bewegt der Absperrflügel 3 die Anschlagleiste 6 durch einen mechanischen
Kontakt entgegen der Kraftrichtung, die durch die Rückstellvorrichtung
auf die Anschlagleiste 6 (bzw. die Abdeckung) ausgeübt wird, vorlaufend in die Schließposition mit freier Dichtfläche 5. Dafür ist vorzugsweise an
der Anschlagleiste 6 (bzw. der Abdeckung) ein am Rand vorstehender Zapfen vorgesehen,
der während der Schließbewegung des Absperrflügels 3 mit diesem in
Berührung kommt und während der weiteren Bewegung des Absperrflügels 3 von
diesem mitgenommen wird. In dieser Weise gelangt die Anschlagleiste 6 (bzw. die Abdeckung) rechtzeitig in eine Position, bei der die Dichtfläche 5 der
Anschlagleiste 6 freigegeben wird, so daß der Schließvorgang der Absperrvorrichtung
funktionsgemäß abgeschlossen wird.
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Sämtliche bisher dargestellten weiterführenden Ausführungsbeispiele besitzen
erfindungsgemäß die Eigenschaft, daß die Bewegung der Anschlagleiste 6 (bzw.
der Abdeckung) auch manuell durchführbar ist. Dieses ist aus Sicherheitsgründen zweckmäßig, denn auch bei einem Ausfall des motorischen Antriebs soll die
Funktionstüchtigkeit der Absperrvorrichtung gewährleistet sein.
Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Rahmen 1
eine teilzylindrische Vertiefung 8 auf, die parallel zur Schwenkachse der Anschlagleiste
6 verläuft. Bei der Drehbewegung der Anschlagleiste 6 von der Schließposition mit freier Dichtfläche in die Öffnungsposition mit verdeckter
Dichtfläche 5 nimmt diese teilzylindrische Vertiefung 8 die Anschlagleiste 6 in ihrem Hohlraum auf. Gleichzeitig ist hier ein ebenfalls teilzylindrisch
ausgestalteter Hohlkörper 9 vorgesehen, der an der ebenen Seite die Anschlagleiste
6 trägt und um die Schwenkachse der Anschlagleiste 6 drehbar angeordnet ist. Des weiteren ist in diesem Ausführungsbeispiel die Anschlagleiste 6
aus zwei beabstandeten, je eine Dichtfläche 5a, 5b aufweisenden Anschlagleistenteilen
6a, 6b aufgebaut, wobei die beiden Anschlagleistenteile 6a, 6b eine unterschiedliche Länge aufweisen. Das längere Anschlagleistenteil 6a
weist eine Länge auf, die größer als der Radius des teilzylindrischen Hohlkörpers
9 und der Vertiefung 8 ist. Gleichzeitig ist die Länge des kürzeren Anschlagleistenteils 6b kleiner als der Radius des teilzylindrischen Hohlkörpers
9 und der Vertiefung 8. Dies ist notwendig, weil in der Öffnungsposition mit verdeckten Dichtflächen 5a, 5b das längere Anschlagleistenteil
6a mit einem Ende außerhalb der Vertiefung 8 am Rahmen 1 anliegt. Gleichzeitig befindet sich in der Öffnungsposition das kürzere Anschlagleistenteil
6b innerhalb der teilzylindrischen Vertiefung 8. Auf diese Weise ist in diesem Ausführungsbeispiel die Verdeckung der Dichtflächen 5a, 5b gewährleistet.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem
Rand der teilzylindrischen Vertiefung 8, der dem Rand gegenüberliegt, an dem im geöffneten Zustand das längere Anschlagleistenteil 6a anliegt, ein flächiges,
flexibles Abdeckungselement 10 vorgesehen, das durch eine Halterung 11
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an dem Rahmen 1 befestigt ist. Dieses Abdeckungselement 10 sorgt sowohl im
geöffneten Zustand als auch im geschlossenen Zustand dafür, daß in den Zwischenraum
zwischen der Vertiefung 8 und dem Hohlkörper 9 keine Staub- bzw. Schmutzpartikel gelangen können.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind am Absperrflügel 3 zwei Abdichtflächen 2a, 2b ausgebildet, die einen
entsprechenden Abstand wie die Anschlagleistenteile 6a, 6b aufweisen. Der Absperrflügel 3 kann dabei in verschiedener Weise ausgestaltet sein. Zum
einen bilden zwei Absperrflügelteile 3a, 3b den Absperrflügel 3, wobei die
beiden Absperrflügelteile 3a, 3b jeweils eine der Dichtflächen 2a, 2b aufweisen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Absperrflügel 3 aus
nur einem Teil angefertigt, der entsprechend der Positionen der Dichtflächen 5a, 5b der Anschlagleistenteile 6a, 6b in Form einer Stufe ausgebildet ist.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird in der Schließposition von den
Anschlagleistenteilen 6a, 6b mit ihren Dichtflächen 5a, 5b und von dem Absperrflügel
3 mit seinen Dichtflächen 2a, 2b ein Hohlraum gebildet. Dieser Hohlraum ist an einen Sperrluftkreislauf anschließbar. In ähnlicher Weise
wird in der Öffnungsposition mit verdeckten Dichtflächen 5a, 5b von dem längeren Anschlagleistenteil 6a mit seiner Dichtfläche 5a und der teilzylindrischen
Vertiefung 8 ein Hohlraum gebildet, der ebenfalls an den Sperrluftkreislauf anschließbar ist. Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist der sowohl in der Schließposition wie auch in der Öffnungsposition gebildete Hohlraum über den teilzylindrischen Hohlkörper 9
und über eine an der ebenen Seite des Hohlkörpers 9 angeordnete öffnung 12
an den Sperrluftkreislauf anschließbar. In der Schließposition bewirkt die Versorgung des Hohlraums mit Sperrluft, daß bei eventuell auftretenden Undichtigkeiten
zwischen den Dichtflächen 2 und 5 ein überdruck dafür sorgt, daß Gas nur aus dem Hohlraum in den Rahmen fließen kann und so daß keine
Strömung durch die Absperrvorrichtung fließen kann. Andererseits bewirkt der Überdruck in dem Hohlraum, der in der Öffnungsposition gebildet ist, daß
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daß zu Beginn der Schließbewegung zwischen dem Rand der Vertiefung 8 und dem
längeren Anschlagleistenteil 6a ein Spalt entsteht und daß durch diesen Spalt die Sperrluft wegen des Überdruckes ausströmt und dabei den am Anschlagleistenteil
6a befindlichen Bereich von Staub- bzw. Schmutzablagerungen befreit.
Claims (21)
1. Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen, insbesondere Rauchgasleitungen,
mit einem Rahmen (1), mit einem eine Dichtfläche (2) aufweisenden Absperrflügel (3), mit einer eine Dichtfläche (5) aufweisenden Anschlagleiste
(6) am Rahmen (1), insbesondere mit einem am Absperrflügel (3) oder an der
Anschlagleiste (6) angebrachten, eine die Dichtflächen (2, 5) bildenden Abdichtungselement
(7) udn mit einer Antriebsvorrichtung für den Absperrflügel (3), dadurch gekennzeichnet, daß im geöffneten Zustand die Anschlagleiste (6)
jedenfalls im Bereich der Dichtfläche (5) verdeckt und die Dichtfläche (5) so gegenüber einer durch den Rahmen (1) verlaufenden Strömung abgeschirmt
ist und diese Verdeckung bzw. Abschirmung vor Erreichen des geschlossenen Zustandes aufhebbar ist.
2. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Bereich
der Dichtfläche (5) verdeckbare Anschlagleiste (6) am unteren Rand des
Rahmens (1) angeordnet ist.
3. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlagleiste (6) im Rahmen (1) bewegbar angeordnet ist.
4. Absperrvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagleiste
(6) durch eine Schwenkbewegung zwischen einer Schließposition mit freier Dichtfläche (5) und einer Öffnungsposition mit verdeckter Dichtfläche
(5) hin- und herbewegbar ist.
5. Absperrvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenklager
für die Anschlagleiste (6) außerhalb des Rahmens (1) liegen.
6. Absperrvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagleiste
(6) linear zwischen einer Schließposition mit freier Dichtfläche (5) und einer Öffnungsposition mit verdeckter Dichtfläche (5) hin- und herbewegbar
ist.
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7. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlagleiste (6) feststeht und am Rahmen (1) eine bewegliche Abdeckung vorgesehen
ist und daß die bewegliche Abdeckung zwischen einer Freigabeposition mit freier Dichtfläche (5) der Anschlagleiste (6) und einer Abdeckposition
mit verdeckter Dichtfläche (5) hin- und herbewegbar ist.
8. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagleiste (6) (bzw. die Abdeckung) selbständig motorisch antreibbar ist.
9. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung der Anschlagleiste (6) (bzw. der Abdeckung) über eine vorzugsweise außerhalb des Rahmens (1) befindliche Kupplung von der den Absperrflügel
(3) antreibenden Antriebsvorrichtung antreibbar ist.
10. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine die Anschlagleiste (6) (bzw. die Abdeckung) mechanisch in der Öffnungsposition mit verdeckter Dichtfläche (5) haltende Rückstellvorrichtung
vorgesehen ist und daß der Absperrflügel (3) die Anschlagleiste (6)
während der Schließbewegung durch mechanischen Kontakt vorlaufend in die
Schließposition mit freier Dichtfläche (5) bewegt.
11. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagleiste (6) (bzw. die Abdeckung), ggf. zusätzlich, manuell verstellbar ist.
12. Absperrvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5 und ggf. einem der Ansprüche 8
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1) eine parallel zur Schwenkachse
der Anschlagleiste (6) verlaufende, die Anschlagleiste (6) aufnehmende teilzylindrische Vertiefung (8) aufweist.
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13. Absperrvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein teilzylindrischer,
einen kleineren Radius als die teilzylindrische Vertiefung (8) aufweisender Hohlkörper (9) vorgesehen ist und an der ebenen Seite die Anschlagleiste
(6) trägt.
14. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagleiste (6) von zwei beabstandeten, je eine Dichtfläche (5a, 5b) aufweisenden Anschlagleistenteilen (6a, 6b) gebildet ist und
daß, vorzugsweise, die beiden Anschlagleistenteile (6a, 6b) eine unterschiedliche
Länge aufweisen.
15. Absperrvorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das längere Anschlagleistenteil (6a) eine größere Länge und das kürzere
Anschlagleistenteil (6b) eine kleinere Länge als der Radius der teilzylindrischen
Vertiefung (8) aufweist.
16. Absperrvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
längere Anschlagleistenteil (6a) in der Öffnungsposition mit verdeckten Dichtflächen (5a, 5b) mit einem Ende außerhalb der Vertiefung (8) am Rahmen
(1) anliegt.
17. Absperrvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß
das kürzere Anschlagleistenteil (6b) sich in der Öffnungsposition mit verdeckten
Dichtflächen (5a, 5b) innerhalb der Vertiefung (8) befindet.
18. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß am Absperrflügel (3) zwei mit entsprechendem Abstand wie die Anschlagleistenteile (6a, 6b) beabstandete Dichtflächen (2a, 2b) ausgebildet
sind.
19. Absperrvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein in
Schließposition von den Anschlagleistenteilen (6a, 6b) mit ihren Dichtflächen
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(5a, 5b) und vom Absperrflügel (3) mit seinen Dichtflächen (2a, 2b) eingeschlossener
Hohlraum an einen Sperrluftkreislauf anschließbar ist.
20. Absperrvorrichtung nach Anspruch 15 und ggf. einem der Ansprüche 16 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Öffnungsposition mit verdeckten
Dichtflächen (5a, 5b) von dem längeren Anschlagleistenteil (6a) mit seiner Dichtfläche (5a) und der teilzylindrischen Vertiefung (8) gebildeter Hohlraum
an einen Sperrluftkreislauf anschließbar ist.
21. Absperrvorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß
über den teilzylindrischen Hohlkörper (9) und über eine an der ebenen Seite des Hohlkörpers (9) angeordnete Öffnung (12) der mit Sperrluft zu versorgende
Hohlraum an den Sperrluftkreislauf anschließbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9304632U DE9304632U1 (de) | 1993-03-26 | 1993-03-26 | Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen, insbesondere Rauchgasleitungen |
| DE4343619A DE4343619C2 (de) | 1993-03-26 | 1993-12-21 | Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen, insbesondere Rauchgasleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9304632U DE9304632U1 (de) | 1993-03-26 | 1993-03-26 | Absperrvorrichtung für luftführende Leitungen, insbesondere Rauchgasleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9304632U1 true DE9304632U1 (de) | 1993-09-02 |
Family
ID=6891266
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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1993
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Patent Citations (5)
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