DE936687C - Verfahren zur Herstellung von schwer loeslichen Penicillinverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von schwer loeslichen PenicillinverbindungenInfo
- Publication number
- DE936687C DE936687C DEC6273A DEC0006273A DE936687C DE 936687 C DE936687 C DE 936687C DE C6273 A DEC6273 A DE C6273A DE C0006273 A DEC0006273 A DE C0006273A DE 936687 C DE936687 C DE 936687C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- compounds
- penicillin
- production
- poorly soluble
- organic bases
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D499/00—Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von schwer löslichen Penicillinverbindungen Es ist bereits bekannt, schwer lösliche Pen.icillinverbindungen, nämlich Verbindungen: des Penicillins mit den Dialkylaminoalkylestern der o-Oxy-p-aminoben(zoesäure oder o-Jod-p-aminobenzoesäure durch Umsetzung dieser mit den Additionsverbindungen der Penicillinsäuren mit Diisopropy läthern in Gegenwart. geeigneter Lösungsmittel herzustellen.
- Aus der deutschen Patentschrift 817 912 ist ein Verfahren bekannt zur Herstellung schwer löslicher Salize aus Penicillin: und organischen Basen durch Umsetzen der Addliti.onsverbindung aus Pen4cillinsäuren und. Diisop.ropyläther mit organischen Basen. in einem geeigneten Lösungsmittel.
- Von den zahlreichen Antihistamin-Präparaten, diie zur Zeit therapeutisch angewandt werden, bilden nur sehr wenige mit Additionsverbindungen der Penicililinsäuren mit Diisopropyläther krist,alli@ne Verbindungen. Überwiegend werden nichtkristalline Produkte gebildet.
- Es. wurde nun .gefunden, daß auch andere schwer lösliche Penici.llinverbindtuigen über die Additionsverbindungen der Penicillinsäuren mit Diisopropyläther hergestellt werden können. Gemäß der Erfindung werden diese Additionsverbindungen mit Benzimidazdlverbindungen der allgemeinen Formel I in der X einen Alkylrest, der gegebenenfalls substituiert sein kann, und Y einen aliphatischen Rest, der wenigstens eine sekundäre oder tertiäre Aminogruppe enthält, bedeuten, in Gegenwart geeigneter Lösungsmittel, umgesetzt. Mit besonderem Erfolg verwendet man als Benzimidazolverbindung das i - p - Chlorbenzyl - 2 - N - pyrrollidyl - methylbenzimidazol: Die Produkte dies erfindungsgemäßen; Verfahrens snndi in: Wasser außerordentlich schwer löslich. Beispielsweise beträgt bei 24° die Löslichkeit der Penicillinverbindung des i-p-Ohlorben@zyl-2-N-pyrroLidyl-methyl-benzimidazols in Wasser .nur 0,03'/o (i cm3 der gesättigten wäßrigen Lösung enthält maximal 300 i. E. Penicillin). Die Löslichkeit in Wasser ist beispielsweise sehr viel geringer als bei den entsprechenden schwer löslichen: Verbindungen der Penicilline mit den Dialkylaminoalkylestern der p-Arninobenzoesäure.
- Mit der Schwerlöslichkeit der Pemicillinsalze -in Wasser sind wichtige therapeutische Eigenschaften eng verbunden., die man als Depoteffekt bezeichnet. Dieser Depoteffekt, für den die Dauer des Fortbestehens des .im Tierexperiment oder am Menschen nach parenteraler Applikation des jeweiligen Penicillinsalzes auftretenden Penicillin-Blutspiegels als Meßzahl dient, ist eine direkte Funktion der Schwerlöslichkeit. Untersuchungen am Tier und am Menschen habem gezeigt, daß nun Einklang mit der Schwerlöslichkeit der therapeutisch wirksame Blutspiegel nach Anwendung der Verbindungen gemäß der Erfindung wesentlich länger bestechen bleibt als bei den bekannten Depot Penicillinen.
- Auch hinsichtlich ihrer günstigen toxikologischen Eigenschaften erwiesen sich die Produkte gemäß der Erfindung in einer eingehenden tierexperimentellen Verglenthsprüfung nicht nur den wenigen bekannten Antihistamin-Penicillinsalzen überlegen, sondern sogar dem heute in der Therapie allgemein verwendeten Salz aus p-Amnnob7enzoesäureäthylaminoäthylester und Penicillin. Diese überlegen, heit ist überraschend und war in keiner Weise vorauszusehen.
- Bei einem bakteriologischen Vergleich hat sich gezeigt, daß- die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungengegenüber Staphyloikökkens.tämmen eine teilweise sogar bemerkenswert höhere Wirksamkeit besitzen als die üblichen. Standardpenicilline. Angesichts der steigenden Resistenzentwicklung der Staphylokokken gegen die üblichen Penicillinsalze besitzt daher das erfindungsgemäß hergestellte Produkt eine erhöhte Bedeutung. Wird als zweite Komponente beim Verfahren eine der angeführten Benzimidazolverbindungen angewandt, die antihistaminische Wirkung haben, so werden bei der Anwendung dieser Verbindungen allergische Erscheinungen bei dien behandelten@ Personen beseitigt, die bei Anwendung von Penicillin allein häufig auftreten. Beispiel Man löst 4,36 g Penicil.lin-Dü@sopropyläthex-Komplexverbindun@g in 30 ccm Tetrachloräthan und fügt dazu eine Lösung von 3,26 g 1-(p-Chlorbenzyl) -2-N-pyrrolidyl-methyl-bemimidazol in 40 ccm Chloroform. Bei gutem Rühren fällt das neue Penicillinsalz zunächst in schmieriger, bald aber erstarrender Form in guter Ausbeute aus. Es schmilzt bei 144 bis. 145 ° unter Zersetzung und hat eine Aktivität von etwa goo IE/mg.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von schwer löslichen Penicillinverbindungen durch Umsetzen der Additionsverbindungen aus, Penicillinsäuren und Diisopropyläther mit organisehen Basen in Gegenwart geeigneter Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Basen Benzimidazolverbindungen der allgemeinen Formel in der X einen gegebenenfalls substituierten Allcylrest und' Y einen aliph atischen Rest mit wenigstens einer sekundären oder tertiären Aminogruppe bedeuten, verwendet. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 817 912; britische Patentschrift Nr. 673 558; D. Bovet et F. Bovet-Mitti, Structure et activite pnarmacodynamigue des medicaments du systeme nerveux vegefiatif, Paris 1948, S. 553, Zeile 3/4.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC6273A DE936687C (de) | 1952-08-17 | 1952-08-17 | Verfahren zur Herstellung von schwer loeslichen Penicillinverbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC6273A DE936687C (de) | 1952-08-17 | 1952-08-17 | Verfahren zur Herstellung von schwer loeslichen Penicillinverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE936687C true DE936687C (de) | 1955-12-22 |
Family
ID=7013860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC6273A Expired DE936687C (de) | 1952-08-17 | 1952-08-17 | Verfahren zur Herstellung von schwer loeslichen Penicillinverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE936687C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE817912C (de) * | 1949-06-20 | 1951-10-22 | Leo Pharm Prod Ltd | Verfahren zur Herstellung schwerloeslicher Salze aus Benzylpenicillin mit organischen Basen, insbesondere Prokain |
| GB673558A (en) * | 1949-06-20 | 1952-06-11 | Knud Abildgaard Elling | Production of a difficultly soluble salt of benzylpenicillin with an organic base |
-
1952
- 1952-08-17 DE DEC6273A patent/DE936687C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE817912C (de) * | 1949-06-20 | 1951-10-22 | Leo Pharm Prod Ltd | Verfahren zur Herstellung schwerloeslicher Salze aus Benzylpenicillin mit organischen Basen, insbesondere Prokain |
| GB673558A (en) * | 1949-06-20 | 1952-06-11 | Knud Abildgaard Elling | Production of a difficultly soluble salt of benzylpenicillin with an organic base |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1518691B1 (de) | 9-(gamma-Methylamino-propyl)-9,10-dihydro-9,10-aethano-anthrazen,seine Salze und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1595876A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminomethylderivaten von Rifamycin SV | |
| DE936687C (de) | Verfahren zur Herstellung von schwer loeslichen Penicillinverbindungen | |
| DE1934392C3 (de) | Neue 2-Pyridylthioamide und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1289849B (de) | 3-(Dibenzo[a, d]-1, 4-cycloheptadien-5-yloxy)-nortropan und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE930927C (de) | Verfahren zur Herstellung von gut vertraeglichen Penicillin-Antihistamin-Komplexverbindungen mit verlaengerter Wirkung | |
| DE1518311B1 (de) | N-(2-Diaethylaminoaethyl)-2-methoxy-3,4- bzw. 4,5-methylendioxybenzamid und deren pharmakologisch nicht giftige Saeureadditionssalze | |
| DE1291748B (de) | 1, 3-Dioxan-2-carbonsaeuren und deren Alkalisalze sowie Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1298981B (de) | D-threo-1-Phenyl-2-amino-1, 3-propandiolderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE933450C (de) | Verfahren zur Herstellung eines neuen Salzes von Penicillin G | |
| DE571591C (de) | Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer Camphersaeurepraeparate | |
| DE1545708C (de) | N- eckige Klammer auf 3-(5-Nitrofurfuryliden-methyl)-6-pyridazinyl eckige Klammer zu -N,N-dimethylformamidin und seine Salze | |
| DE972336C (de) | Verfahren zur Gewinnung von stabilen, besonders fuer die Oraltherapie geeigneten Penicillinen | |
| DE963514C (de) | Verfahren zur Herstellung schwerloeslicher kristallisierter Streptomycin- und Dihydrostreptomycinsalze | |
| DE946448C (de) | Verfahren zur Herstellung von quaternaeren Estern der Penicillin-Reihe | |
| DE676436C (de) | Verfahren zur Herstellung von wassrigen Loesungen des p-Aminobenzolsulfonamids | |
| DE1793706C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von N-(2-Diäthylaminoäthyl)-2-methoxy-3,4-bzw. -4,5-methylendioxybenzamid und deren pharmakologisch nicht giftigen Säureadditionssalzen | |
| DE917604C (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen schwerloeslichen Penicillinsalzen | |
| DE1795506C3 (de) | 14.08.59 Dänemark 2919-59 2-Chlor-9-eckige Klammer auf 3'-(N'-2hydroxyäthylplperazin-N) propyIiden eckige Klammer zu- thiaxanthen, Verfahren zu seiner Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel | |
| DE1115741B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Reserpsaeurediesters | |
| DE1203781B (de) | Verfahren zur Herstellung von trypanocid wirksamen Phenanthridiniumderivaten | |
| DE959277C (de) | Verfahren zur Herstellung von Benzilsaeure-[1-alkyl-piperidyl-(4)]-estern | |
| AT236406B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Azidobenzolsulfonylharnstoffen | |
| DE1518691C (de) | 9 (gamma Methylamino propyl) 9,10 dihydro 9 10 athano anthrazen, seine SaI ze und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1080559B (de) | Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerloeslichen Calciumsalzen saeurestabiler Penicilline |