DE935687C - Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden

Info

Publication number
DE935687C
DE935687C DED13163A DED0013163A DE935687C DE 935687 C DE935687 C DE 935687C DE D13163 A DED13163 A DE D13163A DE D0013163 A DED0013163 A DE D0013163A DE 935687 C DE935687 C DE 935687C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
temperature
bimetal
sensitive
spark
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED13163A
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Ballhausen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke AG filed Critical Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority to DED13163A priority Critical patent/DE935687C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE935687C publication Critical patent/DE935687C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23HWORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
    • B23H7/00Processes or apparatus applicable to both electrical discharge machining and electrochemical machining
    • B23H7/14Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply
    • B23H7/18Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply for maintaining or controlling the desired spacing between electrode and workpiece

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß eine werkstoff abtragen de Bearbeitung von metallischen Werkstücken möglich ist, indem zwischen einer Elektrode und dem Werk-i stück mit insbesondere hochfrequentem Wechselstrom oder mit Kondensatorentladungen Funken gezogen werden. Dabei befinden sich die Elektrode und das Werkstück meist in einem kühlenden Mittel, und zwar vorzugsweise einem Öl geeigneter Zusammensetzung.
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Regelung der die Erosion hervorrufenden Funkenstrecke. Bekanntlich muß sichergestellt werden, daß während der werkstoffabtragenden Bearbeitung der Abstand der Elektrode vom Werkstück stets so groß ist, daß einerseits der Funken überspringen kann und andererseits ein Festbrennen der Elektrode am Werkstück vermieden wird. Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Regelung des Elektrodenvorschubs selbsttätig arbeitende Vorrichtungen zu verwenden, die hydraulisch oder elektrisch arbeiten. Bei diesen Vorrichtungen ist ein den Elektrodenvorschub steuernder elektrischer Motor vorgesehen, der seinerseits unter Einfluß der Funkenstreckenspannung steht. Hierdurch kann zwar erreicht werden, daß der Abstand der Elektrade vom Werkstück während der Abtragung eine bestimmte Größe behält. Indes sind hierzu elektrische Einrichtungen erforderlich, die kostspielig
sind und mit Rücksicht auf den notwendigen Vorschubmotor verhältnismäßig viel Raum beanspruchen.
Zweck der Erfindung ist es, ein Verfahren und' Vorrichtungen für Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden innerhalb verhältnismäßig geringer Bearbeitungstiefen anzugeben, die in der Herstellung wesentlich einfacher und weniger kostspielig sind. Das Verfahren gemäß dier Erfindung ίο besteht darin, daß der Funkenstrom ein die Elektrode bewegendes, temperaturempfindliches Glied erwärmt. Als temperaturempfindliches Glied läßt sich in besonders zweckentsprechender Weise ein Bimetallkörper verwenden, es kann aber auch z. B. ein gas- oder flüssigkeitsgefülltes Rohr benutzt werden.
Das Verfahren wird nachfolgend an Hand der schematischen Darstellung einer bevorzugten Ausführungsfotm der erfindungsgemäßen Vortichtung ao näher erläutert.
Ein Bimetallstreifen 1 ist einseitig federnd in den Träger 5 elektrisch isoliert eingespannt. Die Federkraft des Bimetallstreifens wird so eingestellt, daß die am vorderen Ende des Bimetallstreifens befestigte Elektrode 3 auf das Werkstück 4 drückt. ■ Die Unterlage, auf der sich das Werkstück 4 befindet und auf welcher der Träger 5 befestigt ist, wird an die Stromquelle angeschlossen, die den Funkenstrom liefert. Die Zuleitung des Stromes zur Elektrode 3 erfolgt über die Wendel 2, die um •den Bimetallstreifen 1 herumgelegt ist.
Die Vorspannung, mit welcher der Bimetallstreifen ι die Elektrode 3 auf das Werkstück 4 drückt, kann durch nicht dargestellte Schrauben od. dgl. eingestellt werden.
Die Anordnung kann auch so getroffen werden, daß der Strom zur Elektrode 3 unmittelbar durch den Bimetallstreifen zugeführt wird, und es ist ferner möglich, den Strom teilweise über eine Wendel 2 und teilweise durch den Bimetallstreifen zuzuleiten. In jedem Falle wird durch den fließenden Strom eine Erwärmung des Bimetallstreifens hervorgerufen, so daß sich der Streifen derart biegt, daß sich der Abstand zwischen Elektrode undWerkstück bei Erwärmung vergrößert und bei Abkühlung verringert.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Da beim Einschalten des Stromes die Elektrode 3 mit einer gewissen eingestellten Vorspannung auf das Werkstück drückt, fließt ein bestimmter Kurzschlußstrom, dessen- Größe sich aus der angelegten Spannung, den vorgesehenen Widerständen und Drosseln ergibt. Entsprechend der Stromstärke wird der Bimetallstreifen von der Wicklung 2 oder im unmittelbaren Stromdurchgang so angeheizt, daß sich der Streifen nach oben durchbiegt. Die Elektrode hebt sich infolgedessen vom Werkstück ab, und es setzt die Funkenentladung zwischen Elektrode und Werkstück ein. Der während der Funkenentladung fließende Strom ist geringer als der Kurzschlußstrom, er wird jedoch durch geeignete Einregelung so groß gehalten, daß eine ge- wisse Durchbiegung des Streifens 1 und damit eine geeignete Länge der Funkenstrecke aufrechterhalten wird. Bei geringen Stromstärken ist die Erwärmung des Bimetallstreifens' durch eine Wendel 1 zweckmäßig, bei hohen Stromstärken ist die Widerstandserhitzung des Bimetallstreifens selbst, allein oder in Verbindung mit der indirekten Erwärmung1, vorteilhaft.
Wenn die Abtragung des Werkstoffes so weit fortgeschritten und damit die Elektrode so weit bewegt worden ist, daß die ursprünglich eingestellte Federkraft entspannt ist, hören die Funkenentladungen auf. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist daher geeignet für die Bearbeitung von Werkstücken, bei denen es auf eine verhältnismäßig geringe Tiefe der Abtragung ankommt, so beispielsweise zum Einarbeiten von Spanleitstufen in mit Hartmetall bestückten Werkzeugen oder Stahlwerkzeugen. Selbstverständlich ist die Anwendungsmöglichkeit des Verfahrens und der Vorrichtung nicht auf solche Werkzeuge beschränkt, es können vielmehr grundsätzlich alle elektrisch leitenden metallischen Werkstoffe auf diese Weise bearbeitet werden.
Gemäß der Erfindung kann die Vorrichtung auch abgewandelt werden, indem an Stelle des Bimetallstreifens ein geschlossenes federndes Rohr verwendet wird, das mit einem geeigneten Gas oder einer geeigneten Flüssigkeit gefüllt ist. Sinngemäß erfolgt die Anordnung dieses temperaturempfindlichen Gliedes genau so, wie für den Bimetallstreifen beschrieben. Die Federkraft wird durch eine Krümmung des Rohres erzeugt; bei Beheizung mittels der Wendel 2 oder infolge unmittelbaren Stromdurchganges durch die Rohrwandung· dehnt sich das Gas bzw. die Flüssigkeit im Rohr aus, was sich im Sinne einer Streckung des Rohres und damit einer entsprechenden Bewegung der Elektrode auswirkt.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann auch zwecks Anwendung bei beliebig großen Bearbeitungstiefen mit einer zweiten gleichförmig1 wirkenden Vorschubeinrichtung zusammenarbeiten. Der stetig wirkende Vorschub stellt sicher, daß die erforderliche enge Nachbarschaft zwischen Werkstück und Elektrode gewahrt bleibt, während die Regelvorrichtung mit dem temperaturempfindlichen Glied' Dauerkurzschlüsse verhindert und die Aufrechterhaltung der Funkenstreckenlänge sichert.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden innerhalb verhältnismäßig geringer Bearbeitungstiefen, dadurch gekennzeichnet, daß der Funkenstrom ein die Elektrode bewegendes, temperaturempfindliches Glied erwärmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als temperaturempfrndliches Glied ein Bimetallkörper verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als temperaturempfindliches
Glied ein gas- oder flüssigkeitsgefülltes Rohr verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anwendung bei beliebig großen Bearbeitungstiefen das selbsttätig steuernde, temperaturempfindliche Glied mit einer zweiten, stetig fortschreitenden Vorschubeinrichtung zusammenarbeitet.
5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 4, gekennzeichnet durch einen oder mehrere einseitig federnd eingespannte, am vorderen Ende die Elektrode tragende Bimetallstreifen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenstromzuführung als Heizwicklung um den Bimetallkörper gelegt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei hohen Stromstärken die Stromzuführung ganz oder teilweise unmittelbar durch den Bimetallkörper erfolgt.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 5 bis 7, unter Verwendung eines gas- oder flüssigkeitsgefüllten Rohres als Träger der Elektrode.
Angezogene Druckschriften:
Zeitschrift »American Machinist«, März 3, 1952, S. 136 bis 141.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1509575 11.55
DED13163A 1952-09-17 1952-09-18 Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden Expired DE935687C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED13163A DE935687C (de) 1952-09-17 1952-09-18 Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE315950X 1952-09-17
DED13163A DE935687C (de) 1952-09-17 1952-09-18 Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE935687C true DE935687C (de) 1955-11-24

Family

ID=25798454

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED13163A Expired DE935687C (de) 1952-09-17 1952-09-18 Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE935687C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1296497B (de) * 1963-01-09 1969-05-29 Philips Nv Funkenerosionsvorrichtung mit regelbarem Elektrodenabstand

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1296497B (de) * 1963-01-09 1969-05-29 Philips Nv Funkenerosionsvorrichtung mit regelbarem Elektrodenabstand

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE750235C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten von Glaskoerpern zwecks Vereinigung oder Trennung derselben
EP0481348A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abrichten von Schleifscheiben
DE1440625B1 (de) Stromquelle fuer Gleichstrom-Kurzlichtbogenschweissungen unter Schutzgas mit abschmelzender Elektrode und automatischem Elektrodenvorschub
DE2335587A1 (de) Metallbehandlungswerkzeug
DE935687C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden
DE1215109B (de) Verfahren zum tiegelfreien Zonenschmelzen von Halbleitermaterial
DE19983974B4 (de) Vorrichtung zum funkenerosiven Bearbeiten mit einer Drahtelektrode
GB1121923A (en) Method of manufacture using electrical discharge machining apparatus
DE1010673B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Funkenschneiden am Wechselstromnetz mit Vorrichtungen zur Unterbindung von Lichtbogen-Entladungen
DE3131037A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum elektrischen entladungsbearbeiten
AT220920B (de) Verfahren zur automatischen Regelung der Lichtbogenlänge beim elektrischen Lichtbogenschweißen
DE1061004B (de) Automatische Regelvorrichtung fuer die Elektroerosion unter Ausschaltung der Lichtbogenbildung
DE102012202612A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Konditionieren von Elektroden
DE1081985B (de) Verfahren und Vorrichtung zum fortschreitenden induktiven Erwaermen von Blechbaendern
DE3305532C2 (de)
DE633904C (de) Anordnung zum Steuern eines Wechselstromkommutatormotors fuer den Elektrodenvorschub beim Lichtbogenschweissen
DE2106201A1 (de) Funkenerosionsanlage mit Draht Arbeitselektrode
DE19622918A1 (de) Werkzeugelektrode und Einrichtung zum funkenerosiven Bearbeiten von Werkstücken, Einrichtung zur Herstellung der Werkzeugelektrode sowie Verfahren zur Herstellung einer Werkzeugelektrode
DE975409C (de) Einrichtung zur Zuendung eines Lichtbogens bei Schweissautomaten mit einer durch einen Elektromotor selbsttaetig verschiebbaren Abschmelzelektrode
DE886796C (de) Verfahren zum Erhitzen elektrisch leitender Koerper
DE1296497B (de) Funkenerosionsvorrichtung mit regelbarem Elektrodenabstand
DE1615292C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bolzenschweißen
DE1113767B (de) Widerstandsheizungssteuerung
DE1615366A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Lichtbogenschweissen mit ueberlagerten Stromimpulsen
DE1129636B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Induktionsheizung mit Hochfrequenz