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Leitstück zur Führung der Wellbahn um die Riffelwalze einer Maschine
zur Herstellung von Wellpappe Die Erfindung betrifft ein Leitstück zur Führung der
Wellbahn um .die Riffelwalze einer Maschine zur Herstellung von Wellpappe.
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Bei solchen Maschinen 'läuft ein Papierstreifen zwischen zwei Walzen
hindurch, die die Wellen in dem Papierstreifen erzeugen. Der gewellte Streifen wird
dann mit einem weiteren Streifen aus ungewelltem Papier vereinigt. Zu diesem Zweck
wird auf die Spitzen .der Wellen des gewellten Papiers Klebstoff aufgetragen, während
es noch auf der einen Wehwalze liegt, worauf der ungewellte Streifen dagegengedrückt
wird. Der Klebstoff wird mittels einer Walze aufgetragen und der ungewellte Streifen
wird unmittelbar nach Auftragen des Klebstoffs auf den gewellten Streifen aufgebracht.
Die Wellwalzen werden erwärmt, um die Wellung des Papiers zu unterstützen, und die
Druckwalze, die den glatten Streifen aufbringt, wird ebenfalls erwärmt.
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Um den gewellten Streifen während dieser Vorgänge richtig an der Wellwalze
zu halten, werden Leitstücke verwendet. Diese bestehen aus dünnen, blattartigen
Teilen von gebogener Form, die um die Wellwalze angeordnet sind und den gewellten
Streifen führen. Sie sind mitunter aus einem Stück hergestellt und erstrecken sich
über die Klebstoffauftragwalze hinweg bis dient an die Stelle, an der der :glatte
Streifen aufgebracht wird, wobei die Klebstoff auftragwalze an ihrem Umfang mit
Nuten zur Aufnahme der Leitstücke versehen ist.
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Es hat sich in der Praxis häufig herausgestellt, daB diejenigen Teile
der Leitstücke, die sich über die Klebstoffauftragwalze hinweg erstrecken und daher
hier als Führungen für das bereits mit Klebstoff
versehene gewellte
Papier dienen, mit diesem flüssigen Klebstoff - der gegenwärtig am häufigsten verwendete
ist Alkali-Silikat - überzogen werden. Der Klebstoff trocknet an den Leitstücken
und sammelt sich Aals eine harte Masse an, die sich -in -verhältnismäßig kurzer
Zeit zu solcher Größe anstaut, daßeine zufrieden-stellende Arbeit der Vorrichtung
beeinträchtigt wird. Die Leitstücke müssen daher von Zeit zu Zeit gereinigt werden.
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Es hat sich nun'herausgestellt, daß, wenn der Teil eines Leitstückes,
der sieh von der Klebstoffauftragwalze zur Druckwalze erstreckt, während der Arbeit
der Maschine fortlaufend geJkühlt -wird, das Bestreben einer Klebstoffansammlung
auf diesem Teil des Leitstückes beträchtlich vermindert, wenn nicht vollkommen vermieden
wird.
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Gemäß der Erfindung ist daher bei einem-Leit-_ stück der eingangs
erwähnten Art der hinter der Klebstoffauftragwalze liegende Teil mit einer Kühleinrichtung
versehen,.welche die Temperatur dieses Teils niedriger hält als die der unmittelbar
darum befindlichen Außenluft.
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Diese Kühlvorrichtung kann aus einer im Leitstück angeordneten Leitung
bestehen, deren Enden mit im Träger für die Leitstücke vorgesehenen Zulauf- und
Ablaufkanälen in Verbindung stehen. Es kann auch ein Teil des Leitstückes von einer
Kühlvorrichtung getragen sein.
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Der Teil des Leitstückes, der von der Kühlvorrichtung getragen wird,
kann von dem übrigen Teil des Leitstückes getrennt sein.
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Die Leitung kann durch eine in der Führung vorgesehene Aussparung
;gebildet werden, die durch eine Deckplatte abgeschlossen wird und einen Einlaß
sowie einen Auslaß für die Kühlflüssigkeit besitzt.
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Die Zeichnungen zeigen als Beispiel mehrere Ausführüngsformen der
Erfindung.
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Fig. i ist eine schematische Darstellung eines Teils einer Wellvorrichtung;
Fig. 2 ist die Darstellung eines Leitstückes; Fig.3 ist ein vergrößerter Schnitt
längs der Linie 3-3 von Fig. 2; Fig. 4A und 4B sind Draufsichten und zeigen die
Einrichtung zum Anbringen des Leitstückes; Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines.
Teils von Fig. 4 im Schnitt;.
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Fig. 6 ist eine der Fig. 3 ähnliche Darstellung; zeigt aber eine abgeänderte
Anordnung; Fig. 7 ist eine zum Teil fortgebrochene Ansicht einer .aneren Form eines
:gekühlten Leitstückes und Fig. 8- ist eine Seitenansicht von Fig. 7, zum Teil im
Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 7.
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Zwei Wellwalzen 6 und 7 sind nach Fig. i so angeordnet, däß sie einen
Papierstreifen 8 zwischen sich aufnehmen und in bekannter Weise Wellen in ihm erzeugen.
Eine Anzahl gebogener Leitstücke 9 sind vorgesehen, die den gewellten Streifen führen
und ihn in den Rillen der unteren Wellwalze 7 halten. Unter der Walze 7 ist eine
Klebs"toffauftragwalze io gelagert, die Klebstoff auf die Spitzen der Wellen aufbringt.
Die Klebstoffauftragwalze io weist an ihrem-Umfang Rillen ii für die Leitstücke
9 auf, die sich über die Walze io hinaus erstrecken und di'c'ht vor der Stelle enden,
an der eine Druckwalze 12 einen glatten Auskleidungsstreifen 13 auf den gewellten
Streifen 8a aufbringt.
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Die Teile der Leitstücke, die zwischen den Walzen io und 1.2 liegen,
sind diejenigen, an denen der Klebstoff des gewellten Streifens das Bestreben hat,
sich anzusammeln und anzustauen.
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Um dies zu vermeiden, sind die Leitstücke mit Kühleinrichtungen versehen,
die aus einer in folgender Weise gebildeten Leitung bestehen: An einer Seite des
Leitstückes (Fig. 2 und 3) ist eine -Aus-sparung 14 gebildet, die durch eine an
der Seite des Leitstückes angelötete oder in einer anderen Weise befestigte dünne
Metallplatte 15 ab--gedeckt, ist: An den beiden Enden der Aussparung sind Löcher
t6 und 17 als Einlaß- und Auslaßöffnung für die durch die Aussparung 14 gebildete
Leitung vorgesehen. Wie aus Fig.2 ersichtlich, läuft die Leitung an dem Leitstück
entlang und wieder zurück, so daß die Einlaß- und Auslaßöffnungen an einer Stelle
liegen, die, wie in Fig. i gezeigt; links von der Klebstoffwalze io und daher leicht
zugänglich ist.
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Die Leitstücke sind .an Rahmen 18 angebracht, die an einem Block i9
befestigt sind, in dem zwei parallele Mulden 2o und 21 gebildet sind, die in der
Längsrichtung des Blockes verlaufen und oben durch eine Platte 22 abgeschlossen
sind. Leitungen '23 stehen mit der Mulde 2o, und ähnliche Leitungen 24 mit
der Mulde 21 in Verbindung. Die Leitungen 23 und 24 sind ferner mit Rohren 25 und
26 verbunden, die mit den Einlaßöffnungen 16 und Auslaß.öffnungen 17 in den Leitstücken
in Verbindung stellen.-Eine Einlaßöffnung 27 (Fig. 4B) in dem Block i9 steht mit
der Mulde 2o und einem Zuflußrohr 28 inVerbindung. Eine ähnlicheÖffnung 29 (Fig.
4A) verläuft von der unteren Fläche des Blockes- i9 zu der Mulde 21 und ist an ein
Auslaßrohr 3o angeschlossen. Das Zuflußrohr 28 steht mit einem Wasserzufluß in Verbindung,
so daß kaltes Wässer durch ,das Rohr in die Mulde 20 gedrückt werden kann, von der
es durch .die Leitungen 23, 25, 14, 26 und 24 in die Mulde 2 i geht, von der es
durch das- Auslaßrohr 30 abfließt. In dem Block i9 ist noch eine weitere
Bohrung 3 i (Fig. 4 A) vorgesehen, die -mit der- Mulde 2o in' Verbindung steht und
gewöhnlich durch ein Ventil 32 verschlossen ist. Das Ventil -kann .geöffnet werden,
wenn Wasser aus -der Mulde 2o-ausfließen soll.
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Es hat sieh gezeigt, da:ß bei einer- Kühlung 'der Leitstücke .durch
das die Leitungen - durchfließende kalte Wasser eine geringe oder gär keine Ansammlung
oder Anstauung von Klebstoff 'an den Leitstücken vorhanden ist. Dies ist im *esentlichen
darauf zurückzuführen, daß infolge der Erwärmung der Wellwalze 7 und der Druckwalze
12 'die die Leitstücke 9 unmittel#bär umgebende Luft ebenfalls erwärmt ist und eine
beträchtliche Menge Wasserdampf enthält, der zum Teil an den gekühlten Leitstücken
kondensiert. Die Kondensate mischen sich mit dem flüssigen Klebstoff und lösen ihn
.auf, so daß der gelöste Klebstoff frei über die Leitstücke
fließen
und von diesen 'herabfallen kann. So bewirkt die Kühlung ein ständiges Abwaschen
der Leitstücke mit Wasser, das durch die Kondensation des Wasserdampfes in der erhitzten,
sie umgebenden Luft gebildet wird. Es besteht keine Gefahr, daß das durch die Kondensation
gebildete Wasser mit dem Papier in Berührung kommt, da die gekühlten Teile der Leitstücke
unter dem Papier liegen und die Kondensate nach unten abfallen.
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Bei einer anderen Ausführungsform wird in dem Leitstück dadurch eine
Leitung gebildet, daß in ihm an Stelle einer Aussparung ein Schlitz vorgesehen ist,
der mittels dünner, an den beiden Seiten des Leitstückes befestigter Platten 15"
abgeschlossen ist (Fi@g.6). Bei dieser Ausführungsform sind die Eimaß- und Auslaßöffnungen
in einer der Versch'lußplatten angebracht.
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Eine weitere Bauart ist in Fig. 7 und 8 gezeigt. Hier sind die Leitstücke
aus zwei getrennten Teilen 33 und 34 gebildet, die mit den Enden aneinanderliegen.
Die Teile 33 führen das Papier Abis zur Klebstoffauftragwalze io, während die Teile
34 das Papier hinter dieser Walze führen. Hier sind es die Teile, 34, auf denen
sich Klebstoff ansammeln kann, und daher brauchen bei dieser Bauart auch nur die
Teile 34 gekühlt zu werden.
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Das Kühlen der Teile 34 erfolgt dadurch, daß kaltes Wasser durch ein
Rohr 35 geleitet wird, an dem Halter 36 für die Teile 34 befestigt sind. Die unteren
Teile der Halter 36 sind geschlitzt (Fig. 8) und mittels Schrauben 37 an das Rohr
35 angeklemmt. Die oberen Teile sind ebenfalls geschlitzt und nehmen die Teile 34
auf, die in den Haltern mittels Bolzen 38 festgeklemmt sind. Das Rohr 35 ist außen
mit flachen Rillen 35a versehen, die die unteren Kanten der Teile 34 aufnehmen,
die durch Schlitze in den Haltern 36 hindurchragen. Die Enden des Rohres 35 sind
in Rahmen 39 gelagert; da das Rohr eine beträchtliche Länge hat, wird es
von einem oder mehreren verstellbaren Stutzen 40 getragen.
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Das Wasser gelangt durch einen Einlaß 41 in das Rohr 35 und verläßt
es durch einen Auslaß 42. Bei dieser Bauart gelangt das Wasser oder die Kühlflüssigkeit
nicht in die Leitstücke hinein, vielmehr erfolgt das Kühlen des Teils 34 durch die
Berührung seiner unteren Kante mit dem Rohr 35 und durch die Berührung zwischen
dem Teil 35 und den Haltern 36, die selbst in dichter Berührung mit dem Rohr 35
gehalten werden.
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Diese Bauart hat den Vorteil, daß statt einer besonderen Leitung für
jedes Leitstück in der Ausführung gemäß Fig. z bis 6 eine einzige Leitung, nämlich
das Rohr 35, dazu verwendet werden kann, alle Leitstücke zu kü'h'len. Die Vorrichtung
wird dadurch einfacher und billiger. Ferner können das Rohr 35 und die Wasserzufuhr-
und Ablaßrohre einen verhältnismäßig großen Durchmesser haben, z. B. das Rohr 35
einen Innendurchmesser von 40 mm, wogegen die Leitungen bei den in Fig. 2 bis 6
gezeigten Anordnungen, die in oder an den Leitstücken gebildet sind, einen sehr
kleinen Durchmesser haben müssen und daher leichter durch Schmutz oder Fremdkörper
verstopft werden.