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Diebstahlsicherung für Dieselkraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht
sich auf eine Diebstahlsicherung für Dieselkraftfahrzeuge, bei welcher die Sicherung
zumindest in der Blockierung des Lenkrades und gegebenenfalls außerdem in der Unterbrechung
der Stromzufuhr zu betriebswichtigen elektrischen Einrichtungen des Fahrzeuges besteht.
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Als Diebstahlsicherung für Dieselkraftfahrzeuge sind bereits Lenkschlösser
bekanntgeworden, welche bei verriegeltem Lenkrad zugleich die Stromzufuhr zu einer
betriebswichtigen elektrischen Einrichtung, z. B. zum Anlasser, absperren. Diese
Sicherungsmaßnahme soll verhindern, daß der Motor bei verriegeltem Lenkrad angelassen
wird. Nachteilig bei der bekannten Diebstahlsicherung ist jedoch, daß das Lenkrad
auch bei laufendem Motor verriegelt werden kann, womit es im Fall der Unachtsamkeit
des Fahrers möglich ist, daß das Fahrzeug bei verriegelten Lenkrad in Bewegung gesetzt
wird und infolge der fehlenden Lenkmöglichkeit einer erhöhten Unfallgefahr ausgesetzt
ist.
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Die Erfindung bezweckt die Beseitigung des vorgenannten Mangels und
besteht im wesentlichen darin, daß das Lenkschloß mit der Regelstange der Einspritzpumpe
des Dieselmotors durch eine Verriegelungseinrichtung gekuppelt ist, welche bei Verriegelung
des Lenkrades und gegebenenfalls auch bei in Garagenstellung befindlichem Lenkschloß
die Förderung der Einspritzpumpe selbsttätig abstellt und die Regelstange in Stopstellung
verriegelt. Die Anordnung einer derartigen Verriegelungseinrichtung erfordert zu
ihrer Einschaltung keinerlei zusätzliche Handgriffe und schließt selbst bei einer
Unachtsamkeit des Lenkers die Möglichkeit eines Weiterlaufens des Motors und auch
das unbefugte
Ingangsetzen des Motors bei verriegeltem Lenkrad aus.
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Die Verriegelungseinrichtung umfaßt zweckmäßig ein mittelbar, z. B.
über einen Start-Stop-Betätigungshebel, an der Regelstange der Einspritzpumpe in
deren Stoprichtung angreifenden Zug, der zum Lenkschloß führt und dort mit seinem
Zugseil an einem mit einer Quernut versehenen und im Gehäuse des Lenkschlosses längs
verschiebbaren Bolzen befestigt ist, der mittels einer Feder derart belastet ist,
daß die Regelstange bestrebt ist sich in Stopstellung zu bewegen, wobei diese Feder
jedoch durch Betätigung des zweckmäßig mit dem Anlaßschalter gekuppelten Startzuges
überziehbar ist und durch eine von dem Lenkschloß aus beeinflußte Sperre, Klinke
od. dgl. dann in der. überzogenen Stellung festgehalten wird, wenn sich das Lenkschloß
in Fahrtstellung befindet, und wobei in die Quernut des Bolzens bei in Halt- und
gegebenenfalls auch in Garagenstellung befindlichem Lenkschloß und damit bei selbsttätig
in Stopstellung bewegter Regelstange ein federbelasteter Sperrstift eingreift, dessen
Rückwärtsbewegung aus der Quernut heraus bei diesen Stellungen des Lenkschlosses
unterbunden ist.
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Die von dem Lenkschloß aus beeinflußte Sperre bzw. Klinke besteht
z. B. aus einer Steuerplatte, die an einem mit dem Lenkschloß verdrehbaren Teil
radial nach außen ragend befestigt ist. Bei den in üblicher Weise als Zylinderschloß
ausgebildeten Lenkschlössern ist dieser verdrehbarre Teil vorteilhaft der zugleich
mit dem Schlüssel verdrehbare Schloßzylinder. Damit wird die Steuerplatte mit der
Drehung des Schlosses ebenfalls geschwenkt und betätigt hierbei eine in den Betätigungsweg
des Bolzens nachgiebig hineinbewegbare Klinke derart, daß die Klinke bei in Fahrtstellung
befindlichem Lenkschloß in den Weg es Bolzens eingreift, während sie bei verriegeltem
Lenkrad und gegebenenfalls außerdem bei in Garagenstellung befindlichem Lenkschloß
aus dem Betätigungsweg des Bolzens herausgezogen wird.
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Damit die bei Anschlagstellung des Bolzens über den Bolzen federbelastete
Klinke bei einer Drehung des Lenkschlosses von der Fahrt- in die Garagen-bzw. Haltstellung
mit genügender Sicherheit aus dem Betätigungsweg des Bolzens herausgezogen wird,
weist die Klinke zweckmäßig auf der dem Bolzen gegenüberliegenden Seite noch einen
Mitnehmer auf, der bei in Fahrtstellung befindlichem Lenkschloß in einen Schlitz
der Steuerplatte eingreift, der derart spiralförmig aus der Steuerplatte herausführt,
daß die Klinke bei Drehung des Lenkschlosses aus der Fahrt- in die Garagenstellung
aus der Bewegungsbahn des Bolzens herausgezogen wird, noch bevor der durch die Quernut
des Riegels vor der den Sperrstift aufnehmenden Bohrung gebildete Raum durch die
Riegelbewegung verkleinert und schließlich die Bohrung bei erreichter Garagenstellung
durch den Riegel abgedeckt ist.
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Einzelheiten und weitere Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind
der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen, in der der Erfindungsgegenstand in
zwei Ausführungsbeispielen an Hand von 8 Figuren veranschaulicht ist. Es zeigt Fig.
I ein dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechendes Lenkschloß mit Teilen der erfindungsgemäßen
Sicherung in einer Seitenansicht (das Lenkschloß befindet sich in Fahrtstellung
und Teile desselben sind zur besseren Sichtbarmachung nach der Linie I-I der Fig.
z geschnitten dargestellt), Fig. z einen Querschnitt durch das Lenkschloß nach der
Linie II-II der Fig. I, Fg.3 einen Querschnitt durch das. Lenkschloß nach der Linie
III-III der Fig. I in Verbindung mit weiteren Teilen der Sicherung und einer Start-Stop-Betätigungseinrichtung
(das Lenkschloß befindet sich in Haltstellung), Fig. 4 einen Teillängsschnitt durch
das Lenkschloß nach der Linie IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 einen der Fig. z entsprechenden
Querschnitt durch das dem zweiten Ausführungsbeispiel entsprechend ausgebildete
Lenkschloß, Fig.6 eine Draufsicht auf :die Steuerplatte des Lenkschlosses gemäß
Fig.5 in Richtung VI der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt durch den Bolzen des Lenkschlosses
gemäß Fig. 5 in Verbindung mit Teilen der mit dem Bolzen zusammenwirkenden Klinke,
Fig. 8 eine Draufsicht auf die eine Stirnseite des Bolzens gemäß Fig. 5 in Richtung
VIII der Fig. 5. Ein dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechendes Lenkschloß eines
Dieselkraftfahrzeuges, dessen Gehäuse I an einer die nicht dargestellte Lenksäule
eines Lenkrades umfassenden Muffe 2 befestigt ist, enthält einen in den Hohlraum
der Muffe und damit in eine entsprechende Ausnehmung :der Lenkradspindel hinein
verschiebbaren Riegel 3, der innerhalb des Lenkschloßgehäuses mit einer Quernut
4 versehen ist. Der Riegel 3 ist durch die Umdrehung eines Schlüssels 5 mittels
eines üblichen, nicht besonders dargestellten Mechanismus des in dem Ausführungsbeispiel
als Zylinderschloß ausgebildeten Schlosses im Gehäuse I längs verschiebbar, so daß
jeweils durch eine entsprechende Umdrehung des Schlüssels 5 die Verriegelung bzw.
Entriegelung des Lenkrades vorgenommen werden kann.
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Im Gehäuse I befindet sich weiterhin quer zur Bewegungsrichtung des
Riegels 3 eine Bohrung 6 (vgl. Fig. 3), in der ein Sperrstift 7 längs verschiebbar
ist. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, fluchtet diese Bohrung 6 mit der Nut 4 gerade dann,
wenn der Riegel 3 in das Schloß hinein zurückgezogen bzw. das Lenkrad entriegelt
ist und das Lenkschloß sich in Fahrtstellung befindet. Dabei ist die Quernut 4 in
dieser Stellung des Riegels 3 nach der der Lenksäule gegenüberliegenden Seite hin
noch etwas breiter .als es zur Aufnahme des Sperrstiftes 7 erforderlich wäre; jedoch
'.nur so bxeit, daß bereits bei Garagenstellung des Lenkschlosses die nach dem Riegel
3 zu liegende Öffnung der Bohrung 6 zumindest teilweise von dem Riegel 3 abgedeckt
ist. Die Stellung des Riegels 3 bei Garagenstellung des Lenkschlosses ist in -Fis.
q. gestrichelt eingezeichnet.
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Die Bohrung 6 mündet gegenüber dem Riegel 3 in eine als Sackloch ausgebildete
Bohrung 8 des
Gehäuses I ein, in der ein Sperrbolzen 9 längs verschiebbar
angeordnet ist. Der Sperrstift 7 ist etwa um den Betrag der Tiefe der Quernut 4
länger als die Bohrung 6 und wird mittels einer ihn umgebenden und einerseits im
Lenkschloßgehäuse I und andererseits an einem Bund Io des Sperrstiftes abgestützten
Schraubenfeder II im Sinne einer Entsperrung der Verriegelung, so daß die Verriegelung
danach vorgenommen werden kann, vorbelastet. Die Bewegung des Sperrstiftes 7 ist
im Sinne dieser Entsperrung der Verriegelung jedoch nur dann möglich, wenn dieser
mit seinem der Bohrung 8 zugewendeten Ende in eine etwa gleich tief wie die Nut
4 ausgebildete Nut 12 des Sperrbolzens 9 hineingleiten kann.
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Wie aus Fig.3 hervorgeht, befindet sich der Sperrbolzen 9 an dem einen
Ende des Seilzuges 13 eines Bowdenzuges 14, der einerseits an einer Verschlußschraube
15 der Bohrung 8 und andererseits an dem Gehäuse 16 einer zum nicht dargestellten
Motor gehörigen Einspritzpumpe befestigt ist. Der Sperrbolzen 9 ist mit einer an
der Seite des Seilzuges 13 ausmündenden Längsbohrung 17 versehen, und wird durch
:eine einerseits an der Schraube 15 und andererseits am Sperrbolzen 9 abgestützten
Schraubenfeder 18 im Sinne einer Bewegung in die als Sackloch ausgebildete Bohrung
8 hinein vorbelastet.
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Das als Zylinderschloß ausgebildete Lenkschloß weist an seinem Schloßzylinder
I9 (vgl. Fig. I) eine radial nach außen ragende Steuerplatte 2o auf, die in einer
die Steuerplatte bei allen Stellungen des Lenkschlosses aufnehmenden Erweiterung
21 des Gehäuses aufgenommen ist.
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Die Steuerplatte ragt nach außen bis in die Nähe des Sperrbolzens
9 und wirkt dort derart mit einer Klinke 22 zusammen, daß die Klinke bei entsprechend
Fig. I in Fahrtstellung befindlicher Steuerplatte durch eine Öffnung 2z' (vgl. Fig.
2) in den Betätigungsweg des Sperrbolzens 9 hineinragt. Die Klinke 22 ist um einen
Gelenkbolzen 23 schwenkbar und wird mittels einer Feder 24 nachgiebig aus dem Betätigungsweg
des Sperrbolzens 9 heraus vorbelastet. Sie weist außerdem auf der dem Sperrbolzen
gegenüberliegenden Seite noch einen Mitnehmer 25 auf, der bei in Fahrtstellung befindlichem
Lenkschloß in einen Schlitz 26 der Steuerplatte eingreift. Dabei verläuft die äußere
Kante 27 dieses Schlitzes derart spiralförmig nach innen, daß die Klinke 22 bei
Drehung des Lenkschlosses aus der Fahrt- in die Garagenstellung aus der Bewegungsbahn
des Sperrbolzens herausgezogen wird, noch bevor der durch die Quernut 4 des Riegels
3 vor der Bohrung 6 gebildete Raum durch die Riegelbewegung verkleinert und schließlich
die Bohrung 6 bei erreichter Garagenstellung durch den Riegel 3 abgedeckt ist. Die
Steuerplatte 20 ist ferner quer zu ihrer Bewegungsrichtung derart elastisch nachgiebig,
z. B. als Federplatte, ausgebildet und an ihrem äußeren, im wesentlichen der Kante
27 parallel verlaufenden Umfang 28 derart abgeschrägt, daß sie auch in die in Fig.
I dargestellte Fahrtstellung gebracht werden kann, wenn bei vor der Klinke befindlichem
Sperrbolzen diese nicht in dessen Betätigungsweg hinein geschwenkt werden kann,
sondern lediglich auf dem Sperrbolzen aufliegt. Hierbei kann die Steuerplatte 20
trotz Beibehaltung eines die Klinke in Richtung ihrer Einklinkung in den Betätigungsweg
des Sperrbolzens belastenden Momentes, wie in Fig.3 gezeigt, seitwärts an der Klinke
entlang gleiten.
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An der Seite der Einspritzpumpe ist der Seilzug 13 an einem Start-Stop-Betätigungshebel
29 der Einspritzpumpe mittels eines Gelenkbolzens 3o und eines Gabelkopfes 31 angelenkt.
Dieser ist mit einem Langloch 32 versehen, so daß der mit der nicht dargestellten
Regelstange der Einspritzpumpe spielfrei gekuppelte Betätigungshebel 29 bei entsprechender
Stellung des Gabelkopfes 31 bzw. des Sperrbolzens 9 zwischen seiner Vollast- und
Stopstellung ungehindert hin und her bewegt werden kann. Diese in Fig.3 gestrichelt
eingezeichnete Stellung nimmt der Gabelkopf 31 dann ein, wenn der Sperrbolzen 9
mit seiner freien Stirnfläche an der in seinen Betätigungsweg eingreifenden Klinke
22 anliegt. Die Länge des Langloches 32 ist jedoch so bemessen, daß zur Bewegung
des Start-Stop-Betätigungshebels 29 in seine Startstellung auch der Sperrbolzen
9 noch von dem Anschlag an der Klinke 22 weg gegen die Feder 18 bewegt werden muß.
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Die Betätigung des Start-Stop-Betätigungshebels 29 erfolgt durch den
Haupthebel 33 einer üblichen Start-Stop-Betätigungseinrichtung in Verbindung mit
einem weiteren, ebenfalls am Start-Stop-Betätigungshebel angreifenden Bowdenzug
34. Dabei ist der Bowdenzug 34 an der Seite der Einspritzpumpe zweckmäßig mit einer
zugleich den Bowdenzug 14 festhaltenden Schelle 35 und an der Seite der Start-Stop-Betätigungseinrichtung
mittels einer Muffe 36 an einem festen Teil der Karosserie, z. B. der dem Fahrgastraum
abgewandten Seite der vorderen Spritzwand des Fahrzeuges, befestigt. An der Seite
der Einspritzpumpe ist der Seilzug 37 des Bowdenzuges 34 außerhalb des Gabelkopfes
31 mit einem eigenen Gabelkopf 38 und einem weiteren Gelenkbolzen 3o' an dem Start-Stop-Betätigungshebel
29 angelenkt. Dabei weist der Gabelkopf 38 ebenfalls ein Langloch 39 auf, welches
so lang bemessen ist, daß bei Normalstellung des Haupthebels 33 der Start-Stop-Betätigungshebel
29 ohne Mitnahme des Seilzuges 37 so weit hin und her gedreht werden kann, wie es
der üblichen Regelbewegung der Regelstange der Einspritzpumpe zwischen einer Leerlauf-
und Vollaststellung entspricht.
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Auf der Seite der Start-Stop-Betätigungseinrichtung greift der Seilzug
37 mittels eines Kugelkopfes 4o an einen Hebel 41 der Einrichtung an, womit bei
einer Drehung des Haupthebels 33 der Start-Stop-Betätigungshebel entweder in die
in Fig. 2 gezeigte Stopstellung oder in eine in Fig.3 strichpunktiert angedeutete
Startstellung 29" gebracht werden kann. An der Seite der Start-rStop-Betätigungseinrichtung
befindet sich um den Seilzug 37 noch eine Schraubenfeder 42, die einerseits an einem
mit der Muffe 36 verbundenen festen Anschlag ,13 und andererseits an einem nach
dem Kugelkopf 40
zu gelegenen und an dem -Seilzug 37 befestigten
Teller 44 abgestützt ist. Dabei ist die Feder in Verbindung mit dem Teller 44 so
.eingestellt, daß der Haupthebel 33 zwischen seiner Stop- und Normalstellung außerhalb
des Bereiches der Federwirkung bleibt und die Feder lediglich zusammengedrückt werden
muß, wenn die Betätigungseinrichtung aus der Normalstellung in die Startstellung
gebracht wird. Dabei ist die Feder so stark bemessen, daß der in Startstellung -verbrachte
Haupthebel 33 nach dem Loslassen selbsttätig in die Normalstellung zurückgeführt
wird.
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Die Wirkungsweise der dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechenden
Diebstahlsicherung ist wie folgt: Ist das Lenkschloß entriegelt und läuft der Motor
bzw. befindet sich das Fahrzeug in Fahrt, so befinden sich die Teile des Lenkschlosses
in der in den Fig. I, 2 und 4 dargestellten Lage, d. h. der Schlüssel 5 befindet
sich in Fahrtstellung, wobei der Riegel 3- entriegelt ist und mit seiner Quernut
4 vor der Bohrung 6 des Sperrstiftes 7 liegt und wobei die mit dem Schloßzylinder
I9 verbundene :Steuerplatte 2o die Klinke 22 in den Betätigungsweg des Sperrbolzens
9 verbracht hat. Der Sperrbolzen 9 befindet sich in seiner Anschlagstellung an der
Klinke 22, wobei sich der Gabelhebel 3I und der Start-Stop-Betätigungshebel 29 beispielsweise
in einer Vollaststellung 3I' bzw. 29' befinden (in Fig. 3 gestrichelt eingezeichnet).
Wie aus Fig.3 erkennbar ist, kann bei dieser Anschlagstellung des Sperrbolzens 9
der mit der Regelstange der Einspritzpumpe gekuppelte Start-Stop-Betätigungshebel
29 beliebig zwischen der Vollast- und Stopstellung, z. B. durch einen üblichen Regler
der Einspritzpumpe, hin und her geschwenkt werden. Dabei befindet sich weiterhin
der Haupthebel 33 in der ebenfalls in Fig. 3 gestrichelt angedeuteten Normalstellung
33'.
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Wird z. B. nach Anhalten des Fahrzeuges der Schlüssel 5 des Lenkschlosses
um 9o° entgegen dem Uhrzeigersinn in die Garagenstellung gedreht, so wird nicht
nur in üblicher, bekannter Weise der Stromkreis zum Anlasser und gegebenenfalls
zu einer Vorglüheinrichtung unterbrochen, sondern es wird durch die entsprechende
Mitdrehung der Steuerplatte 20 über den in den Schlitz 26 eingreifenden Mitnehmer
27 auch die Klinke 22 schon nach etwa 3o° Drehbewegung des Schlüssels aus dem Betätigungsweg
des 'Sperrbolzens 9 herausgezogen und verbleibt infolge der auf die Klinke einwirkenden
Feder 24 in der herausgezogenen Stellung (vgl. Fig. I und 2). Während dieser Drehbewegung
hat auch der Riegel 3 etwa den halben Weg in Richtung auf seine Garagenstellung,
bei welcher die genannten Stromkreise unterbrochen werden, zurückgelegt und ist
hierbei mit der in Fig. 4 sichtbaren linken Kante seiner Quernut unmittelbar vor
dem Sperrstift 7 angelangt. Durch das Herausschwenken der Klinke 22 aus dem Betätigungsweg
des Sperrbolzens 9 schnappt dieser jedoch unmittelbar darauf folgend in seine in
Fig.3 sichtbare Stopstellung, bei der sich auch der Start-Stop-Betätigungshebel
29 in der in Fig. 3 ausgezogenen dargestellten Stop-Anschlagstellung befindet und
jegliche Förderung der Einspritzpumpe unterbunden ist. Im gleichen Augenblick, wo
sich der Sperrbolzen 9 in der in Fig. 3 dargestellten Stapstellung befindet, liegt
auch dessen Quernut I2 vor der Bohrung 6 des Sperrstiftes 7, so daß sich dieser
unter Wirkung der Feder II in die Nut 12 hineinbewegt und damit mit seinem dem Querbolzen
gegenüberliegenden Ende aus der Quernut 4 des Riegels verschwindet. Es kann also
der Schlüssel 5 unbeeinträchtigt weiter in die Garagenstellung gedreht werden, bei
welcher bereits eine Rückwärtsbewegung des Sperrstiftes 7 aus der Quernut I2 des
Sperrbolzens 9 heraus infolge des vor der Bohrung 6 liegenden Riegels 3 unterbunden
und somit auch die Einspritzpumpe in ihrer Stopstellung verriegelt ist. Damit kann
in der Garagenstellung des Lenkschlosses wohl die Lenkung des Fahrzeuges beliebig
betätigt werden, es ist aber ein Ingangsetzen des Motors, selbst z. B. durch Abwärtsrollen
von einem Hang, unmöglich. Wird das Lenkschloß weiterhin in Haltstellung gebracht,
so wird der Riegel 3 mit der Weiterdrehung des Schlüssels 5 in die in Fig. I gestrichelt
dargestellte Lage verbracht und damit das z. B. vorher in eine bestimmte Stellung
gebrachte Lenkrad verriegelt. Abgesehen davon, daß dabei die Steuerplatte 2o in
die in Fig. I gestrichelt dargestellte Endlage 20' verbracht wird, ändert sich an
der vorbeschriebenen Einstellung der Diebstahlsicherung weiterhin nichts.
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Wird vor dem Wiederanfahren des Fahrzeuges der Schlüssel 5 des Lenkschlosses
in seine Fahrtstellung gedreht, so wird neben der Freigabe der Stromkreise zu den
elektrischen Einrichtungen einerseits mit dem Riegel die Quernut 4 wieder vor die
Bohrung 6 des Sperrstiftes 7 (vgl. Fig. 4) bewegt und andererseits die Steuerplatte
2o wieder in eine etwa der Fig. I entsprechende Stellung gedreht. Da sich jedoch
die Einspritzpumpe noch in ihrer Stopstellung und der Sperrbolzen 9 in der in Fig.3
dargestellten Stellung befindet, kann die Steuerplatte 2o die Klinke 22 noch nicht
in den Betätigungsweg des Sperrbolzens hinein bewegen. Statt dessen wird sie, wie
aus Fig. 3 ersichtlich ist, elastisch nachgiebig derart seitlich an der Klinke entlang
geschoben, daß die Klinke trotzdem gegen den Sperrbolzen 9- gedrückt wird, wobei
-lediglich der Mitnehmer 25 sich nunmehr in der Nähe der oberen konzentrisch zur
Drehachse des Schloßzylinders verlaufenden Kante des Schlitzes 26 befindet. -Wird
anschließend zur Ingangsetzung des Motors der Haupthebel 33 in seine in Fig. 3 strichpunktiert
angedeutete Startstellung 33" verbracht, so werden nicht nur z. B. eine Vorglüheinrichtung
und der Anlasser betätigt, sondern auch der Start-Stop-Betätigungshebel 29 in die
strichpunktiert dargestellte Startstellung 29" geschwenkt, wobei auch der Sperrbolzen
9 unter gleichzeitiger Verschiebung .des Sperrstiftes 7 aus seiner Quernut 12 h
eiraus in seine der Startstellung der Einspritzpumpe entsprechende Stellung (in
Fig. 2 gestrichelt angedeutet) verbracht und schließlich die durch die Steuerplatte
2o vorbelastete
Klinke 22 nunmehr in den Betätigungsweg des Sperrbolzens
hineinschnappt.
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Wird nach dem Anspringen des Motors der Haupthebel 33 losgelassen,
so werden durch die Federn 18 und 42 sowohl der Start-Stop-Betätigungshebel 29 als
auch der Sperrbolzen g und der Haupthebel 33 aus der Startstellung in die Vollaststellung
bzw. Anschlagstellung an der Klinke 22 (vgl. Fig.2 bzw. gestrichelt dargestellte
Normalstellung der Hebel in Fig.3) verbracht, wobei der Start-Stop-Betätigungshebel
29 weiterhin entsprechend der Einspritzpumpent-Reglereinstellung in den Langlöchern
32 und 39 der Gabelköpfe 31 bzw. 38 zwischen seiner Vollast- und Leerlaufstellung
beliebig hin und her geschwenkt werden kann.
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Bei dem dem zweiten Ausführungsbeispiel entsprechenden Lenkschloß
gemäß den Fig.5 bis 8 sind lediglich die unmittelbar am Lenkschloß befindlichen
Teile der Sicherungseinrichtung gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel etwas anders
ausgeführt. Zunächst ist die dem zweiten Ausführungsbeispiel entsprechende Steuerplatte
45 starr ausgeführt, so daß sie die Klinke 46 bei Fahrtstellung des Lenkschlosses
stets zwangläufig in den Betätigungsweg des Sperrbolzens 47 dieser Einrichtung hineinbewegt.
Da infolge dieser starren Ausführung die Steuerplatte 45 gegenüber der Klinke 46
nicht mehr seitlich ausweichen kann, kann bei dieser Steuerplatte auch der für den
Mitnehmer 25 bestimmte spiralförmige Schlitz 26' mit gleichbleibender Breite (Fig.6)
ausgeführt sein. Dabei weist der Sperrbolzen 47 beidseitig seiner in Achsrichtung
des Sperrstiftes 7 liegenden Oberkante 48 (vgl. Fig. 7) je eine Längsnut 49 auf,
in welche zwei entsprechend ausgebildete Klanen 5o der Klinke 46 bei deren Eingreifen
in die Bewegungsbahn des Bolzens 47 hineinragen, und ist außerdem über eine untere
Längsnut 51 und einen im Gehäuse I des Lenkschlosses befindlichen Sicherungsstift
52 an einer Verdrehung verhindert (vgl. Fig.5 und 7). Durch diese Ausführung kann
die Klinke 46 selbst bei in Stopstellung befindlichem Sperrbolzen 47 ohne weiteres
in die in den Betätigungsweg des Sperrbolzens eingreifende Stellung verbracht werden
(vgl. Fig. 7). Am freien Ende des Sperrbolzens 47 befindet sich quer zu demselben
eine die dortigen Enden der Längsnuten 49 abdeckende Anschlagplatte 53, welche eine
Bewegung des Sperrbolzens von seiner in Startstellung der Regelstange der Einspritzpumpe
entsprechenden Stellung aus in seine der Stopstellung der Regelstange entsprechende
Stellung verhindert, wenn die Klinke 46 in den Betätigungsweg des Bolzens eingreift.
Dabei wird die an der Stirnseite des Bolzens 47 schwenkbar angeordnete Anschlagplatte
53 durch eine Feder 54 derart nachgiebig gegen die Stirnfläche des Sperrbolzens
gedrückt, daß der Bolzen auch bei in den Betätigungsweg des Bolzens eingreifender
Klinke aus seiner Stopstellung in seine Startstellung bewegbar ist, wobei die Anschlagplatte
53 während der Vorbeibewegung an der Klinke 46 von der Stirnfläche des Bolzens vorübergehend
weggeschwenkt wird. Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, ist der an dem freien Ende des
Sperrbolzens befindliche untere Teil 55 der dortigen Stirnfläche so weit über die
Anschlagplatte 53 herausgezogen, daß im Falle des Anschlagens des Sperrbolzens am
Gehäuse I die Anschlagplatte 53 nicht mit anschlagen kann.
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Die Wirkungsweise der dem zweiten Ausführungsbeispiel entsprechenden
Diebstahlsicherung geht aus einem Vergleich dieser Einrichtung mit der vorbeschriebenen,
dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechenden ohne weiteres hervor.
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Die Erfindung ist nicht an die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele
gebunden. Insbesondere kann die nur beispielsweise angeführte Ausführung der Start-Stop-Betätigungseinrichtung
in beliebiger Weise abgeändert werden, ohne daß dadurch eine den Haupterfindungsgedanken
der vorliegenden Erfindung verwirklichende Einrichtung den Schutzbereich der Erfindung
verläßt.