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Einrichtung zum Austragen von feinkörnigem Schüttgut aus einem unter
höherem Druck stehenden Raum in einen Raum geringeren Druckes Zusatz zum Patent
915 199
Das Patent 915 199 betrifft eine Einrichtung zum Austragen von feinkörnigem
Schüttgut aus einem unter höherem Druck stehenden Raum in einen Raum geringeren
Druckes, wobei das Gut ständig in verdichtetem Zustand einen die Räume verbindenden
Kanal ausfüllt, in den ein an einem Schwinghebelsystem od. dgl. angehrachter Vorschubkolben
gedrückt wird.
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Durch die Einrichtung nach dem Hauptpatent wird infolge der Zwischenschaltung
dieses ständig von verdichtetem Gut ausgefüllten Kanals ein Igas dichter Abschluß
zwischen den beiden Räumen verschiedenen Druckes erzielt, ohne daß dazu besondere
Absperrorgane erforderlich sind. Nach dem Hauptpatent ist für den Abschluß des Kanals
am Kanalende eine in Förderrichtung des Gutes sich nachgiebig öffnende Klappe od.
dgl. angeordnet.
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Durch die Erfindung wird die Verdichtung des Gutes in dem Verbindungskanal
zwischen den beiden Räumen verschiedenen Druckes durch den an einem Schwinghebelsystem
angeordneten Druckkolben unter Anordnung einer an sich bekannten Aufteilvorrichtung
für das verdichtete Gut am Ende des Verbindungskanals vorgenommen, wobei diese Aufteilvorrichtung
als Reibvorrichtung zur Feinaufteilung des verdichteten Gutes und zur Förderung
in den zu beschickenden Raum, beispielsweise eine Vergasungseinrichtung, ausgebildet
ist.
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Gemäß der Erfindung erfolgt die Verblasung des fein aufgeteilten
Gutes von der vorzugsweise kegel-
förmig ausgebildeten Reibvorrichtung
aus durch einen im Gehäuse im Umfangsbereich des Reibkörpers angeordneten ringförmigen
Ausblasekanal.
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Dieser Kanal ist mit tangential in diesen eingeführten Düsen verbunden,
durch die das Verblasemittel, beispielsweise bei der Vergasung von Kohlenstaub Sauerstoff,
eingeleitet wird.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Reibkörper mit
einem im wesentlichen zylindrischen Teil im Gehäuse drehbar gelagert, wobei dieser
zylindrische Teil oder auch das Gehäuse Labyrinthkanäle hat, )wie den Durchtritt
des Verblasemittels weitgehend verhindern.
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Vorzugsweise wird die Dichtigkeit der Labyrinthkanäle gegenüber dem
fein aufgeteilten Gut dadurch erhöht, daß das Gehäuse an der dem ringförmigen Verblasekanal
gegenüberliegenden Seite mit einem oder mehreren Anschlüssen für ein gasförmiges
Sperrmittel versehen ist.
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Gemäß der Erfindung ist mit dem Verbindungskanal zwischen den beiden
Räumen verschiedenen Druckes hinter dem Verdichtungskolben in Druckrichtung gesehen
ein Zylinder verbunden, in dem ein unter ständigem Druck stehender Kolben angeordnet
ist.
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Dadurch wird erreicht, daß auch beim Rückzug des Verdichtungskolbens
ein ständiger Druck des verdichteten Gutes gegen den Reibkörper ausgeübt wird. Die
Druckwirkung dieser Druckeinrichtung ist kleiner als die des Verdiohtungskoqbens.
Dadurch wird der Druckkolben bei der Verdichtung in seine Anfangsstellung gedrückt,
wonach er unter der ständigen Druckwirkung das Gut zur Reibscheibe drückt und dabei
wieder in seine Endstellung gelangt.
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In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
in einem senkrechten Längsschnitt durch die Einrichtung dargestellt.
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Das beispielsweise in einer Vergasungseinrichtung zu vergasende Gut,
beispielsweise Kohlenstaub, gelangt aus einem in der Zeichnung nicht dargestellten
Vorratsbehälter in eine Kammer I, in der auf einer Welle 2 ein Schwinghebel 3 gelagert
ist. Der Schwinghebel 3 ist in dem Gelenk 4 mit einem Verbindungsstück 5 verbunden,
an das wiederum in einem Gelenk 6 ein Kolben 7 angeschlossen ist.
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Der Kolben 7 ist in der Zeichnung in seiner Endstellung dargestellt,
in welcher er in einer zylindrisohen Büchse 8 liegt, die in einer rohrartigen Verlängerung
g der Kammer I gelagert ist. Die Büchse 8 hat einen in die Kammer I hineinragenden
Fortsatz IO und ist mit einem Bund II zwischen den Bunden I2 eines rohrförmigen
Kanals I3 und der rohrartigen Verlängerung 9 der Kammer I gehalten. Der rohrartige
Kanal I3 erweitert sich konisch in der Druckrichtung des Kolbens 7. An dem Ende
des Rohrkanals I3 ist ein Reibkörpergehäuse 14 gasdicht angeordnet, in dem ein etwa
konisch ausgebildeter Reibkörper I5 auf einer Welle I6 drehbar gelagert ist. Die
Welle I6 wird von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsvorrichtung
in ständiger Umdrehung gehalten. Das in den Rohrkanal I3 gedrückte Gut verdichtet
sich in dem Rohrkanal bei Bewegung des Kolbens 7 unter Abstützung des Gutes gegen
den Reibkörper 15. Das verdichtete Gut wird durch den sich konisch verjüngenden
Ringkanal I7 entsprechend der Drehbewegung des Reibkörpers I5 in feiner Aufteilung
in einen am Gehäuse angeordneten Ringkanal I8 gefördert.
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In den Ringkanal I8 ragen ein oder mehrere Düsen I9, durch die tangential
ein Verblasemittel, beispielsweise Sauerstoff, eingeführt wird, so daß das Gut durch
die Leitung 20 fein aufgeteilt in den in der Zeichnung nicht dargestellten Reaktionsraum
gelangt. Der etwa kegelförmig ausgebildete Reibkörper 15 hat einen im wesentlichen
zylindrischen Teil 21, der an seinem Umfang mit Labyrinthkanälen 22 versehen ist.
Durch eine oder mehrere in die Wand 23 des Gehäuses I4 eingeführte Düsen 24 wird
ein Sperrgas eingeleitet, a'ls welches vorzugsweise das Verblasemiftel dient. Dadurch
wird der Durchtritt von Kdhlenstaub zu der Stopfbüchse 25, die die Welle I6 in der
Gehäusewand 23 abdichtet, vermieden.
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Die Weile I6 ist bei 37 abgesetzt. Der dadurch verjüngte Teil 38
der Welle ist in Kugellagern 28 eines Lagergehäuses 26 gelagert. Der Absatz 37 der
Welle liegt gegen ein Axialkugellager 27 zur Aufnahme des Axialschubes des Reibkörpers
I5.
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Der Rohrkanal I3 ist in Richtung der Reibvorrichtung I4, I5 konisch
erweitert ausgebildet. Im Zuge des Reibkörpers 15 hat der Rohrkanal I3 einen Abzweig
29, in dem eine Zylinderbüchse 30 gelagert ist, die gegen einen Ansatz 39 angedrückt
ist. In der Büchse 30 ist ein Kolben 33 verschiebbar gelagert, der mittels einer
Stopfbüchse 32 und Dichtungspackungen 3I abgedichtet ist. Das andere Ende 34 des
Kolbens liegt in einem Gehäuse 35, dem Druckmittèl durch eine Rohrleitung 36 zugeführt
wird.
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In der Zeichnung ist der Verdichtungskolben 7 in seiner Druckstellung
dargestellt. Hierbei hat der Verdichtungskolben 7 das aus der Kammer I eingeführte
feinkörnige Gut gegen den Reibkörper I5 zusammengedrückt und den Andruckkolben 33,
der durch das bei 36 zugeführte Druckmittel unter ständigem Druck steht, in die
dargestellte Lage zurückgedrückt. In dieser Lage liegt ein Bund 40 des Kdlbens 33,
34 gegen die Abschlußplatte 41 des Druckgehäuses 35 an.
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Das Druckmittel, beispielsweise Drucköl, kann aus der gleichen Quelle
entnommen werden, die zur Betätigung der nicht - dargestellten Antriebseinrichtung
des Verdichtungskolbens 7 und des Schwinghebels 3 dient. In diesem Fall ihat der
Druckkolben 33 einen kleineren Querschnitt als der Verdichtungskolben 7, um ein
Einbringen des verdichteten Gutes in den Raum der Zylinderbüchse 30 und ein Zurückdrücken
des Druckkdlbens 33 zu ermöglichen. Nach Rückzug des Verdichtungskoibens 7 wirkt
sich der ständig auf den Druckkolben 33 ausgeübte Druck in einer Verschiebung des
Gutes gegen den Reibkörper I5 entsprechend der Austragung des Gutes durch den Reibkörper
in feiner
Aufteilung in den Verblasekanal 18 aus, wonach bei erreichter
Endstellung des Kolbens 33 wiederum die Druckbewegung des Kolbens 7 und damit das
Zurückdrücken des Kolbens 33 erfolgt.
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P.NTENTANSPRUCHE I. Einrichtung zum Austragen von feinkörnigem Schüttgut
aus einem unter höherem Druck stehenden Raum in einen Raum geringeren Druckes, wobei
das Gut ständig in verdichtetem Zustand einen die Räume verbindenden Kanal ausfüllt,
in den es durch einen an einem Schwinghebeisystem od. dgl. angebrachten Vorschubkolben
gedrückt wird, nach Patent 9I5 I99, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Verbindungskanals
(I3) eine an sich bekannte rotierende, das Gut aufteilende Vorrichtung angeordnet
ist, die aus einem vorzugsweise konisch ausgebildeten Reibkörper (I5) und einem
Gehäuse (I4) besteht, und daß mit dem Verbindungskanal ein Zylinder (29, 30) verbunden
ist, dessen Kolben (33) einen dauernden Druck auf die Kanalfülilung in Richtung
der Reibvorrichtung ausübt.