DE93505C - - Google Patents

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DE93505C
DE93505C DENDAT93505D DE93505DA DE93505C DE 93505 C DE93505 C DE 93505C DE NDAT93505 D DENDAT93505 D DE NDAT93505D DE 93505D A DE93505D A DE 93505DA DE 93505 C DE93505 C DE 93505C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/02Softening water by precipitation of the hardness
    • C02F5/025Hot-water softening devices

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der neuen Vorrichtung wird das Wasser der Einwirkung von Alkalien und der Luft ausgesetzt. Der Apparat kennzeichnet sich im wesentlichen durch die Anordnung eines Cylinders, der zum Kühlen und Erwärmen des Wassers vor bezw. nach der Absonderung des Schlammes dient und in seinem oberen Theil eine Lüftungskammer enthält, während zwischen ihm und einem sogenannten Kocher ein Cylinder eingeschaltet ist, in welchem verzinkte Drahtabfälle untergebracht werden, über die das Wasser unter Hinzutritt von Luft herabrieselt, um dann in einem darunter befindlichen Raum seinen Schlamm .abzusondern.
Während das Wrasser über die Zinkabfälle herabrieselt, entsteht durch die gleichzeitige Behandlung mit Alkalien unter Zutritt von Luft Zinkoxyd, wodurch die Kohlensäure unter Bildung von kohlensaurem Zink gebunden wird, was zur Folge hat, dafs die kalkhaltigen Substanzen frei werden und sich niederschlagen können. Der Apparat hat den Vorzug, dafs er eine nahezu vollständige Reinigung des Kesselspeisewassers von kalkhaltigen Substanzen ermöglicht, dabei aber auch das Wasser schon vorwärmt, so dafs die Anordnung-eines besonderen Vorwärmers überflüssig wird.
In Fig. ι ist der Apparat in Ansicht dargestellt, während Fig. 2 bis 4 Einzelheiten desselben zeigen.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus sechs cylindrischen Gefäfsen, aufserdem aus zwei unterirdischen Räumen, und zwar einer sogenannten Injectorgrube und einer Schlammabsetzungsgrube.
Das Wasser, welches u. U. aus einem Hochdruckbassin kommt, geht durch das Rohr a in den unteren Theil b des Cylinders B. Dieser Cylinder ist nahezu in seiner ganzen Länge von Röhren c durchzogen und besitzt nur unten und oben jeweils eine freie Kammer b"" bezw. b'". Der die Röhren enthaltende Theil zwischen diesen beiden Kammern ist ebenfalls getheilt. In dem Raum b und b" sind die Röhren durch beide Theile gehend angeordnet. Die untere freie Kammer b"" dient als Schlammabsonderungsraum , während in die obere Kammer ein weiter unten beschriebenes Rohr h mündet, wobei der Zutritt der atmosphärischen Luft ungehindert ist. Das Wasser, welches nun durch α in den -Cylinder B eingetreten ist, umspült in dem unteren Theil die durchgehenden Röhren c, tritt am oberen Ende der unteren Kammer b durch das Rohr d aus und gelangt durch das Ventil e in den cylindrischen Apparat C. In diesem Apparat rieselt das Wasser über verzinkte Drahtabfälle herab, wobei unter Zutritt von Luft und Zusatz von Alkalien das Zink oxydirt, so dafs Zinkoxyd entsteht, wodurch die Kohlensäure unter Bildung von kohlensaurem Zink gebunden wird. Da aber die Kohlensäure ursprünglich die kalkhaltigen Substanzen des Wassers gelöst hält, so werden diese Substanzen beim Binden der Kohlensäure sich alsbald niederschlagen. Von hier gelangt das Wasser durch das Rohr _/ in den unteren Raum d' des Cylinders D, in welchem sich dann der gröbste Schlamm niederschlägt. Das Wasser geht nun durch das Rohr g im Cylinder D nach oben und wird hierbei durch den zwischen den Röhren kreisenden Abdampf erwärmt. Der Cylinder D besitzt am oberen Ende ebenfalls eine Kammer d", in welcher das Wasser sich sammelt und durch ein an seinem Ende tulpenförmig gestaltetes Rohr h in die obere Kammer b'" des Cylinders B geleitet wird. Hierbei kommt das aus dem tulpenförmigen Rohr austretende
Wasser mit der atmosphärischen Luft in Berührung, wobei auf mechanischem Wege ebenfalls Kohlensäure aus dem Wasser ausgetrieben wird, was wiederum ein Niederschlagen von kalkhaltigen Substanzen nach sich zieht. Die Abscheidung des Schlammes erfolgt in der unteren Kammer b"" des Cylinders B, in welchen es durch die Röhren c gelangt, und wobei es gleichzeitig sowohl in dem schon, erwähnten unteren Theil b des Cylinders B, als auch in dem oberen Theil b" an das die Röhren c umspülende Wasser Wärme abgiebt, d. h. dieses Wasser vorwärmt. Aus dem Cylinder B wird das Wasser durch das Rohr i in einen mit dem Alkalienbehälter χ in Verbindung stehenden Behälter K gebracht, wobei das Rohr ζ, innerhalb des Behälters nach unten sich erweiternd, bis nahezu auf den Boden reicht. Der Behälter K ist dicht verschlossen und besitzt eine Anzahl Filtersäcke k, durch welche das Wasser hindurchdringend nach dem oberen Raum des Behälters gelangt, um von hier durch das Rohr ρ weiter geführt zu werden. Obwohl dieser Theil der Einrichtung mit dem Wesen der Erfindung wenig zu thun hat, soll derselbe des Verständnisses der ganzen Einrichtung halber hier doch beschrieben sein.
Beim Durchgehen durch die Filtersäcke k scheiden sich ebenfalls gelöste Substanzen aus, so dafs das Wasser nahezu vollständig gereinigt durch die sechs Filtersäcke k nach oben steigt. Diese Säcke sind an den Stützen Z, welche an dem Deckel des Filters abnehmbar angebracht sind, befestigt. Innerhalb derselben sind aus Messing hergestellte Spiralen η untergebracht, die den Zweck haben, dem eindringenden Wasser Widerstand zu leisten.
Das in diesem Behälter abgekühlte und gefilterte Wasser geht durch das Rohr ρ nach der Speisepumpe oder kann auch durch das Rohr q nach der Injectorgrube geleitet werden. Von da wird das Wasser mittelst der Speisepumpe oder des Injectors durch die Rohre s' und s in das Rohr t geleitet und von hier in den oberen Theil b" des Cylinders B, in welchen es unten eingeführt wird. Hier steigt das Wasser, die Röhren c umspülend, zwischen denselben hoch, erwärmt sich und wird an der oberen Stelle des Cylinders durch das Rohr u nach dem Dampfkessel geführt.
Der' Alkalienbehälter y sowohl als der Behälter χ dienen hierbei dazu, eine Lauge herzustellen, die den chemischen Procefs im Cylinder C noch beschleunigt. Sie bestehen aus cylindrischen, mit abnehmbarem Deckel versehenen Gefäfsen, die in entsprechenden Abständen vom Boden jeweils einen durchlöcherten, herausnehmbaren zweiten Boden besitzen.
Die Art, wie die Alkalienlauge dem Wasser zwecks Bildung der Kohlensäure beigefügt wird, soll, obwohl nicht zur Erfindung gehörig, der Vollständigkeit halber hier ebenfalls beschrieben werden. Von dem Rohr t aus, durch welches das bereits gereinigte Wasser aus der Injectorgrube nochmals dem Cylinder B zugeführt wird, um im oberen Theil b" desselben, die Röhren c umspülend, sich zu erwärmen, zweigt das Rohr ν ab. Durch dieses Rohr gelangt ein Theil des Wassers durch den Regelungshahn H in das Controlglas E und von hier durch das Rohr ν in den Alkalienbehälter y unter dem durchlöcherten Boden; hier wird es zur Lauge verwandelt und geht durch das Rohr n> in den Cylinder C. In derselben Weise arbeitet auch der Alkalienbehälter x, nur dafs hier das Wasser durcH das Rohr ν' dem Rohre t entnommen wird, um dann durch H' und E' dem Alkalienbehälter zugeführt zu werden, um von da durch das nicht besonders gezeigte Rohr nach C zu gelangen. . Die Arbeitsweise ist demnach beim Behälter χ genau dieselbe, wie beim Behälter jr: nur dafs derselbe viel kleiner ist. In den Cylinder D führt aufser den -beschriebenen Theilen noch ein fechteckiges Dampfrohr ^, das am Ende mit einem Dampf kocher versehen ist. Ferner ist noch ein Rohr jr' vorgesehen, durch welches im Falle eines Ueberkochens das Wasser in die Schlammabsetzungsgrube läuft. ..· ■ ;
Alle drei Schlammhähne a'b' c' münden in Rinnen aus, welche das Schlammwasser durch einen aufgehängten Sack d' der Schlammgrube e' zuführen. Durch eine Oeffnung g' in der Wand/' steht der Raum e' mit der Schlammgrube A in Verbindung. In diesem Raum liegen ebenfalls zwei Filtersäcke i', durch welche das Wasser durch Rohr k' nach dem Raum B' gelangt. Ein Hahn h', der durch einen Steckschlüssel n' bethätigt werden kann, ermöglicht ein Regeln des Durchflusses nach dem Raum B'.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.·
    Eine Vorrichtung zum Reinigen von Kesselspeisewasser, bei welcher das Wasser der Einwirkung von Alkalien und der Luft ausgesetzt ist, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Cylinders (B), der zum -Kühlen und Erwärmen des Wassers vor und bezw. nach der Absonderung des Schlammes dient und in seinem oberen Theil eine Lüftungskammer enthält, während zwischen ihm und dem Kocher D ein Cylinder C eingeschaltet ist, in welchem verzinkte Drahtabfälle untergebracht werden, über die das Wasser unter Hinzutritt von Luft herabrieselt, um .dann in dem darunter befindlichen Raum seinen Schlamm ' abzusetzen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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