DE934760C - Verfahren zum Zerstaeuben von Fluessigkeiten und nach diesem Verfahren arbeitender Vergaser fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents
Verfahren zum Zerstaeuben von Fluessigkeiten und nach diesem Verfahren arbeitender Vergaser fuer BrennkraftmaschinenInfo
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- F02M29/04—Apparatus for re-atomising condensed fuel or homogenising fuel-air mixture having screens, gratings, baffles or the like
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zerstäuben von Flüssigkeiten unter Verwendung
einer perforierten Wandung.
Es ist bekannt, die zu zerstäubende Flüssigkeit in einem Behälter z. B. mittels eines Lüfters mit
der Luft zu verwirbeln und dieses Gemenge darauffolgend durch perforierte Wände des Behälters
hindurchzudrücken. Hierbei werden jedoch die Wassertröpfchen aus dem Gemenge an der perforierten
Wandung größtenteils wieder ausgeschieden, so daß derartige Vorrichtungen ihre Aufgabe,
die Zerstäubung einer Flüssigkeit zu bewerkstelligen, nicht voll erfüllen.
Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die mit einer Vielzahl von
Öffnungen versehene Wandung periodisch von der zu zerstäubenden Flüssigkeit und von dem die Zerstäubung
bewirkenden Mittel beaufschlagt wird. Bs werden hierbei nur jeweils die einzelnen in den
Öffnungen der Wandung sich befindenden Flüssigkeitströpfchen
z. B. durch Luft aufgeblasen und zum Zerplatzen gebracht, wodurch eine sehr feine
Zerstäubung der betreffenden Flüssigkeit erreicht wird. Die Große der perforierten Wandungsfläche,
die mit der zu zerstäubenden Flüssigkeit beaufschlagt wird, ist regelbar, iso daß je nach Bedarf
eine größere oder kleinere Menge der Flüssigkeit zerstäubt werden kann.
Ein solches Verfahren eignet sich beispielsweise für Vergaser von Brennkraftmaschinen, um eine
feinste Zerstäubung der Flüissigkeitsteilchen zu erreichen. Der Vergaser kann aus einem den Brennstoff
aufnehmenden, feststehenden Behälter bestehen, welcher von einem axial verschiebbaren,
nur in einem bestimmten Bereich perforiert ausgeführten rotierenden Zylinder umgeben ist. Der
den Brennstoff aufnehmende Behälter ist mit eingepreßten, gegen seine Mitte zu flach auslaufenden
Taschen versehen. Um den Belastungen des Motors entsprechend die zuzuführende Brennstoffmenge
regelbar auszuführen, ist der Zylinder axial derart verstellbar, daß die Überdeckung des perforierten
Teiles des Zylinders durch den feststehenden, den ίο Brennstoff enthaltenden Behälter erfolgt und damit
die vom Brennstoff benutzte, perforierte Fläcthe
zwischen Null und Maximum einstellbar ist. Da durch den perforierten Teil des Zylinders nur eine
geringe Luftmenge in die Saugleitung des Motors strömt, wird durch den rotierenden, zum Teil perforiert
ausgeführten Zylinder bei seiner axialen Verstellung ein Einlaß gesteuert, durch welchen
zusätzlich Luft unter Umgehung der perforierten Stelle des Zylinders in die Saugleitung gelangt.
Der Zylinder ist weiter mit angesetzten Leitschaufeln versehen, die ein tangentiales Einströmen
der durch den Einlaß in die Saugleitung strömenden zusätzlichen Lttftmenge hervorrufen,
wodurch ein inniges Vermischen des besagten Luft-Stromes mit dem Brennstoff-Luft-Gemisch, zustande
kommt.
In den Zeichnungen, welche eine beispielsweise Anwendung des Verfahrens zeigen, veranschaulicht
Fig. ι eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
erfolgende Zerstäubung an einer perforierten Wandung und
Fig. 2 einen nach dem Verfahren arbeitenden Vergaser.
In Fig. ι ist eine Metallwand 1 gezeigt, die eine
Anzahl öffnungen aufweist. In der Figur Bind die
Öffnungen mit Flüssigkeit, gefüllt gezeigt. Der Vorgang des Ausblasens und des schließlichen Zerplatzens
des Tröpfchenis «ist: in den öffnungen A
bis E dargestellt
In der Öffnung^ befindet sich der Flüssigkeitstropfen in Ruhe, d. h. daß das Ausblasemittel, z. B.
Luft, noch nicht zur Wirkung kommt. Wie gezeigt, ist die Adhäsion größer als die Kohäsion in den
öffnungen 4er Wand, weshalb die Tropfen eine bikonkave Form annehmen. Kommt die Ausblaseluft
zur Wirkung, so wird ■ der Tropfen in den öffnungen B bis D aufgeblasen, bis seine dünne
Wasserhaut durch den wirkenden Luftdruck in der öffnung £ zum Zerplatzen gebracht wird.
Durch die Wirkung der Adhäsion bleiben am
Umfang der öffnung kurze Flüssigkeitslappen 2
stehen, die sich beim Unterbrechen der Luftzufuhr in die Öffnung zurückziehen. Wird die Wand
wieder mit Flüssigkeit benetzt, so wiederholt sich der Vorgang des Zerstäuben«.
Die Öffnungen sind so groß bemessen, daß die Adhäsion größer als die Kohäsion ist, wobei die
physikalischen Eigenschaften der zu zerstäubenden Flüssigkeit maßgebend. sind. Der Abstand zweier
öffnungen wird beeinflußt von der Zeit, die zum Benetzen oder Auffüllen der einzelnen öffnungen
notwendig ist.
Als Anwendungsbeispiel für dieses Verfahren wird in Fig. 2 ein Vergaser einer Brennkraftmaschine
gezeigt, welcher im wesentlichen aus einem feststehenden Behälter 3 besteht, der von
einem rotierenden Zylinder 4 umgeben ist. Weiter ist ein Filter 5 vorhanden, welches den rotierenden
Zylinder 4 kreisförmig umschließt.
Der feststehende Behälter 3 -wird mittels einer
Hohlwelle 6 in einem Lager 7 einer Konsole 8 gehalten,
welche am Filtergehäuse 9 befestigt ist. Der Behälter, ist mit mehreren, an seinem Umfang
gleichmäßig verteilten, eingepreßten Taschen 10 versehen. Die . stehengebliebenen Wandteile ι ε
weisen Schlitze 12 auf, durch welche der im Behälter 3 vorhandene Brennstoff auf den Zylinder 4
gelangen kann. Die Ränder der Schlitze 12 sind zweckentsprechend abgedichtet.
Die Brennstoffzufuhr in den Behälter erfolgt durch die Hohlwelle 6. Zu diesem Zweck ist diese
im Bereich des Behälters 3 mit Durchlässen 14 versehen, welche in einen schmalen Ringraum 15 des
Behälters 3 führen,- der durch ein Schwimmerventil 13 von dem übrigen Behälterraum abgeschlossen
ist. Dadurch wird erreicht, daiß stets eine gleichbleibende Menge vom Brennstoff im
Behälter 3 vorhanden ist.
Der rotierende Zylinder 4 wird über eine Welle 16 und Zahnräder 17, 18 angetrieben, wobei das
auf der hohlen Verschiebewelle 19 in einer Keilnut geführte Zahnrad 18 durch eine an der Konsole 8
befestigte und in einen Einstich des Zahnrades 17 eingreifende Gabel 20 in seiner Lage gehalten wird.
Die axiale Verschiebung des Zylinders 4 erfolgt mittels einer in die Ringnut 21 eingeführten Gabel
des Gestänges 212. Der Mäntel des Zylinders· 4 ist
nur in seiner Mitte perforiert, wobei sich oberhalb und unterhalb des .perforierten Streifens 23 nicht
durchbrochene Abschnitte 24, 25 erstrecken.
Beim Stillstand des Motors· befindet sich der
Zylinder 4 in Ruhe und in seiner untersten Stellung, d. h., daß die Schlitze 12 des Brennstoffbehälters
3 von dem oberen, nicht durchbrochenen Abschnitt 24 des Zylinders 4 abgedeckt sind. Der
untere, nicht durchbrochene Abschnitt 215 stößt hierbei gegen das Saugrohr 26 des Motors. Soll
nun nach dem Anlassen des Motors seine Drehzahl erhöht werden, so muß der nun rotierende ZyHnder
4 mittels eines Gestänges 22 axial verstellt werden, wobei die Überdeckung des Brennstoffbehälters
3 von dem perforierten Streifen23 je nach der gewünschten Motordrehzahl eingestellt
wird. Da der Zylinder 4 rotiert, stehen einmal die einzelnen öffnungen des perforierten Streifens 23
mit dem im Behälter 3 untergebrachten Kraftstoff in Verbindung, wobei die öffnungen mit Brennstoff
gefüllt werden, und kurz danach kommen sie in den Bereich der Taschen 10. Durch den im iao
Raum 27 herrschenden, vom Motor erzeugten Unterdiruck wird Luft diurdh das Fiker 5 über den
perforierten Streifen 23 und die Tasche 10 in den Raum 27 angesaugt, wobei gleichzeitig die in den
öffnungen des perforierten Streifens 23 sich befindenden
Tröpfchen, wie in Fig. 1 dargestellt, zer-
stäubt werden. Da hierbei jedoch ein überfettetes Brennstoff-Luift-Gemiilsiclh entsteht, wird bei der
axialen Verstellung des Zylinders 4 gleichzeitig ein Einlaß 28 von dem unteren Abschnitt 25 des
Zylinders 4 freigegeben, so daß zusätzlich Luft in das Saugrohr 26 glangen kann.
Der Zylinder 4 ist innen im Bereich des unteren, nicht perforierten Abschnittes 25 mit Leitschaufeln
29 versehen, durch welche die durch den Einlaß 28
einströmende Luft in Rotation versetzt wird und ein rasches und inniges Vermischen dieses Luftstromes
mit dem Breninisitoff-Luft-Gemi.sdh zustande
kommt.
Die Erfindung ist weder auf die einzelnen konstruktiven Maßnahmen des Anwendungsbeispieles
noch auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Bei einem Vergaser können z. B. die Leitschaufeln so
ausgebildet sein, daß gleichzeitig durch die in den Saugraum einströmende Luft ein Antrieb des
rotierenden Zylinders 4 erfolgt. Auch kann eine derartige Vorrichtung zum Zerstäuben von Wasser
oder anderen Flüssigkeiten in Kühlanlagen Verwendung finden, wobei durch eine derartige Zerstäubung
eine große Angriffsfläche für das zu kühlende Mittel zustande kommt.
Claims (7)
1. Verfahren zum Zerstäuben von Flüssigkeiten
unter Verwendung einer perforierten Wandung, dadurch gekennzeichnet, daß die mit
einer Vielzahl von Öffnungen versehene Wandung abwechselnd von der zur zerstäubenden
Flüssigkeit und von dem die Zerstäubung bewirkenden Mittel, wie Luft, beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Größe der perforierten Wandungsfläche, die mit der zu zerstäubenden
Flüssigkeit beaufschlagt wird, und demnach die Menge der zu zerstäubenden Flüssigkeit
regelbar ist.
3. Gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 arbeitender Vergaser für Brennkraftmaschinen,
dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem den Brennstoff aufnehmenden feststehenden
Behälter (3) besteht, welcher von einem axial verschiebbaren, nur in einem bestimmten
Bereich perforiert ausgeführten, rotierenden Zylinder (4) umgeben ist.
4. Vergaser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Brennstoff aufnehmende
Behälter (3) mit eingepreßten, gegen seine Mitte zu flach auslaufenden Taschen (10)
versehen ist.
5. Vergaser nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (4) axial derart
verstellbar ist, daß die jeweils gewünschte Überdeckung seineis perforierten Streifens (23)
durch den feststehenden, den Brennstoff enthaltenden Behälter (3) erfolgt und damit die
vom Brennstoff benetzte perforierte Fläche zwischen Null und Maximum einstellbar ist.
6. Vergaser nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der rotierende,
zum Teil perforiert ausgeführte Zylinder (4) bei seiner axialen Verstellung einen
Einlaß (28) steuert, durch welchen zusätzlich Luft unter Umgehung des perforierten Streifens
(23) des Zylinders (4) in die Saugleitung (26) gelangt.
7. Vergaser nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch am Zylinder (4) angesetzte Leitschaufeln
(29), die ein tangentiales Einströmen der durch den Einlaß (28) in die Saugleitung
(26) strömenden zusätzlichen Luftmenge hervorrufen, wodurch ein inniges Vermischen des
Luftfstromes miit dem BTeörastoff-Luift-Gemisch
bewirkt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509567 10.55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP11058A DE934760C (de) | 1953-12-24 | 1953-12-25 | Verfahren zum Zerstaeuben von Fluessigkeiten und nach diesem Verfahren arbeitender Vergaser fuer Brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2838362X | 1953-12-24 | ||
| DEP11058A DE934760C (de) | 1953-12-24 | 1953-12-25 | Verfahren zum Zerstaeuben von Fluessigkeiten und nach diesem Verfahren arbeitender Vergaser fuer Brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE934760C true DE934760C (de) | 1955-11-03 |
Family
ID=25989748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP11058A Expired DE934760C (de) | 1953-12-24 | 1953-12-25 | Verfahren zum Zerstaeuben von Fluessigkeiten und nach diesem Verfahren arbeitender Vergaser fuer Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE934760C (de) |
-
1953
- 1953-12-25 DE DEP11058A patent/DE934760C/de not_active Expired
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