DE933489C - Landwirtschaftliches Vielfachgeraet - Google Patents

Landwirtschaftliches Vielfachgeraet

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DE933489C
DE933489C DEP21434A DEP0021434A DE933489C DE 933489 C DE933489 C DE 933489C DE P21434 A DEP21434 A DE P21434A DE P0021434 A DEP0021434 A DE P0021434A DE 933489 C DE933489 C DE 933489C
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DEP21434A
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English (en)
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Joachim Kuhlmey
Walter Dipl-Ing Mackrodt
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J A BRAUN
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J A BRAUN
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B39/00Machines specially adapted for working soil on which crops are growing
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    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A01B69/00Steering of agricultural machines or implements; Guiding agricultural machines or implements on a desired track
    • A01B69/003Steering or guiding of machines or implements pushed or pulled by or mounted on agricultural vehicles such as tractors, e.g. by lateral shifting of the towing connection
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  • Agricultural Machines (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein landwirtschaftliches Vielfachgerät, das mit einem unter Zwischenschaltung eines vertikal beweglichen Gelenkrahmens an den Geräte- bzw. Fahrzeugrahmen angeschlossenen, horizontal und quer zum Gelenkrahmen verstellbaren Werkzeugträger zum Befestigen von Bodenbearbeitungsgeräten versehen ist. Erfindungsgemäß ist am rückwärtigen Ende des vorzugsweise als Gelenkparallelogramm ausgebildeten Gelenkrahmens eine dazu senkrecht und horizontal verstellbare, um ihre Längsachse drehbare Ouerschiene, vorzugsweise ein Querrohr befestigt, das mit mehreren nebeneinanderliegenden, starr ausladenden Tragstücken versehen ist, in die ein durchgehender, den Werkzeugträger bildender Rahmen einlegbar und mittels an den Tragstücken vorgesehener Schnellverschlüsse verriegelbar ist. Durch die so geschaffenen mannigfaltigen Einstellmöglichkeiten des Werkzeugträgers bzw. der Querschiene können die Bodenbearbeitungswerkzeuge bei einfachstem Aufbau der Vorrichtung den jeweils vorhandenen Bodenverhältnissen weitgehendst angepaßt werden, indem die Werkzeuge sowohl der Höhe nach parallel zu sich selbst als auch quer zum Gelenkrahmen sowie bezüglich ihres Schnittwinkels verstellbar sind. Hinzu kommt als weiterer Vorteil, daß durch die leicht auswechselbare Halterung des an die starr ausladenden Tragstücke der Querschiene einzulegenden Werkzeugrahmens sich die Rüstzeiten für die Anbringung verschiedenster Bodenbearbeitungsgeräte erheblich verkürzen lassen, zumal die Verriegelung des Werkzeugrahmens durch Schnellverschlüsse bewirkt wird. So kann das erfindungsgemäß aufgebaute Vielfachgerät ohne wesentliche Veränderungen in kürzester Zeit lediglieh durch Austausch eines Werkzeuges oder Werkzeugträgers gegen einen anderen, mit entsprechenden Werkzeugen besetzten, beispielsweise als Hack-
maschine und Zuziehgerät, Grubber oder Kultivator, als Heurechen-, Rillenwalzmaschine, Sä- bzw. Drillmaschine sowie als Lochmaschine mit Lochsternen und Vorscharen eingesetzt werden. Es sei hier bemerkt, daß Anbaugeräte für Ackerschlepper bekannt sind, bei denen die Bodenbearbeitungswerkzeuge einzeln für sich der Höhe nach schwenkbeweglich an eine parallel zur Schlepperachse verlaufende Querstange angeschlossen sind, ίο die ihrerseits zusammen mit den angelenkten Bodenbearbeitungswerkzeugen mittels eines Steuerbügels quer zur Fahrtrichtung verstellbar ist. Dieses Gerät ermöglicht jedoch weder eine Parallelnoch gegenseitige Abstandsverstellung und auch keine Schnittwinkeleinstellung der Werkzeuge, bei der die Arbeitstiefe der letzteren unverändert beibehalten werden könnte. Auch ist das Auswechseln der Bodenbearbeitungswerkzeuge hier nur mit verhältnismäßig großem Zeit- und Arbeitsaufwand durchzuführen, da die einzelnen Werkzeuge getrennt an einzelnen, am Schlepper angelenkten Werkzeugträgern sitzen, mithin zum Zwecke der Auswechselbarkeit einzeln gelöst bzw. wieder befestigt werden müssen. Ferner sind an eine Zugmaschine angeschlossene Kultivatorgeräte bekanntgeworden, die im wesentlichen aus einem an dem Fahrgestell der Zugmaschine angelenkten, der Höhe nach verstellbaren Rahmen bestehen, der einen mittels eines Zahnstangengetriebes quer yerstellbaren Werkzeugträger besitzt. Jedoch ist auch hier der Werkzeugträger weder höhenverstellbar in bezug auf den Rahmen noch um seine Längsachse verdrehbar. Auch besitzt der Werkzeugträger keine starr ausladenden Tragstücke, die zum Einlegen eines Werkzeugrahmens dienen und somit dessen leichtes Auswechseln ermöglichen könnten. Schließlich sind Anbauvorrichtungen bekanntgeworden, bei denen die Bodenbearbeitungswerkzeuge an einem als Rahmen ausgebildeten Werkzeugträger befestigt sind, der über zwei an ihm aufzuschraubende Querstücke zweier als Steuersterze wirkender Lenkerstangen höhenbeweglich an das Fahrgestell des Gerätes angeschlossen ist. Die Montage des Werkzeugträgers ist hier jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, da die die Lenkerstangen aufnehmenden Querstücke sorgfältig auf dem Werkzeugrahmen justiert werden müssen, damit der Rahmen zusammen mit den beiden Lenkerstangen in entsprechende Aufnahmen des Fahrgestellrahmens gesteckt und dort verschraubt werden kann.
Einzelheiten der Erfindung seien an Hand mehrerer in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele beschrieben. Dabei zeigt Abb. ι das Gerät als Häufelgerät in perspektivischer Darstellung;
Abb. 2 gibt die Schwenklagerung des die Querschiene mitsamt dem Werkzeugträger steuernden Steuersterzes sowie eine Verriegelungsniöglichkeit der Räder und des Steuersterzes in der Mittellage herausgezeichnet wieder;
Abb. 3 verdeutlicht eine weitere Verriegelungsmöglichkeit der Räder'und des Steuersterzes in der Mittellage über das vordere untere Querverbindungsstück des Gelenkparallelogrammrahmens;
Abb. 4 zeigt die Lagerung des Querrohres, . während
Abb. 5 eine Abb. 4 entsprechende Darstellung bei schief stehendem Gerät ist;
. Abb. 6 stellt das Gerät bei seiner Verwendung als Rillenwalzmaschine im Aufriß dar;
Abb. 7 ist ein Grundriß zu dem Gerät nach Abb. 6;-
Abb. 8 und 9 lassen das Gerät bei seiner Verwendung als Heurechen im Grund- und Aufriß erkennen;
Abb. 10 und 11 sind Grund- und Aufriß eines Geräts bei seiner Verwendung als Grubber; in
Abb. 6 bis 11 ist die Wiedergabe des Geräts auf die zum Verständnis des Verwendungszwecks notwendigen Teile beschränkt.
Die Senkrechtstreben 1 und 2 sind durch die Querstücke 3 und 4 miteinander verbunden, welche ihrerseits durch die Streben oder Holme 5 und 6 miteinander verbunden sind. Letztere sind um die Querstücke schwenkbar, so daß der Fahrzeugrahmen aus zwei Gelenkparallelogrammen besteht, die durch Querstücke miteinander verbunden sind. An den unteren Enden der vorderen Senkrechtstreben sind die Achsbüchsen 7 vorgesehen. Letztere weisen zur Verbindung mit den Streben 1 einen Stutzen 8 auf, der in die Senkrechtstreben 1 eingesteckt ist und den Drehzapfen für die Räder bei ihrer Lenkung bildet, wenn die Lenkung als Achsschenkelsteuerung vorgenommen wird.
Die Senkrechtstreben 2 tragen den Querträger 9 mit den Arbeitswerkzeugen, welche in Abb. 1 aus Häufelscharen 10 bestehen. Der Querträger 9 ist auswechselbar, so daß ein Querträger mit den jeweils benötigten Arbeitswerkzeugen angebracht werden kann. Durch Auf- und Abschwenken des rückwärtig ausladenden Teils des Gelenkrahmens werden die Arbeitswerkzeuge aus und in Arbeitsstellung gebracht. Das Ausladegewicht des Gelenkrahmens und das Gewicht des Querträgers mit den Arbeitswerkzeugen ist durch die Zugfedern 11 ausgeglichen, die diagonale Anordnung zu den senkrechten' Gelenkparallelogrammen haben. Der Angriffspunkt der Feder an den ausladenden Enden der Gelenkparallolegramme ist so gewählt, daß die nach oben wirkende Senkrechtkomponente der Zugfedern in der Arbeitsstellung der Werkzeuge sich praktisch nicht bemerkbar macht, sondern nur das Ausladegewicht und das Gewicht des Querträgers mit den Werkzeugen ausgleicht. Die Stellhebel 12, über welche die Federn an den ausladenden Rahmenenden angreifen, lassen durch Verschwenken eine Anpassung der wirksamen Federkraft an die unterschiedlichen Gewichte der Werkzeugträger mit Arbeitswerkzeugen zu. Das Hochschwenken des Parallelogrammrahmens wird durch die Wirkung der Federn erleichtert. Das ganze Gelenkrahmenwerk ist aus ineinandergesteckten Rohrstücken gebildet, die miteinander verstiftet sind. Die Folge hiervon ist, daß sich Typenvergrößerungen des1 Geräts durch Auswechseln der Querstücke 3 und 4
unter Verwendung fast sämtlicher übrigen Teile erzielen lassen.
Zur Steuerung des Geräts ist der Steuersterz 13 vorgesehen. Letzterer ist sowohl quer als auch höhenverschwenkbar. Zu diesem Zweck kann der Steuersterz am vorderen unteren Querstück über ein Kreuzstück 14 gelagert sein, welches sich um das Ouerstück 4 schwenken läßt und über die Senkrechtzapfen ein Schwenken in der Querrichtung zuläßt. Der untere angelenkte Schenkel 15 der Sterzgabel greift über ein Langloch an dem Stift 20 in der Spurstange 16 an, so daß sich die Spurstange bei einem Ouerverschwenken des Steuersterzes verschiebt und hierbei die Räder über Lenkhebel verschwenkt. Die gelenkartige Aufhängung des unteren Schenkels 15 am Kreuzstück 14 gestattet eine Höhenverschwenkung des Steuersterzes ohne Behinderung durch die Stiftverbindung. Der obere Gabelschenkel 17 kann verlängert sein
zo und die Spurstange eine trichterartig zusammenlaufende Gabel 18 tragen. Beim Hochschwenken des Steuersterzes fügt sich die Verlängerung in die Gabel ein, welche hierbei ihrerseits die Spurstange so verschiebt, daß die Verlängerung in den Hals der Gabel 18 gelangt. Gleichzeitig verschwenkt sich auch der Steuersterz unter Einwirkung des Gabeleinlaufs und der Stiftverbindung mit der Spurstange. Durch die Verschiebung gelangen die Spurstange und der Steuersterz in die Mittellage zurück. In der Mittellage stehen die Räder wieder in Richtung der Deichsel. Die Folge hiervon ist, daß die Achsschenkelsteuerung bei hochgeschwenktem Steuersterz ausgeschaltet ist und das Gerät der an der Deichsel angreifenden Zugkraft folgen muß, wie es erforderlich ist, wenn die Arbeitswerkzeuge durch Hochschwenken des Gelenkrahmens aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung gebracht sind und das Gerät gewendet oder zu einem anderen Arbeitsplatz verfahren werden soll.
Eine andere Möglichkeit, die Mittellage der Räder und des Steuersterzes durch Hochschwenken des Steuersterzes herbeizuführen, besteht darin, daß bei auf Mitnahme zur Höhenverschwenkung verbundenen Gelenkrahmen und Steuersterz das vordere untere Querverbindungsstück 4 des Gelenkrahmens ausladende Zungen 19 aufweist, die sich infolge der Drehung des Querstückes beim Hochschwenken des Rahmens gegen die eine oder andere Lagerbüchse 7 für die Räder legen und die Lagerbüchsen und damit die Räder sowie über die Stiftverbindung 20 den Steuersterz in die Mittellage zurückschwenken.
Durch Herausnahme des Stiftes 20 und Umstecken des letzteren auf Verriegelung der Spurstange, beispielsweise durch das Hindurchstecken des Stiftes durch ein vorspringendes Auge an den Senkrechtstreben 1 und eine Zunge an der Spurstange, kann die Achsschenkelsteuerung ausgeschaltet und das Gerät auf Deichselsteuerung umgestellt werden.
Das hintere untere Querstück 4 des Gelenkrahmens ist von einem Mitnehmer 21 am Steuersterz Untergriffen, so daß der Steuersterz bei seinem Hochschwenken den Gelenkrahnjen mitnimmt und gleichfalls hochschwenkt. "
Am rückwärtigen Teil des Gelenkrahmens lassen sich zu beiden Seiten des Steuersterzes ausladende Sitze 22 anhängen, deren Tragholm 23 einen Bügel 24 aufweist, der z. B. auf Zapfen 25 am oberen hinteren Ouerstück 3 aufgesteckt wird. Eine Schrägstrebe 26 kann zur Abstützung an den Senkrechtstreben vorgesehen sein. Abb. 6 und 7 lassen die Anordnung der Sitze erkennen. Ein Sitz kann wahlweise auf der einen oder anderen oder auf beiden Seiten des Steuersterzes vorgesehen sein. In Abb. 6 und 7 und den übrigen Abbildungen weicht die Ausführung des Gelenkrahmens insoweit von der Wiedergabe in Abb. 1 ab, als die Senkrechtstreben ι und 2 eine versetzte Anordnung zu den Querstücken 3 und 4 haben und noch besondere Querstücke vorgesehen sind.
Für den steuernden Handangriff ist am Steuersterz ein Gabelkopf 27 mit den Handgriffen 28 vorgesehen, die bogenförmig nach unten gekrümmt sind. Der Kopf läßt sich aus der waagerechten Stellung in eine senkrechte Stellung umlegen. In der senkrechten Stellung kann der Steuersterz von den Sitzen aus als Steuerknüppel bei der Achsschenkelsteuerung geschwenkt werden, wobei es von besonderem Vorteil ist, daß die gekrümmten Handgriffe einen nach dem Bedienungsmann zu offenen Bogen bilden und der Bedienungsmann infolge der Formung der Handgriffe gewissermaßen vom Handgriff umschlossen wird.
Zur Veränderung der Spurweite sind die Räder 29 mit ihrer Nabe 30 auf den Achsstummeln 31 verschiebbar und durch einen Querstift 32 in den einzelnen Stellungen festlegbar. Außerdem sind die Achsstummel in den Lagerbüchsen 7 verschiebbar, wobei gleichfalls durch einen Querstift die verschiedenen Stellungen der Achsstummel festgelegt werden können. Die doppelte Verstellbarkeit der Spurweite ermöglicht ein Verstellen der letzteren in weiten Grenzen. Der Achsstummel ist zwischen seinen Feststellochungen auf eine solche Länge un- i°5 gelocht, daß in keiner der einstellbaren Radstellungen eine Lochung des Achsstummels zwischen Lagerbüchse und Nabe liegt.
Der Querträger 9 mit den Arbeitswerkzeugen besteht bei den Ausführungsbeispielen aus einem Rahmen. Dieser Rahmen erfährt seine Befestigung an einem Quer rohr 33, welches in Querrichtung zum Gerät verschiebbar ist. Zur Befestigung des Rahmens an dem Querrohr ist letzteres starr mit ausladenden Tragstücken versehen. Die Tragstücke sind durch eine Hochkantlasche 34 gebildet, die Einschnitte 35 zur Aufnahme der Rahmenlängsseiten aufweist. Das Stück 36 zwischen den Einschnitten ist nach dem Gerät zu abgeschrägt, um das Einbringen des Rahmens zu erleichtern. Mit dem Grund der Einschnitte bündig sind auf beiden Seiten der Hochkantlasche Leisten 37 vorgesehen, an denen die Winkelklappe 38 angelenkt ist. Das Ende des freien Schenkels der Winkelklappe weist auf der Oberseite eine Kerbe für den Eingriff der Hakennase 39 des Sperrhebels 40 auf, dessen aus-
ladender Schenkel 41 ein Drehen um die Schwenkachse 42 bewirkt und so bestrebt ist, die Sperrstellung aufrechtzuerhalten. Die Winkelklappe wird nach dem Einführen des Rahmens über den Rahmen geschwenkt und durch den Sperrhebel 40 in der Schließ lage verriegelt.
Das Querrohr 33 ist an den ausziehbaren Beinen 43 der Senkrechtstreben 2 angebracht. Die Beine sind zu diesem Zweck mit einem U-Stück 44 versehen. In dem U-Stück sind zwei Rollen vorgesehen, von denen jede aus zwei mit ihrer Spitze einander zugewandten Kegelstümpfen 45 besteht, die auf ihrer Achse 47 gegeneinander Höhenspiel haben. Zwischen den Rollen ist das Querrohr 33 hindurchgeführt, so daß sich das Rohr quer verschieben kann. Die Beine lassen sich in den verschiedenen angezogenen Stellungen mittels der Querstifte 46 festlegen.- Durch Ausziehen des Beines der einen Senkrechtstrebe auf eine andere Länge als das Bein der anderen Senkrechtstrebe läßt sich die Auswirkung einer Schrägstellung des Geräts, die ihre Ursache darin haben kann, daß das eine Rad sich in einer Furche befindet und das andere nicht, auf das Querrohr und damit den die Werkzeuge tragenden Rahmen ausgleichen, so daß letzterer immer eine waagerechte Lage haben kann. Die durch die Kegelstümpfe gebildeten Querrohrführungen tragen einer schiefen Lage des Geräts gegenüber dem Querrohr ohne Minderung der Querverschiebbarkeit des Querrohres dadurch Rechnung, daß sich die Kegelstümpfe der Querlage entsprechend voneinander entfernen.
Das Querrohr ist zur Änderung des Schnittwinkels der Werkzeuge drehbar und trägt eine Büchse 48, die durch den Stellring 49 und die Nabe der Stellkurbel 50 an einer Verschiebung auf dem Querrohr verhindert ist. An der Büchse ist die Gabel 51 vorgesehen, welche das Querstück 4 umgreift, um so die Büchse daran zu hindern, einer Drehung des Querrohres zu folgen und um Höhenänderungen des Gelenkrahmens gegenüber dem Querrohr ohne Hinderung durch die Sicherung der Büchse gegen Mitdrehen zuzulassen. Die über ihre Nabe mit dem Rohr auf Drehung verbundene Stellkurbel besitzt eine lösbare Klinkenverriegelung, die in die Rasten einer entsprechenden Kurve 52 auf der Büchse 48 eingreift. Von der Gabel 51 führt eine Mitnehmerlasche 57 zu dem Steuersterz, so daß die Büchse 48 und mit ihr das Querrohr einem Querverschwenken des Steuersterzes folgt. Wird das Gerät über die Achsschenkel gesteuert, dann ist die Verbindung der Mitnehmerlasche mit der Gabel durch Herausziehen des Verbindungsstiftes 53 gelöst und das Querrohr durch Einstecken des Stiftes in es selbst und einen Ansatz 54 am U-Stück 44 gegen Verschieben gesperrt.
Zur Begrenzung der Absinktiefe des Senkrechtparallelogrammrahmens ist ein durch den Handgriff 55 verstellbarer Anschlag 56 oberhalb der einen der unteren Parallelogrammstreben 6 vorgesehen.
Wird das Gerät beispielsweise als Hackmaschine, Zudeck- oder Häufelgerät verwandt, als welch letzteres es Abb. ι erkennen läßt, dann ist die Achsschenkellenkung blockiert und die Arbeitsrahmensteuerung über die Mitnehmerlasche 57 eingestellt. Der Gelenkparallelogrammrahmen gewährleistet in allen Höhenlagen und auch bei größter Querauslage des Arbeitsrahmens eine stets vollkommen waagerechte Führung des letzteren in entsprechender Einstellung. Darüber hinaus ist die Einzelverstellung der Arbeitswerkzeuge in Wegfall gekommen und der Arbeitsrahmen läßt sich mit sämtlichen Werkzeugen über den Senkrechtparallelogrammrahmen schnell in jede gewünschte Höhenlage unter bedarfsweiser Einstellung der Tiefenbegrenzung bringen. Die Arbeitswerkzeuge können in geeigneter Weise am Arbeitsrahmen befestigt sein.
Bei der in Abb. 6 und 7 veranschaulichten Verwendung des Geräts als Rillenwalzmaschine ist der Arbeitsrahmen mit den Häufelscharen durch einen Arbeitsrahmen mit Rillenscheiben 58 ersetzt. Die Rillenscheiben können bei 59 über ein gegebenenfalls feststellbares Gelenk mit dem Arbeitsrahmen verbunden sein und unter der niederdrückenden Wirkung, z. B. einer vom Arbeitsrahmen ausladenden Blattfeder 66, stehen, deren Wirkungsstärke einstellbar sein kann. Wird das Gerät als Rillenwalzmaschine verwandt, dann wird aus einem einachsigen Gerät insoweit ein zweiachsiges Gerät, als die Achsen der Rillenscheiben als zweite Gerätachse wirken. Bei dieser Verwendungsart des Geräts ermöglicht die Verbindung der Hinterachse mit der Vorderachse über den Gelenkparallelogrammrahmen ein Ausfahren von Bodenunebenheiten in Fahrtrichtung, so daß sich unzulässige Schläge nicht etwa über die Deichsel auf die Zugpferde übertragen können. Das Gewicht der gesamten höhenverschwenkbaren Teile und der Bedienung auf den Sitzen kann zur Belastung der Rillenscheiben ausgenutzt werden. Die Eindringtiefe der Rillenscheiben läßt sich durch die Tiefeneinstellung des Gelenkparallelogrammrahmens einstellen. Das Eindringen der Scheiben in besonders schwere Böden oder in Böden mit Unkraut oder Mistballen kann durch den Rillfenscheiben vorgeschaltete Vormeißel am Arbeitsrahmen erleichtert sein.
Wird das Gerät gemäß Abb. 8 und 9 als Heurechen oder Kraütrechen verwandt, dann ist an dem Gerät ein Arbeitsrahmen angebracht, der schwenkbar auf einer Achse Büchsen 60 mit den Rechenzinken 61 trägt. Die oberen Enden der Rechenzinken untergreifen ein Ouerrohr 62, welches über Lenker 63 gleichfalls um die Achse schwenkbar gelagert ist. Von dem Querrohr 62 ladet ein Hebel 64 unter dem einen Schwenkholm 6 des Gelenkrahmens aus. Ist eine hinreichende Menge an Erntegut zusammengerecht, dann wird der Parallelogrammrahmen über den Steuersterz hochgeschwenkt. Diesem Hochschwenken folgt in unveränderter Lage der Arbeitsrahmen mit dem Hebel 64. Da bei dem Hochschwenken des Gelenkrahmens der Schwenkholm in eine nach hinten ansteigende Schräglage schwenkt, drückt er hierbei den Hebel 64 nieder, so daß das Querrohr 62 um die Achse der Rechenzinken schwenkt und die
oberen Enden der Zinken niederdrückt mit der Wirkung, daß die Zinken um die Achse hochschwenken und das Erntegut freigeben. Innerhalb des Zinkenraumes etwa dennoch hängenbleibendes Gut kann durch einen weiteren, nicht näher dargestellten Rechen oder von Hand abgestrichen werden.
Die Verwendung des Geräts als Grubber oder Kultivator lassen Abb. io und ii erkennen, in welchen an dem Gerät ein mit Grubberzinken 65 ausgerüsteter Arbeitsrahmen angebracht ist. Bei dieser Verwendungsart des Geräts ergeben sich gegenüber den bekannten Grubberausführungen noch ganz besondere Vorteile, die beispielsweise darin bestehen, daß durch das Hochschwenken des Parallelogrammgelenkrahmens und damit des Arbeitsrahmens ohne weiteres eine Reinigung der Grubberzinken möglich ist und daß sich jeder beliebige Schnittwinkel einstellen läßt sowie in leichter und einfacher Weise eine Regelung der Eingriffstiefe der Grubberzinken bei stets gleichbleibender Stellung der letzteren vornehmen läßt. Die Lenkbarkeit des Geräts durch Achsschenkellenkung und die mögliche Sterzsteuerung des Arbeitsrahmens machen das Gerät als Grubber besonders geeignet für Staudenkulturen, Baumschulen, Spindelobst und Gemüseanbaubetriebe, z. B. Gurkenkulturen. Bisher war kein steuerbares Grubbergerät vorhanden und daher auch kein so sauberes Umfahren der Pflanzen wie bei dem erfindungsgemäßen Gerät möglich, denn der Arbeitsrahmen mit den Grubberzinken folgt in seiner Gesamtheit der Bewegung des Fahrwerks unabhängig von den Bodenwiderständen, die auf der Arbeitsbreite verschieden groß sein können. Durch Austauschen des Arbeitsrahmens mit einem mit anderen Zinken besetzten Arbeitsrahmen läßt sich schnell der jeweils benötigte Grubber, so ein Tiefgrubber etwa mit starren Zinken, ein Mischgrubber etwa mit federnden Zinken und ein Schälgrubber schaffen. Bei den bekannten Grubbern ist hierzu ein mühseliges Auswechseln der Zinken erforderlich, sofern nicht vorgezogen wird, verschiedene Arten von Grubbern zu halten.
Andere Verwendungsarten des neuen Vielfachgeräts sind u. a. seine Benutzung als Sämaschine, als Lochmaschine mit Lochstemen und Vorscharen, als Düngerstreuer, Rollhacke, Rübenblattköpfer, Schälpflug und Pflanzlochstecker. Im ersten Falle ist die schnellstmögliche parallele Verschiebung der Säkästen zur Erdoberfläche durch Anheben des Parallelogrammgelenkrahmens und die Tiefenverstellung von besonderem Vorteil, weil hierdurch die Sätiefe ohne Schnittwinkeländerung verstellt werden kann, während im zweiten Fall beispielsweise sich die vom Lochstern unabhängige Befestigungsmöglichkeit des Vorschares mit unveränderlich bleibendem Schnittwinkel bei verschiedenen Höhen des Arbeitsrahmens als besonderer Vorteil ergibt. Besondere Bedeutung kommt der einstellbaren Abfederung der Lochsterne zu, weil hierdurch bei allen vorkommenden Bodenarten ein gleich tiefes Loch gestochen werden kann.
Bei einer vereinfachten Ausführung des Geräts kann das vordere untere Querverbindungsstück 4 unmittelbar als Lagerbüchse 67 für die Achsstummel der Räder dienen, beispielsweise wenn das Gerät lediglich als Hack- oder Zuziehgerät usw. benutzt werden soll. Die übrigen Teile lassen sich gleichfalls vereinfacht ausführen, wenn das Gerät nur für beschränkte Verwendungszwecke bestimmt ist.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Landwirtschaftliches Vielfachgerät mit einem unter Zwischenschaltung eines vertikal beweglichen Gelenkrahmens an den Gerätebzw. Fahrzeugrahmen angeschlossenen, horizontal und quer zum Gelenkrahmen verstellbaren Werkzeugträger zum wahlweisen Befestigen verschiedenartigster Bodenbearbeitungsgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß am rückwärtigen Ende des vorzugsweise als Gelenkparallelogramm ausgebildeten Gelenkrahmens eine dazu senkrecht und horizontal verstellbare, um ihre Längsachse drehbare Querschiene, vorzugsweise ein Querrohr (33) befestigt ist, das mit mehreren nebeneinanderliegenden, starr ausladenden Tragstücken (34) versehen ist, in die ein durchgehender, den Werkzeugträger bildender Rahmen (9) einlegbar und mittels an den Tragstücken (34) vorgesehener Schnellverschlüsse verriegelbar ist.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querrohr (33) in zwei mit Senkrechtrollenlagern (45, 47) versehenen U-Stücken (44) lagert, die an den äußeren Enden zweier in den rückwärtigen Senkrechtstreben (2) des Gelenkrahmens (1 bis 6) teleskopartig verstellbarer Rohrbeine (43) befestigt sind.
  3. 3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Senkrechtrollenlager der U-Stücke aus je zwei nebeneinanderliegenden, das Querrohr (33) zwischen sich führenden Senkrechtrollen besteht, die ihrerseits aus zwei auf gemeinsamer Achse (47) mit Höhenspiel angeordneten, mit ihren Spitzen einander zugewandten Kegelstümpfen (45) bestehen.
  4. 4. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur gemeinsamen Querverschiebung von Querrohr (33) und Rahmen (9) ein an sich bekannter Steuersterz (13) vorgesehen ist, der über eine Mitnehmerlasche (57) mit einer auf dem Querrohr (33) drehbar, aber unverschiebbar gelagerten Gabel (51) lösbar verbunden ist.
  5. 5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in an sich bekannter Weise höhenverschwenkbaren Steuersterz. (13) ein die hintere untere Querstrebe (4) des Gelenkrahmens untergreifender Mitnehmer (21) vorgesehen ist, welcher gleichzeitig mit dem hinteren Rahmen des Gelenkparallelogramms auch das Querrohr (33) mitsamt dem Tragrahmen (9) jeweils parallel zu sich selbst der Höhe nach verschiebt.
  6. 6. Gerät nach einem der Ansprüche ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Querrohr (33) eine die Gabel (51) tragende und durch Abstützung dieser Gabel an der hinteren unteren Querstrebe (4) gegen Drehung gesicherte Führungsbüchse (48) angeordnet ist, die ihrerseits mit einem Rastenbogen (52) versehen ist, mit dem eine auf dem Querrohr (33) verkeilte, eine Sperrklinke aufweisende Stellkurbel (50) derart zusammenwirkt, daß das Querrohr in beliebigen Drehstellungen verriegelbar ist.
  7. 7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die am Querrohr (33) befestigten Tragstücke (34) aus Hochkantlaschen bestehen, die Einschnitte (35) für das Einsetzen des als Werkzeugträger dienenden Rahmens (9) und die Schnellverschlüsse (38 bis 42) für dessen Verriegelung tragen.
  8. 8. Gerät nach Anspruch/, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellverschlüsse aus Winkelklapphebeln (38) bestehen, die durch umlegbare Sperrhebel (40) in der Verschlußstellung verriegelbar sind.
  9. 9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindringtiefe der Arbeitswerkzeuge über einen die Tiefeneinstellung des Gelenkrahmens begrenzenden verstellbaren Anschlag (55, 56) regelbar ist, der im Winkel zwischen einem Lenker (6) und einer Senkrechtstrebe (2) des Gelenkrahmens vorgesehen ist.
    Angezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschriften Nr. 1 618464, 1 593 258; Gebrauchsanleitung des Vielfachgeräts »Vigor« (Eberhardt).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509550 9.55
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FR2914139A1 (fr) * 2007-03-28 2008-10-03 Metallerie Michon Bernard Porte-outils multifonctions, notamment a traction animale, pour le travail du sol en particulier dans les plantations

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