DE935687C - Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim FunkenschneidenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B23H7/14—Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply
- B23H7/18—Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply for maintaining or controlling the desired spacing between electrode and workpiece
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Description
Es ist bekannt, daß eine werkstoff abtragen de Bearbeitung von metallischen Werkstücken möglich
ist, indem zwischen einer Elektrode und dem Werk-i
stück mit insbesondere hochfrequentem Wechselstrom oder mit Kondensatorentladungen Funken
gezogen werden. Dabei befinden sich die Elektrode und das Werkstück meist in einem kühlenden Mittel,
und zwar vorzugsweise einem Öl geeigneter Zusammensetzung.
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Regelung der die Erosion hervorrufenden Funkenstrecke.
Bekanntlich muß sichergestellt werden, daß während der werkstoffabtragenden Bearbeitung
der Abstand der Elektrode vom Werkstück stets so groß ist, daß einerseits der Funken überspringen
kann und andererseits ein Festbrennen der Elektrode am Werkstück vermieden wird. Es ist bereits
vorgeschlagen worden, zur Regelung des Elektrodenvorschubs selbsttätig arbeitende Vorrichtungen
zu verwenden, die hydraulisch oder elektrisch arbeiten. Bei diesen Vorrichtungen ist ein
den Elektrodenvorschub steuernder elektrischer Motor vorgesehen, der seinerseits unter Einfluß der
Funkenstreckenspannung steht. Hierdurch kann zwar erreicht werden, daß der Abstand der Elektrade
vom Werkstück während der Abtragung eine bestimmte Größe behält. Indes sind hierzu elektrische
Einrichtungen erforderlich, die kostspielig
sind und mit Rücksicht auf den notwendigen Vorschubmotor verhältnismäßig viel Raum beanspruchen.
Zweck der Erfindung ist es, ein Verfahren und'
Vorrichtungen für Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden innerhalb verhältnismäßig
geringer Bearbeitungstiefen anzugeben, die in der Herstellung wesentlich einfacher und weniger kostspielig
sind. Das Verfahren gemäß dier Erfindung ίο besteht darin, daß der Funkenstrom ein die Elektrode
bewegendes, temperaturempfindliches Glied erwärmt. Als temperaturempfindliches Glied läßt
sich in besonders zweckentsprechender Weise ein Bimetallkörper verwenden, es kann aber auch z. B.
ein gas- oder flüssigkeitsgefülltes Rohr benutzt werden.
Das Verfahren wird nachfolgend an Hand der schematischen Darstellung einer bevorzugten Ausführungsfotm
der erfindungsgemäßen Vortichtung ao näher erläutert.
Ein Bimetallstreifen 1 ist einseitig federnd in den Träger 5 elektrisch isoliert eingespannt. Die Federkraft
des Bimetallstreifens wird so eingestellt, daß die am vorderen Ende des Bimetallstreifens befestigte
Elektrode 3 auf das Werkstück 4 drückt. ■ Die Unterlage, auf der sich das Werkstück 4 befindet
und auf welcher der Träger 5 befestigt ist, wird an die Stromquelle angeschlossen, die den
Funkenstrom liefert. Die Zuleitung des Stromes zur Elektrode 3 erfolgt über die Wendel 2, die um
•den Bimetallstreifen 1 herumgelegt ist.
Die Vorspannung, mit welcher der Bimetallstreifen ι die Elektrode 3 auf das Werkstück 4 drückt,
kann durch nicht dargestellte Schrauben od. dgl. eingestellt werden.
Die Anordnung kann auch so getroffen werden, daß der Strom zur Elektrode 3 unmittelbar durch
den Bimetallstreifen zugeführt wird, und es ist ferner möglich, den Strom teilweise über eine Wendel
2 und teilweise durch den Bimetallstreifen zuzuleiten. In jedem Falle wird durch den fließenden
Strom eine Erwärmung des Bimetallstreifens hervorgerufen, so daß sich der Streifen derart biegt,
daß sich der Abstand zwischen Elektrode undWerkstück bei Erwärmung vergrößert und bei Abkühlung
verringert.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Da beim Einschalten des Stromes die Elektrode 3
mit einer gewissen eingestellten Vorspannung auf das Werkstück drückt, fließt ein bestimmter Kurzschlußstrom,
dessen- Größe sich aus der angelegten Spannung, den vorgesehenen Widerständen und
Drosseln ergibt. Entsprechend der Stromstärke wird der Bimetallstreifen von der Wicklung 2 oder
im unmittelbaren Stromdurchgang so angeheizt, daß sich der Streifen nach oben durchbiegt. Die
Elektrode hebt sich infolgedessen vom Werkstück ab, und es setzt die Funkenentladung zwischen
Elektrode und Werkstück ein. Der während der Funkenentladung fließende Strom ist geringer als
der Kurzschlußstrom, er wird jedoch durch geeignete Einregelung so groß gehalten, daß eine ge- wisse
Durchbiegung des Streifens 1 und damit eine geeignete Länge der Funkenstrecke aufrechterhalten
wird. Bei geringen Stromstärken ist die Erwärmung des Bimetallstreifens' durch eine Wendel 1
zweckmäßig, bei hohen Stromstärken ist die Widerstandserhitzung des Bimetallstreifens selbst, allein
oder in Verbindung mit der indirekten Erwärmung1, vorteilhaft.
Wenn die Abtragung des Werkstoffes so weit fortgeschritten und damit die Elektrode so weit bewegt
worden ist, daß die ursprünglich eingestellte Federkraft entspannt ist, hören die Funkenentladungen
auf. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist daher geeignet für die Bearbeitung von Werkstücken,
bei denen es auf eine verhältnismäßig geringe Tiefe der Abtragung ankommt, so beispielsweise
zum Einarbeiten von Spanleitstufen in mit Hartmetall bestückten Werkzeugen oder Stahlwerkzeugen.
Selbstverständlich ist die Anwendungsmöglichkeit des Verfahrens und der Vorrichtung nicht
auf solche Werkzeuge beschränkt, es können vielmehr grundsätzlich alle elektrisch leitenden metallischen
Werkstoffe auf diese Weise bearbeitet werden.
Gemäß der Erfindung kann die Vorrichtung auch abgewandelt werden, indem an Stelle des Bimetallstreifens
ein geschlossenes federndes Rohr verwendet wird, das mit einem geeigneten Gas oder einer
geeigneten Flüssigkeit gefüllt ist. Sinngemäß erfolgt
die Anordnung dieses temperaturempfindlichen Gliedes genau so, wie für den Bimetallstreifen beschrieben.
Die Federkraft wird durch eine Krümmung des Rohres erzeugt; bei Beheizung mittels
der Wendel 2 oder infolge unmittelbaren Stromdurchganges durch die Rohrwandung· dehnt sich das
Gas bzw. die Flüssigkeit im Rohr aus, was sich im Sinne einer Streckung des Rohres und damit einer
entsprechenden Bewegung der Elektrode auswirkt.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann auch zwecks Anwendung bei beliebig großen Bearbeitungstiefen
mit einer zweiten gleichförmig1 wirkenden Vorschubeinrichtung zusammenarbeiten. Der
stetig wirkende Vorschub stellt sicher, daß die erforderliche enge Nachbarschaft zwischen Werkstück
und Elektrode gewahrt bleibt, während die Regelvorrichtung mit dem temperaturempfindlichen Glied'
Dauerkurzschlüsse verhindert und die Aufrechterhaltung der Funkenstreckenlänge sichert.
Claims (8)
1. Verfahren zur Elektroden-Vorschub-Regelung
beim Funkenschneiden innerhalb verhältnismäßig geringer Bearbeitungstiefen, dadurch
gekennzeichnet, daß der Funkenstrom ein die Elektrode bewegendes, temperaturempfindliches
Glied erwärmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als temperaturempfrndliches Glied ein Bimetallkörper verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als temperaturempfindliches
Glied ein gas- oder flüssigkeitsgefülltes Rohr verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Anwendung bei beliebig großen Bearbeitungstiefen das selbsttätig steuernde,
temperaturempfindliche Glied mit einer zweiten, stetig fortschreitenden Vorschubeinrichtung
zusammenarbeitet.
5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 4, gekennzeichnet durch
einen oder mehrere einseitig federnd eingespannte, am vorderen Ende die Elektrode tragende
Bimetallstreifen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Funkenstromzuführung als Heizwicklung um den Bimetallkörper gelegt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei
hohen Stromstärken die Stromzuführung ganz oder teilweise unmittelbar durch den Bimetallkörper
erfolgt.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 5 bis 7, unter Verwendung eines gas- oder flüssigkeitsgefüllten
Rohres als Träger der Elektrode.
Angezogene Druckschriften:
Zeitschrift »American Machinist«, März 3, 1952, S. 136 bis 141.
Zeitschrift »American Machinist«, März 3, 1952, S. 136 bis 141.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1509575 11.55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED13163A DE935687C (de) | 1952-09-17 | 1952-09-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE315950X | 1952-09-17 | ||
| DED13163A DE935687C (de) | 1952-09-17 | 1952-09-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE935687C true DE935687C (de) | 1955-11-24 |
Family
ID=25798454
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED13163A Expired DE935687C (de) | 1952-09-17 | 1952-09-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Elektroden-Vorschub-Regelung beim Funkenschneiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE935687C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296497B (de) * | 1963-01-09 | 1969-05-29 | Philips Nv | Funkenerosionsvorrichtung mit regelbarem Elektrodenabstand |
-
1952
- 1952-09-18 DE DED13163A patent/DE935687C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296497B (de) * | 1963-01-09 | 1969-05-29 | Philips Nv | Funkenerosionsvorrichtung mit regelbarem Elektrodenabstand |
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