DE936162C - Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae

Info

Publication number
DE936162C
DE936162C DEW11189A DEW0011189A DE936162C DE 936162 C DE936162 C DE 936162C DE W11189 A DEW11189 A DE W11189A DE W0011189 A DEW0011189 A DE W0011189A DE 936162 C DE936162 C DE 936162C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
predominantly
obtaining
specific
spasmolytic effect
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW11189A
Other languages
English (en)
Inventor
Ursula Dipl-Chem Sievers
Max Dr Phil H C Woelm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WOELM FA M
Original Assignee
WOELM FA M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WOELM FA M filed Critical WOELM FA M
Priority to DEW11189A priority Critical patent/DE936162C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE936162C publication Critical patent/DE936162C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/48Fabaceae or Leguminosae (Pea or Legume family); Caesalpiniaceae; Mimosaceae; Papilionaceae
    • A61K36/484Glycyrrhiza (licorice)

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Natural Medicines & Medicinal Plants (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Alternative & Traditional Medicine (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae Es ist bekannt, daß wäßrige Süßholzextrakte, in hohen Dosen gegeben, u a. eine spasmolytische Wirkung besitzen. Dieser Effekt läßt sich z. B. im Tierversuch insofern reproduzieren, als wäßrige Süßholzextrakte in Verdünnungen von 1 :200 bis 1 :300 eine Tonussenkung der glatten Muskulatur bewirken und - wie dies am Kaninchendarm gezeigt werden kann - sowohl die muskulären (durch Bariumchlorid erzeugten) als auch die neuralen (durch Acetylchol in hervorgerufenen) Erregungen dämpfen bzw. unterdrücken. Auffallend ist, daß an dieser Wirkung das Glycyrrhizin nicht bebejijigt ist. Die günstige Wirkung von Süßholzextrakten auf das Ulcus pepticus wird u. a. dieser spasmolytischen Komponente zugeschrieben.
  • Nebenerscheinungen bei dieser Ulcustherapie mit Succus liquiritiae treten häufig in Form von empfindlichen Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes auf, so daß die Behandlung abgebrochen werden muß. Diese Nebenerscheinungen werden heute vielfach auf Glycyrrhetinsäure, ein in Succus liquiritiae enthaltenes Abbauprodukt der Glycyrrhizinsäure zurückgeführt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man aus Radix liquiritiae ein Stoffgemisch mit u. a. spasmolytischer Wirkung gewinnen kann, bei dem die genannten Nachteile nicht vorhanden sind. Hierzu muß man von Süßholzextrakten ausgehen, die mit einem nicht wäßrigen, wassermischbaren Lösungsmittel wie Alkohol oder Methanol erhalten worden sind. Erfindungsgemäß werden diese Extrakte in Wasser gelöst und die Wirkstoffe mit einer organischen oder anorganischen Säure oder einem ihrer Salze zur Ausfällung gebracht.
  • Die so gewonnenen Produkte besitzen eine gegenüber den bisher untersuchten Süßholzextrakten gesteigerte spasmolytische Wirksamkeit. Der neural oder muskulär erregte Kaninchendarm spricht schon auf Verdünnungen 1 2000 an. Die Produkte sind auf Grund ihrer Zubereitungsart frei von Glycyrrhizinsäure und Glycyrrhetinsäure und damit auch frei von den erwähnten Nebenwirkungen. Sie können in schwach alkalischer Lösung verwendet werden.
  • In der Literatur ist zwar schon die Behandlung von Süßholzextrakten mit Säuren oder Neutralsalzen beschrieben. Diese Extrakte sind jedoch nicht mit nicht wäßrigen Lösungsmitteln, sondern mit verdünntem wäßrigem Alkali erhalten worden.
  • Nach Patent 662 834 werden die so geivonnenen Süßholzexftakte zur Entfernung von Verunreinigungen mit Magnesiumsalzen behandelt. In Patent 153 711 und in der Süddeutschen Apothekerzeitung, I945, S. 266, ist erwähnt daß miit verdünntem wäßrigem Alkali erhaltene Süßholzextrakte zur Abscheidung von Glycyrrhizinsäure mit verdünnter Salzsäure bzw. Schwefelsäure versetzt werden.
  • Nach Am. J. of Phiarm., I929, S. 679 bsils 687, andererseits wird wie bei vorliegendem Verfahren von Süßholzextrakten ausgegangen, die mittels Alkohols gewonnen wurden. Die weitere Aufarbeitung ist jedoch eine ganz andere und führt nur zu einer kristallinen Substanz ohne spasmolytische Wirkung.
  • Beispiele I. I60 g getrocknete Süßholzwurzel werden ohne vorangegangene Entfettung heiß mit 960/einem Alkohol extrahiert, und der Extrakt wird im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird mit 250 ml Wasser aufgenommen und anschließend mit go mi 1 o0/oiger HG1 versetzt. Nach 2tägig.em Stehen bei Zimmertemperatur wird filtriert. Das Fällungsprodukt löst sich schwer in Wasser, leichter in sehr verdünnter Alkalilauge.
  • 2. I20 g getrocknete Süßholzwurzel werden heiß mit Methanol extrahiert, und die Extraktionslösung wird im Vakuum zur Trockene verdampft. Der Rückstand wird mit 200 ml Wasser aufgenommen und mit 70 g Na Cl versetzt. Nach einigen Stunden wird der ausgefallene Niederschlag durch Zentrifugieren gewonnen.
  • 3. 6o0.g getrocknete Süßholzwurzel werden heiß mit 960/2igem Alkohol extrahiert, und die Extraktionslösung wird imVakuum zur Trockene verdampft. Dann wird der Rückstand mit 750 ml Wasser behandelt, das Ungelöste durch Zentrifugieren beseitigt und die Lösung mit so viel 250/oiger Ameisensäure versetzt, bis kein Niederschlag mehr entsteht. Nach einigen Stunden wird der ausgefallene Niederschlag durch Zentrifugieren gewonnen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae, dadurch gekennzeichnet, daß man einen mit einem nicht wäßrigen, wassermischbaren Lösungsmittel erhältlichen- Extrakt der Süßholzwurzel in eine wäßrige Lösung überführt und das Wirkstoffgemisch daraus mit einer organischen oder anorganischen Säure oder einem Neutralsalz fällt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die erhaltene wasserschwerlösliche Fällung in einem schwach alkalischen Mittel zur Lösung bringt.
    Angezogene Druckschriften: Die Pharmazie, I952, S. 447; deutsche Patentschrift Nr. 662 834; Süddeutsche Apothekerzeitung, I948, S. 266; American Journal of Pharmazie, 1929, S. 679 bis 687.
DEW11189A 1953-05-08 1953-05-08 Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae Expired DE936162C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW11189A DE936162C (de) 1953-05-08 1953-05-08 Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW11189A DE936162C (de) 1953-05-08 1953-05-08 Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE936162C true DE936162C (de) 1955-12-07

Family

ID=7594526

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW11189A Expired DE936162C (de) 1953-05-08 1953-05-08 Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE936162C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070343B (de) *
DE1050505B (de) * 1956-01-29 1959-02-12 Gerardus Van Loon Verfahren zur Deglycyrrhizination von Lakritze (Succus Liquiritiae)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE662834C (de) * 1935-08-06 1938-07-22 Kanegafuchi Spinning Co Ltd Verfahren zum Reinigen von Suessholzauszuegen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE662834C (de) * 1935-08-06 1938-07-22 Kanegafuchi Spinning Co Ltd Verfahren zum Reinigen von Suessholzauszuegen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070343B (de) *
DE1050505B (de) * 1956-01-29 1959-02-12 Gerardus Van Loon Verfahren zur Deglycyrrhizination von Lakritze (Succus Liquiritiae)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE936162C (de) Verfahren zur Gewinnung eines Stoffgemisches mit spezifischer, vorwiegend spasmolytischer Wirkung aus Radix liquiritiae
DE860217C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Hexyl-3, 7-dimethylxanthin
DE753235C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Lactoflavinloesungen
DE635781C (de) Verfahren zur Herstellung von Abbauprodukten des Neoergosterins
DE937246C (de) Verfahren zur Gewinnung der Wirkstoffe von Radix Liquiritiae
DE958109C (de) Verfahren zur Gewinnung von Tetracyclinen aus ihren Loesungen
DE897145C (de) Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels aus Pestwurz
DE547743C (de) Verfahren zur Herstellung von Gerbmitteln
DE475938C (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserloeslichen Anthrachinonglykosiden aus diese enthaltenden Drogen
DE527641C (de) Verfahren zur Darstellung von Tuberkulin- bzw. von tuberkulinartig wirkenden Praeparaten
DE2436479A1 (de) Verfahren zur reinigung von steroidheterosiden
DE594275C (de) Verfahren zur Gewinnung von Glycin aus seinen Estern und deren Salzen durch Verseifung
DE936592C (de) Verfahren zur Herstellung eines blut- und harnzuckersenkenden Praeparates aus trioxyflavonglukosidhaltigen Pflanzenteilen
DE916664C (de) Verfahren zur Herstellung von Kastanien-Saponin
DE653073C (de) Verfahren zur Darstellung von Alkylaminoalkylaethern des Apochinins
AT160915B (de) Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen
DE554191C (de) Verfahren zur Herstellung eines trockenen und wasserloeslichen, Pektase enthaltenden Extraktes
AT113466B (de) Verfahren zur Darstellung von Thelykininen.
DE1617413C (de) Verfahren zur Herstellung von äscinreichen Roßkastanienextrakten
DE458087C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Alkoxymethyl-3, 7-dimethylxanthinen
DE816696C (de) Verfahren zur Herstellung des zweibasischen Calciumsalzes der Acetylglutaminsaeure
DE430770C (de) Verfahren zur Darstellung physiologisch wirksamer Stoffe
DE498231C (de) Verfahren zur Gewinnung von toxischen Reizstoffen
DE711378C (de) Verfahren zur Darstellung des Dihydrofollikelhormons
DE767160C (de) Verfahren zur Herstellung von festem wasserloeslichem Aluminiumacetat