DE933120C - Werkzeug zum Plandrehen und Versenken der rueckwaertigen Seiten von gebohrten Werkstuecken - Google Patents

Werkzeug zum Plandrehen und Versenken der rueckwaertigen Seiten von gebohrten Werkstuecken

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Publication number
DE933120C
DE933120C DEJ2412D DEJ0002412D DE933120C DE 933120 C DE933120 C DE 933120C DE J2412 D DEJ2412 D DE J2412D DE J0002412 D DEJ0002412 D DE J0002412D DE 933120 C DE933120 C DE 933120C
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DE
Germany
Prior art keywords
tool
spindle
pressure medium
following
carrier
Prior art date
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Expired
Application number
DEJ2412D
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Kopsch
Werner Lamprecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B51/00Tools for drilling machines
    • B23B51/10Bits for countersinking
    • B23B51/102Back spot-facing or chamfering

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

  • Werkzeug zum Plandrehen und Versenken der rückwärtigen Seiten von gebohrten Werkstücken Die Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeug zum Plandrehen und/oder Versenken von schwer zugänglichen rückwärtigen Seiten von gebohrten Werkstücken.
  • Es kommt im Maschinenbau häufig vor, daß die rückwärtigen Seiten von Bohrungen in Werkstücken versenkt oder plangedreht werden müssen, oder es sind sehr oft beide Operationen gleichzeitig auszuführen. Bei Werkstücken, wo die betreffenden zu bearbeitenden Teile leicht zugänglich sind, bietet dies keine Schwierigkeiten. Um das Umspannen des Werkstückes zu vermeiden, wird das Versenken z. B. nach dem Bohren unmittelbar auf der Bohrmaschine ausgeführt, wozu ein Werkzeug mit in den Schaft einklappbaren Messern durch die Bohrung hindurchgeführt wird, die danach durch eine Feder auseinandergedrückt werden und beim Aufwärtstransport der Bohrspindel eine Fase oder eine Planfläche andrehen. Da die Bohrmaschinen im allgemeinen mit ihrer Lagerung des Tisches und der Bohrspindel aber nicht auf ein Arbeiten nach oben eingerichtet sind, vibrieren die Werkstücke dabei ziemlich stark, so daß eine Feinbearbeitung nicht möglich ist. In Fällen, wo das Werkstück an der Unterseite nicht frei ist, sondern lediglich kleinere Zwischenräume aufweist, d. h. nach unten durch eine andere Fläche od. dgl. begrenzt wird, ist dieses Verfahren im übrigen auch nicht anwendbar, weil das Werkzeug wohl durch die Bohrung eingeführt, nach Ausführung der Arbeit aber nur sehr umständlich wieder entfernt werden kann, weil es nach unten herausgezogen werden muß. In derartigen Fällen war es sehr schwierig, am Ende der Bohrung eine Fase oder Planfläche- anzudrehen, und vor allem ergab bei Genauigkeitsarbeiten der Aufwärtstransport der Bohrmaschinenspindel stets die obenerwähnten- Unzuträglichkeiten.
  • Diese Nachteile werden auf Grund der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Vorschubbewegung der Werkzeugmaschinenspindeldazu: benutzt wird, um über ein sich mitdrehendes Druckmittelsystem eine entgegengesetzt gerichtete Hubbewegung des Werkzeugträgers zu erzeugen, wobei eine mit dem System verbundene und den Werkzeugträger führende bzw. mitnehmende Büchse die durch die Vorschubbewegung der Werkzeugmaschinenspindel erzeugte Druckkraft durch Abstützung auf- dem Werkstück aufnimmt.
  • In weiterer Ausbildung der Erflridüng ist vorgesehen, daß ein durch die Werkzeugmaschinenspindel angetriebener, ringförmiger Druckmittelkolben infolge des Spindelvorschubes aus dem ihn umschließenden und von ihm mitgenommenen ringförmigen Zylinder Druckmittel unter einen sich innerhalb dieser Kammer bewegenden und mit dem Werkzeug gekuppelten Kolben preßt, so daß letzterer eine Verschiebebewegung in der entgegengesetzten Richtung erfährt, wobdi die Mitnahme des Werkzeugträgers durch ein starres, sich auf dem Werkstück abstützendes und mit der @Druckmttelkammer gekuppeltes Zwischenglied erfolgt.
  • Auf diese Weise ist ein Werkzeug geschaffen, mit dem es möglich ist, Versenk- und Plandreharbeiten auch an schwer_ zugänglichen Rückseiten gebohrter Werkstücke one Umspannen derselben auszuführen. Dabei wird die Güte und Genauigkeit der Arbeit .noch wesentlich dadurch gesteigert, daß sich das Werkzeug bei der Arbeit auf dem Werkstück .aufstützt und dieses festhält, wodurch die sich sonst unangenehm bemerkbar machenden Vibrationen unterbunden werden.
  • In der Zeichnung ist eine zweckmäßige Ausführungsform des Werkzeuges als Beispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Gesamtansicht des Werkzeuges, teilweise im Schnitt, Abb. 2 einen Querschnitt auf Linie II-II der Abb. i, aus dem sich die Art der Befestigung des eigeritliehen Werkzeugges auf dem Werkzeugträger ergibt.
  • In .den Abbildungen bedeutet io den Ringkolbens der mittels des Schaftes i i in der Werkzeugmasehinenspindel befestigt wird und sich in der Druckmittelkammer 12 verschiebt, die -durch die ' zylindrischen Wandungen 13 und 14 gebNdet wird. Durch einen Keil 15, der in einer entsprechenden:-Nute (hier nicht gezeigt) in der Zylinderwän;düng 13 bzw. in deren oberem Teil 13" gleitet - beide sind durch eine Verschraubung 16 verburiden -, erfolgt bei einer Drehung des Schaftes 1=1 die Mitnähme der Drudkmittelkammer 12:. Der Ringkolben io ist :darin in bekannter Weise durch Gummimanschetten od. dgl. öl- bzw. wasserdicht abgedichtet. Die innere Wandung 14 besitzt eine Verlängerung 17, welche als Führung für den Werkzeugträger 18 dient. Durch einen flanschartigen Ansatz i411 auf Schrauben 14b sind die Teile 13, 14 und 17 fest miteinander verbunden. Die Verlängerung 17 stützt sich bei der Arbeitsoperation auf das Werkstück 2o, und zwar vermittels eines besonderen Kopfes 2i, der bei der Arbeit stillsteht und mittels eines Kugeldrucklagers 22 den Vorschubdruck auffängt. An seinem oberen Ende ist der Werkzeugträger 1,8 mit einem Druckmittelkolben 23 versehen, der in üblicher Weise durch Gummimanschetten 24 od. dgl. abgedichtet, in dem Zylinder 14 verschieblich ist und. durch ein elastisches Mittel, beispielsweise Druckfedern 25, 26, in Verbindung mit einer Auf- nahmehülse 27 stets nach unten .gedrückt wird. Durch mehrere Querkanäle 28 kann das Druckmittel bei einer Verschiebung des Ring4<:olbens io unter den Kolben 23 treten, wodurch dieser eine Bewegung nach oben erfährt. Zum Füllender Kammer 12 mit dem Druckmittel sind Löcher vorgesehen, die durch Einfüllsc'hrauben 29 verschlossen werden.
  • Der in der Verlängerung 17 längs verschiebliche Werkzeugträger 18 wird von .dieser durch einen oder mehrere Stifte 30 mitgenommen, die in Längsnuten 31 des Werkzeugträgers 18 fassen. Im übrigen ist :der Werkzeugträger 18 geteilt. Der untere Teil i811 ist zwecks schneller Auswechslungsmöglichkeit durch einen Bajonettverschluß 32 mit dem oberen Teil 18 verbunden. Ebenso ist das eigentliche spanabhebende Werkzeug 35, das zur Ausführung von Versenk- und/oder Plandreharbeiten eingerichtet sein kann, durch einen Renkverschluß auf dem Teil 18a des Werkzeugträgers befestigt. Dessen Schaft ist, wie aus Abb. 2 hervorgeht, bei 36 und 37 abgeflacht, so daß die Vorsprünge 38, 39 darüber !hinweggleiten und sich danach entgegen der Drehrichtung des Werkzeuges auf den in gleicher Weiseausgebildeten unteren Ansatz 4o des Schaftes 18a .auflegen.
  • Nach dem Bohren des Loches 2o11 wird das Werkzeug beispielsweise in der Bohrmaschinenspindel befestigt und der Schaft 1811 ohne Werkzeug 35 durch die Bohrung, in der er sich zweckmäßigerweise mit Gleitsitz bewegt, hindurchgeführt, bis sich der Kopf :2i auf das Werkstück 2o auflegt. Der Hub des Werkzeuges 35 wird vorher durch die Stellschraube 42, die mit einer Steldschraube43 in dem Kolben23 in Wirkverbindung steht, eingestellt. Darauf wird das Werkzeug 35 von unten auf den Schaft 18a gesteckt und die Maschine in Gang gesetzt. Infolge des Vorschubes der Bohrmaschinenspindel schiebt sich der Ringkolben. io nach unten. Da der Raum 12 mit Druckmittel gefüllt ist und der Boden des Zylinders nicht ausweichen kann, da er sich durch die Verlängerungshülse 17 auf das Werkstück auflegt, wird das Druckmittel durch die Querkanäle 28 unter den Werkzeugträgerkolben 23 gepreßt. Letzterer erfährt dadurch eine Verschiebebewegung nach oben und nimmt dabeii=das Werkzeug 35 mit, das je nach dem gewählten Vorschub der Bohrmaschinenspindel und den Kolbenquerschnitten die Spanabnahme mehr oder weniger schnell ausführt. Durch das Druckmittel wird vor allem ein sehr gleichmäßiger und sanfter Vorschub erzielt. Jede Erschütterung wird dabei vermieden, und zwar vor allem :dadurch, daß sich das Werkzeug durch die Hülse 17 bzw. den Drehkopf 2i auf dem Werkstück selbst .abstützt. Nach Erledigung der Arbeit wird der Bohrmaschinenvorschub aus- bzw. umgeschaltet. Der Ringkolben io geht wieder nach oben, und der Werkzeugträger 17 wird durch die Federn 25, 26 wieder nach unten verschoben, worauf das Werkzeug 35 abgenommen und der Werkzeugträger 1811 .aus :der Bohrung 2oa ausgefahren werden kann. Danach kann wieder ein neues Arbeiitsspiel beginnen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Werkzeug zum Plandrehen und Versenken der rückwärtigen Seiten von gebohrten Werkstücken in der gleichen Aufspannung, insbesondere zur Anwendung auf Bohrmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß :die Vorschubbewegung der Werkzeugmaschinenspindel :dazu benutzt wird, um über ein sich mitdrehendes Druckmittelsystem eine entgegengesetzt gerichtete Hubbewegung des Werkzeugträgers zu erzeugen, wobei eine mit dem System verbundene und den Werkzeugträger führende bzw. mitnehmende Büchse die durch :die - Vorschubbewegung der Werkzeugmaschinenspindel erzeugte Druckkraft durch Abstützung auf dem Werkstück aufnimmt.
  2. 2. Werkzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Werkzeugmaschinenspindel angetriebener, ringförmiger Druckmittelkol.ben (io) infolge des Spindelvorschubes aus dem ihn umschließenden und von ihm mitgenommenen ringförmigen Zylinder (12) Druckmittel unter einen sich innerhalb dieser Kammer (12) bewegenden und mit dem Werkzeug gekuppelten Kolben (23) preßt, so daß letzterer eine Verschiebebewegung in der entgegengesetzten Richtung erfährt, wobei die Mitnahme des Werkzeugträgers (18, 18a) durch ein starres, sich auf dem Werkstück abstützendes und mit der Druckmittelkammer gekuppeltes Zwischenglied (Hülse 17) erfolgt.
  3. 3. Werkzeug .nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Druckmittelkolben (io) mit dem in die Werkzeugmaschinenspindel einzuspannenden Schaft (i i) ein starres Ganzes bildet und die Druckmittelkammer (12), dn :der er sich verschiebt, durch Nut und Feder (15) bei seiner Drehung mitnimmt. q..
  4. Werkzeug nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Kolben (io) der ringförmigen Zylinderkammer (12) und der mit ihr starr ver-_ bundenen, sich auf dem Werkstick abstützenden Hülse (17) erteilte Drehbewegung auf den sieh darin verschiebenden Werkzeugträger durch einen Mitnehmer (30) übertragen wird.
  5. 5. Werkzeug nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, :daß die sich auf dem Werkstück abstützende, .rotierende Hülse (17) zur Aufnahme des Vorschubabdruckes mit einem Axialkugellager (21) ausgestattet ist.
  6. 6. Werkzeug nach Anspruch i oder einem der folgenden, :dadurch kennzeichnet, daß .der Werkzeugträger :durch ein elastisches Mittel, beispielsweise eine oder mehrere Druckfedern (25, 26), in der Ruhelage stets in seine Ausgangsstellung geschoben wird.
  7. 7. Werkzeug nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das eigentliche Versenk- oder Plandrehwerkzeug (35) durch einen Renkverschluß von unten auf den Werkzeugträger aufgesteckt und durch diesen mitgenommen wird. B. Werkzeug .nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, :daß die Begrenzung des Werkzeughubes :durch einen in einer zentralen Bohrung des Werkzeugschaftes einstellbaren Anschlag (q.2) erfolgt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3046845A (en) * 1959-08-17 1962-07-31 Cogsdill Tool Prod Back spotface tool
US3381579A (en) * 1966-01-14 1968-05-07 Zephyr Mfg Co Back spot-facing tool
FR2484304A1 (fr) * 1980-06-14 1981-12-18 Dornier Gmbh Dispositif pour produire des renfoncements retrogrades

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