DE933367C - Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von festen Bestandteilen und Fluessigkeiten, insbesondere zur Herstellung von Speisequark - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von festen Bestandteilen und Fluessigkeiten, insbesondere zur Herstellung von SpeisequarkInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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Description
AUSGEGEBEN AM 22. SEPTEMBER 1955
Schi2i84lVa/53e
Es ist bekannt, bei der Herstellung von Quark den festen Quarkkuchen zu zerschneiden und die
Feuchtigkeit z. B. durch Quarkpressen abzupressen. Nach der bisher üblichen Handhabung wird dabei
der Quark in Säcken oder Tüchern aufgefangen, die jedoch häufig platzen und sehr schwierig steril zu
halten sind. Der Verbesserung des bisherigen Verfahrens dient die vorliegende Erfindung, welche
auch auf ähnliche Verfahren anwendbar ist. Dasselbe gilt von der Vorrichtung nach der Erfindung,
welche allgemein bei der Trennung von Flüssigkeiten und festen Bestandteilen benutzt werden
kann.
Die Erfindung besteht darin, daß zur Herstellung von Speisequark die Milch zunächst wie
bisher angewärmt, angesäuert und eingelabt wird. Das ausfallende Kasein wird dann wie üblich zur
Erleichterung des Austritts der Molke in kleine Quadrate geschnitten. Zur Entfernung der Molke
wird nun erfindungsgemäß ein Sieb, dessen Form und Größe etwa der Größe des Aufnahmegefäßes
(Wanne) für die Milch entspricht, von oben in die Wanne eingewirkt, wobei die Flüssigkeit (Molke)
in das Sieb tritt und von dem Sieb aus in einen darunter befindlichen Behälter abgeleitet wird.
Dieser Behälter ist mit dem Sieb fest verbunden, so daß die ablaufende Flüssigkeit in dem Behälter
den ursprünglich nur von dem Eigengewicht des Siebes zuzüglich des Gewichtes des Ablaufbehälters
ausgeübten Druck des Siebes auf die feste Masse
ständig und langsam vergrößert und so die Masse ausgepreßt wird. In der Wanne verbleibt dann ein
Speisequark mit dem gewünschten Wassergehalt. Dieser Quark kann dann nach der Wiederentfernung
des Siebes aus der Wanne in beliebiger Weise entnommen werden.
In einer beispielsweisen Ausführungsform ist eine beispielsweise Vorrichtung in der Zeichnung
geschildert. Man sieht hier schematisch angedeutet
ίο in Fig. ι in Seitenansicht und in Fig. 2 im Grundriß
ein auf dem Fußboden oder einer sonstigen festen Unterlage stehenden Rahmen i, welcher z. B.
aus vier U-Trägern bestehen kann. In diesen U-Träger,n sind Rollen 2 gelagert, damit ein zweiter
Rahmenteil, nämlich der innere Rahmen 3, in diesem äußeren Rahmen auf und ab bewegt werden kann.
Zu diesem Zwecke ist der aus entsprechenden U-Eisen zweckmäßig 'hergestellte Rahmen 3 mit
einem Aufhängerhaken 4 an seiner Oberseite versehen, wobei an dem Haken4 ein Seilzug 5 angreift,
welcher über eine Anzahl von Rollen 6, 7 usw. zu der Handwinde 8 führt. Die Rollen 6 und 7 werden
dabei an der Decke des Raumes oder an entsprechend hoch gelagerten T-Trägern im Maschinenraum befestigt;
auch kann man den Rahmen 1 so weit verlängern und oben durch eine Traverse verbinden,
wenn eine entsprechende Decke mit Trägern zur Anbringung der Rollen 6 und 7 nicht zur Verfügung
steht.
An dem Rahmen 1 ist fest mit ihm verbunden auf dem Träger 9 und an den Punkten ro die Wanne 11
gelagert, welche zur Aufnahme der Milch dient.
Die Rahmenterle 3 führen vor bzw. hinter diesen Tragebalken 9 bzw. 10 vorbei, wie das aus Fig. 2
ersichtlich ist. Der Rahmen 3 trägt an seiner Unterseite den Abliaufbehälter 12, während an der Oberseite
bei 13 der siebförmige Behälter 14 aufgehängt ist. Der Behälter 14 ist mit entsprechenden Durchlochungen
versehen und aus rostfreiem Material hergestellt; er entspricht in seiner Form ungefähr
dem Behälter 11. Er hat nach unten ein zum Ablaufen der Flüssigkeit an seinem Boden eingesetztes
Abflußrohr 20. Dieses Abflußrohr 20 ist z. B. durch den Boden 15 der Wanne 11 mit einer Stoff buchse
16 dicht hindurchgeführt.
Wenn nun die Wanne 11 etwa bis zu dem Flüssigkeitsspiegel
17 angefüllt ist und der Quark ausgefällt
wurde, dann findet zunächst das Zerschneiden des Quarks im Behälter 11 statt. Darauf läßt man
dann den Sperrhebel· der Handwinde 8 los bzw. man läßt nunmehr den Rahmen 3 mit den Behältern
12 und 14 unter Einwirkung seines Gesamtgewichtes geführt durch den Rahmen 1 innerhalb der Rollen 2
nach unten sinken in Richtung der Pfeile 18. Dabei setzt dann der Behälterboden 14 sich sehr bald mit
seinem Gewicht und dem Gewicht des Gesamtrahmens 3 einschließlich dem des Behälters 12 auf
den feuchten Kuchen auf, der sich in der Wanne 11
befindet. Dabei tritt nun aus diesem feuchten Kuchen durch die Sieböffnungen des Behälters 14
die Flüssigkeit in den Behälter 14 ein, sie läuft zum Bodenteil und durch das Abflußrohr 20 in den Auffangbehälter
12. Je mehr Flüssigkeit nun abläuft und sich im Behälter 12 sammelt, um so mehr vergrößert
sich über den Rahmen 3 und die Befestigungsteile 13 der vom Siebbehälter 14 ausgeübte
Druck. Diese langsame Drucksteigerung, welche selbsttätig in dem Maße zunimmt, wie
Flüssigkeit aus der Wanne 11 entfernt wird, ist gerade bei der Fabrikation von Quark sehr erwünscht,
da hier die Drucksteigerung nur langsam erfolgen darf. Die Weiterverarbeitung des Quarks
geschieht nach der Entnahme aus dem Behälter 11 z. B. durch ein Mannloch 19 in an sich bekannter
Weise. Es sind so Verluste an Gut vermieden, auch wird für die Betätigung der Vorrichtung nur wenig
Kraft benötigt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Trennung von festen Bestandteilen und Flüssigkeiten, insbesondere zur
Herstellung von Speisequarlc, dadurch gekennzeichnet,
daß auf das in bekannter Weise ausgefällte und geschnittene Gut ein etwa halbtrommelf
örmiges Glied eingedrückt und die entfernte Flüssigkeit von dem Sieb in einem
darunter befindlichen Behälter abgeleitet und ihr Gewicht laufend zur Erhöhung des Preßdruckes
benutzt wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mit einem Rahmen 1 ein Behälter 11 fest verbunden
ist, während in dem Rahmen 1 geführt ein Rahmen 3 läuft, welcher mit einem Siebböhälter
14 und einem Auffangbehälter 12 ein einheitliches System bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebbehälter 14 mit dem
Auffangbehälter 12 durch ein Abflußrohr 20 verbunden ist, insbesondere in der Form, daß
das Abflußrohr 20 den Boden der Wanne 11 mit einer Stoffbuchse 16 abgedichtet durchdringt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH12184A DE933367C (de) | 1953-04-02 | 1953-04-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von festen Bestandteilen und Fluessigkeiten, insbesondere zur Herstellung von Speisequark |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH12184A DE933367C (de) | 1953-04-02 | 1953-04-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von festen Bestandteilen und Fluessigkeiten, insbesondere zur Herstellung von Speisequark |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE933367C true DE933367C (de) | 1955-09-22 |
Family
ID=7426706
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH12184A Expired DE933367C (de) | 1953-04-02 | 1953-04-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von festen Bestandteilen und Fluessigkeiten, insbesondere zur Herstellung von Speisequark |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE933367C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031105B (de) * | 1957-03-08 | 1958-05-29 | Hermann Onken | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kaese, insbesondere Frischkaese |
| DE1084122B (de) * | 1958-07-28 | 1960-06-23 | Hermann Onken | Vorrichtung zur Herstellung von Kaese, insbesondere von Frischkaese |
| DE1090898B (de) * | 1958-12-08 | 1960-10-13 | Separator Ab | Vorrichtung zum Schneiden, Pressen und gleichzeitigem Anheben von Kaesemasse |
| DE3016163C2 (de) * | 1980-04-26 | 1981-10-08 | Friedmar 2000 Wedel Schulenburg | Vorrichtung zum Herstellen von Speisequark |
| WO2024132340A1 (de) | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Gea Westfalia Separator Group Gmbh | Verfahren zur gewinnung von hochdichtem quark |
-
1953
- 1953-04-02 DE DESCH12184A patent/DE933367C/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031105B (de) * | 1957-03-08 | 1958-05-29 | Hermann Onken | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kaese, insbesondere Frischkaese |
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| DE1090898B (de) * | 1958-12-08 | 1960-10-13 | Separator Ab | Vorrichtung zum Schneiden, Pressen und gleichzeitigem Anheben von Kaesemasse |
| DE3016163C2 (de) * | 1980-04-26 | 1981-10-08 | Friedmar 2000 Wedel Schulenburg | Vorrichtung zum Herstellen von Speisequark |
| WO2024132340A1 (de) | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Gea Westfalia Separator Group Gmbh | Verfahren zur gewinnung von hochdichtem quark |
| DE102022134308A1 (de) | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Gea Westfalia Separator Group Gmbh | Verfahren zur Gewinnung von hochdichtem Quark |
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