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Hubdrehbrücke, die mittels einer Drehscheibe gehoben, gedreht und
gesenkt wird Hubdrehbrücken werden vor dem Drehen hydraulisch oder mechanisch lotrecht
so weit angehoben, daß der Überbau von den festen Brückenauflagern abgehoben wird,
wobei sich das ganze Gewicht des überb.aues auf die Hubvorrichtung verlagert. Die
Hubdrehbrücken haben den Vorteil, daß die Konstruktion, auf die .sich die Brücke
beim Ausdrehen abstützt, in der Verkehrslage völlig entlastet ist. Bei Drehbrücken
üblicher Bauart muß die Lauffläche des Königsstuhles einen Teil der Verkehrslast
und damit die Stöße aufnehmen, die durch die Durchbiegung der sie umgebenden Tragkonstruktion
des Überbaues auftreten.
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Dient die Hubdrehbrücke als Eisenbahnbrücke, dann können die Schienenübergänge
ganz auf die festen Ufermauern verlegt werden. Diese Schienenübergänge benötigen
keinen Bewegungsmechanismus. Sie sind infolge ihrer festen Auflagerung auf dem Mauerwerk
gegen Stöße unempfindlich, und die Brücke kann sicher mit unverminderter Geschwindigkeif
befahren werden. Bei den normalen Drehbrücken müss ien die Schienenstöße mit den
Fugen zwischen Überbau und Widerlager zusammenfallen. Die Auflagerung dieser Schienenstöße
ist also in gewissen Grenzen elastisch. Weiterhin benötigen diese Schienenstöße
einen besonderen Bewegungsmechanismus.
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Die Erfindung bezieht sich auf Beine Hubdmehbrücke, die mittels einer
Drehscheibe gehoben, gedreht und gesenkt wird. Bei einer bekannten Ausführung einer
derartigen Hubdrehbrücke besteht die Hubdrehvorrichtung aus drei Hauptteilen, nämlich
aus dem in den Drehpfeiler eingelassenen festen. unteren Laufring, dem mittleren,
um die Königswelle
drehbaren Antriebskranz, der - die drei. Lagez
für die Laufrollen oberhalb und unterhalb des Kranzes trägt, und dem mit den Hauptträgern
der Brücke fest verbundenen Trag- und Hubring,-dessen Lauffläche entsprechend den
drei Laufrollen in drei geneigte Bahnen unterteilt ist.
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Gemäß- der Erfindung wird eine besonders vorteilhafte Konstruktion
einer Hubdrehbrücke, die mittels @einex Drehscheibe gehoben, gedreht und gesenkt
wird, dadurch geschaffen, daß die Drehscheibe auf eine mit Gewinde versehene Hubspindel
wirkt und von der Hubvorrichtung getrennte, konzentrisch zum Königsstuhl liegende
Stützrollen vorgesehen sind, die den Brückenüberbau in jeder Hub-, Dreh- oder Senklage
gegen Kippen sichern. Die Anordnung der Stützrollen. kann verschieden sein. Zum
Beispiel kann jede Stützrolle in einem auf dem Drehpfeiler befestigten. Stützaggregat
angeordnet sein und von dem Zahnkranz der Drehscheibe über eine Kurvenscheibe entsprechend
der Hub- und Senkbewegung der Brücke gehoben und gesenkt werden, oder es kann die
Drelischeibe einerseits :eine lotrechte Führung für das Drucklager der Brücke und
andererseits eine loltrechte Führung für den unter-en Teil der Brücke bilden und
dabei die Stützrollen entweder .an der Unterseite dex Drehscheibe gelagert sein,
wobei sie ,auf einem an dem Drehpfeiler befestigten Schienenring laufen, oder auf
dem D-nehpfeiler gelagert sein, wobei sie auf der Unterfläche der Drehscheibe laufen.
Während des D,rehens der Brücke ist die Drehscheibe mit der Brücke durch einen Riegel,
dex in einen Mitnehmet an der Brücke und einen Mitnehmet an der Drehscheibe .eingeschoben
wird, gekuppelt. Gleichzeitig mit der Betätigung des Rie=gels zum Kuppeln: der Drehs,cheihe
mit der Brücke wird ein Riegel an einem Brückenende aus einer Riegelfalle am Widerlager
der Brücke herausgezogen, und umgekehrt.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt Fig. i den Längsmittelschnitt deiner Hubdrehbrücke, Fig. 2
eine Draufsicht, Fig:3einen lotrechten Schnitt durch die Hubvo;rrichtwng, Fig. 4
die Draufsicht der Hubvorrichtung -nach Fig. 3, Fig. 5 bis 7 verschiedene Stellungen
einer von einer Kurvenscheibe bewegten Stützrolle und Fig. 8 - den .lotrechten Schnitt
der Drehscheibe einer anderen Ausführungsform.
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In den Fig. i und 2 ist die Hubdrehbrücke i als Eisienbahnbrücke in
der Verkehrslage dargestellt. Sie ruht in dieser Stellung über die vier üblichen
Auflager 2 auf den Uferwiderlagern 3 und mit den mittleren zwei ebenfalls üblichen
festen Auflagern 4 auf denn Drehpfeiler 5.
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Die- Hub drehvorrichtung -der Brücke ist in den Fig. 3 und 4 gezeigt.
Sie besteht im wesentlichen aus der mit @ein@em Zahnkranz 6 versehenen Drehscheibe
7, die von einem Antrieb 8 gedreht wird, und der Hubspindel 9, die mit ihrem
Gewinde` im eine an der Drehscheibe 7 befestigte Mutter io eingreift. Das obere
Ende der Hubspindel 9 ist kugelig gestaltet und greift in ein an der Brücke i befestigtes
Drucklager i i ein, in dem es durch Mitnehmen 12 verschiebbar, aber nicht drehbar
geführt ist. In der Verkehrslage der Brücke ist die Hubspindel 9 so eingestellt,
daß zwischen dem oberen Spindelende und dem Drucklager i i ein Spiel E vorhanden.
ist. Die Mutter io stützt sich über ein Kugelstück 13 auf ein Spurlager 14 (Kegelrollen-,
Kugel- oder Gleitpfannenlager) ab, das in einer am Drehpfeiler 5 befestigten Grundplatte
15 sitzt. Das Kugelstück 13 kann sich infolge der Anordnung von Mitnehmern 16 gegenüber
der Mutter i o nicht drehen.
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Die Steigung der Spindel 9 ist so b6 messen, daß bei einer halben
Umdrehung der Mutter i o das Spiel zwischen Spindelende und Drucklager i i überwunden
und die Brücke so weit angehoben ist, da.ß über die Durchbiegung der Brückenenden
hinaus die Brücke von allen festen Auflagern 2 und 4 (Fig. i und 2) mit Spiel frei
geht und die Enden der Schienen der Brücke über die Enden der Schienen auf den Widerlagern
hinwegstrei;chen.
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Während des Anhebens der Brücke i ist diese mittels eines Riegels
17 (Fäg. i und 2), der in einer an einem der Widerlager 3 verlegten Riegelfalle
18 gleitet, gegen Drehen .gesichert. Während dieses Hubvorganges müssen gleichzeitig
die am Umfang der Drehscheibe 7 vorgesehenen drei Stützaggregate i9 ihre Stützrollen
20 in jedem Hubintervall in dem Maße anheben, wie die Brücke z von der Hubspindel
9 angehoben wird. Die Stützaggregate 19 sind fest auf dem Drehpfeiler 5, tu elo.gert.
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Wenn die Brücke i durch Drehen der Drehscheibe mit dem Zahnkranz 6
mittels des Antriebes 8 über die Mutter io die Hubspindel 9 und das Drucklager i
i angehoben wird, würde sie in dem Fall, daß. der Gesamtschwerpunkt der Drehbrücke
i nicht mit der Mitte der Spindel 9 zusammenfällt oder durch Einwirkung von Windkräften,
um die Kugelfläche des Lagerstückes 13 kippen; d. h. die ganze Drehscheibe 7 würde
sich schief stellen. Die Stützaggregate i 9 haben den Zweck, dieses Kippen zu verhindern.
Die Hubbewegung ihrer Rollen 2o wird von dem Zahnkranz 6 der Drehscheibe 7 abgeleitet.
In diesen Zahnkranz 6 - greift von jedem Stützaggregat 19 ein Ritzel 21 ein,
das über Vorgelege eine Kurvenscheibe, 22 (Fig. 5, 6 und 7) antreibt. Auf jeder
Kurvenscheibe 22 läuft eine Rolle 23, die ihre Bewegung über eine geführte Stelze
24 auf die Stützrolle 20 überträgt. In Fig. 5 entspricht die Stellung der Kurvenscheibe
22 der Lage der Drehbrücke i in der Ausgangsstellung, nämlich der Verkehrslage.
In dieser Stellung der Kurvenscheibe 22 besteht zwischen der Stützrolle 20 und dem
Laufring 25 an der Brücke i (Fig. 3 und das gleiche Spiel E wie zwischen dem oberen
Ende der Spindel 9- und- dem Drucklager i i an der Brücke.
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Beim Einschalten des Antriebes 8 werden die Drehscheibe 7 und die
Mutter i o gedreht und damit die sich nicht drehende Hubspindel 9 mit gleichfärmiger
Geschwindigkeit
angehoben, so daß nach Überwindung des Spiels E zwischen Spindelende und Drucklager
i i auch die Brücke i angehoben wird. Gleichzeitig werden von denn Zahnkranz
6 aus die Kurvenscheiben 22 gleichförmig entgegen dein Uhrzeig@er:sinn gedreht und
damit die Stützrollen 2o an den Laufring 25 der Brücke -i angelegt oder in gleichbleibendem
geringem Abstand von ihm gehalten. Die Steigung der Kurvenscheiben 22 von I bis
II (Fig. 5, 6, 7) ist stetig (archimedische Spirale), und sie entspricht der Gewindesteigung
der Hubsphidel9. Die Brücke ist also während des Anheb.ens in jeder Höhenlage gegen
Kippen gesichert. Die Brückenlast wird über das - Drucklager i i, die Spindel 9,
die Mutter i o über das Kugelstück 13, das Spurlager I q. und die Grundplatte 15
auf das Mauerwerk des Drehpfeilers 5 übertragen.
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Wenn die Hubbewegung der Brücke beendet ist, wird der Antrieb 8 abgeschaltet
und der Riegel 26, der an der Brücke i gelagert ist, durch einen Antrieb 27 in den
Mitnehmer 28 an der Brücke und den Mitnehmer 29 an der Drehscheibe 7 eingeschoben
(Fig. 3). Ein durch einen Antrieb 27 bewegtes Gestänge 3o betätigt dabei gleichzeitig
den Riegel 17 und zieht ihn aus der Falle 18 ,am Wi.derlager 3 zurück. Die Brücke
i ist damit bereit zum Ausdrehen um 9o°. Zu diesem Zweck wird wieder der Antrieb
8 eingeschaltet, also der gleiche Antrieb wie für das Anheben der Brücke. Die Brücke
i behält dabei ihre .erreichte Höhenlage, da sich die Drehscheibe nicht mehr relativ
zur Brücke i dreht. Die Kurvenscheiben 22 werden beim Drehen der Brücke um 9o° mitgedreht,
und zwar bewegen sich diese Kurvenscheiben 22 von II nach III (Fig. 5, 6 und 7).
Diese Strecke ist ein Kreisbogen, dessen Mittelpunkt in der Drehachse 31 der Kurvenscheibe
liegt. Die Stützräder 2o behalten also ihre Lage zur Brücke während des Drehens
der Brücke bei.
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Das Zurückschwenken der Brücke i wieder in die Verkehrslage erfolgt
durch Drehen des Zahnkranzes 6 im umgekehrten Sinne wie beim Ausdrehen der Brücke,
worauf nach Erreichen der Verkehrslage der Riegel 26 zurückgezogen und gleichzeitig
damit der Riegel 17 wieder in die Riegelfalle 18 am Widerl,ager 3 eingeschoben
wird. Jetzt wird die Drehscheibe an ihrem Zahnkranz 6 in demselben Sinne wie beim
Zurückdrehen der Brücke weitergedreht, und die Brücke senkt sich infolge der Spindelwirkung
wieder auf ihre festen Auflager 2 und ¢ (Fig. i und 2) ab. Im weiteren Verlauf @entsteht
wieder das Spiel E zwischen dem oberen Ende der Spindel 9 und dem Drucklager i i
sowie zwischen den Stützrollen 2o und dem Laufring 2 5.
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Die Fig. 8 zeigt eine Ausführung der Stützung der Hubdrehbrücke während
des Anhebens, des Aus- und Wiedereindrehens und des Absenkens" bei der besondere
Stützaggregate i9 mit den Ritzeln 21 und den Kurvenscheiben 22 in Fortfall kommen.
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Ein die Mutter io umgebender Mante132 umschließt an seinem oberen
Ende mittels eines Gleitfutters 33 oder eines sonstigen Lagers das Druck-Lager i
i an der Brücke i. An den Mantel 32 ist die Drehscheibe 7 mit dem Zahnkranz 6 auf
die ganze Höhe des Mantels 32 fest angeschlossen. An den Armen der Drehscheibe 7
ist ein Kranz 34 und an der Drehbrücke i ein Kranz 3 5 angebracht. Zwischen diese
beiden Kränze ist ein Gleitfutter 36 oder ein sonstiges Lager eingebaut. Infolge
dieser Ausbildung der Drehscheibe 7 und der Brücke i können die Stützrollen 20 zwischen
Drehscheibe und Dr ehpfeiler 5 der Höhe nach unvers,chieblich angeordnet sein.
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Wie in Fig. 8 auf der linken Seite gezeigt, sind die Stützrollen 2o
an der Drehscheibe 7 mit dem Zahnkranz 6 durch Konsolen 37 befestigt und laufen
auf deinem an dem Drehpfeiler 5 befestigten Schienenkranz 38.
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Auf der rechten Seite der Fig. 8 ist gezeigt, daß man auch die Stützrollen
20 mittels LaggeTböcken 39 fest auf dem Drehpfeiler 5 anordnen kann. Die Stützrollen
20 laufen dann an der Unterseite der Drehscheibe 7.
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Beün Anheben der Hubdrehbrücke i gleitet das Lagerfutter 36 .an dem
Ring 35 der Drehbrücke i und an dein Ring 3q., der ,an dem Mantel 32 befestigt ist,
hoch, und oben gleitet das Drucklager i i an dein Lagerfutter 33 des Mantels 32.
Beim Drehen der Brücke i findet keine Bewegung dieser Teile zueinander gstatt.
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Die Verriegelung der Hubdrehbrücke i mit der Drehscheibe 7 ist bei
dieser Ausführung die gleiche, wie für die erste Ausführung beschrieben, ebenso
die Verriegelung 17, 18 am Widerl@ager 3.
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Die Pufercung der Brücke beim Einschwenken der ausgedrehten Brücke
in die Verkehrslage erfolgt dugrch bekannte Vorrichtungen, wie sie im Prinzip bei
jeder Drehbrücke angewandt werden. Zwischen die Schraubengänge der Hubspindel 9
und die Schraubengänge der Mutter io können zur Erzielung einer wälzenden Reibung
Wälzkörper eingelegt sein.