DE930651C - Verfahren zur Reinigung und Trennung der Vitamine der B-Gruppe durch Verteilungschromatographie - Google Patents

Verfahren zur Reinigung und Trennung der Vitamine der B-Gruppe durch Verteilungschromatographie

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DE930651C
DE930651C DEA19312A DEA0019312A DE930651C DE 930651 C DE930651 C DE 930651C DE A19312 A DEA19312 A DE A19312A DE A0019312 A DEA0019312 A DE A0019312A DE 930651 C DE930651 C DE 930651C
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Konrad Dr Bernhauer
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Aschaffenburger Zellstoffwerke AG
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    • G01MEASURING; TESTING
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    • G01N30/00Investigating or analysing materials by separation into components using adsorption, absorption or similar phenomena or using ion-exchange, e.g. chromatography or field flow fractionation
    • G01N30/02Column chromatography
    • G01N30/84Preparation of the fraction to be distributed

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Description

  • Verfahren zur Reinigung und Trennung der Vitamine der Bl2-Gruppe durch Verteilungs chromatographie Die zweidimensionale Verteilungschromatographie von Konzentraten des Vitamin B12 bzw. der B2-Gruppe auf Zellulose ist unter dem Namen Papiefchromat,ographie bekannt. W. A. ÄVinsten und E. Eigen (J. biol. Chem. I77, 989; I8I, I09 {1949]) trennten Vitamin B12 und Desoxyriboside unter Benutzung von n-Butanol als mobile Phase. H. L. A.
  • Tarr, B. A. Southcott und P. W. Ney (Food.
  • Technol., 4, 354 [I9501) trennten ebenfalls Vitamin B12 und Desoxyriboside unter den gleichen Versuchsbedingungen. E. Lester Smith et al.
  • (deutsches Patent 890 265) benutzten die Papierchromatographie bzw. die aus den Papierchromatogrammen errechneten Rf-Werte zur Unterscheidung zwischen den Vitaminen B12, B12b und BI2C- Sie verwendeten wassergesättigten sec.-Butylalkohol als Entwickler. E. Lester Smith, W.F.J.Cuthbertson, A. Walker und K. A. Lees (Feder. Proc. 9, Nr. I [I950]) benutzten als Entwickler höhere Alkohole bzw. Ketone zur papierchromatographischen Trennung der Vitamine B12 und B12b von Desoxyribosiden. V. Kocher, R. Karrer und H. R. Müller (Intern. Z. Vitaminforschg. 2I, 403 [I950]) befaßten sich mit der papierchromatographischen Trennung von Vitamin B12 und Desoxyribosiden unter Benutzung von Phenol, gesättigt mit einer wäßrigen 2 n-Na Cl-Lösung bzw. von wassergesättigtem n-Butanol oder wassergesättigtem Col- lidin. H. B. Woodruff und J. C. Foster (J, biol.
  • Chem. I83, 569 [Ig501) versuchten, durch Sättigung der papierchromatographischen Streifen mit Salzlösungen die Wanderungsgeschwindigkeit der Vitamine BI2 und B12 a im n-Butanol-Wasser-Papierchromatogramm zu erhöhen. Sie erreichten das Ziel durch Verwendung von o,66-molaren K H2 P 04 Lösungen, in die die Papierstreifen eingetaucht und anschließend getrocknet wurden. So konnten die äußerst niedrigen Rf-Werte des Vitamin B12 (0,03 bis 0,I0) bzw. des Vitamin B12 a (o,o bis 0,03) erhöht werden. H. G. Wij menga (Dissertation, Utrecht 1951) trennte die Vitamine B12 und B12 b sowie seine Bl2-Faktoren WAB, WR und B12 m unter Benutzung von n-Butanol-Wasser bzw. n-Butanol-Eisessig-Wasser mit bzw. ohne KCN-Zusatz als Entwickler. Bei Verwendung von n-Butanol-Wasser entwickelte er die Papierchromatogramme während 67 bis 72 Stunden bei I6 bis I80. Der Trenneffekt war äußerst gering, was auch verständlich ist, weil alle Vitamin-Bl2-Faktoren Wijmengas im allgemeinen einen niedrigeren Rf-Wert haben als Vitamin B12 selbst. Durch Verwendung von n-Butanol-Eisessig-Wasser bzw. durch Sättigung der Papierstreifen mit KH2PO4 (unter Benutzung von n-Butanol-Wasser als Entwickler) konnte der Verfasser allerdings die Rf-Werte wesentlich steigern. Über die Trennschärfe unter diesen Bedingungen kann man sich keine Vorstellung machen, da die Substanzen dieses Verfassers nach späteren Ermittlungen nicht einheitlich waren. J. E. Ford, S. K.
  • Kon und J. W. G. Porter (Biochem. J. 50, Proc. IX [I95I]) benutzten die Papierchromatographie zum Nachweis und zur Trennung von Vitamin-B12-Faktoren in Fäzes und Rumen. Unter Benutzung von sec.-Butanol als Entwickler und in Gegenwart von Cyanid konnten sie zwei neue Vitamin-Bl2-Faktoren, nämlich Faktor A (Rf o,I3) und Faktor B (Rf 0,54) neben Vitamin B12 (Rf 0,2g) bioautographisch mit E. Coli nachweisen. M. F.
  • Patte (aus. pharm. Franc. 9, 747 [I95I]) trennte die Vitamine B12 und B12 b unter Verwendung von n-Butanol-Eisessig-Wasser als Entwickler. E. A.
  • Kaczka, R. G. Denkewalter, A. Holland und K. Folkers (J. Am. Chem. Soc. 73, 335 [I95I]) untersuchten papierchromatographisch die Vitamine B12a und B1Zb unter Benutzung eines Gemisches aus IO°/o Eisessig, 400/0 n-Butanol und 500/o Wasser; sie stellten für die beiden Vitamine den gleichen Rt-Wert o,I4 fest. U. J. Lewis, D. V.
  • Tappanund CA. Elvehj em (J. biol. Chem. I94, 539; 199, 5I7 [1952]) untersuchten papierchromatographisch, unter Benutzung von wassergesättigtem n-Butanol sowie wassergesättigtem sec.-Butanol als Entwickler, Extrakte aus Rattenfäzes, in denen sie mit Hilfe dieser Methode einen neuen Vitamin-Bl2-Faktor, das Vitamin Bl2f, fanden. E. Lester Smith et al. (Biochem. J. 52, 389 [1952]) geben für Whatman-4-Papier und sec.-Butanol-Wasser folgende Rf-Werte an: 0,05 für Bl2b, etwa 0,2 für B12 und etwa 0,25 für B,,,. Z. G. Bánhidiund L. E. Ericson (Acta Chem. Scand. 7, 7I3 [1953]) wiesen papierchromatographisch unter Benutzung von n-Butanol-Wasser-Eisessig-Gemisch als Entwickler Vitamin B12 b in verschiedenen Algen nach. A. G. M.
  • Sjöström und L. E. Ericson (Acta Chem.
  • Scand. 7, 870 [I953]) trennten papierchromatographisch, unter Benutzung von wassergesättigtem sec.-Butanol, enthaltend 3 O/o Eisessig und eine Spur KCN als Entwickler, Extrakte aus Flechten und wiesen unter anderem die VitamineBl2, Bl2s und den Faktor C nach.
  • Die Papierchromatographie dient ganz allgemein lediglich analytischen Zwecken und wird nur vereinzelt für präparative Zwecke verwendet; in diesen Fällen werden entweder dicke Kartons oder sogar Kolonnen, bestehend aus aufeinandergelegten Papierscheiben, verwendet. Beide Methoden können selbstverständlich nur besonderen wissenschaftlichen Zwecken dienen und fanden bis jetzt wegen ihrer Umständlichkeit bzw. Kostspieligkeit keinen allgemeinen Eingang in das Laboratorium; von ihrer Anwendung in der Technik kann wohl vorläufig keine Rede sein.
  • Es ist auch bekannt, verschiedene Stoffgemische auf Chromatographiersäulen zu trennen, die aus Zellulosebrei bestehen (vgl. H. G. Cassidy, »Adsorption and Chromatography«, New York I95I) bzw. aus Zellulosepulver (J. N. Balston und B. E. Talbot, »Aguideto filter paper and cellulose powder chromatography«, London I952; F. Cramer, »Papierchromatographie«, 2. Aufl., Heidelberg 1953).
  • In manchen zusammenfassenden Werken (siehe F. Cramer, »Papierchromatographie«) wird die Ansicht vertreten, daß in der Regel auf der Säule die gleichen Rf-Werte erhalten werden wie im gewöhnlichen Papierchromatogramm. Danach müßte erwartet werden, daß die Trennung von Vitaminen der Bl2-Gruppe auf Säulen, bestehend aus Zellulose, n-Butanol und Wasser, praktisch undurchführbar ist- in Analogie zu den papierchromatographischen Erfahrungen. Im Gegensatz zu dieser Annahme wurde die völlig überraschende und unerwartete Beobachtung gemacht, daß bei Verwendung von entsprechend zubereiteten Chromatographiersäulen aus Zellulosepulver bzw. Zelluloseflocken, n-Butanol und Wasser sowie von wassergesättigtem n-Butanol (erforderlichenfalls mit Cyanidionenzusatz) als Entwickler ausgezeichnete Trennungen von Vitaminen der Bl2-Gruppe bei sehr großerLaufgeschwindigkeit der Zonen erreicht werden. Abgesehen von der großen Schärfe der Zonen werden bei der neuen chromatographischen Methode relative R-Werte R-Wet - Verschiebung der Bande Senkung der Flüssigkeitssäule über der Kolonne) .erzielt, die bei keiner der bisher bekannten papierchromatographischen bzw. chromatographischen Methoden zur Trennung der Vitamin-B12-Komponenten erreichbar waren. Die neue Beobachtung ist deshalb völlig überraschend, weil die Trennung der gleichen Gemische der Vitamin-Bl2-Gruppe mit Hilfe der papierchromatographischen Methode unter Verwendung des gleichen Entwicklers völlig versagt (was mit dem Stand der Technik auf Grund der obigen Literaturangaben übereinstimmt). Die Tatsache des sehr unterschiedlichen Verhaltens der gleichen Gemische von Vitamin-Bl2-Faktoren bei der verteilungschromatographischen Trennung auf dem Papier und in der Zellulosesäule bei Verwendung des gleichen Entwicklers ist wohl dadurch zu erklären, daß es sich hier um zwei verschiedenartige Trennungsmechanismen handelt.
  • I. Bei der papierchromatographischen Trennung bewegt sich das Lösungsmittel im Papier dank der kapillaren Kräfte der Zellulosefaser. Dabei werden vermutlich die beiden Bestandteile des Lösungsmittelgemisches nicht in gleichem Maße aufgesaugt, so daß die Zusammensetzung des Entwicklers im Papier anders ist als in der Vorratsflüssigkeit.
  • 2. Bei der Säulenchromatographie wird erfindungsgemäß die Zellulose vor der Einfüllung in die Säule mit genügend n-Butanol und Wasser gemischt. Bei der Entwicklung des Chromatogrammes kommen keine kapillaren Kräfte zur Geltung, es kann also keine Entmischung des Entwicklers stattfinden.
  • Es ist natürlich möglich, daß noch weitere Faktoren für den Unterschied in der Wirksamkeit dieser beiden Methoden verantwortlich sind. Es erscheint jedenfalls völlig ausgeschlossen, daß dafür Unterschiede in der Zellulosequalität verantwortlich sind, denn es konnten bei der Säulenchromatographie praktisch mit jeder gut gereinigten und nicht zu stark abgebauten Zellulosesorte - sowohl aus Baumwolle als auch aus Holz - die gleichen Effekte erzielt werden.
  • Es wurde versucht, durch Variation der Arbeitsbedingungen bei der Papierchromatographie von Vitamin-B12-Faktoren den Trenneffekt zu erhöhen in der Annahme, daß durch teilweise Sättigung der Papierstreifen mit Wasser ähnliche Bedingungen erzielt und auch ähnliche Trenneffekte geschaffen werden wie bei der Säulenchromatographie. Wie aus der Tabelle I zu ersehen ist, schlugen diese Versuche fehl. Auch bei Sättigung der Papierstreifen mit Salzen konnten keine der erfindungsgemäßen Säulenchromatographie annähernd gleichen Effekte erzielt werden.
  • Durch diese Versuche erscheint ausreichend bewiesen, daß die Säulenchromatographie in ihrem Wesen von der Papierchromatographie verschieden ist und daß unter keinen Versuchsbedingungen eine Angleichung der beiden Methoden möglich ist.
  • Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der Tabelle I zusammengestellt. Wie aus dieser Tabelle zu ersehen ist, konnte durch Erhöhung des Feuchtigkeitsgrades der Papierstreifen kein Effekt erzielt werden. Durch Sättigung der Papierstreifen mit Phosphatpuffer vom PH 7,0 konnte zwar eine schnellere Wanderung der Zonen erreicht werden, dieselben waren jedoch sehr undeutlich und gingen zum Teil ineinander über. Eine Übertragung dieser Arbeitstechnik auf die Zellulosesäule wäre - abgesehen von der mangelhaften Trennung - durch die Notwendigkeit der Verwendung von puffernden Salzen praktisch wertlos, da die Salze von den Vitamin-Bl2-Faktoren schwer abtrennbar sind. Die Trennbarkeit der Vitamin-Bl2-Faktoren I und II mit Hilfe von sec.-Butanol ist bei Verwendung von unbehandeltem Papier verhältnismäßig gut; die Faktoren III und V lassen sich aber im allgemeinen nicht gut trennen; auf mit Phosphatpuffer vom PH 7,0 imprägniertem Papier lassen sich zwar auch die Faktoren III und V trennen, die Zonen sind jedoch viel weniger scharf als ohne Verwendung von Salzen.
  • Tabelle I Papierchromatographie eines Gemisches der Vitamin-Bl2-Faktoren I, II, III und V, gewonnen aus Faulschlamm.
  • Papier Whatman I. Temperatur I8-20°C.
    Lauf- Rf-Werte der Faktoren
    Vorbehandlung des Papiers zeit Entwickler Beschaffenheit der Zonen
    Std. I Papiers zeit 1 i II III+ V
    nicht vorbehandelt, lufttrocken 48 n-Butanol, 0,03 nicht getrennt, keine Zonen
    gesättigt mit Rf-Wert sehr
    Wasser + 0,005 01o ' gering
    NaCN (+)
    in Wasser getaucht, dann I Std. 48 desgl. o,o58 0,025; etwa 3 mm Faktor I gut abgetrennt
    bei 200 zum Teil getrocknet gewandert,
    nicht ge-
    trennt
    in eine o,66 molare Lösung von 48 desgl. keine Trennung, Banden keine Zonen
    NIl P O4 (pH 4,6) getaucht, II mm gewandert
    dann 24 Std. bei 20° getrocknet
    in einen 0,66 molaren Phosphat- 24 desgl. 0,225 0,I58 1 0,I20 0,OI5 diffus verschmiert,
    puffer vom pH 7,0 getaucht, Zonen ineinander
    dann I Std. bei 200 getrocknet verlaufend
    (t) angewendet als wäßrige Lösung vom PH 7.0
    Lauf- Rf-Werte der Faktoren
    Vorbehandlung des Papiers zeit Entwickler Beschaffenheit der Zonen
    Std. I ( II 1 III V
    nicht vorbehandelt, lufttrocken 24 secundäres 0,29 o,23 0,I55 scharfe Zonen, jedoch
    Butanol, ge- III und V nicht
    sättigt mit getrennt
    Wasser +0,005 0Io
    NaCN (+)
    in eine o,66 molare Lösung von 48 desgl. Fleck verschmiert, keine Zonen
    KH2PO4 (pH 4,6) getaucht, etwa 4,5 cm gewandert
    dann 24 Std. bei 200 getrocknet
    in einen 0,66 molaren Phosphat- 24 desgl. 0,42 0,34 0,27 o,I2 Faktor V stark diffus
    puffer vom pil 7,0 getaucht, verschmiert, etwas
    dann I Std. bei 200 getrocknet schärfere Zonen bei
    I bis III
    (+) angewendet als wäßrige Lösung vom PH 7,0 Versuche mit Zellulosekolonnen unter Verwendung von verschiedenen Alkoholen bzw. Ketonen einerseits und verschiedenen Zellulosesorten andererseits ergaben, daß sich nur n-Butanol und zum Teil auch sec.-Butanol für eine Trennung der Vitamin-Bl2-Faktoren eignen. Mit Wasser völlig mischbare Alkohole und Ketone - mit verschiedenen Wassermengen gemischt - ergeben gar keine bzw. stark diffuse Zonen. Benzylalkohol, Amylalkohol und Methyläthylketon eignen sich bereits wegen ihrer beschränkten Wasseraufnahme nicht.
  • Aus höheren Alkoholen bzw. Ketonen plus niederen Alkoholen kann man Gemische herstellen, deren Aufnahmefähigkeit für Wasser derjenigen für n-Butanol ähnlich ist und die daher etwa gleiche Trenneffekte wie n-Butanol ergeben. Die Verwendung von Lösungsmittelmischungen bietet jedoch gegenüber n-Butanol keine Vorteile.
  • Von den geprüften Zellulosesorten eignen sich sowohl solche aus Baumwolle als auch solche aus Holzzellstoff. Gewisse Unterschiede in der Wirksamkeit sind offenbar durch den Reinheitsgrad und die unterschiedliche Nachbehandlung bedingt.
  • Die mit Hilfe von sec.-Butanol in der Zellulosesäule erzielten Trenneffekte übertrafen die entsprechenden papierchromatographischen Ergebnisse. Die Trennung der B12-Komponenten III und V war jedoch trotzdem mangelhaft, wie folgender Versuch zeigt: 5 g Zellulosepulver wurden mit 50 ccm cyanidhaltigem wäßrigem sec.-Butanol geschüttelt und über Nacht stehengelassen. Sodann wurde dieses Gemisch in der weiter unten näher beschriebenen Weise in eine Kolonne eingefüllt. Als Entwickler diente ein Gemisch aus I60 ccm sec.-Butanol, 35 ccm Wasser und 5 ccm einer o,z0/oigen wäßrigen NaCN-Lösung vom pA 7,0. Bei der Entwicklung wurden folgende R-Werte beobachtet: Vitamin-Bl2-Faktor R-Wert I 0,35 - 0,46 II 0,11-0,18 III 0,04 - 0,07 V 0,03 - 0,05 Ein Vergleich dieser Werte mit den entsprechenden Werten der Tabelle I zeigt, daß unter Benutzung von sec.-Butanol die Säule-einen besseren Trenneffekt verursacht als das Papier. Infolge der zu geringen Unterschiede der R-Werte der beiden letzten Zonen gehen hier aber die Bl2-Faktoren III und V ineinander über.
  • Dagegen ergab die verteilungschromatographische Trennung der Vitamin-B12-Faktoren mit Hilfe von Zellulosesäulen unter Verwendung von n-Butanol-Wasser als Entwickler ausgezeichnete Ergebnisse, die weitaus besser sind als bei Benutzung aller anderen geprüften Alkohole und die daher die Basis für das erfindungsgemäße Verfahren vorstellen, das nachfoi gen d genau beschrieben wird.
  • Entwickler. IOOO ccm n-Butanol werden mit 25 ccm einer z. B. o,20/oigen Natriumcyanidlösung vom p, 7,0 gemischt und dann mit kohlensäurefreiem Wasser bis zur Sättigung geschüttelt. Der Entwickler wird dann durch Stehenlassen oder Filtration geklärt. n-Butanol, das kleinere Mengen an Wasser enthält, z. B. IoO/o, eignet sich infolge der viel langsameren Entwicklung weniger als wassergesättigtes n-Butanol.
  • Bereitung der Säule. Es werden z. B. 50 g Zellulosepulver mit 500 ccm n-Butanol, gesättigt mit kohlensäurefreiem Wasser, gemischt. Diese Mischung muß mindestens so viel an Cyanid-Ionen enthalten, als die Zellulose zu adsorbieren vermag.
  • Anschließend werden unter kräftigem Schütteln oder Rühren z. B. 20 ccm kohlensäurefreies Wasser zugegeben. Es wird so lange geschüttelt oder gerührt, bis das Material völlig homogen ist. Nach mehrstündigem Stehen ist der Zellulosebrei gebrauchsfertig.
  • Die adsorptive Sättigung der Zellulose mit Cyanidionen ist neben der Einhaltung eines neutralen pH-Wertes dazu notwendig, um alle Vitamin-Bt2-Faktoren stets in der gleichen Komplexform zu erhalten, damit definierte und reproduzierbare R-Werte erzielt werden.
  • Bei Verwendung von Zelluloseflocken wird entsprechend mehr an wassergesättigtem n-Butanol verwendet, da sonst die Masse zu dick wird.
  • Die zu füllende Säule, die üblicherweise unten mit einem Hahn verschlossen ist, wird mit der Entwicklerlösung zum Teil gefüllt. Anschließend wird in die Säule der n-Butanol-Zellulosebrei durch einen Trichter unter gleichzeitigem Öffnen des Ablaßhahnes eingebracht. Während des Absetzens der Zelluloseflocken wird die Säule immer wieder um ihre vertikale Achse gedreht, damit die Füllung gleichmäßig erfolgt. Der Zellulosebrei wird so lange nachgegossen, bis die abgesetzteFüllmasse ungefähr die doppelte Höhe der gewünschten Säule, also z. B.
  • I4 cm, besitzt, und der Flüssigkeitsspiegel 2 bis 3 cm iiber der Zellulosemasse liegt. Es wird nun in die Kolonne ein passendes Filterscheibchen eingesetzt (ohne das Luftbläschen unter das Scheibchens gelangen) und mit Hilfe eines passenden Stampfers die Zellulosesäule auf t/2 bis 2/3 der ursprünglichen Höhe zusammengedrückt. Sobald der Entwickler so weit abgetropft ist, daß der Flüssigkeitsspiegel fast verschwunden ist, wird der Hahn geschlossen und das zu chromatographierende Material, gelöst in wassergesättigtem n-Butanol oder aufgetragen auf ein trockenes Material, wie z. B. Kieselgur, durch einen Trichter in das Rohr eingefüllt. Falls das Material als Trockenprodukt aufgetragen wurde, wird es mit etwas wassergesättigtem n-Butanol angefeuchtet und nach Auflegen eines zweiten Filterpapierscheibchens mit Hilfe eines Stampfers leicht zusammengedrückt. Nach dem Öffnen des Hahnes werden nun durch Zugabe sehr geringer Mengen an Entwickler die Vitamin-B12-Faktoren in die eigentliche Säule gespült, wonach die Entwicklung beginnen kann.
  • Verlauf der Chromatographie. Es wurde durch zahlreiche Versuche, vor allem mit reinenVitaminen der Bi2-Gruppe, ermittelt, daß die Reihenfolge der Vitamin-B12-Faktoren bei der Entwicklung in der Zellulosesäule die gleiche ist wie im Papierchromatogramm bzw. auf der Aluminiumoxydsäule. Bei der Chromatographie eines Gemisches der Faktoren I und II läuft der Faktor I voran (vgl. Abb. I), bei einem Gemisch der Faktoren III und V der Faktor III (vgl. Abb. 2). Bei zahlreichen Chromatogrammen der Faktoren I, II, III und V wurden bestimmte, für jeden Faktor charakteristischeR-Werte beobachtet: Vitamin-B12-Faktor R-Wert I 0,40 - 0,59 II 0,21 - 0,29 III 0,08-0,123 V 0,04 - 0,059 Die Schwankungen der R-Werte sind auf die unterschiedliche Herstellungsweise der Säule zurückzuführen, da es nicht möglich ist, diesen Prozeß absolut gleichartig vorzunehmen. Während die relativen R-Werte vom Wassergehalt der Säule weitgehend unabhängig sind, hängen die absoluten R-Werte von der Menge des eingerührten Wassers sehr stark ab. Es empfiehlt sich daher, stets die gleiche Menge Wasser in den Zellulosebrei einzurühren, und zwar jene Menge an Wasser, bei der die optimale Trennschärfe der Vitamin-B12-Faktoren erzielbar ist. Eine Versuchsreihe, bei der je 5 g Zellulosepulver und 50 ccm n-Butanol, gesättigt mit Wasser, unter Zugabe verschiedener zusätzlicher Mengen Wasser geschüttelt worden waren, ergab, daß die optimale Menge an Wasser zwischen 1 und 3 ccm liegt. Ohne zusätzliches Wasser durchgeführte Versuche ergaben diffuse Zonen. Bei mehr als 3 ccm Wasser bildet das Zellulosepulver schwer zu beseitigende Zusammenballungen, wodurch die Zonen gleichfalls unscharf werden. Die absoluten R-Werte vermindern sich mit steigendem Wasserzusatz.
  • DieVorteile der geschilderten erfindungsgemäßen chromatographischen Methode sind vor allem folgende: I. Eine einfache Herstellbarkeit der Chromatographiersäule, 2. Eine kurze Entwicklungsdauer. Die Faktoren I und II können in 5 bis 6 Stunden entwickelt und eluiert werden. Die Faktoren III bis V benötigen I2 bis I8 Stunden.
  • 3. Eine ungewöhnlich hohe Trennschärfe. Bei sorgfältiger Durchführung und bei nicht zu starker Verunreinigung mit Salzen bzw. mit organischen Fremdstoffen kann in einem Chromatogramm eine praktisch quantitative Trennung der Komponenten I, II, III und V erzielt werden (vgl. Abb. 3) 4. Die Billigkeit und die leichteRegenerierbarkeit des Entwicklers. Nach Extraktion der Vitamine der Bt2-Gruppe aus dem Eluat mit Wasser ist der Butylalkohol nach einer einfachen Destillation wieder gebrauchsfähig.
  • 5. Ein geringer Bedarf an Entwickler. Zur Durchführung der Chromatographie werden äußerst geringe Mengen an wassergesättigtem n-Butanol benötigt, was auch aus den Abb. I bis 3 zu ersehen ist.
  • Die Abszisse zeigt das Volumen an benötigtem Entwickler, die Ordinate die Menge an eluiertem Vitamin-B12-Faktor; der letztgenannte Wert ist für die Faktoren II und III mit Hilfe folgender Formel zu errechnen: Vitamin-B12-Faktor ~ optische Dichte bei 36I m, in Gamma/ccm = oho207 Die Trennung der verschiedenen Vitamin-B,2-Arten aus Faulschlamm mit Hilfe der adsorptionschromatographischen Methode ist nur in bestimmter Ausführungsform durchführbar, nämlich besonders unter Verwendung von Aluminiumoxyd in Gegenwart von Cyanidionen im pH-Bereich 6 bis 8, vor allem unter Benutzung von Mischungen von Aceton mit Wasser, indem man die Konzentration an Wasser im Verlauf der Entwicklung des Chromatogramms allmählich steigert. Trotz der Brauchbarkeit dieser Methode hat sie aber im Vergleich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren folgende Nachteile: I. Eine verhältnismäßig umständliche Herstellbarkeit der Adsorptionskolonne, 2. Eine lange Entwicklungsdauer. Ein Chromatogramm dauert oft mehrere Tage.
  • 3. Eine verhältnismäßig geringe Trennschärfe.
  • In einem Chromatogramm kann nur der Faktor I praktisch quantitativ abgetrennt werden. Andere Faktoren müssen rechromatographiert werden.
  • 4. Hohe Verluste an Entwickler (z. B. Aceton) durch Verdunstung. Schwierigere Regenerierbarkeit des Entwicklers (z. B. Entwässerung von Aceton) .
  • 5. Der Verbrauch an Entwickler beträgt das Vielfache des Volumens an wassergesättigtem n-Butanol im erfindungsgemäßen Verfahren.
  • Es muß ausdrücklich betont werden, daß bei dem geschilderten Verfahren, dessen Nachteile gegenüber dem erfindungsgemäßen Verfahren auseinandergesetzt wurden, ein Adsorptionsmittel wie besonders Aluminiumoxyd verwendet wird, daß es sich also dabei um eine adsorptionschromatographische Methode handelt, bei der die Vitamine der B12-Gruppe an der Säule adsorbiert und durch den Entwickler eluiert werden. Dagegen beschreibt das erfindungsgemäße Verfahren eine verteilungschromatographische Methode, bei der keine Adsorption der Vitamin-B12-Faktoren an das Säulenmaterial stattfindet, sondern vielmehr eine Verteilung der Vitamine der Bl2-Gruppe zwischen dem in der Zellulosefaser festgehaltenen Wasser und dem vorbeifließenden Eluens. Die Vitamine der Bl2-Gruppe werden an Zellulose nicht adsorbiert.
  • Verteilungschromatographische Methoden zur Trennung der Vitamine der Bl2-Gruppe in Chromatographiersäulen wurden bisher nur vereinzelt verwendet. So reinigten E. Lester Smith et al. (Proc.
  • Biochem. Soc. vom 29. 5. I948; Feder.. Proc. 9, Nr. I [I950]) den Antiperniziosafaktor mit Hilfe von Silikagelkolonnen, wobei sie als Entwickler zu zwei Drittel mit Wasser gesättigtes n-Butanol -allein oder mit Phenolzusatz - benutzten. Sie erhielten auch bei Verwendung von n-Propanol bzw.
  • Isopropanol, enthaltend IO bis 20 O/o Wasser, zufriedenstellende Chromatogramme. Die gleichen Autoren verwendeten auch Stärke an Stelle von Silikagel. Sie beobachteten auf Stärkekolonnen R-Werte von 0,5 bzw. I,2 für die Vitamine B12b bzw. Bl2. K. H. Fantes et al. (Proc. Roy. Soc.
  • B I36, 592, [I950]) benutzten zur Entwicklung der Silikagel -Verteilungschromatogramme n-Butanol, enthaltend II bis I2 O/o Wasser. Diese Verfasser beschrieben auch Versuche mit Silikagelkolonnen unter Verwendung von Mischungen aus n-Butanol und Phenol bzw. Kresol an Stelle von reinem n-Butanol.
  • Sie fanden, daß diese Mischungen keine nennenswerten Vorteile gegenüber n-Butanol haben, bis auf eine etwas raschere Elution. Bei Verwendung von Mischungen aus n-Propanol bzw. Isopropanol und IO bis 25 0/o Wasser als Entwickler wurden Verteilungschromatogramme erhalten, die den mit n-Butanol-Wasser erzielbaren sehr ähnlich waren.
  • U. J. Louis Lewis et al. (J. Biol. Chem. I94, 539, cm9521) chromatographierten das aus Fäzes gewonnene Vitamin-Bl2-aktive Material mit Hilfe von Silikagelsäulen unter Benutzung von wassergesättigtem Butanol als Entwickler Die Vitamin-Bl2-Faktoren, die am oberen Ende der Kolonne festgehalten waren (die also nicht entwickelt wurden), entfernten die Verfasser samt dem Silikagel und eluierten daraus das aktive Material mit 650/oigen Athanol. J. E. Ford und J. W. G. Porter (Biochem. J. 51, Proc. V [1952]) chromatographierten die aus Kalbsfäzes gewonnenen Vitamine der Bl2-Gruppe an feuchtem Silikagel unter Benutzung von wassergesättigtem sec.-Butanol, enthaltend eine Spur an Cyanid. Sie trennten mit Hilfe dieser Methode das Gemisch von Vitamin-B12-Faktoren in zwei Fraktionen, von denen die eine Vitamin B12 und den Faktor B enthielt, die andere den Faktor A, allerdings nicht in völlig reinem Zustand.
  • Die verteilungschromatographischen Versuche mit Stärkesäulen ergaben, daß sich dieses Material zur Trennung von Gemischen von Vitamin-B12-Faktoren aus Faulschlamm nicht eignet. Es wurden mehrere Stärkesorten unter Verwendung verschiedener Entwickler untersucht, wobei stets sehr diffuse Chromatogramme ohne Zonenbildung erhalten wurden.
  • Auch Silikagelkolonnen erlaubten bei Verwendung von mit Wasser völlig mischbaren Alkoholen mit dem üblichen Gehalt an Wasser und Cyanid keine Trennung von Gemischen der Vitamin-B12-Faktoren aus Faulschlamm. Nicht viel besser verhielt sich in diesem Fall wassergesättigtes sec.-Butanol. Eine teilweise Trennung gelang bei Verwendung von wassergesättigtem n-Butanol, allerdings nur bei Anwendung sehr großer Volumina an Entwickler und bei mehrtägiger Entwicklungsdauer. Es wurde in einem Beispiel ein aus Faulschlamm gewonnenes gereinigtes Konzentrat der Vitamine der Bl2-Gruppe mit Hilfe einer Silikagelsäule unter Verwendung von wassergesättigtem n-Butanol und Cyanid als Entwickler chromatographiert, im Prinzip nach der Vorschrift von E. Lester Smith et al. (Biochem. J. 52, 389 [1952]). Wie aus der Abb. 4 zu ersehen ist, konnten auf diese Weise die Vitamine der Bl2-Gruppe in vier Fraktionen (I bis 4) aufgeteilt werden. Zwecks genauerer Identifizierung dieser Fraktionen wurden die Eluate fraktionsweise vereint und nach entsprechender Konzentrierung mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens auf Zellulose-n-Butanol-Wasser-Kolonnen chromatographiert. Das Ergebnis ist in Tabelle 2 wiedergegeben.
  • Aus der Tabelle 2 ist zu ersehen, daß die mit Hilfe der Silikagelsäule erhaltenen Fraktionen, mit Ausnahme der Fraktion I, mit den Nachbarfraktionen verunreinigt waren. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens konnten aber die Fraktionen I bis 4 mit Leichtigkeit gereinigt werden.
  • Auch eine Wiederholung der Chromatographie ergab völlig homogene Zonen.
  • Das neue erfindungsgemäße Verfahren wird durch folgendes Beispiel näher erläutert: Beispiel Ein aus Faulschlamm gewonnenes und vorgereinigtes Gemisch von Vitamin-Bl2-Faktoren, niedergeschlagen auf Kieselgur und getrocknet, wird auf eine Säule aufgetragen, die nach obiger Beschreibung aus Zellulosepulver, n-Butanol und Wasser unter Zusatz der üblichen Menge an Tabelle 2 Verteilungschromatographie der Fraktionen I bis 4 (aus der Silikagelchromatographie) auf einer Zellulose-n-Butanol-Wasser-Kolonne.
    Fraktion Verteilungschromatogramm in Zellulose-n-Butanol-Wasser
    der
    mit Hilfe des R-Wertes
    Silikagelsäule Zone Farbe ll R-Wert t identifizierter Faktor
    I stark violett 0,45 1
    2 stark rot o,24 II
    sehr schwach rot o,og III
    3 sehr schwach J rot o,26 II
    stark rot o,og III
    4 stark rot ' 0,08 III
    stark j violett 0,04 V
    Natriumcyanid hergestellt wurde; Säulendurchmesser 11,5 mm, Höhe 70 mm.
  • Nach Entwicklung mitwassergesättigtem n-Butanol, enthaltend die übliche Menge an Natriumcyanid, werden die einzelnen Vitamin-Bl2-Faktoren in praktisch völlig getrennter Form im Eluat aufgefangen. Die Faktoren II und III können dann ohne weitere Reinigung zur Kristallisation gebracht werden (vgl. dazu Abb. 3).
  • Abb. 1 zeigt die Verteilungschromatographie eines Gemisches der Vitamin-Bl2-Faktoren I und II aus Faulschlamm mit Hilfe einer Kolonne aus Zellulosepulver, n-Butanol und Wasser unter Zusatz von Cyanid. Entwickler: wassergesättigtes und C N'haltiges n-Butanol, Säulendurchmesser 11.5 mm, Höhe 70 mm; Abb. 2 zeigt die Verteilungschromatographie eines Gemisches der Vitamin-Bl.,-Faktoren III und V aus Faulschlamm; Versuchsbedingungen wie Abb. I; Abb. 3 zeigt die Verteilungschromatographie eines Gemisches der Vitamin-Bl2-Faktoren I, II, III und V aus Faulschlamm; Versuchsbedingungen wie Abb. I; Abb. 4 zeigt die Verteilungschromatographie eines gereinigten Faulschlammkonzentrats mit Hilfe einer Kolonne aus Silikagel, n-Butanol und Wasser unter Zusatz von Cyanid. Entwickler: wassergesättigtes und C N'haltiges n-Butanol.
  • Säulendurchmesser 26 mm, Höhe 200 mm.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zur verteilungschromatographischen Reinigung und Trennung der Vitamine der Bl-Gruppe, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der verteilungschromatographischen Kolonnen Zellulosebrei und als Entwickler wasserhaltiges n-Butanol verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Entwickler n-Butanol mit einem Wassergehalt von mindestens IO O/o verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Entwickler eine sehr geringe Menge, z. B. 0,OOI Mol/l an Cyanidionen enthält.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Baumwollzellulose bzw. Holzzellulose in Form von Pulver oder Flocken verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zellulosematerial mit wassergesättigtem n-Butanol und Wasser zu einem homogenen Brei verrührt und dann in die Chromatographiersäule gefüllt wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Herstellung der Chromatographiersäule dienende Zellulosebrei mit Cyanidionen adsorptiv gesättigt wird.
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